Wenn man es denn so nennen darf.
Ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen, dass sich ein Sprecher eines tükischen (Vereins?) darüber beschwert hat, das es viel zu schwierig sei Deutscher zu werden.
Wer das war und den genauen Wortlaut bring ich nicht mehr zusammen.
Was mich interessieren würde ist folgendes:
Wie schwer wird Einbürgerung denn in anderen Nationen gemacht?
Ist es denn wirklich zuviel verlangt, von jemandem der seit 20 Jahren in einem Land lebt, einen Beweis zu fordern das er der Landessprache mächtig ist?
Warum will überhaupt einer Deutscher werden?
Schließlich werden wir medienweltweit ja nur auf die Zeit 1930-1945 reduziert.
Mittlerweile wollen ja nichtmal die gebürtigen Deutschen mehr welche sein, warum also andere?
Vielleicht kann mir da ja mal jemand auf die gedanklichen Sprünge helfen.
MfG
MW
Warum will überhaupt einer Deutscher
werden?
Schließlich werden wir medienweltweit ja
nur auf die Zeit 1930-1945 reduziert.
Mittlerweile wollen ja nichtmal die
gebürtigen Deutschen mehr welche sein,
warum also andere?
Vielleicht kann mir da ja mal jemand auf
die gedanklichen Sprünge helfen.
Hi MW,
vielleicht ist die Frage einfacher zu
beantworten, wenn man die Deutschen
in zwei Haelften teilt, und zwar
in die Steuerzahler und die
… wolln wir mal sagen…
Nicht-Steuerzahler.
Als Angehoeriger der ersteren Bevoelkerungs-
gruppe, die zwar *noch* keine Minderheit
darstellt, die aber sicherlich mehr Schutz
verdiente, als so manche andere BevGruppe,
ist es wohl offensichtlich, wie die
Fragen:
":Mittlerweile wollen ja nichtmal die
gebürtigen Deutschen mehr welche sein,
warum also andere?"
Daß Kenntnis der Landessprache verlangt wird, finde ich vernünftig. Allerdings sollten diese Tests so einfach sein, daß ca. 99 % der gebürtigen Deutschen sie auch bestehen würden.
Wie es damit im Moment aussieht weiß ich nicht, hat denn schon jemand einen dieser verlangten Deutschtests gesehen? Wird z.B. auf Alters- und Milieuunterschiede Rücksicht genommen? Muß jeder nun gerade einen Artikel der „Zeit“ oder „FAZ“ lesen und widergeben können oder reicht ggf. die Bild-Zeitung? Was ist mit Analphabeten, die es ja auch unter den gebürtigen Deutschen in erstaunlich großer Anzahl geben soll?
Warum Leute, die lange Zeit hier leben Deutsche werden wollen, kann ich gut verstehen (ich habe selbst ca. 6 Jahre im Ausland gelebt und weiß aus Erfahrung, daß ein längerer Status als Ausländer irgendwann nervt und auch jede Mange praktischer Probleme mit sich bringt). Und ich finde auch, für die deutsche Gesellschaft wäre es besser, wenn die Menschen, die auf Dauer hier leben, Deutsche werden und damit „richtig dazugehören“ würden.
Die Haupthürde zur Erlangung der deutschen ist aber das Aufgeben der vorigen Staatsbürgerschaft. Das finde ich in der Tat völligen Unsinn, sowohl für die in Deutschland lebenden Ausländer, als auch für die im Ausland lebenden Deutschen. Auf meinen Seiten gibt es dazu eine spannende Diskussion, wo auch einige Betroffene von sich erzählen, unter http://www.heisse-eisen.de/diskussion.shtml