Hallo, liebe Experten,
ich bereite mich gerade auf mein mdl. Examen in Deutsch vor und habe mir als ein Thema „Das bürgerliche Trauerspiel im Sturm und Drang am Beispiel von Schillers „Kabale und Liebe““ (neben: Autobiographisches in der Literatur: Thomas Manns „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ und „Rezeptionsästhetik von Wolfgang Iser“) herausgesucht.
Nun möchte, der Prüfer, dass wir Thesenpapiere zu jedem Thema erstellen und sagt, dass er sehen will, dass wir uns mit der Thematik auseinander gesetzt haben (find ich gut, denn so arbeitet man aktiv!,
…).
Habe nun die Entstehung, die Gattungsanalyse - bürgerliches Trauerspiel - und die Epochenzuordnung - Sturm und Drang - soweit durch und das sieht auf meinem Thesenpapier schon recht nett aus.
Jedoch die Frage: Bin mehrmals beim Lesen darauf gestoßen, dass der Sturm und Drang nicht als Gegenbewegung, sondern als Weiterentwicklung der Aufklärung angesehen werden kann. Zudem spielt ja die Religion in Kabale und Liebe eine große Rolle, sodass evt. Züge der Empfindsamkeit festgemacht werden können.
Kann man in diesem Sinne dann von einer eindeutigen Epochenzuordnung sprechen, zumal Sturm und Drang oft auch „nur“ als literarische Bewegung verstanden wird und parallel zu den „synchronen Konzepten“ (Siegrist in Hinck, 1989) Aufklärung und Empfindsamkeit bestand.
Kann man das noch weiter ausbauen, habt ihr da vielleicht Infos oder aber Literaturhinweise?
Vielen Dank und liebe Grüße, Julia