Abmahnungsbrief ganz schön hart
hallo,
hier das Schreiben:
Abmahnung vom x.x.2006
Sehr geehrte Frau xxx,
leider habe ich heute Veranlassung, Sie in aller Form abzumahnen wegen folgenden Verhaltens:
Sie haben am Montag und heute unter anderem zwei Akten für Frau XXX bearbeitet, in denen uns Gerichtstermine zugegangen sind.
In der Akte x ./. ist ein Termin vor dem Amtsgericht x bestimmt worden, den Sie nicht im Termin-/Fristenkalender eingetragen haben.
In der Akte x ./. ist ein Termin des Landgerichts bestimmt worden, den Sie ebenfalls nicht im Terminkalender eingetragen haben.
Ich möchte Sie dringendst bitten zukünftig sorgfältiger zu arbeiten und in sämtlichen Akten die einen Posteingang haben, diese Akten Frau x zur Prüfung vorzulegen, so dass gewährleistet ist, dass Termine auch eingetragen werden.
Falls sich Frau x im Urlaub befindet sind die Akten Frau x vorzulegen.
Soweit Sie zukünftig gegen die Anordnung verstoßen sollten müssen Sie damit rechnen, dass wir den
!!AUSBILDUNGSVERTRAG MIT IHNEN NICHT MEHR FORTSETZEN KÖNNEN!!
Mit freundlichem Gruß
Dr. xxx
Rechtsanwalt
Hier die Aussage von der Azubi:
vielen Dank für deine Hilfe. Hab’s mir durch gelesen. Das was im Forum stand, hab ich auch gelesen und denk mal auch,
dass @Wiz Recht hat. Wir sollten wegen der Sache mit der Abmahnung lieber nichts veranlassen.
>Zu „In der Akte x ./. ist ein Termin vor dem Amtsgericht x bestimmt worden, den Sie nicht im Termin-/Fristenkalender eingetragen haben.“
–> Diesen Termin habe ich gesehen und hab es absichtlich NICHT eingetragen, weil mir Frau x (Ausbilderin) gesagt hatte, dass man Zwangsversteigerungstermine nicht im Kalender eintragen soll/muss. Also war das KEIN FEHLER von mir! Dies habe ich der Frau x schon gesagt und sie hatte es darauf auch Herrn Dr. x und der Frau x mitgeteilt, dass wir die Termine nicht eintragen. Übrigens hab ich das mir auch nicht gefallen lassen und bin dann schließlich zur Frau x hingegangen und hab sie drauf angesprochen, dass ich es NICHT eingetragen habe weil ich schon von damals den Auftrag von Frau x bekommen hatte, Zwangsversteigerungstermine (kein Gerichtstermin) nicht einzutragen. Der Termin wird deshalb nicht eingetragen, weil KEIN Anwalt zu diesem Termin hingeht (laut Frau x).
>Zu „In der Akte x ./. x ist ein Termin des Landgerichts bestimmt worden, den Sie ebenfalls nicht im Terminkalender eingetragen haben.“
-> Das war mein einziger Fehler und nichts anderes. Aber das können wir jetzt auch nicht mehr ändern, dass die andere Sache mit dem Zwangsversteigerungstermin NICHT mein FEHLER gewesen ist.
Also, ich finde, das ihr zu unrecht gedroht wird, sie zu kündigen, sobald sie noch einmal solch einen oder ähnlichen Fehler macht. Das ist doch übertrieben!
Sie musste übrigens nichts unterschreiben, nur der Rechtsanwalt hat unterschreiben.
Wegen dem „Kündigungssatz“, ist sie nicht automatisch damit einverstanden, wenn Sie nicht dagegen schriftlich protestiert?
Ich habe den Eindruck, die wollen Sie los werden und die Abmahnung ist nun der Freibrief dafür.
Ich bin mir in diesem Fall nicht sicher, ob es das Richtige wäre, nichts zu unternehmen. Evtl. mit dem Anwalt darüber reden? Nur was…
Wir sind für jeden weiteren Tip sehr dankbar.
Gruß, Maho