Eine Frage zu einem Sonett von R.M.Rilke

hallo

im 26. Sonett 1. Teils Sonetten an Orpheus von R.M.Rilke heisst es:

“Du aber, Göttlicher, du, bis zuletzt noch Ertöner,

da ihn der Schwarm der verschmähten Mänaden befiel,

hast ihr Geschrei übertönt mit Ordnung, du Schöner,

aus den Zerstörenden stieg dein erbauendes Spiel.”

da bräuchte ich eine Erläuterung:

wer ist dieser „ihn“ eigentlich?

“ihn” ist auch Orpheus, der nach Ovid von den Mänaden zerrissen wurde. Die verschiedenen mythologischen Elemente kannst du z. B. in Wikipedia nachlesen.

Die spannende Frage ist (und das hat dich zurecht verwirrt), warum Rilke hier vom “du” (direkte Ansprache) zum “er/ ihn” (erzählende Sprache in dritter Person) und zurück zu “du” wechselt.