Hallo Harald,
würdest Du bitte in diesem Zusammenhang Römer 11,13 - 32
lesen.
Paulus schreibt an uns Heiden, dass Israel nicht auf Dauer
verworfen ist!
Vers 28: „Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um
euretwillen, aber nach der Wahl sind sie Geliebte um der Väter
willen.“
Zunächst einmal danke ich dir, für deine sachliche und kompetente Kritik. Ich habe die Texte gelesen und darüber nachgedacht.
Die Grundlage für meine Behauptung ist Matthäus. 21:42-43:
"Jesus sprach zu ihnen [den Oberpriestern und den älteren Männern der Juden in Jerusalem]: ,Habt ihr nie in den Schriften gelesen: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Haupteckstein geworden. Von Jehova aus ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.“? Darum sage ich euch: Das Königreich wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt.’ "
Wenn ich Römer 11 lese, insbesondere die Verse 15 und 23, dann sehe ich, dass die Juden nicht generell verworfen sind, sondern die Möglichkeit haben wieder ihre ursprüngliche Stellung zu erlangen. Die Voraussetzung ist natürlich Glauben.
15 Denn wenn ihre Verwerfung Versöhnung für die Welt bedeutet, was wird ihre Annahme [anderes] bedeuten als Leben aus den Toten?
23 Auch werden sie, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen.
Immerhin hat Jesus nur seinem Volk gepredigt. Sie hatten das Vorrecht. Wenn ein natürlicher Jude, Jesus als den Messias anerkennt, nimmt er dieses Vorrecht war.
Um den Sinn von Römer 11:25-32 genau zu verstehen, müssen auch folgende Äußerungen in Betracht gezogen werden, die dieser Schriftstelle vorausgehen:
Römer 2:28-29
28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht.
Gott hat den Bund mit Abraham nicht aufgekündigt.
Der Bund mit Abraham beinhaltete, ihn zu einem großen Volk zu machen und das Besitztum am Land. Deswegen können die Juden auch zu recht einen Anspruch auf das Land erheben, vorausgesetzt man akkzeptiert die Aussagen der Bibel.
Und Gott hat auch nicht auf die Versprechungen vergessen, die
er König David gab.
Er versprach ihm, dass sein Königtum auf unabsehbare Zeit herrschen würde. Und dies erfüllte sich in jesus Christus (Lukas 1:32-33).
Das heutige Israel ist ein Teil der Prophetie Hesekiels
(Hes.37)
Hesekiel beschreibt die Wiederauferstehung und Zusammenbringung seines Volkes. Bitte lege aber deinen Augenmerk auf die Verse 24 bis 28.
Passt dies auf die heutige säkulare Nation Israel?
Der Tempel steht nicht mehr und es keine Priesterschaft mehr, wie denn auch, wenn niemand mehr nachweisen kann ein Levit zu sein. Die gewählten Präsidenten sind auch keine nachweisbaren Nachkommen Davids. Zudem exitiert dann noch der Konflikt, ob Jesus nun der Messias war oder nur ein böser Zauberer.
Die Ereignisse in diesem Jahrhundert sind wirklich bemerkenswert.
Das jüdische Volk hat die unsagbarsten Qualen ertragen und gleichzeitig die Nation Israel wiederbegründet.
Die Qualen gingen eindeutig nicht von Gott, sondern von satanischen Menschen aus. Möglicherweise hängt die Gründung des Staates Israel nach fast 1900 Jahren damit zusammen, dass noch bemerkenwertere Ereignisse bevorstehen. Ich weiss es nicht.
Gruß
Carlos