Auf Pfand von Getränkeflachen wird auch eine MWSt gehoben.
Wer zahlt diese denn letztendlich?
Der Kunde nicht, weil er bekommt ja den kompletten Betrag
zurück, für die Händler ist die Umsatzsteuer ja nur ein
durchlaufender Posten.
Hallo,
ich glaube, dass es so ist:
Nachdem du die Flasche (samt Inhalt) gekauft hast, hat das Unternehmen die USt ans Finanzamt abgeliefert. Nun bringst du die Flasche zurück und bekommst einen gewissen Betrag, der wieder eine MwSt enthält. Das Unternehmen bekommt diesen Betrag wieder vom Finanzamt zurück.
Auf Pfand von Getränkeflachen wird auch eine MWSt gehoben.
Wer zahlt diese denn letztendlich?
Der Kunde nicht, weil er bekommt ja den kompletten Betrag
zurück, für die Händler ist die Umsatzsteuer ja nur ein
durchlaufender Posten.
Der Händler führt Umsatzsteuer ab, wenn er mehr Umsatzsteuer eingenommen als gezahlt hat - völlig unabhängig davon, für welches Produkt die jeweilige Umsatzsteuer eingenommen bzw. bezahlt wurde.
Ja und? Der Händler zahlt doch nicht separat Umsatzsteuer für Pfand, Umsatzsteuer für Bohnen und Umsatzsteuer für kleinwüchsige Kakteen an das Finanzamt, sondern er ermittelt die Verbindlichkeiten und Forderungen aus Umsatzsteuer ggü. dem Finanzamt und überweist den Saldo (Feinheiten mal außen vor gelassen).
Gruß,
Christian
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eigentlich hast Du schon alles erfahren - bloß noch ein Hinweis, vielleicht wirds dann deutlicher:
Wenn alle herausgegebenen Pfandflaschen wieder zurückgegeben werden, zahlt niemand die USt, weil die gesamte USt aus dem Herausgeben der Flaschen beim Zurückgeben wieder zurückfließt.
Damit hast Du das Wesen der USt im Griff: Solange sich Waren und Dienstleistungen immer bloß in der Sphäre der Unternehmen bewegen, wird darauf überhaupt keine USt fällig - in der ganzen Kette zieht immer einer als Vorsteuer ab, was der andere abführt. USt besteuert bloß den Endverbrauch, den Konsum. Und solang die Pfandflaschen nicht „endverbraucht“ werden, sondern zurückgegeben werden, fällt darauf auch keine USt an.
Weiterführend: Das hat beiläufig auch die Karriere der USt zur mittlerweile fast wichtigsten Steuer in D überhaupt ausgemacht - sie belastet an keiner Stelle wirtschaftliches Geschehen, solange produziert und nicht konsumiert wird. Dass dabei Otto Normalverbraucher der Depp ist, schadet der Hl. Wirtschaft am wenigsten.