Hallo Mira,
Also, ich bin Sozialpädagogin, muss aber noch mein Diplom
schreiben. Da ich meine
Chancen bezgl. Stellensuche als eher schlecht bis sehr
schlecht einschätze (keine
Berufserfahrung, noch relativ jung (für diesen Beruf, 26),
keine Kinder (ja,
traurig aber wahr, wäre kleiner Vorteil)
Wie kommst du darauf, du seist zu jung und Kinder wären ein Vorteil?
Viele SPs sind jünger, wenn sie ihr Studium abschliessen (ich war gerade 25 und nach dem Anerkennungsjahr 26) und gerade in den Bereichen, in denen Schichtarbeit (betreutes Wohnen zB) gefragt ist, sind Kinder eher kein Vorteil.
und vor allem jetzt
seit zwei Jahren was
völlg anderes mache (Kurierfahrerin)), habe ich keine
Motivation, meine
Diplomarbeit zu schreiben.
Ist das vielleicht eher der Punkt? Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich auch wenig Motivation hatte, meine Diplomarbeit zu schreiben, weil ich überlegte, ob ich überhaupt als SP arbeiten wollte. Mein Drang, Dinge bis zum Ende zu bringen, hat mich die Diplomarbeit schreiben und das Anerkennungsjahr absolvieren lassen. Zumindest eine abgeschlossene Ausbildung, war da meine Devise.
Die brauche ich aber, sonst bekomme
ich überhaupt
nichts (staatliche Zulassung.)
Natürlich nicht, wie bei allen anderen Studiengängen auch. Musst du kein Anerkennungsjahr machen?
Jetzt meine drängende Frage:
Ich möchte im Feb nächsten Jahres ins Berufsleben einsteigen
(bis dahin habe ich
auch das Diplom hintr mir
).
Ich melde mich arbeitslos und werde erstmal HzL bekommen.
Wie lange ist der Zeitraum, in dem mich das AA als SP
vermitteln MUSS (??)?
Sie müssen gar nicht vermitteln…
Ist
dieser Zeitraum vorbei - ich also nicht vermittlungsfähig als
SP bin (weil mich
entweder keiner haben will, oder aber die Stellen nicht da
sind) - dann kann mir
JEDER Job angeboten werden, andernfalls bekomme ich bei
Weigerung kein Geld mehr.
Du arbeitest doch seit einiger Zeit als Kurierfahrerin… warum machst du das nicht weiter (während Diplom oder nachher wieder) um den Lebensunterhalt zu sichern?
Das schlimmste, was ich mir momentan vorstellen kann, ist die
berüchtigte Leiter
nach unten zur Putze. Und davon dann mein BAFÖG zurückzahlen,
für eine
Ausbildung, die für’n A… war…
Was ist daran so schlimm? Vielleicht sehe ich das ja viel zu positiv, aber auch ich war nach meinem Anerkennungsjahr arbeitslos, bis ich meinen ersten SP-Job hatte… und habe gekellnert, geputzt, Senioren betreut, gekocht… alles was Geld brachte halt. Und ich habe ne Menge dabei gelernt… unter anderem Dinge, die mir einen Vorsprung gebracht haben bei Bewerbungen in meinem Job als SP.
Mittlerweile bin ich nicht mehr in der sozialen Arbeit, sondern mache Personalentwicklung… hier arbeiten einige SPs und Dipl.Päds …
Die kommen zum Teil frisch von der Uni/FH weg hierher, haben wenig praktische Erfahrungen, aber den Willen, was zu lernen und die Überzeugung, das zu schaffen. Klappt auch ganz gut.
Es gibt viele Jobs, in denen das, was du während deines Studiums gelernt hast, genutzt werden kann. Ich würde also nicht nur auf die Überschriften von Stellenanzeigen schauen, sondern auch auf die Inhalte und mir überlegen, ob das nicht auch passen könnte…
Das war jetzt nicht unbedingt die Antwort auf deine dringende Frage, aber vielleicht ein bisschen hilfreich für dich
Viel Erfolg dabei
Gruß
Xelya