Eine Freundin ist vergewaltigt worden. Gibt

… es Anlaufstellen, wo man erfahren kann, wie man ihr im Alltag helfen kann?
Es geht mir nicht um Tipps, was SIE machen soll oder kann oder nicht kann, sondern ganz konkret, an wen man sich wenden kann, um Ratschläge zu bekommen, wie man als „Außenstehender” Beistand leisten kann…

Kennt jemand eine gute Adresse/Nummer? Alles, was ich bislang gefunden habe, richtet sich ganz konkret an die Opfer, nicht an deren Umfeld…

Hallo,

Kennt jemand eine gute Adresse/Nummer? Alles, was ich bislang
gefunden habe, richtet sich ganz konkret an die Opfer, nicht
an deren Umfeld…

leider kenne ich keine Anlaufstellen für Angehörige und Freunde von Opfern. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, das es die gibt. Daher schlage ich vor, du wendest dich an die Opferberatungsstellen mit der Frage, wie du helfen kannst bzw. wer dir helfen kann. Ich fände es logisch, wenn Opferhilfe auch das Umfeld des Opfers einschließt.

Viel Glück!
Barbara

Hallo,

frag doch mal beim Weissen Ring nach. Die können doch bestimmt auch weiterhelfen.

https://www.weisser-ring.de/internet/opferhilfe/inde…

LG
Harleybien

Hallo,

Wildwasser ist auch für Angehörige und Freunde von Opfern da:
http://www.wildwasser.de/

Alles Gute
Chang

Hallo,

vllt. hilft die FAQ:3327 weiter.

Alles Gute für Deine Freundin, es muss eine furchtbare Erfahrung sein.

Gruß Volker

Vielen Dank für die vielen Links und Anregungen. Sie selbst ist noch wie ausgetauscht, ich hoffe, dass sie das Trauma überstehen wird - wir werden sehen. Ich werde mich durch die Links mal durchklicken und Kontakt aufnehmen - ich melde mich, wie es gelaufen ist.

Danke!!!

yo, weisser Ring ist gut, glaub ich auch.
Sonst guckst vielleicht auch hier:
http://www.gewaltgegenfrauen.de/beratung-und-hilfe/v…

L.G; Zottel

Beistand in welcher Hinsicht?
In jeder seriösen Beratungstelle wird man dir zuerst die Frage stellen, um welche Art „Hilfe im Alltag“ diese Freundin denn genau gebeten habe. Und dann weiter, wieso sie dir dann nicht am besten selbst sagt, auf welche Weise sie diese Hilfe realisiert haben möchte.

… an wen man sich wenden kann, um Ratschläge zu bekommen, wie man als „Außenstehender” Beistand leisten kann…

Das hängt, wie gesagt, davon ab, um welchen Beistand sie dich als Außenstehender gebeten hat. Oder ist sie in einer körperlichen oder seelischen Verfassung derart, daß sie sogar für einen „Außenstehenden“ ohne Weiteres erkennbar aktuell nicht imstande ist, ihre Wünsche im Freundekreis direkt und selbst zu artikulieren?

Sollte dies Letztere der Fall sein, dann wären einige Worte darüber sinnvoll, damit du hier eine sachdienliche Antwort bekommen kannst.

Freundliche Grüße
Metapher

Der Weiße Ring kann Dir Auskunft geben.

Tel: 116006

LG !

Hallo,

vielleicht mal eine etwas andere Antwort: Was man im Umfeld auf jeden Fall tun kann ist - wenn man denn insoweit einbezogen wird - jegliche geeignete Maßnahmen zu befördern, die das Opfer in Erwägung zieht. Dazu gehört insbesondere auch im Umfeld sehr deutlich zu reagieren, wenn da Stimmen laut werden, dass das ohnehin alles nichts bringen würde, und eine Opferrolle zementiert werden soll, wie es gerade bei solchen Delikten gerne passiert. Denn das endet dann oft in selbsterfüllenden Prophezeiungen, dass Opfer Therapieangebote nicht nutzen, und dann tatsächlich zum ewigen Opfer werden, auf diese Opferrolle von anderen und schließlich auch durch sich selbst reduziert werden, statt so ein Geschehen so zu verarbeiten wie es durchaus möglich ist, und dann eine solche Tat als Teil der eigenen Lebensgeschichte ansehen zu können, der aber gerade nicht alles andere was es vorher und nachher auch an positiven Dingen im Leben gibt, vollkommen in den Schatten stellt.

Studien über die Möglichkeiten, Chancen und Erfolge in der Therapie von Gewaltopfern sind leider in der Vergangenheit oft von „institutionalisierten Opferschützern“ angegangen worden, die das „ewige Opfer“ zum Selbstzweck erklärt haben, und die sich regelrecht in ihrem Selbstbild und Bestand bedroht sehen, und daher boshaft gerne eine angebliche „Verharmlosung“ und „erneute Viktimisierung der Opfer“ behaupten, wenn wissenschaftlich die Erfolge geeigneter Maßnahmen belegt werden, die Opfern relativ schnell und gut aus so einer Situation heraus helfen. Natürlich können entsprechende Maßnahmen das Geschehene nicht ungeschehen machen, und wollen dies ganz sicher auch nicht verharmlosen oder nicht ernst nehmen, aber sie können eben wieder ein Leben ermöglichen, das lebenswert ist.

Daher sollte man durchaus auch eine gewisse Skepsis gegenüber Opferschützern haben, wenn diese von Therapien abraten, deren Möglichkeiten und Erfolge in Zweifel ziehen, und umgekehrt den möglichen eigenen Einfluss nutzen, dass im Umfeld ein Klima geschaffen wird, in dem zur Wahrnehmung geeigneter Angebote geraten wird, und die Hoffnung und Erwartung in Bezug auf deren Erfolg positiv ist. Denn dann können entsprechende Maßnahmen auch viel besser fruchten, als wenn diese Rückenstärkung aus dem Umfeld fehlt. Und dazu gehört insbesondere auch, Betroffene weiterhin ganz normal Teil des gemeinsamen Lebens zu sein. Sie weiterhin ganz normal mit einzuladen, mit ihnen lustige Dinge zu tun, … soweit die Betroffenen sich in der Lage sehen, wieder auf dieser Ebene einzusteigen. Was aber leider oft passiert ist, dass Betroffene auch da auf ihre Opferrolle reduziert werden, es nur das „Angebot zum Gespräch“ über die Tat und die Folgen gibt, aber aus falsch verstandener Rücksichtnahme zu einer Ausgrenzung von allen übrigen Aktivitäten kommt, die Dritte von sich aus als „nicht mehr passend“ ansehen.

Gruß vom Wiz

Ich habe mich an die Lawine gewendet - durch Zufall habe ich im Gespräch mit den Eltern mitbekommen, dass sie alle dort wegen dieser Geschichte Hilfe gesucht haben. Ich danke Euch nochmal herzlichst für die Links und die Anteilnahme!