Hi pw2,
es geht weniger um eine eigene Idee, wobei meine Idee ist hier einen Rahmen zu schaffen in denen sich Existenzgründer besser vorbereiten können um weniger zu scheitern, wozu auch der Austausch mit Menschen gehört, die Projekte in den Sand gesetzt haben, was sicherlich nicht immer an der Idee selbst gelegen hat.
Vielleicht lassen sich auch im Austausch weitere bzw. neue Wege für Dies und Das finden. Hier fiel nun mehrfach das Thema Finanzierung. Mir sagte mal jemand von einem Existengründungsbüro, dass ich für ein angedachtes Projekt an die 2 Millionen Euro bräuchte. Ich schluckte nicht schlecht, denn ich hatte da einen wesentlich niedrigeren Betrag im Kopf bzw. mir lagen ja diverse Angeobt zur Umsetzung bereits vor. Als ich dies dem Menschen der auch Kredite vergab mitteilte, meinte er, für eine Bank sei es dasselbe an Arbeit, ob sie nun einen Kredit von einer Million gewährt oder von 30.000 EUR. Und da der Aufwand derselbe ist, haben sie halt mehr Interesse an großen Krediten. Dass alle Bänker so denken, kann bzw. willi ch mir nicht vorstellen. Doch dass ein Projekt zu niedrige Finanzierungskosten für einen Kredit hat, finde ich schon ein starkes Stück.
Hier fiel nun mehrfach das Thema Kapital um Projekte finanzieren zu können. Vielleicht könnte man hier auch neue bzw. weitere Wege dahingehend beschreiten, indem man Kredite nicht unbedingt nur bei Banken anfragt, sondern auch bei Privatanlegern. Es gibt mittlerweile einige Seiten die anbieten, Privatkredite von und an Privatpersonen vermitteln. Die Modelle sind zwar nicht identisch, doch ähnlich aufgebaut. Z.B. je risikoreicher der Kredit desto höher die Verzinsung. Mag sein, dass Privatpersonen keine Millionen und nicht mal Hunderttausende verleihen wollen oder auch nicht können, doch wie wäre es, würde man Geschäftsideen auf mehrere Privatanleger verteilen? Das Geld dürfte beispielsweise erst dann ausbezahlt werden, wenn die benötigte Gesamtsumme zusammen getragen ist.
Das ist nur eine Idee, ein Ansatz… manche Geschäftsideen bedürfen keines Fremdkapitals bzw. manchen Existenzgründern würden ein paar hundert Euro oder ein paar tausend Euro reichen um ihre Selbständigkeit zu starten.
Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, doch für einen Teil der Menschen die sich selbständig machen wollen oder ein weiteres Standbein aufbauen wollen, könnte neben Bankkrediten ein Privatkredit eine Alternative sein. Beispiele: http://www.auxmoney.com/start/welcome.php und http://www.creditolo.de/privatkredit/. Über die Qualität dieser Anbieter vermag ich nichts zu sagen, doch sie könnten eine Alternative zu üblichen Banken darstellen. Mir geht es an dieser Stelle einfach erstmal drum offen für Möglichkeiten zu sein und diese zusammen zu tragen.
So wie Du beispielsweise Dich allein selbständig machen magst, sind andere Existenzgründer offen für Geschäftspartner/-innen, die nicht nur mit Geld sondern auch mit Know How einsteigen können, oder vielleicht gar nur mit Know How. Es gibt nicht DEN Existenzgründer.
Das was Existenzgründer brauchen, da mag es zwar eine gemeinsame Basis sein, doch hier gibt es doch auch sehr viel individuelle Wünsche, je nachdem was für ein Projekt jemand aufziehen will.
Und gäbe es einen Rahmen in dem sich Menschen hier mehr austauschen könnten, fände ich das sehr hilfreich. Das Problem das ich hier halt als erstens sehe, ist, wenn jemand seine Geschäftsidee online präsentiert um es auf Schwachstellen abzuklopfen bzw. in Erfahrung bringen möchte wie er diese oder jene bekannte Schwachstelle beheben kann, es genug Leute geben kann, die Ideen einfach klauen. Das mag sicherlich einer der Gründe sein, weshalb Existenzgründer oft nicht zu sehr in die Karten sehen lassen wollen. Verständlich! Doch wie einen Rahmen schaffen, in dem man seine Idee geschützt wissen kann und dennoch die gewünschte und oft genug auch benötigte Hilfe bekommen kann?
Ciao,
Romana