Ich hab selbst zwei Fremdsprachen fließend gelernt, ohne dass ich (während der „Lernphase“) je in einem Land gewesen war in dem die Sprache gesprochen wird. Und ich muss sagen, dass ich dem was dieser Herr auf seiner Seite schreibt größtenteils zustimme: Man lernt Sprachen viel besser indem man sie anwendet, nicht so wie man sie in der Schule lernt. Allerdings find ich dafür formalen Unterricht zum Beginn gar nicht so schlecht damit man eine Basis hat.
Aber dann hab ich das gelesen:
http://www.micheloud.com/FXM/LA/le/guide1.htm
„But for german I just left for one month in Germany, reading and looking for every word I did not know. When I came back for the examination (they were done in Universities, independently from schools), the expert, who happened to be the author of the phonebook vocabulary list, the Vocabulaire de base allemand, asked me if I was german.“
„The thing worked, and after six months of self study, I definitely spoke fluent spanish.“
„For example, a speaker of a romance language (french, italian, spanish, portuguese, romanian, …) can learn another in less than 200 hours.“
Also…ich kann mir vorstellen, dass man eine Sprache in einem halben Jahr EINIGERMAßEN fließend sprechen kann, wenn man gut 10 Stunden täglich effektiv lernet.
Aber…also…ich weiß zwar nicht wie ähnlich sich spanisch und französisch jetzt wirklich sind, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand von sich auch nur annähernd sagen kann, dass er nach 200 Stunden eine Sprache fließend beherrscht. 1/2 Jahr halt ich für gut möglich, wenn man zu Beginn wie ein Irrer lernt um die Grundsätze draufzuhaben und anschließend den ganzen Tag lang Fernseh schaut und in der Sprache spricht usw, da man dann ja gut 200 tage * 10 Stunden also knapp 2000 Stunden auf dem Buckel hat und die Sprache dann schon einigermaßen fließend sprechen könnte. Aber in Stunden ausgedrückt nach 200 Stunden (auch wenn die Sprachen verwandt sind) das halte ich für unmöglich…oder bin ich im Sprachen lernen einfach nur verdammt langsam, wenn ich nach Fremdsprachen-LK mit 8 Einsern und einer 2 in allen Klausuren (einschließlich Abi) als einer der Klassenbesten (entschuldigung, wenn das jetzt eingebildet wirkt, ich sag das nur wegen dem Kontext
) nochmal MEHRERE hundert (vielleicht über 1000?) Stunden TV-Serien/Nachrichten in der Sprache anschauen/Texte in der Sprache lesen/„chatten“ musste, bis ich wirklich von „fließend sprechen“ reden konnte und mir (fast) keine neuen Wörter/Redewendungen mehr untergekommen sind (und ich mein mit fließend jetzt nicht absolut „perfekt“ so wie die eigene Muttersprache sondern einfach sprechen ohne über die Strukutren nachzudenken und beim Lesen/zuhören alles ohne Anstrengung zu verstehen)?
Was haltet ihr davon? Maßlose Übertreibung/Selbstüberschätzung des Autors?
Grüße
