Eine vieleicht dumme Frage mal

Hallo Fans,

eigentlich gibt es ja keine dummen Fragen, hoechsten dumme Antworten drauf.

Ich hab da mal eine Frage…

Bei der deutschen Bahn wird doch das Netz mit Wechselstrom betrieben oder nicht ???
In den Triebwagen wie dem ICE mussen dann doch wohl im Maschinenraum riesige Induktivitaeten vorherrschen oder nicht. Wie werden die eigentlich kompensiert ???

Ich sitze oft in so einem Geschoss und wenn das Teil nicht allzu schnell faehrt, dann kann ich auch aus dem Fenster schauen, ohne das mir gleich schwarz vor Augen wird. Man rast dann oft an so grossen gruenen Kasten vorbei. Gehe ich recht in der Annahme, dass in diesen Blackboxes mit olivegruenen Anstrich grosse Kapazitaeten drinstecken (also kapazitive Widerstaende) die dem induktiven Widerstand der Lok entgegenwirken sollen. Oder wie machen die Zauberer bei der Bahn es ueberhaupt, dass eine Lok so schnell fahren kann???

Stimmt es eigentlich, dass das mit Abstand groesste Problem bei Hochgeschwindigkeitszuegen darin besteht, den Stromabnehmer oben an der Strippe zu halten, damit das Teil nicht abreißt oder der Kontaktwiderstand zu gross wird.

Oh mann, Fragen ueber Fragen…

zu den induktivitäten: hab noch nicht viel darüber nachgedacht, aber ich weiß dass die bahn mit 16 2/3 Hz Wechselstrom fährt, dieser Wert entsteht aus 50 Hz geteilt durch 3.

Gruß Gerhard

Hallo

Bei der deutschen Bahn wird doch das Netz mit Wechselstrom
betrieben oder nicht ???

JA, wie schon gepostet mit 16 2/3 Hz (Hier in schwiez auch)
Frankreich fährt mit 50 Hz.

In den Triebwagen wie dem ICE mussen dann doch wohl im
Maschinenraum riesige Induktivitaeten vorherrschen oder nicht.

Bei den alten Loks war das noch so, ein grosser Trafo mit vielen anzapfungen für die einzelnen Fahrstufen. Die heutigen haben Umrichter.

Wie werden die eigentlich kompensiert ???

Eigentlich gar nicht. Die Kompensation ist keine technische Notwendigkeit, sonder eine Vorschrift der Elektrizitätswerke.

Die normalen E-Zähler messen eben nur die Wirkleistung (welche dann dir in Rechnung gestellt wird), die Blindleistung wird nicht erfasst und würde dir dann gratis geliefert. Falls das E-Werk eine wesentliche Blindleistung bei dir vermutet, wird ein 2ter Zähler installiert, welcher dann nur diese misst und dir, meist zu einem höheren Tarif, in Rechnung gestellt wird.

Ich sitze oft in so einem Geschoss und wenn das Teil nicht
allzu schnell faehrt, dann kann ich auch aus dem Fenster
schauen, ohne das mir gleich schwarz vor Augen wird. Man rast
dann oft an so grossen gruenen Kasten vorbei. Gehe ich recht
in der Annahme, dass in diesen Blackboxes mit olivegruenen
Anstrich grosse Kapazitaeten drinstecken (also kapazitive
Widerstaende) die dem induktiven Widerstand der Lok
entgegenwirken sollen. Oder wie machen die Zauberer bei der
Bahn es ueberhaupt, dass eine Lok so schnell fahren kann???

Siehe oben.
Ich nehme an du meinst die „Kabelbuden“. Die Bahn hat entlang der Trasse Kabel verlegt, einerseits für Steuerungszwecke (Signale, Bahnschranken, Achsenzähler für die Blocksicherung) und andererseits für Telefonie. In diesen „Kabelbuden“ sind Anschluss-Kästen um, z.B. für Baustellen, Verbindungen zum nächsten Bahnhof herzustellen.

Stimmt es eigentlich, dass das mit Abstand groesste Problem
bei Hochgeschwindigkeitszuegen darin besteht, den
Stromabnehmer oben an der Strippe zu halten, damit das Teil
nicht abreißt oder der Kontaktwiderstand zu gross wird.

War eines der grösseren Probleme. Man kann nicht einfach den den Anpressdruck an die Fahrleitung vergrössern, weil sonst 1. der Verschleiss am Stromabnehmer und am Fahrdraht zu gross wird und 2. der Fahrdraht angehoben würde.

MfG Peter(TOO)