Eine weitere Frage über Gut und Böse

Als Adam und Eva - als Inbegriff von Körper und Seele - vom Baum der Erkenntnis von gut und böse „aßen“ wurden sie aus dem Paradies verbannt:

Das bedeutet für mich: Ich kann nur im Paradies leben, wenn ich jede Wertung von gut und böse ablehne… wie die Sonne, die für gute, als auch böse Menschen scheint.

Wenn wir aber nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden und das nicht alle auf unserer Welt tun… auwei! Ich glaube ich wäre heute ein Sklave in einer Welt, die z.B. nur von Nazis regiert werden würde… (um nicht Amis zu sagen…*ups*)

Wie ist es dann noch möglich als Individuum ins Paradies zu gelangen?

Jesus!? Er spricht von Liebe - als ausschließlich Gutes - sagt dem Bösen also ab. Aber kann man nicht erst dann Gutes erkennen, wenn du weißt, was böse ist? Somit hat auch er eine Wertung von gut und böse vorgenommen - hatte also ebenfalls die Erkenntnis von gut und böse.

Hallo Kevin.

Als Adam und Eva - als Inbegriff von Körper und Seele - vom
Baum der Erkenntnis von gut und böse „aßen“ wurden sie aus dem
Paradies verbannt:

Nach jüdischer Lesart wird hierbei nicht dem Baum diese Erkenntnis zugesprochen, sondern dem Essen. Und auch die Sünde bestand wiederum nicht im Essen, sondern in der Missachtung des Gebots von G’tt. Durch diese Missachtung kam der Mensch in die Erkenntnis absofort zwischen Gut und Böse zu wählen. Wobei hier beides nur die Nähe zu G’tt beschreibt.

Das bedeutet für mich: Ich kann nur im Paradies leben, wenn
ich jede Wertung von gut und böse ablehne… wie die Sonne,
die für gute, als auch böse Menschen scheint.

Wir können wieder im Paradies leben, wenn wir diese Welt wieder in den Zustand vor der Sünde gehoben haben, entweder durch unsere Taten oder durch G’ttes Erbarmen. Und genau wie oben schon angedeutet geht es hierbei nicht um unsere Wertungen von gut und böse, sondern darum G’tt nahe zu sein, ihm bedingungslos zu dienen.

Wie ist es dann noch möglich als Individuum ins Paradies zu
gelangen?

Das Paradies ist uns Menschen erst einmal verloren. In wie weit es einzigen Heiligen (Zaddikim) schon jetzt gelingt, dort auf die kommende Welt zu werden, darüber gibt es im Judentum verschiedene Ansichten.

Jesus!? Er spricht von Liebe - als ausschließlich Gutes - sagt
dem Bösen also ab. Aber kann man nicht erst dann Gutes
erkennen, wenn du weißt, was böse ist? Somit hat auch er eine
Wertung von gut und böse vorgenommen - hatte also ebenfalls
die Erkenntnis von gut und böse.

Ich denke nicht, dass Jesus in solchen Kategorien gedacht hat. Ihm ging es wohl mehr um die Nähe zu G’tt und unserem Handeln welches dazu beitragen kann.

Schalom,
Eli

Hallo Eli.

Nach jüdischer Lesart wird hierbei nicht dem Baum diese
Erkenntnis zugesprochen, sondern dem Essen. Und auch die Sünde
bestand wiederum nicht im Essen, sondern in der Missachtung
des Gebots von G’tt. Durch diese Missachtung kam der Mensch in
die Erkenntnis absofort zwischen Gut und Böse zu wählen. Wobei
hier beides nur die Nähe zu G’tt beschreibt.
Wir können wieder im Paradies leben, wenn wir diese Welt
wieder in den Zustand vor der Sünde gehoben haben, entweder
durch unsere Taten oder durch G’ttes Erbarmen. Und genau wie
oben schon angedeutet geht es hierbei nicht um unsere
Wertungen von gut und böse, sondern darum G’tt nahe zu sein,
ihm bedingungslos zu dienen.

Wie soll das gehen? Wie soll die gesamte Menschheit einen Zustand paradisischen Zusammenlebens erlangen? Wie, wenn selbst der einzige Gott nicht im Stande ist, andere Götter neben sich zu tolerieren? Muß der Mensch übergöttlich werden, indem er göttlicher ist als Gott, und lernt, die Andersartigkeit anderer Menschen zu tolerieren, ja, sogar zu achten? Wie sollen so viele so verschiedenartige Menschen das schaffen?

Ich denke nicht, daß auch nur ein Gott mehr von den Menschen verlangt, als er selbst im Stande wäre zu leben.

lieben Gruß, und ein liebevolles neues Jahr,
fionny

Hallo Kevin,

Das bedeutet für mich: Ich kann nur im Paradies leben, wenn
ich jede Wertung von gut und böse ablehne… wie die Sonne,
die für gute, als auch böse Menschen scheint.

Und die Nacht verdunkelt sich auch für die guten Menschen…

Wenn wir aber nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden
und das nicht alle auf unserer Welt tun… auwei! Ich glaube
ich wäre heute ein Sklave in einer Welt, die z.B. nur von
Nazis regiert werden würde… (um nicht Amis zu sagen…*ups*)

Der Gegensatz ist uns gegeben, damit wir ihn benutzen.
Den Tag erkennst Du an der Nacht,
die Stille nur am Krach,
Trocken am Naß,
Liebe am Haß,
Wärme an Kälte,
Sommer am Winter
Nähe an Ferne…
und schließlich, Gut auch an Böse…

ich denke, es ist gewollt, die Gegensätze zu erkennen, und sie als für uns gut anzuerkennen.

Jesus!? Er spricht von Liebe - als ausschließlich Gutes - sagt
dem Bösen also ab. Aber kann man nicht erst dann Gutes
erkennen, wenn du weißt, was böse ist? Somit hat auch er eine
Wertung von gut und böse vorgenommen - hatte also ebenfalls
die Erkenntnis von gut und böse.

Genau so ist es. Er verurteilte das Böse aber in diesem Sinne nicht, sondern erkannte es an. Das Böse ist deswegen gut, weil dadurch das Gute erkennbar wird, und es ein Mittel zum Lernen, zur Entwicklung darstellt.

auch Dir ein liebevolles neues Jahr,
lieb gegrüßt,
fionny

Vielleicht findest du hier Antworten.

http://www.sta-leistadt.de/prophecy/02/02s01.htm

http://www.glaube.org/

Gruß
Gunter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Kevin,

du kratzt da einer Tür zur Ein-Sicht.
Wir sind verdammt zur Erkenntnis. Intuitiv weiß jeder, daß uns die Notwendigkeit zu urteilen in Besitz nimmt - bis hin zur Besessenheit und unser lebenslanges Gefängnis bildet.
Das zum Thema „Sklave“.
Grundsätzlich können wir nur unter Anwendung der (Er-)Kenntnis von Gegensätzen kommunizieren, weil uns sonst wahrscheinlich das Gesprächsthema ausgeht…
Überprüf mal, mit welchem Mitteln du eine Wertung „ablehnen“ willst.
Und lebt das Paradies nicht auch nur durch das Gegenteil von …

Da bleibt vielen nur der Hinweis auf etwas Höheres, auch Glauben genannt, so verschafft man sich erstmal eine Auszeit als niederes Wesen.

Tatsächlich bleiben nur Handlungen, für die ich die Verantwortung übernehmen muß.
Und niemand kann sagen, ob ich die in wahrer Nächstenliebe über-die-Straße-geholfene alte Dame nicht ihrem Unglück zugeführt habe.

Das Thema ist sicherlich in der ganzen Welt auf unterschiedlichste Weise spirituell in Arbeit.
Schön zeitgemäß ist es im Buch von Rene Egli „Das Lola-Prinip“ aufgenommen.

Ich wünsche dir auf deinem spannenden Weg den Grad freier Aufmerksamkeit dein „Paradies“ zu finden.

Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fionny,

Wie, wenn

selbst der einzige Gott nicht im Stande ist, andere Götter
neben sich zu tolerieren? Muß der Mensch übergöttlich werden,
indem er göttlicher ist als Gott,

Mir wird der Gedanke immer mehr vertraut, dass es der Mensch selber ist der sich
seinen jeweiligen Gott schafft. Das was der Mensch aus eigenem nicht sein kann
ist sein Gott. Er setzt ihn über sich und lässt ihn dann entsprechend auf sich
wieder wirken. Ist es der „erwachsene“ Mensch, der weiterhin seine Eltern in
irgendeiner Form braucht, die ihm weiterhin sagen was er wie tun soll? Könnte
doch sein. Warum es bei uns immer eine Vaterfigur ist? Andere Völker haben auch
Göttinnen - also eine Mutterfigur. Manche sagen, Gott ist weder männlich noch
weiblich, sondern einfach „G’tt“ wie es die Juden versuchen. Dahinter steht wohl
dann der Gedanke, wer etwas einen Namen geben kann, hat dasjenige auch in der
Hand und kann es irgendwie begreifen.

Ich denke nicht, daß auch nur ein Gott mehr von den Menschen
verlangt, als er selbst im Stande wäre zu leben.

Umgekehrt versucht der Mensch seinem göttlichen „Vorbild“ immer ähnlicher zu
werden, wenn er es ernst meint mit seiner Liebe zu Gott (Eltern).

Liebe Grüße
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Mir wird der Gedanke immer mehr vertraut, dass es der Mensch
selber ist der sich
seinen jeweiligen Gott schafft. Das was der Mensch aus eigenem
nicht sein kann
ist sein Gott. Er setzt ihn über sich und lässt ihn dann
entsprechend auf sich
wieder wirken. Ist es der „erwachsene“ Mensch, der weiterhin
seine Eltern in
irgendeiner Form braucht, die ihm weiterhin sagen was er wie
tun soll? Könnte
doch sein.

Mag sein, daß der einzelne Mensch ein höheres Ziel braucht, um sich orientieren zu können. Mag auch sein, daß er dieses Ziel für sich sichtbar in einer Form braucht. Aber wie ist es bei Völkern, die die Mehrgottheit vertreten? Sind diese Völker sich der Zielfindung nicht einig? Und wenn sich jeder sein eigenes Ziel, eben eigenen Gott schafft, haben wir dann nicht selbst auch automatisch eine Mehrgottheit? Doch das paßt ja nicht mit den Geboten des Christengottes zusammen.

Warum es bei uns immer eine Vaterfigur ist? Andere
Völker haben auch
Göttinnen - also eine Mutterfigur. Manche sagen, Gott ist
weder männlich noch
weiblich, sondern einfach „G’tt“ wie es die Juden versuchen.
Dahinter steht wohl
dann der Gedanke, wer etwas einen Namen geben kann, hat
dasjenige auch in der
Hand und kann es irgendwie begreifen.

Ja mag sein, zumindest wird geglaubt, begriffen zu haben. Aber wie kann etwas begriffen werden, was nicht zu erfassen ist. Ich denke nicht, daß das, was wir allgemein als Gott benennen etwas wesenhaftes in einer Form ist, die wir uns vorstellen können. Wenn überhaupt, ist es einfach nur etwas, etwas, worauf wir keinerlei Einfluß haben. Schlimm finde ich, das diesem ‚Etwas sein‘ Worte zugesprochen werden, die nie gesprochen wurden. Auch wenn manche Ansätze nobel waren, um den Menschen zu helfen, so wurde doch zuviel zur Nutzung potenzieller Macht mißbraucht.

Umgekehrt versucht der Mensch seinem göttlichen „Vorbild“
immer ähnlicher zu
werden, wenn er es ernst meint mit seiner Liebe zu Gott
(Eltern).

Ehrlich gesagt, ich möchte meinen Eltern nicht ähnlich werden. Allerdings denke ich auch nicht, daß das etwas mit Liebe zu tun hat, sondern einfach nur, sich bewußt zu werden oder sein, daß jeder sich selbst ist, und somit auch voll für sein Handeln verantwortlich ist. Weder die Eltern, noch die jeweiligen Götter sind verantwortlich zu machen, für das, was aus einem wurde/wird.

lieb gegrüßt,
fionny

Hallo Fionny,

Aber wie ist es bei

Völkern, die die Mehrgottheit vertreten? Sind diese Völker
sich der Zielfindung nicht einig? Und wenn sich jeder sein
eigenes Ziel, eben eigenen Gott schafft, haben wir dann nicht
selbst auch automatisch eine Mehrgottheit? Doch das paßt ja
nicht mit den Geboten des Christengottes zusammen.

Ich stelle mir grundsätzlich die Frage, warum brauchen die Menschen eine Macht
über sich. Und braucht jedes Problem, das der Mensch nicht aus eigenem lösen kann
eine Instanz von der er Hilfe erwartet. Einen Wettergott, einen
Fruchtbarkeitsgott, bei den Katholiken sicher oft diverse Heilige für diverse
Probleme.

Ehrlich gesagt, ich möchte meinen Eltern nicht ähnlich werden.
Allerdings denke ich auch nicht, daß das etwas mit Liebe zu
tun hat, sondern einfach nur, sich bewußt zu werden oder sein,
daß jeder sich selbst ist, und somit auch voll für sein
Handeln verantwortlich ist. Weder die Eltern, noch die
jeweiligen Götter sind verantwortlich zu machen, für das, was
aus einem wurde/wird.

Ja, das ist es sicher: Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich.
Ein Beispiel:
Ein Gläubiger wechselt die Reifen am Auto und läßt sich den Wagenheber auf den
Fuß fallen. Das ist seine Schuld und es kommt ihm nicht in den Sinn. daß ein Gott
damit etwas zu tun haben könnte. Jetzt fährt er los, in einer Kurve löst sich der
Reifen und ein gerade dort liegender Sandhaufen verhindert einen Absturz in einen
Abgrund. Hier kommt jetzt Gott ins Spiel, dem er für die Bewahrung dankt.
Es scheint mit der Größe des Problems zu tun zu haben, ob ein Gott bemüht wird
oder ob das nicht nötig zu sein scheint.
Aber es sind sicher nicht nur logische Erwägungen. Wie soll man sich die tiefe
Religiosotät erklären. Die herrlichen Kirchen, die Musik, die Literatur?
Spielt da die Erziehung mit? Wachsen Kinder da hinein oder sind sie von Natur aus
religiös?

Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Ich stelle mir grundsätzlich die Frage, warum brauchen die
Menschen eine Macht
über sich.

Ich schätze, die Frage ist nicht grundsätzlich zu beantworten. Sicher gibt es Menschen, die einen Diktator brauchen. Sicher aber gibt es ebenso viele Menschen, die einfach nur einen Vertrauten, Begleiter, eben Freund suchen, dem sie sich anvertrauen können.

Und braucht jedes Problem, das der Mensch nicht aus
eigenem lösen kann
eine Instanz von der er Hilfe erwartet. Einen Wettergott,
einen
Fruchtbarkeitsgott, bei den Katholiken sicher oft diverse
Heilige für diverse
Probleme.

Ich denke nicht, daß es darum geht Hilfe zu bekommen im Sinne von. Eher meine ich, daß der Mensch, zumindest der, der uns heute als aufgeklärt begegnet, doch eher eine Möglichkeit sucht, Wahres in sich zu finden. Wir leben in einer Fülle von Heucheleien, Betrügereien, und zur Krönung im Selbsbetrug. Es muß einfach irgend jemanden geben, zu dem der Mensch ehrlich sein kann, ganz einfach, weil diese Instanz (ich spreche zumeist lieber von Ebene) die Wahrheit eh schon kennt. Da wir in der Regel aber ein Problem haben, unsere Ebenen (Körper, Geist, Seele)in Einklang zu bringen - die Kirche spricht ja von der erstrebten Dreieinigkeit- wird eine Figur benötigt, über die der Mensch in sich hinein horchen kann.
Nun kann dem entgegengesetzt werden, das diese Position auch ein Freund, ein Psychologe, ein Pastor einnehmen kann. Aber, das sind Menschen, die mit den selben Schwächen leben müssen, wie alle anderen. Sie können betrogen werden, und sie können selbst betrügen. Also muß etwas her, was wir nicht betrügen können, und den Menschen nicht betrügt, etwas, was stets die Wahrheit kennt, noch bevor ein Gedanke gedacht ist.
Es ist eben sehr schwer, zu sich selbst ehrlich zu bleiben. Einfacher ist es, sich ein Instrument zu schaffen, welches die Kontrolle übernimmt. Letztlich kannst Du sagen, es wird ein Lehrmeister für den Weg zu sich selbst gesucht.

Ja, das ist es sicher: Jeder ist für sein Tun selbst
verantwortlich.
Ein Beispiel:
Ein Gläubiger wechselt die Reifen am Auto und läßt sich den
Wagenheber auf den
Fuß fallen. Das ist seine Schuld und es kommt ihm nicht in den
Sinn. daß ein Gott
damit etwas zu tun haben könnte. Jetzt fährt er los, in einer
Kurve löst sich der
Reifen und ein gerade dort liegender Sandhaufen verhindert
einen Absturz in einen
Abgrund. Hier kommt jetzt Gott ins Spiel, dem er für die
Bewahrung dankt.
Es scheint mit der Größe des Problems zu tun zu haben, ob ein
Gott bemüht wird
oder ob das nicht nötig zu sein scheint.

Und schon wird der Wagenheber zum Fingerzeig Gottes…und dieser Fingerzeig ist das Echo des Gewissens (Geist) der schon bei der Reperatur des Rades gewußt hat, daß da ein wenig geschlampt wurde. Der Lehrmeister hat bewußt gemacht, welche Folgen eine solche Handlung haben kann.
Nun stell Dir die Peinlichkeit vor, dieser Mann müßte zugeben, daß es seine Oberflächlichkeit oder Faulheit war, die ihn dazu trieb, nicht korrekt zu handeln…und viel schlimmer, er müßte vor sich selbst Farbe bekennen…ist es nicht viel besser, wir lassen das über das Instrument Gott regeln? Schließlich fällt niemanden ein, ein so von Gott geschütztes Wesen zu verurteilen.

Aber es sind sicher nicht nur logische Erwägungen. Wie soll
man sich die tiefe
Religiosotät erklären. Die herrlichen Kirchen, die Musik, die
Literatur?

Psychologisch.

Spielt da die Erziehung mit? Wachsen Kinder da hinein oder
sind sie von Natur aus
religiös?

Beides. Ein Kind lebt erst einmal im Urvertrauen zu sich selbst und seiner Umgebung. Es ist im Einklang mit sich und der Natur. Es lebt sich wahrhaftig wahr. Durch den Einfluß seiner Umgebung (Sozialisierung) lernt es so unverständliche Dinge wie Lügen. Es lernt, daß es unvorteilhaft ist, stets zu sagen, was wahr ist. Aber ein Kind kann nicht Lügen, es braucht einen Vertrauten. Und hier wird das erste gottähnliche Instrument geboren, den Vertrauten, den Begleiter (eine Puppe, ein Kuscheltier). Diesem wird all das erzählt, was es einem Erwachsenen/Menschen nicht erzählen kann. Irgendwann muß es sich von diesem Vertrauten trennen. Wieder sorgt unsere Sozialisierung dafür, daß wir vom Kuscheltier zur Erwachsenenfigur Gott wechseln. Mit diesem soll das nun erwachsenen Kind lernen, zu sich zurück zu finden (in seine Babystube, dort wo das Urvertrauen, die Wahrhaftigkeit, sein Einklang, seine Zufriedenheit zu finden ist). Im Prinzip kannst Du sagen, hier soll in Ordnung gebracht werden, was durch unser verkorkstes Herdendasein verdorben wurde.

lieb gegrüßt,
fionny

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Hallo Fionny,

Deine Gedanken finde ich gut. Du kommst zu einleuchtenden Ergebnissen.
Danke und liebe Grüße
Wolfgang