Eine zweite Katze ?

Hallo Zusammen,

ich möchte gerne mal ein paar Meinungen sammeln. Ich bin momentan sehr unentschlossen ob ich für meine Katze einen zweiten Kumpel anschaffe. Ich hab meinen Stubentiger seit Mai, sie ist eine reine Wohnungskatze, da ich im Dachgeschoß wohne, ich habe aber einen riesigen Balkon. Da ich berufstätig bin, bin ich meist ca 5-6 Stunden unterwegs. An manchen Tagen auch länger. Ab und zu bin ich auch mal in Urlaub (bisher noch nicht und auch nicht oft, kommt aber vor) und an ein paar Wochenenden ein paar Tage nicht da. Sie wird dann zuverlässig mit Spielzeit bei mir in der Wohnung gefüttert.

Wie macht Ihr das mir Euren im Urlaub oder wenn ihr mal länger weg seid. Eine Einzelkatze länger alleine in der Wohnung lassen???

Ich stehe nun vor der Frage

  • alles beim alten lassen und ggf. bei einem längeren Urlaub zu einer Freundin bringen, wäre mit zwei Katzen schwierig

  • versuchen sie nach draussen zu lassen, quasi übers Treppenhaus zwei Stockwerke nach unten raus lassen, wobei meine Vermieter einen alten, dominanten Kater haben der raus darf und ich nicht weiss, ob die zwei sich in die Wolle kriegen

  • oder eben eine zweite Katze anschaffen, wobei ich eben Bedenken habe, wie ich das organisieren kann, wenn ich mal in Urlaub bin.

Ich freu mich über Anregungen und Berichte, wie das bei anderen so läuft. Bitte nicht steinigen, weil ich auch mal in Urlaub fahre, ich denke viele andere machen das aus und haben gute Lösungen gefunden.
Mir geht es darum, dass ich eine gute Lösung finde und ich möchte, dass es meiner Katze gut dabei geht!
Viele Grüße
verena

Hallo, verena!

Also ich würde immer eine Zweitkatze empfehlen. Entgegen landläufiger Meinung sind Katzen nämlich keine (!) Einzelgänger. Eine zweite Katze macht kaum Mehrarbeit, sie kostet aber natürlich trotzdem mehr (höherer Futter- und Streuverbrauch, doppelte Arztkosten). Meine beiden sind äußerst pflegeleicht, sie fressen friedlich zusammen aus einem Napf und benutzen ein und dasselbe Katzenklo (in vielen Ratgeber-Büchern werden bei Mehrkatzenhaushalten immer ein Klo mehr als Katzen vorhanden sind, empfohlen - mal ehrlich, wo soll ich bei 60 m² drei (!) Klos aufbauen??). Geschwister müssen es übrigens nicht unbedingt sein, es sind mir sogar Fälle bekannt, so sich Katzen aus einem Wurf überhaupt nicht verstehen und sich ständig in den Haaren liegen oder sich sogar bis aufs Blut bekämpfen(das soll’s ja auch bei Menschen geben…). Sicherlich richtig ist der Hinweis in den einschlägigen Büchern, die neue Katze nicht zu bevorzugen, sondern von Anfang an die „alte“ wie gehabt Nr. 1 sein zu lassen. Auch sollten sich beide Katzen vom Temperament her ergänzen (also einen Schmuser mit einem weniger schmusigen Felltiger vergesellschaften oder einen Draufgänger mit einem zurückhaltenden usw.). Gute Erfahrungen macht man wohl auch mit Katze und Kater (beide natürlich kastriert!). Tu’ doch bitte etwas gegen das Katzenleid und hole ein Tier, das vom Alter her zu Deiner Fellnase paßt, aus dem Tierheim. Das hat für Dich persönlich den Vorteil, daß Du sie ggf. zurückgeben kannst, wenn die beiden überhaupt nicht miteinander auskommen (auf entsprechenden Hinweis im Übernahmevertrag achten!). Aber werfe die Flinte nicht zu früh ins Korn, meine Katze hat einen Monat gebraucht, um sich an mich (!) zu gewöhnen (den Kater kannte sie schon aus dem Tierheim, beide waren in der selben Katzen-Gruppe) - und das ist u.U. Schallgeschwindigkeit, kommt halt immer auf das Wesen des Tigers an. Auch für Urlaubsvertretungen (bei Dir zu Haus oder bei einer Freundin) sind zwei Katzen nicht arbeitsintensiver als eine. Glaub mir, mit einem Kumpel (oder einer Kumpeline) tust Du Deiner Katze auch tagsüber einen Riesengefallen, schließlich ist dann immer jemand zum Spielen und zum Kuscheln da.

Viele liebe Grüße von
Nikkifisch

Hallo Nikkifisch,
Hallo,
ich kann Deiner Antwort nur zustimmen, ABER:
Bitte vergesse nicht Absätze zu machen. Der Text ist ansonsten nur sehr schwer lesbar.

Grüsse
Helle

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Hallo, Helle!

Vergessen, nach dem Tippen zu überarbeiten - was nicht unbemerkt geblieben ist ;-(

Viele Grüße von

Nikkifisch

Hallo,
kann ja mal passieren.War nur heute schon der dritte Text.
Da mußte es mal raus :smile:
Grüsse
Helle

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Off-Topic
Jaja, die Verwaltungsfachangestellten…

Servus Verena,

also eine 2. Katze geht nur dann gut, wenn die 2 katzen sich vertragen und sie evt. Stubenrein bekommen und sich an die neue Umgebung gewöhnen.
Danach musst du dir Bewusst sein, das 2 Katzen evt. auch doppelt so vel Kummer machen können, z.B. durch Krankheit.
Außerdem geht es noch etw. mehr auf den Geldbeutel.
Wenn das schonmal kein Problem ist und du entweder deinen Urlaub besser Organisierst oder eben mal mehr daheim Urlaub machst. :wink:

Wegen dem rauslassen: Wenn deine Katze noch nie draußen war, solltest du die ersten male mit ihr rausgehen, denn sie sollte sich an ihre Umgebung gewöhnen. Was dir auch klar sein muss ist, dass den Katzen viel passieren kann(Auto angefahren, Vergiftung, ewt. länger weg bleiben, weg laufen etc. etc.). Es ist zwar schön Katzen draußen toben zu sehen, aber man sollte sich entscheiden, ob es Haus- oder Wohungskatzen sein sollten.

Joa, ich hoffe, ich konnte dir etw. weiter helfen. =)

Hallo Zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Meine Tendenz geht mal zur „Zweitkatze“ und dann auch wieder nicht. Einerseits denke ich einfach es tut meiner Mieze gut, wenn sie tagsüber ein Kumpelchen hat, vorausgesetzt sie verstehen sich etc. Andererseits befürchte ich ganz ehrlich gesprochen, dadurch mehr angebunden zu sein.

Ich wollte nun aber doch noch mal genauer fragen, wie Ihr das im Urlaub organisiert. Für Kurztrips kann ich die Versorgung über Familie und Freunde zuhause organisieren.

Warum ich hier so nachharke, ist darin begründet, dass ich nächstes Jahr über Ostern 3 Wochen weg bin und mir nun schon über meine Eine Kleine Gedanken mache. Ich möchte meinen Sittern nicht zumuten, dass sie über 3 Wochen hinweg 1-2 Mal am Tag hier auftauchen Was aber noch schwerer wiegt, sie alleine drei Wochen hier in der Wohnung mit wenig Ansprache zu lassen behagt mir so garnicht.

Bei Zweien wäre dass wahrscheinlich was anderes, da würde ich die Pflege wahrscheinlich mit Familie und einer Schülerin, die sich was dazu verdient abdecken.

Meine Katze ist eigentlich recht unkompliziert und verträgt sich auch mit anderen Katzen. Bisher hat sie mit Veränderungen auch recht wenig Probleme gehabt.

Also im Prinzip sind es zwei Fragen die sich stellen

3 Wochen Urlaub wohin mit einer Katze (zuhause / Katzenpension)
3 Wochen Urlaub wohin mit zwei Katzen (zuhause / Katzenpension)

Danke für die Geduld :wink:

Viele Grüße
Verena

Hallo,

zuerst: Ich bin ganz eindeutig für eine Zweitkatze wenn deine Katze mit anderen eh kein Problem hat. Allein der Katze zuliebe und fürs gute Gewissen, dass sie zuhause ja nie allein ist. Außerdem geht einem das Herz auf, wenn man zwei Stubentigern so beim miteinander spielen und kuscheln zusehen kann *schwärm*

Zum Urlaub: Ich lasse meine Katzen (und vorher meine Einzelkatze) immer zuhause, wo dann eben regelmäßig jemand vorbeikommt und füttert etc. So kann die Katze in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und hat nicht so viel Stress wie sie es vielleicht mit einem Umzug hätte. Tierpensionen sind wahnsinnig teuer und ob die Katze so glücklich wäre, auf relativ engem Raum auf mich zu warten, glaube ich nicht.

Auch bei der Urlaubsbetreuung (egal ob zuhause oder in der Pension) hätte ich mit einer zweiten Katze ein eindeutig besseres Gewissen, denn sie ist ja trotz deiner Abwesenheit nie alleine. Und ob der Katzensitter nun eine oder zwei Katzen füttert ist nun wirklich egal! Sogenommen bist du durch eine Zweitkatze sogar weniger gebunden, weil du einfach nicht ständig für sie da sein musst.

Als ich noch meine Katze alleine hatte, bin ich kaum weggegangen und habe nie irgendwo übernachtet, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, die Katze nach der Uni auch dann noch alleine zu lassen. Ich wusste ja, dass sie auf mich wartet. Ich hatte auch so eininge Probleme mit ihr, weil sie aus Langeweile meine Wohnung zerstört hat, weil ich sie nicht so auslasten konnte, wie es nötig gewesen wäre. Jetzt, mit zweiter Katze (und zugegebenermaßen Freigang) habe ich absolut keine Probleme mehr damit auch mal länger wegzubleiben. Sie kann sich ohne mich auch super beschäftigen, wenn nicht sogar noch besser! Ich bin jetzt nur noch für die schönen Sachen zuständig wie schmusen, füttern und spielen und werde nicht wie vorher von einer unterforderten Katze tyrannisiert :smiley: Also eindeutig pro Zweitkatze!

Liebe Grüße,
Liz

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