'einen Teller hinstellen':

Guten Tag,

wie würden Sie den Satz erklären. Bedeutet der Statz, das es eine Aufforderung zum essen ist oder einfach, dass Teller gestellt werden?

Danke

Moin, naaa,

wie würden Sie den Satz erklären.

gar nicht - das ist kein Satz, sondern ein Fragment. Fragmente haben es an sich, dass sie ohne die passende Umgebung fast beinahe sinnlos sind.

Gruß Ralf

ps: Hier im Forum duzen wir uns, es sei denn, wir wollen uns ausdrücklich distanzieren :wink:

Na also: der Stazt lautet:
"Wenn wir zu ihr (oma) gingen, fragte sie uns zallererst, ob wir nicht Hunger hätten und sie nicht uns nicht rasch Bratei oder eine Pflaumenmusschnitte machen solle. Sie stelle uns einen Teller hin, setze sich neben uns und fordete uns auf, kräftig zuzulangen.

ich werde euch dann dutzen.

)

Danke

Na also: der Stazt lautet:
"Wenn wir zu ihr (oma) gingen, fragte sie uns zallererst, ob
wir nicht Hunger hätten und sie nicht uns nicht rasch Bratei
oder eine Pflaumenmusschnitte machen solle. Sie stelle uns
einen Teller hin, setze sich neben uns und fordete uns auf,
kräftig zuzulangen.

und was genau ist da jetzt unklar?

gruß
ann

In diesem Satz ist „einen Teller hinstellen“ eine ganz normale Aussage; eine Information.

Einfach nur ein Teil des Aussagesatzes.

Sprich: Kein Imperativ (Aufforderungssatz), keine Frage - einfach nur eine Information!

was unklar ist für mich (Deutsch ist nicht meine Muttersprache) „teller hinstellen“. Bedeutet es einfach dass die Oma Teller gibt oder gibt es ein anderer Sinn, wie „Aufforderung zum Essen“?

Hi,

Sie stelle uns einen Teller hin,

Zuerst einmal muss es heißen „stellte“.
„Einen Teller hinstellen“ bedeutet, den Teller nehmen und an einem bestimmten Ort platzieren, so wie es hier geschieht: [http://www.klimaaktionstag.at/__we_thumbs__/999_3_Se…](http://www.klimaaktionstag.at/ we_thumbs /999_3_ServierenKlimamenuecFSSoo.jpg) Der Teller ist für die Frau in Blau.

die Franzi

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was unklar ist für mich (Deutsch ist nicht meine
Muttersprache) „teller hinstellen“. Bedeutet es einfach dass
die Oma Teller gibt oder gibt es ein anderer Sinn, wie
„Aufforderung zum Essen“?

In diesem Satz

"Wenn wir zu ihr (oma) gingen, fragte sie uns zallererst, ob
wir nicht Hunger hätten und sie nicht uns nicht rasch Bratei
oder eine Pflaumenmusschnitte machen solle. Sie stelle uns
einen Teller hin, setze sich neben uns und forde[r]te uns auf,
kräftig zuzulangen.

ist die Aufforderung doch bereits explizit erwähnt.

In anderen Situationen kann das „Hinstellen“ eines Tellers durchaus auch ohne weitere Worte als Aufforderung zum Essen interpretiert werden.

Gruß
Kreszenz

was unklar ist für mich (Deutsch ist nicht meine
Muttersprache) „teller hinstellen“. Bedeutet es einfach dass
die Oma Teller gibt oder gibt es ein anderer Sinn, wie
„Aufforderung zum Essen“?

wie kreszentia schon sagte, ist hier die absicht eindeutig. ebenso, wenn hungrige wandersleut am wirtshaustisch platz nehmen und die wirtin ihnen teller hinstellt. klar sollen die wanderer essen. was sonst! :smile:

wenn aber jemand - nur zum beispiel - für ein großes festessen eindeckt, wird er/sie auch teller hinstellen. für den, der zufällig vorbei kommt, ist das keinesfalls als aufforderung zu werten, sich den bauch vollzuschlagen.

es kommt also auf die situation an.

schöne grüße
ann

wenn aber jemand - nur zum beispiel - für ein großes festessen
eindeckt, wird er/sie auch teller hinstellen. für den, der
zufällig vorbei kommt, ist das keinesfalls als aufforderung zu
werten, sich den bauch vollzuschlagen.

es kommt also auf die situation an.

… bzw. auf die Formulierung:

"jemand(em) / für jemand(en) einen Teller hinstellen dürfte doch eindeutig Aufforderungscharakter haben?

Gruß
Kreszenz

"jemand(em) / für jemand(en) einen Teller
hinstellen
dürfte doch eindeutig Aufforderungscharakter
haben?

ja. eindeutig.

schöne grüße
ann

wie würden Sie den Satz erklären. Bedeutet der Satz, dass es
eine Aufforderung zum Essen ist oder einfach, dass Teller
gestellt werden?

Hallo, Naaa,
aus diesem Liedtext dürfte es klar werden:
„Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach habt Dank!
Für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt
Als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt“ (Reinhard Mey)

Gruß
Eckard