Hallo Cineasten
Als ich nach so velen Jahren diesen Film neulich wieder im TV (3sat) sah, habe ich einige(s) doch mit andren Augen gesehen.
Zum Beispiel fand ich die Oberschwester Mr.Retchel (Louise Fletcher) nicht nur schauspieerisch sehr interessant und eine wahrhaft tragende Rolle, sondern auch die Figut, die sie verkörpert, garnicht so übel.
Abgesehen von einer leicht sadistischen Tendenz (die viele Menschen, insbesondere wir im Gesundheitswesen haben, die sich aber nicht immer negativ auswirken muss, aber das ist eine komplexe Thematik) fand ich diese Person recht kompetent, ausgeglichen und abwartend. Dass sich Leute mit ner schweren Persönlichkeitsstörung wie Hauptdarsteller McMurphy (Nicholson)an ihr „hocharbeiten“ können, steht außer Frage.
Aber haben wir Spät-Hippies nicht vieles in diesem Film damals sehr einseitig wahrgenommen?
Wie ging es Euch mit der Wiederholung dieses Streifens?
fragt
Branden
leicht off Topic
Oberschwester Mr.Retchel (Louise Fletcher)
Sorry, aber das ist eine Miss und sie heißt
Miss Ratched
SCNR
Gruß
Nelly (die den Film bestimmt schon 10 mal gesehen hat, das letzte Mal aber vor etlichen Jahren)
Oberschwester Mr.Retchel (Louise Fletcher)
Sorry, aber das ist eine Miss und sie heißt
Miss Ratched
Reiner Druckfehler, Nelly, sollte Mrs.Retchel heißen. Von mir aus auch Miss, aber ich meine, mich an Mrs. zu erinnern.
Das ist aber wurscht, mich würde mehr interessieren, wie Du -Ihr alle hier- nach so vielen Jahren das
Hallo
Miss Ratched
Reiner Druckfehler, Nelly, sollte Mrs.Retchel heißen.
Belehrungsresistent?
*lol*
Gruß
Elke
PS: sorry, Branden, ich will ja gar nicht auf dir
rumhacken, aber du lieferst immer so schöne Steilvorlagen,
da kann so eine schwarze Seele wie ich einfach nicht
dran vorbeigehen!
Hallo
Miss Ratched
Reiner Druckfehler, Nelly, sollte Mrs.Retchel heißen.
Belehrungsresistent?
*lol*
nAJA; GUT; DEN bLICK FÜRS uNWESENTLICHE HABEN WIR NUN ALLE GESCHÄRFT 
Vielleicht bekomme ich ja nun endlich auch mal eine Antwort von jemand, der sich für das Inhaltliche interessiert.
Was willst du hören , Branden?
Ich hab den Film vor 10 Jahren wiedergesehn.
Ich mag ihn immer noch.
Ich kann mich nicht an große Unterschiede zur
ersten Wahrnehmung erinnern, hab aber schon immer
einen Faible für Louise Fletcher gehabt (meine Erinnerung
ist übrigens, dass sie nie Ms oder Miss oder Mrs
genannt wird, sondern immer Nurse Ratched (als solche
erscheint sie auch im Abspann) ) und von daher die Rolle
vielleicht schon immer das Dilemma ihrer Position empfunden.
Zumindest habe ich immer die Witze über „Nurse Ratched“-Personen
als „wenig mit dem Film zu tun habend“ empfunden.
Aber dann habe ich mich auch nie als alternder Spät-Hippie
geriert.
Das Ende (Chief Bromden’s Flucht) finde ich -
so wie ich mich nach 10 Jahren daran erinnere -
immer noch als fast euphorischen Aufbruch.
Gruß
Elke
Hallo Cineasten
Als ich nach so velen Jahren diesen Film neulich wieder im TV
(3sat) sah, habe ich einige(s) doch mit andren Augen gesehen.
Zum Beispiel fand ich die Oberschwester Mr.Retchel (Louise
Fletcher) nicht nur schauspieerisch sehr interessant und eine
wahrhaft tragende Rolle, sondern auch die Figut, die sie
verkörpert, garnicht so übel.
Hallo!
Da muss ich doch ein wenig widersprechen. Zum Beispiel das Verhalten gegenüber Billy, dem schüchternen Jungen. Miss Ratched kennt Billys Mutter sehr gut. Sie wirft ihm vor, bestimmte Dinge nicht der Mutter anvertraut zu haben. Soweit ich mich erinnere, droht sie ihm auch, das Fehlverhalten Billys der Mutter zu erzählen. Damit fördert sie doch nicht Billys Selbstvertrauen und Selbständigkeit, eher im Gegenteil. Sie schüchtern ihn doch noch weiter ein, was letztendlich zu den Suizidabsichten Billys mit beiträgt.
Oder die Abstimmung über das Baseballspiel. Anstatt allen gleich klarzumachen, dass das Spiel nicht geguckt werden kann, veranstaltet sie eine „unfaire“ Abstimmung, da sie alle Patienten mit einbezieht, also auch diejenigen, die überhaupt nichts mehr merken.
Alles in allem ist die Rolle der Miss Ratched meiner Ansicht nach von Selbstgefälligkeit und Herrschaftssüchtigkeit geprägt.
Viele Grüße
Axel
einen Faible für Louise Fletcher gehabt (meine Erinnerung
ist übrigens, dass sie nie Ms oder Miss oder Mrs
genannt wird, sondern immer Nurse Ratched
Ja, das kann sein, das NURSE RATCHED klang für mich diesmal so wie MISSUS RATCHED
(als solche
erscheint sie auch im Abspann) ) und von daher die Rolle
vielleicht schon immer das Dilemma ihrer Position empfunden.
Das ist gut. Ich hatte bis vor kurzem den Eindruck, alle Welt dämonisiert diese Nurse und idealisiert McMurphy und den Indianer.
Es war so ein richtig schönes klassisches GOOD GUY und BAD GUY (in diesem Fall -GIRL)-Spiel.
Zumindest habe ich immer die Witze über „Nurse
Ratched“-Personen
als „wenig mit dem Film zu tun habend“ empfunden.
Ich kannte keine Witze über die Nurse Ratched oder vregleichbare Personen.
Aber dann habe ich mich auch nie als alternder Spät-Hippie
geriert.
Bist Du halt auch 10 Jahre zu jung dafür. (Für Frauen meistens ja kein Nachteil,oder?)
Das Ende (Chief Bromden’s Flucht) finde ich -
so wie ich mich nach 10 Jahren daran erinnere -
immer noch als fast euphorischen Aufbruch.
Ja, das empfand ich auch so, aber das ist eben auch nur eine (idealisierte und romantisierte) Seite der Medaille. Der Psychiatrie-Medaille.
Gruß,
Branden
Hallo Axel
Da muss ich doch ein wenig widersprechen. Zum Beispiel das
Verhalten gegenüber Billy, dem schüchternen Jungen. Miss
Ratched kennt Billys Mutter sehr gut. Sie wirft ihm vor,
bestimmte Dinge nicht der Mutter anvertraut zu haben. Soweit
ich mich erinnere, droht sie ihm auch, das Fehlverhalten
Billys der Mutter zu erzählen. Damit fördert sie doch nicht
Billys Selbstvertrauen und Selbständigkeit, eher im Gegenteil.
Da hast Du absolut recht. An dieser Stelle ist sie wirklich therapeutisch destruktiv.
Oder die Abstimmung über das Baseballspiel. Anstatt allen
gleich klarzumachen, dass das Spiel nicht geguckt werden kann,
veranstaltet sie eine „unfaire“ Abstimmung, da sie alle
Patienten mit einbezieht, also auch diejenigen, die überhaupt
nichts mehr merken.
Naja, das sehe ich schon komplexer. Du solltest hierbei nicht McMurphys provozierende Macht-Spielchen außen vor lassen, auf die sich Nurse Ratchet halt mehr oder weniger einlassen MUSS.
Sie muss ihm letztlich zeigen, wer in der Klinik das Sagen hat.
Andere hätten (zu dieser Zeit damals, vor der Psychiatrie-Encete!)längst auf den Tisch ehauen, sprich:den McMurphy „ruhig gestellt“.
Sie bleibt hingegen bemerkenswert lange ausgeglichen und die ganze Gruppensituation reflektierend.
Alles in allem ist die Rolle der Miss Ratched meiner Ansicht
nach von Selbstgefälligkeit und Herrschaftssüchtigkeit
geprägt.
Das war mein Eindruck damals (vor 35 Jahren?)auch. Bis ich merkte, welchen Schwarz-weiß-Malereien man manchmal so aufsitzt.
Es grüßt Dich
Branden
Hi,
Ich kannte keine Witze über die Nurse Ratched oder
vregleichbare Personen.
Das ist vielleicht was spezifisch Englisches oder Amerikanisches.
Aber jede Oberschwester mit autoritären Tendenzen (welche
hat die nicht?) kriegt irgendwann das Ratched-Label angeklebt.
Das ist, wie nennt man das noch? — eine Standardfigur mit
fast schon mythischen Zügen, „stock“ würde man im Englischen
im Theater dazu sagen (aber der richtige Ausdruck, den ich
suche, geht mir im Moment ab, kommt vielleicht noch).
Gruß
Elke
Aber jede Oberschwester mit autoritären Tendenzen (welche
hat die nicht?) kriegt irgendwann das Ratched-Label angeklebt.
Ah, verstehe.
Ich fand die Ratched ja beim diesmaligen Angucken des Filmes sehr attraktiv - allein schon dieser Blick.
Gruß,
Branden
Ich fand die Ratched ja beim diesmaligen Angucken des Filmes
sehr attraktiv - allein schon dieser Blick.
Das erzähl nicht mir, das erzähl deinem Therapeuten. 
Gruß
Elke
Das erzähl nicht mir, das erzähl deinem Therapeuten.
Ich solls mir also selbst ezählen. Na gut:
„Du, Branden, findest Du die Ratched auch so attraktiv wie ich?“
- „Ja, aber ohne Frage!“ - „Dann ist es ja gut.“
Hallo Cineasten
Als ich nach so velen Jahren diesen Film neulich wieder im TV
(3sat) sah, habe ich einige(s) doch mit andren Augen gesehen.
Zum Beispiel fand ich die Oberschwester Mr.Retchel (Louise
Fletcher) nicht nur schauspieerisch sehr interessant und eine
wahrhaft tragende Rolle, sondern auch die Figut, die sie
verkörpert, garnicht so übel.
Aha
Abgesehen von einer leicht sadistischen Tendenz (die viele
Menschen, insbesondere wir im Gesundheitswesen haben, die sich
aber nicht immer negativ auswirken muss, aber das ist eine
komplexe Thematik)
Das ist so ein Quatsch!
fand ich diese Person recht kompetent,
ausgeglichen und abwartend.
Ja, das zeigt sich ja in den vielen Grausamkeiten dieser Person - das Gegeneinanderausspielen der Patienten, die Behandlung mit unnötigen Elektroschocks, die unnnötigen Einweisungen zur Lobotomie, das Lächerlichmachen von Patienten in der Gruppentherapie, die Dauerbeschallung mit Musik entgegen dem Wunsch der Patienten, das Einpferchen in hundezwingergroße Zellen zur Strafe … ja, Branden, eine ruhige Person, die sehr kompetent handelt.
Dass sich Leute mit ner schweren
Persönlichkeitsstörung wie Hauptdarsteller McMurphy
(Nicholson)
Der hat keine Persönlichkeitsstörung. Welche sollte das auch sein? Der ganze Film handelt davon, dass Murphy keine psychische Erkrankung hat. Der ganze Film endet damit, dass bei ihm aufgrund seines aufsässigen Verhaltens eine Lobektomie durchgeführt wird - und der Sinn ist doch, genau dadurch, dass keine Störung vorliegt, die Grausamkeit des systems der damaligen Psychiatrie (als Symbol für die Regierungsgewalt gegenüber dem Individdum) auszudrücken!
an ihr „hocharbeiten“ können, steht außer Frage.
Aber haben wir Spät-Hippies nicht vieles in diesem Film damals
sehr einseitig wahrgenommen?
Wie ging es Euch mit der Wiederholung dieses Streifens?
Ich farge mich, wie Du bloss auf Deine komische Meinung kommst.
fragt
Branden
Das ist, wie nennt man das noch?
archetypisch?
-)
lemmy
archetypisch?
yep, das war’s. Stimmt natürlich nicht ganz,
aber das war das Wort was mir auf der Zunge lag… 
Danke
Elke
Man merkt, dass Du entweder sehr jung und / oder sehr unerfahren bist. Früher habe ich auch alles eher schwarz-weiß wahrgenommen.
Man merkt, dass Du entweder sehr jung und / oder sehr
unerfahren bist. Früher habe ich auch alles eher schwarz-weiß
wahrgenommen.
Aha.
Auf mich wirkst Du sehr unreif, wenn Du auf Kritik an Deiner Meinung oder auf die Meinung eines Anderen mit einer persönlichen Beleidigung reagieren musst.
Dir hätte es gut angestanden, wenn Du auf die einzelnen Punkte von mir eingegangen wärst - aber das war wohl zu viel verlangt. Sehr kompetent und erfahren, muss man schon sagen.
Mich gruselts, wenn Du als Arzt solche Praktiken wie die der Ratched zum Vorbild nimmst und damit Patienten behandelst!
Auf mich wirkst Du sehr unreif, wenn Du auf Kritik an Deiner
Meinung oder auf die Meinung eines Anderen mit einer
persönlichen Beleidigung reagieren musst.
Unter Beleidigungen verstehe ich etwas anderes.
Dir hätte es gut angestanden, wenn Du auf die einzelnen Punkte
von mir eingegangen wärst - aber das war wohl zu viel
verlangt. Sehr kompetent und erfahren, muss man schon sagen.
Die Punkte sind von mir zuvor schon behandelt worden und dann nochmal weiter unten mit anderem Poster diskutiert.
Mich gruselts, wenn Du als Arzt solche Praktiken wie die der
Ratched zum Vorbild nimmst und damit Patienten behandelst!
Zum Vorbild muss ich mir die nach 30 Jahren Praxis nun wirklich nicht (mehr) nehmen.
Beschäftige Dich einfach mal etwas länger mit Psychiatrie und Psychotherapie, dann wirst Du vielleicht etwas mehr erkennen können.
Viel Erfolg.
wenn man nicht weiss, wie man sich verteidigen soll, dann schreibt man einfach: Dir fehlt die Erfahrung, das hier zu verstehen.
Arm.
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