Einfach nur peinlich

Ich habe jetzt ein paar Artikel durchgelesen, in denen man sich über den Papst und die katholische Kirche äußert. Leichtfertig habe ich dazu ein paar Antworten geschrieben (die Beiträge waren meine Antworten nicht einmal wert), aber ich möchte zusammenfassend sagen:

Ich finde eine solche Kurzsichtigkeit und eine solche Dummheit einfach nur peinlich - für die, die das schreiben. Könnt Ihr Euch nicht ein bißchen zusammennehmen und die religiöse Überzeugung von anderen Leuten achten? Macht doch, was Ihr wollt - kein Mensch muß auf den Papst hören. Es scheint aber doch eine gewisse Faszination von ihm und von der katholischen Kirche auszugehen, sonst würde sie bestimmte Leute nicht so bis aufs Blut zu diesem extremen Haß reizen :wink:

Freundlichen Gruß, Infotalk

Macht doch, was Ihr
wollt - kein Mensch muß auf den Papst hören.

hi,
solange der vatikan politik macht, muß sehr wohl gehört werden, was
dort vor sich geht. auch nachfragen und kritik sollten erlaubt sein.
zum glück hat sich der machtanspruch in den letzten jahrhunderten
etwas reduziert. um „glauben“ geht es wohl kaum, eher um erhalt der
restmacht. und die ist recht verstrickt; auch geld ist macht.

also: hinhören.

gruß,
frank

solange der vatikan politik macht, muß sehr wohl gehört
werden, was
dort vor sich geht. auch nachfragen und kritik sollten erlaubt
sein.

Ich finde, das sollte nicht umstritten sein. Wer in der Öffentlichkeit tätig ist, und das trifft wohl für den Leiter einer Vereinigung mit einer Milliarde Mitgliedern zu, der muß eben Kritik ertragen.

Was anderes ist der fanatische, mitunter direkt haßerfüllte Ton, mit dem manche Kritik vorgetragen wird. Den gibt es bei Angriffen auf andere religiöse Instanzen in aller Regel nicht, egal, wie sehr man sie ablehnt. Und der macht wirklich nachdenklich.

Bernd

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Was anderes ist der fanatische, mitunter direkt haßerfüllte
Ton, mit dem manche Kritik vorgetragen wird. Den gibt es bei
Angriffen auf andere religiöse Instanzen in aller Regel nicht,
egal, wie sehr man sie ablehnt. Und der macht wirklich
nachdenklich.

Bernd

Richtig - es fällt auf, daß sich dieser unbändige Haß im Prinzip nur gegen die katholische Kirche richtet und nicht gegen das Christentum allgemein.

Mein persönlicher und sicher nicht ganz falsche Eindruck ist, daß diese Verächtlichmachung und diese Kampagnen gegen die katholische Kirche erst richtig zugenommen haben, seit der Vatikan seine eindeutige Stellungnahme zur Homosexualität herausgegeben hat. Zwar wurde auch vorher schon an der Kirche herumgemäkelt, doch jetzt ist vielfach offene Feindschaft gegen die Kirche zu erkennen.

Das spricht nicht für die Toleranz der Homosexuellenverbände - eine Tatsache, die allerdings seit vielen Jahren erkennbar ist.

An den Schaltstellen von Politik und Medien sitzen ja oftmals - überproportional mehr als es ihrer natürlichen Verteilung in der Bevölkerung entspricht - Homosexuelle, und ihr Einfluß auf die Medien ist insgesamt sehr groß.

Der neueste Affront gegen die katholische Kirche in England:
http://www.kath.net/detail.php?id=6215

Freundlichen Gruß, Infotalk

hi,
solange der vatikan politik macht, muß sehr wohl gehört
werden, was
dort vor sich geht. auch nachfragen und kritik sollten erlaubt
sein.
zum glück hat sich der machtanspruch in den letzten
jahrhunderten
etwas reduziert.

Dem ist bis hierhien zuzustimmen.

um „glauben“ geht es wohl kaum, eher um

erhalt der
restmacht. und die ist recht verstrickt; auch geld ist macht.

Es geht auch um den Glauben an sich. Daß manche Menschen so etwas haben, so etwas wollen, die meisten auch so etwas brauchen (und seien es ersatzeshalber auch Ersatzreligionen) und manche sogar damit glücklich werden, wird hier übersehen. Glauben und Religion sind für viele nicht mehr recht vorstellbar, zumindest in Deutschland. Deutschland ist aber nicht der Mittelpunkt der Welt … das sollte man auch heute nicht vergessen.
Die Muslime werden in Europa und auch in Deutschland zeigen, was Glaube und Religion heißen können. Erstrebenswert finde ich das hier bei uns nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

also: hinhören.

ja, bitte :wink:

gruß,
frank

Gruß zurück,
Infotalk

An den Schaltstellen von Politik und Medien sitzen ja oftmals

  • überproportional mehr als es ihrer natürlichen Verteilung in
    der Bevölkerung entspricht - Homosexuelle, und ihr Einfluß auf
    die Medien ist insgesamt sehr groß.

Ich bin nicht so sicher, ob das ganze mit ein paar Schwulen zu erklären ist.

  1. Es zwingt ja niemand Homosexuelle, a. überhaupt einer Kirche und b. dann auch noch der katholischen anzugehören.
  2. Auch wenn sie ihr angehören wollten, hindert sie niemand an einer Mitgliedschaft und sogar einer Mitarbeit in einer Gemeinde. Dort ist man froh über jeden, der dabei ist, und fragt ihn nicht danach, was er zuhause im Schlafzimmer tut und mit wem.
  3. Die ablehnende Haltung der Bibel zur homosexuellen Lebensweise ist keine Erfindung der katholischen Kirche, sondern Jahrtausende älter.
  4. Auch die katholische Kirche ist gegen die gesellschaftliche Diskriminierung Homosexueller. Sie schließt sie auch nicht aus der Seelsorge aus. Sie ist „nur“ gegen diese Art von Sexualität, wie eben auch gegen (hetero-) sexuelle Aktivitäten ohne Trauschein.

Es muß also noch eine andere Motivation fanatischer Gegner geben. Ich erkläre es eher mit der sehr kritischen Haltung der kath. Kirche zur modernen Lebensweise, soweit diese den individuellen Nutzen und Spaß zum absoluten Wert erhebt, ohne auf Schwächere zu achten oder an die Zukunft des Planeten zu denken. Spezialfall dürfte das ungeborene Leben sein, dem viele ja praktischerweise gleich das Menschsein absprechen, damit es der individuellen Lebensplanung nicht im Weg sein kann. Vermutlich werden wir bei der Euthanasie bald Ähnliches zu hören bekommen.

Viele Grüße
Bernd

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Homosexuelle, Vatikan und Demokratie
Hi,

erstmal hätte ich gern genaue Zahlen, die belegen, dass an den sogenannten „Schaltstellen“ der Politik überproportional viele Homosexuelle sitzen. Die Paar, die öffentliche Ämter bekleiden und dies bekannt gemacht haben, fallen eben nur auf, weil es was „besonderes“ ist.

Die IMHO nicht besonders harte Kritik am Papst und der Katholischen Kirche ist durchaus berechtigt. Die kath. Kirche hat Jahrhunderte lang ihre Macht auf dem Rücken der Bevölkerung ausgeübt. Jetzt verliert sie so langsam diese Macht an eine etwas aufgeklärtere Bevölkerung, und das gefällt der Kirche verständlicherweise nicht.

Solange die Kirche ihre mittelalterliche Einstellung gegenüber Homosexuellen, Frauen und sonstigen Minderheiten nicht über Bord wirft, finde ich massive Kritik an dieser Kirche und ihrem Oberhaupt als durchaus berechtigt.

Gerade die kath. Kirche hat sich schon immer mit Kritik und Meinungsfreiheit schwer getan.

Zu Deinen Punkten: Das ist schönes Politiker-Gerede. Einerseits muss sich die Kirche als der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung verpflichtet geben, aber in Wirklichkeit hätte sie gern wieder einen „von Gott gesegneten“ Monarchen, den sie hübsch unter Druck setzen kann.
Wie ist das mit den von Pfarrern missbrauchten Kindern? Warum wurde da vertuscht? Ist das noch rechtsstaatlich, wenn Pfarrer, von denen bekannt ist, dass sie sich an Kindern vergriffen haben, einfach versetzt werden und nicht bei der Polizei angeklagt?
Wenn das eine Firma oder ein Verein getan hätte, was die kath. Kirche da durchgezogen hat, dann wäre der Teufel los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Kirche ist eine in Traditionen erstarrte Machtorganisation. Nur wer sagt denn, dass Traditionen immer gut oder brauchbar sind? Die Beschneidung von Frauen ist in einigen Ländern auch Tradition, genauso wie bestimmte Trinkrituale bei der Bundeswehr. Beides sind Beispiele für Traditionen, die die Welt nicht braucht. Genauso ist es mit der Vormundschaft, die die Kirche einem im sexuellen Bereich aufzwängen will. Wozu heiraten, bevor man Sex hat? Das ist biologischer Unsinn.

Über Euthanasie kann man streiten, über aktive Sterbehilfe nicht. Wenn ein Mensch beschliesst, dass er sterben will, dann soll er es tun dürfen. Da haben andere nicht rein zu reden.

Summa Summarum gehört die gesamte Kirche zu den Traditionen, die die Welt nicht braucht.

Gruss,

Herb

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Hallo Infotalk,

Ton, mit dem manche Kritik vorgetragen wird. Den gibt es bei
Angriffen auf andere religiöse Instanzen in aller Regel nicht,
egal, wie sehr man sie ablehnt. Und der macht wirklich
nachdenklich.

Bernd

Richtig - es fällt auf, daß sich dieser unbändige Haß im
Prinzip nur gegen die katholische Kirche richtet und nicht
gegen das Christentum allgemein.

Mein persönlicher und sicher nicht ganz falsche Eindruck ist,
daß diese Verächtlichmachung und diese Kampagnen gegen die
katholische Kirche erst richtig zugenommen haben, seit der
Vatikan seine eindeutige Stellungnahme zur Homosexualität
herausgegeben hat. Zwar wurde auch vorher schon an der Kirche
herumgemäkelt, doch jetzt ist vielfach offene Feindschaft
gegen die Kirche zu erkennen.

Das spricht nicht für die Toleranz der Homosexuellenverbände -
eine Tatsache, die allerdings seit vielen Jahren erkennbar
ist.

Schlussendlich hat die Führung der katholischen Kirche sich beleidigend und diskrimierend gegen homosexuelle Menschen geaeussert. Da ist es das Recht nicht nur homosexueller Verbaende Kritik an der katholischen Kirche zu ueben. Der Papst begann Intoleranz zu zeigen.

An den Schaltstellen von Politik und Medien sitzen ja oftmals

  • überproportional mehr als es ihrer natürlichen Verteilung in
    der Bevölkerung entspricht - Homosexuelle, und ihr Einfluß auf
    die Medien ist insgesamt sehr groß.

Wage ich zuerst einmal zu bezweifeln. Mit der Veranlagung homosexuell zu sein ist man oftmals im Aufstieg in Hierarchien von Beginn an behindert durch die Umwelt. Ich halte das genaue Gegenteil fuer den Fall, dass naemlich ihr Anteil an Schaltstellen der Politik und der Medien auch nicht ihrem Bevoelkerungsanteil entspricht. Nur wenn es von einem Menschen bekannt ist, wird auch immer und gerne auf seine sexuelle Ausrichtung hingewiesen. Dadurch ensteht ein falscher Eindruck. Man stelle sich vor, dass dies bei heterosexuellen Politikern und Journalisten auch getan werden wuerden: Peter Scholl-Latour, heterosexueller Journalist, sagte …, der Innenminister Bayerns sagte, dass … . Er ist uebrigens heterosexuell,….

viele gruesse, peter

falls du mich meinst.
vielleicht liest du nochmal. falls es dir nicht aufgefallen ist, habe ich die kirche sogar noch verteidigt. dümmliche haßtiraden („verbrecher“) finde ich nämlich selber eher peinlich, egal ob gegen den papst oder sonstwen.

datafox

Schlussendlich hat die Führung der katholischen Kirche sich
beleidigend und diskrimierend gegen homosexuelle Menschen
geaeussert. Da ist es das Recht nicht nur homosexueller
Verbaende Kritik an der katholischen Kirche zu ueben. Der
Papst begann Intoleranz zu zeigen.

An den Schaltstellen von Politik und Medien sitzen ja oftmals

  • überproportional mehr als es ihrer natürlichen Verteilung in
    der Bevölkerung entspricht - Homosexuelle, und ihr Einfluß auf
    die Medien ist insgesamt sehr groß.

Wage ich zuerst einmal zu bezweifeln. Mit der Veranlagung
homosexuell zu sein ist man oftmals im Aufstieg in Hierarchien
von Beginn an behindert durch die Umwelt. Ich halte das genaue
Gegenteil fuer den Fall, dass naemlich ihr Anteil an
Schaltstellen der Politik und der Medien auch nicht ihrem
Bevoelkerungsanteil entspricht. Nur wenn es von einem Menschen
bekannt ist, wird auch immer und gerne auf seine sexuelle
Ausrichtung hingewiesen. Dadurch ensteht ein falscher
Eindruck. Man stelle sich vor, dass dies bei heterosexuellen
Politikern und Journalisten auch getan werden wuerden:
Peter Scholl-Latour, heterosexueller Journalist, sagte …,
der Innenminister Bayerns sagte, dass … . Er ist uebrigens
heterosexuell,…
.

viele gruesse, peter

Nun - nicht homosexuell zu sein ist ja immer noch normal - obwohl es heutzutage gerne als heterosexuell bezeichnet wird. Eine Bezeichnung, die zweifellos richtig ist - aber eben nur dann zu gebrauchen wird, wenn sie im Gegensatz zu „homosexuell“ stehen soll.

Bei einem Menschen mit normaler Veranlagung braucht man das nicht extra zu erwähnen. Bei einem Menschen mit homosexueller Veranlagung oder Ausrichtung eigentlich auch nicht - nicht wahr? Sie sollen es für sich behalten - es ist Privatsache, und sie sollen nicht glauben, daß das den größten Teil der Öffentlichkeit interessiert.

Daß die Führung der katholischen Kirche beleidigend und diskriminierend gegenüber homosexuellen Menschen gewesen sei, ist für mich nicht erkennbar.

Dazu schreibt H. K. aus Dresden in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Nr. 192, Mittwoch, 20. August 2000, Seite 8 Briefe an die Herausgeber:

**Die staatliche Privilegierung bestimmter sexueller Praktiken, die nicht der Weitergabe des Lebens – dem eigentlichen Grund staatlicher Familienförderung – dienen, ist eine wichtige Station bei der Umwertung der Werte und der Aushöhlung der Ordnung des menschlichen Zusammenlebens. Daß allein die vatikanische Glaubenskongregation gegen diesen Wahnwitz Stellung bezieht, ist eine Schande.

Es ist eine wohlbekannte liberale Strategie, die Kirche mit ihrer „Fülle an Kräften und Neigungen“ für allerlei gesellschaftliche Aufgaben in den Dienst zu nehmen, sie dabei „schrittweise um(zu)formen und an(zu)gleichen“, gleichzeitig aber „wachsam gegenüber dem politisierenden Katholizismus“ zu sein, sie mithin von der politischen Willensbildung auszuschließen. So jedenfalls beschrieb BENEDETTO CROCE 1932 in seinem Werk über die „Geschichte Europas im neunzehnten Jahrhundert“ dieses unter dem Begriff des Laizismus bekannte Vorgehen. Der Papst ist aber nicht der „Grüßaugust“ des interreligiösen Dialoges und die Bischöfe sind nicht dazu da, staatliche Ethikkommissionen zu bestücken oder von der Medienwelt als „goldene Schlitzohren“ ausgezeichnet zu werden. Die katholische Kirche darf sich nicht darauf reduzieren lassen, skurrile Randpositionen folgenlos in die öffentliche Schwatzkultur einzubringen. Ihre Autorität und Deutungskompetenz steht keineswegs auf einer Stufe mit den nach ihren Moderatoren benannten Talkshows. Das ist nämlich die Funktion, die ihr das liberale Establishment zugesteht: irgendwelche Werte zu postulieren, aber ja nicht zu konkret; suchen, aber nicht finden. Unerwünscht sind dagegen Forderungen und Mahnungen, die das ständige Sinken des moralischen Grundwasserspiegels westlicher Gesellschaften behindern könnten.**

Freundlichen Gruß, Infotalk

nicht diskriminierend?
Hi,

Daß die Führung der katholischen Kirche beleidigend und
diskriminierend gegenüber homosexuellen Menschen gewesen sei,
ist für mich nicht erkennbar.

naja, nach Deinen Ausführungen sind homosexuelle Menschen ja keine „normalen“ Menschen. Man muss sie demnach wohl nicht wie „normale“ Menschen behandeln…

Gruss,

Herb

naja, nach Deinen Ausführungen sind homosexuelle Menschen ja
keine „normalen“ Menschen. Man muss sie demnach wohl nicht wie
„normale“ Menschen behandeln…

Ähm - normal ist die Rechtshändigkeit. Deshalb brauchen die Linkshänder auch eine andere „Behandlung“, d.h eine andere Füllfeder, etc. Aber werden die Linkshänder deshalb schlechter behandelt.
„Normal“ ist, wie der Name schon sagt, was der „Norm“ entspricht - und dies bestimmt die Mehrheit.
Das es z.B. in Deutschland „normal“ ist, in Mathe schlecht zu sein (Pisa lässt grüssen), hast noch lange nicht, dass die mathematisch begaben Deutschen schlechter wären, nur weil sie nicht „normal“ sind.
Ich bin z.B. 193 cm gross, und damit nicht mehr „normal“ - d.h. ich bin ein schlechter Mensch…

Also, lieber Herb:
Du musst nicht krampfhaft versuchen, alles in den Dreck zu ziehen. Und probiere doch bitte, möglichst objektiv zu argumentieren. Danke!

Pürsti

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Hi Pürsti,

ich werd mich bemühen.

Ein kleines Beispiel: Mein Neffe ist grade in die Schule gekommen, und er schreibt mit Links, was seiner Klassenlehrerin gar nicht gefällt. Er bekommt deshalb Druck, was mir wiederum nicht sonderlich gefällt.
Nicht „normale“ Menschen sind keineswegs schlechter. Aber sie werden eben doch noch oft genug schlechter behandelt. Das fängt beim anglotzen eines Behinderten im Rollstuhl an und endet bei Verfolgungsjagden gegen Ausländer.

Ich will ja gar nicht alles in den Dreck ziehen. Ich habe nur ein Problem damit, wenn ich wie jetzt zur Zeit mit Meldungen aus den Medien bombardiert werde, was für ein toller Mensch diese Mutter Teresa doch gewesen ist, wenn es vielleicht gar nicht so war. Gerade dieser Artikel von Eric Möller war meiner Meinung nach gut recherchiert.

So, und wo war nun das „alles in den Dreck ziehen“ bei meinem Posting?

Gruss,

Herb

Heuchelei
Hallo,

Das muß man sich ja einmal auf der Zunge zergehen lassen:

Die staatliche Privilegierung bestimmter sexueller
Praktiken, die nicht der Weitergabe des Lebens – dem
eigentlichen Grund staatlicher Familienförderung – dienen, ist
eine wichtige Station bei der Umwertung der Werte und der
Aushöhlung der Ordnung des menschlichen Zusammenlebens. Daß
allein die vatikanische Glaubenskongregation gegen diesen
Wahnwitz Stellung bezieht, ist eine Schande.

Das heißt ja auch, daß jede Art des Geschlechtsverkehres, die nicht der Zeugung von Nachkommen dient, ebenfalls „nicht normal“ ist. Ob aber die obig zitierten Milliarden Katholiken sich wirklich daran halten, halte ich für sehr kurzsichtig. Wenn nur die, die es wirklich ernst meinen mit der katholischen Kirche, Mitglieder wären, würde sich die Menge drastisch reduzieren (und somit auch die Macht der Kirche).

Wenn Du die Heuchler von den wahren Gläubigen subtrahierst, bleiben nicht mehr viele über. Ich wette, daß in der westlichen Welt mehr Antibabypillenpackungen monatlich den Besitzer wechseln, als sonntags Leute in der Kirche sitzen.

Gruß

Gollum

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Liebe(r?) Infotalk,

da ich ja offensichtlich auch mitgemeint bin möchte ich mich etwas ausführlicher äußern.
Einiges hat Herb bereits in seinem posting vom 18.10.2003 19:42 gesagt.
Ich wiederhole nocheinmal, daß ich die katholische Kirche (wie jede andere Organisation von Fanatikern und Ünterdrückern) für menschenverachtend und verbrecherisch in ihrer Machtausübung und Wahl Ihrer Mittel halte.
Warum ?
Halten wir uns vor Augen, von welcher Organisation wir hier sprechen, dabei ist nicht der kleine Pfaffe vor Ort gemeint, der sich für die Menschen in seiner Umgebung aufreibt. Ich spreche von jenem weltweiten Netzwerk das eines Macchiavelli würdig wäre, der Amtskirche als solcher.
2000 Jahre Macht über Leben und Tod, auch über die Frage wie jemand lebt und wie er stirbt. Ohne jede Legitimation außer der größenwahnsinnigen Idee von der eigenen Unfehlbarkeit. Ohne jede Kontrolle, ohne interne Kritikfähigkeit.
Diese Macht ist geschichtlich gewachsen, es war allzu praktisch den weltlichen Herrschern einen von Gott gegebenen Status zuzusprechen und sich im Gegenzug als moralische Instanz etablieren zu lassen.
Der normale Mensch, der weder dem Adel noch dem Klerus angehörte wurde dumm gehalten. Er durfte nicht lesen können und wenn er anfing zu denken endete er im Kerker, im Feuer oder im Krieg - je nachdem was gerade gebraucht wurde. Unmündige Menschen die von körperlichen und seelischen Qualen bedroht und von Tabus umgeben sind sind das Ergebnis der geistigen Verführung um nicht zu sagen Vergewaltigung über viele Generationen hinweg. Sie beten das goldene Kalb in gelb-weiß oder purpur an weil sie es nicht besser wissen (dürfen). Jeder Lehrer oder Ausbilder, jedes Elternteil das eine derartige Hörigkeit erzeugt würde wegen Mißhandlung Schutzbefohlener zu Recht vor Gericht kommen.
Darin steckt eben der Hauptvorwurf: Mißbrauch, genauer vorsätzlicher Mißbrauch zum Zweck der eigenen Bereicherung. Kommunismus und Nationalsozialismus haben mit ihren jeweiligen Völkern das gleiche gemacht.
Wie kann so etwas funktionieren ?
Blicken wir doch einmal in die jüngere Geschichte zurück, gerade die politischen Extremisten der letzten 100 Jahre haben das gleiche System benutzt. Der Untertan war von der Wiege bis zur Bahre nicht unbeobachtet. Bereits die Kleinsten wurden qua Geburt Mitglied zum Beispiel durch Taufe oder Aufnahme in Kinderorganisationen. Dabei wurde genau auf die Bedürfnisse abgestellt, jeder kennt die Kinder im Sozialismus, die begeistert im Modellpanzer herumfahren und natürlich „Immer Bereit“ sind gegen den Klassenfeind zu kämpfen. Die zum Lieben Großen Onkel Honecker oder Hitler oder Kardinal aufblicken und deren Bedarf nach Schutz und „Gütig-angeguckt-werden“ gestillt wird. Natürlich kann man aus solcher Erziehung nicht einfach aussteigen. Man macht sich zum geächteten, zum Außenseiter. Der Gruppenzwang funktioniert umso besser, je dörflicher oder ungebildeter die Bevölkerung ist. Oder glaubst Du, es sei ein Zufall, daß vor allem ländliche Gegenden mit ihrer Dorfstruktur und dem „Jeder-kennt-Jeden“ sowie Länder mit geringen Bildungsstandards nach wie vor erzkatholisch sind ? Wer etwas werden will im Ort, der schwimmt schön mit dem Strom. Der ist im Schützenverein und in der Kirche. Und natürlich in der richtigen Partei.
In den Entwicklungsländern ist es noch einfacher: Geringe Bildung bedeutet vor allem, daß die zukünftigen Schäflein keinen Zugang zu Informationen haben. Die Segnungen der Bildung werden wohldosiert verteilt und sollen vor allem zweierlei erreichen: Dankbarkeit (und damit wieder Abhängigkeit) und vor allem sollen die richtigen Dinge gelernt werden. Also das, was den Machthabern genehm ist.

So wird Einfluß gesichert. Einfluß, den man braucht um Macht zu haben. Zum einen als Selbstzweck, Macht korrumpiert und befriedigt. Und damit man in Ruhe seinen Geschäften nachgehen kann. Damit der Vatikan offen oder verdeckt weiter verdienen kann an Pillenproduktion und Waffengeschäften.
Damit man weiterhin die Mißbräuche von Kindern durch sexuell verkrüppelte alte Säcke mit Geld vertuschen kann, wenn denn die Kinder sich schon erdreisten zu petzen. Damit man die Schuldigen wieder irgendwo in der eigenen Organisation verstecken kann (Kollege, paß nächstes Mal besser auf, klar ?) statt sie vor Gericht zu stellen.
Der Vatikan ist nicht weltfremd, er ist nicht mal von dieser Welt. Sein Ursprung ist nicht göttlich, er ist genau das Gegenteil.
Das hat nichts, aber auch gar nichts mit religiösen Überzeugungen zu tun. Mir tun die Armen leid, die statt an Gott an den Papst glauben.
Ja, es geht eine gewisse Faszination vom Papst und dem Vatikan aus, eine gefährliche Anziehungskraft…soliecht, das Denken aufzugeben, sich fallenlassen und einfach mitschwimmen… und dann sagen, alles a´ndere ist nicht wahr.
Oder wenns nicht mehr zu leugnen ist: „Wir haben davon nichts gewußt“ - wo habe ich das nur schon mal gehört ?

Gruß
Bernd

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Pope fuels Neo facists by attacking Gays!
Hi!

Falls du mich meintest.

http://www.fun2learnmore.de/modules.php?name=News&fi…

Lies es nochmal eventuell lernst du etwas!

Merry meet
Siân

Hallo alle miteinander
Die katholische Kirche ist nach meiner Meinung aus der Wurzel der Urkirche entstanden die von Jesus Christus zu seinen lebzeiten gegründet wurde.
Zu dieser Zeit war denke ich die Struktur der Kirche noch rein und von Göttlichem Geist durchdrungen.
Wandert man durch die Zeit von damals bis heute wird man feststellen das alle von Gott geführten Führer der Kirche durch die ermordet wurden die nur an ihre eigene Macht und die Möglichkeit macht über Menschen auszuüben interessiert waren. Dadurch zog sich der Geist Gottes immer mehr zurück und die Macht des Satans konnte sich mehr und mehr entwickeln.Was daraus wurde zeigte sich sicherlich am deutlichsten in der Zeit des Mittelalters.
Nun könnte man denken Gott wollte von den Menschen vieleicht nichts mehr wissen aber dem ist nicht so.Er wuste genau was geschehen würde und hat aus diesem grund dafür gesorgt das das Evangelium in seiner reinen Form erhalten blieb und in der von ihm dafür vorgesehenen Zeit wieder hervorkommt.
Ich weiß das das Evangelium in seiner reinen Form heute auf dieser Welt wieder vorhanden ist.
Wenn ich auf den heutigen Papst zu sprechen komme muß ich sagen er ist der beste Papst den sich die Welt heute wünschen kann.
Wenn ihr mehr wissen wollt geht auf meine Homepage dort findet ihr alles was meine überzeugung hinsichtlich Gott ausmacht.
http://home.t-online.de/home/022941584/Index.html
Gruß Richard

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