Einfache Sprachen

Hallo,
was ist für einen Deutsch-Muttersprachler am leichtesten zu lernen: Französisch, Italienisch oder Spanisch? Oder welche davon ist generell die einfachste Sprache hinsichtlich Grammatik, Aussprache etc.?
Danke schon mal im voraus!
Roxy

Hallo Roxy,

was ist für einen Deutsch-Muttersprachler am leichtesten zu
lernen: Französisch, Italienisch oder Spanisch? Oder welche
davon ist generell die einfachste Sprache hinsichtlich
Grammatik, Aussprache etc.?

Spanisch ist einfacher als Französisch, weil es feste Regeln für die Akzente gibt und weil man das Geschlecht des Wortes meistens an der Endung erkennen kann. Bei den französischen Wörtern muss man es mit dazulernen, und zwar bei jedem einzelnen! Da sind Fehler schon vorprogrammiert.

Abgesehen davon wirst du oft eine Antwort in schlechtem Englisch bekommen, wenn zu in Frankreich jemanden auf Französisch ansprichst. In Spanien ist mir derlei noch nicht passiert; im Gegenteil, da schien man ganz froh zu sein, dass mal ein Tourist vorbeikam, der Spanisch sprach.

Ach ja: Falls du mal Latein gehabt hast, wird dir auch die Grammatik sehr leicht fallen. Mir hat es jedenfalls in meiner ersten und bislang einzigen Lateinklausur die 4,0 gerettet, dass ich eines von den Verben einfach wie im Spanischen konjugiert habe :wink:

Schöne Grüße

Petra

leicht OT
Hi

Abgesehen davon wirst du oft eine Antwort in schlechtem
Englisch bekommen, wenn zu in Frankreich jemanden auf
Französisch ansprichst.

huch, seit wann sprechen Franzosen Englisch? :wink:
es gibt imho keine faulere Nation, was Sprachen angeht, als die Franzosen. Englischkenntnisse sind meist nur bei den jüngeren Generationen vorhanden

Gruss
ExNicki

2 „Gefällt mir“

Salut,

huch, seit wann sprechen Franzosen Englisch? :wink:

ja, man glaubt es kaum. Aber ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Petra: Nach sechs, sieben Jahren Französischunterricht in Paris. Ich spreche eine Verkäuferin in passablem Französisch an, sie antwortet mir in schlechtem Englisch. Ich spreche weiter Französisch, sie weiter Englisch. Und das war kein Einzelfall. In Schweden brauchte ich auch Wochen, um meinen französischen Mit-Erasmusler davon zu überzeugen, mit mir lieber gutes Französisch als schlechtes Englisch zu reden.

Es gesche’en doch noch Zeischen und Wünder. :wink:

Gruß,
Stefan

P.S.: Meiner Meinung nach sind Spanier, Italiener und Portugiesen noch fauler als die Franzosen, was das Sprachenlernen angeht. Die Franzosen tun sich zwar auch schwer, aber sie versuchen es zumindest. *duck*

Hallo Roxy,

die Frage hatten wir hier schon öfter im Forum. Vielleicht findest Du etwas dazu im Archiv. Anders als Petra bin ich aber der Meinung, dass man nicht generell sagen kann, dass eine der drei Sprachen deutlich einfacher ist als die anderen beiden. Denn dabei kommt es immer auf ganz verschiedene Faktoren an – nicht zuletzt auf den jeweiligen Lehrer bzw. Kurs und die eigene Motivation. Ich habe zum Beispiel alle drei Sprachen gelernt (in der Reihenfolge Französisch-Italienisch-Spanisch) und finde Französisch leichter als Italienisch und deutlich leichter als Spanisch – was sicherlich mit der Qualität des jeweiligen Unterrichts und der entsprechenden Lehrer zusammenhängt. Daneben sollte man sich auch fragen, für welche Sprache und die dazugehörige Kultur man sich am meisten interessiert. Will man sich für den nächsten Italienurlaub rüsten, seine französische Lieblingssängerin verstehen oder seinen spanischen Lieblingsautor im Original lesen? Denn diese Motivation hilft oftmals mehr beim Lernen als die möglicherweise etwas leichtere Aussprache oder Grammatik.

Gruß,
Stefan

Hi

ja, man glaubt es kaum. Aber ich habe die gleichen Erfahrungen
gemacht wie Petra:

dann spreche ich wohl zu gut Französisch *g* die Erfahrung habe ich noch nicht gemacht

P.S.: Meiner Meinung nach sind Spanier, Italiener und
Portugiesen noch fauler als die Franzosen, was das
Sprachenlernen angeht. Die Franzosen tun sich zwar auch
schwer, aber sie versuchen es zumindest. *duck*

zu den Italiener und Spanier kann ich nichts sagen: im Businessbereich sprechen die alle Englisch, aber das will ja nichts besagen
In der Algarve, also Südportugal war ich jetzt mehrere Male, und da war keiner, der nicht Englisch konnte, erstaunlicherweise, während die Portugiesen, die hier in Luxembourg sind( und das sind eine Menge) und eher aus Nordportugal kommen, ein mehr oder weniger schlechtes Französisch sprechen.

Gruss
ExNicki

1 „Gefällt mir“

Hallo auch,

daß die eigene Sprache irgendein Faktor bei der Leichtheit anderer Sprachen ist, halte ich für falsch. Ähnlichkeit ist eher ein Hindernis als eine Hilfe. Die leichteste Sprache ist Esperanto, und sie ist gar keiner Sprache ähnlich (oder mehreren gleich?)

Von den drei angesprochenen habe ich Französisch gelernt. Ich habe von etlichen Leuten gehört, daß Spanisch von der Grammatik her sehr einfach sein soll. Französisch halte ich für schwierig.

Von der Aussprache her sind wohl alle drei gleich schwierig, da sehr anders als das Deutsche.

Geht es hier um eine Entscheidung für eine der drei Sprachen? Da sollte nicht Leichtigkeit das Kriterium sein sondern was du damit anfangen willst (z. B. Spanisch für Nord/Südamerika).

Nur für den Urlaub allgemein (kein spezifischs Land) halte ich das nicht so gut. Englischkenntnisse helfen auf Reisen wohl viel weiter als eine einzelne andere Sprache.

Grüße Bellawa.

Resalut,

In der Algarve, also Südportugal war ich jetzt mehrere Male,
und da war keiner, der nicht Englisch konnte,
erstaunlicherweise, während die Portugiesen, die hier in
Luxembourg sind( und das sind eine Menge) und eher aus
Nordportugal kommen, ein mehr oder weniger schlechtes
Französisch sprechen.

naja, aber da denke ich, dass das nicht unbedingt an der Frage Nordportugal vs. Südportugal liegt, sondern an anderen Faktoren. Denn in Touristengegenden trifft man ja immer leichter auf Leute mit Fremdsprachenkenntnissen. Und wenn ich dann an die portugiesischen Inseln in Luxemburg denke, wo die Menschen meistens unter sich bleiben und den ganzen Tag RTP schauen (Vive les clichés!), ist klar, dass es dort um die Sprachkenntnisse nicht allzu gut bestellt ist. :wink:

Gruß,
Stefan

Hallo auch,

daß die eigene Sprache irgendein Faktor bei der Leichtheit
anderer Sprachen ist, halte ich für falsch.

Ich nicht. Wenn Satzbau weitesgehend gleich ist wie im Deutschen, wie es z.b. im Norwegischen der Fall ist, brauchst du nur Vokabeln zu lernen und hast den Satz schnell.
Wenn du, wie im Spanischen bspw. öfter mal andersrum denken musst, z.b. für ein „ich tue“ zuerst an das Verb und dann an die Endung für „ich“ denken musst, weil sie das „ich“ vor dem Verb öfter weglassen, dauert es viel länger, bis ein Satz wirklich so herauskommt aus dem Mund, wie man ihn verstanden haben will.

Ähnlichkeit ist
eher ein Hindernis als eine Hilfe.

Wäre mir wirklich vollkommen neu. Ich merke mir auch ähnliche Vokabeln viel schneller als völlig fremde.

Zur Ausgangsfrage finde auch ich spanisch einfacher als französisch, weil ich im Französischen mit den nicht mitgesprochenen Endungen nicht klar komme.

Gruß

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Hallo.

was ist für einen Deutsch-Muttersprachler am leichtesten zu
lernen: Französisch, Italienisch oder Spanisch? Oder welche
davon ist generell die einfachste Sprache hinsichtlich
Grammatik, Aussprache etc.?

Ich denke man kann nicht wirklich sagen, ob eine Sprache einfacher ist als die andere. Es kommt immer auf den Menschen, den Lehrer etc an.
Ich selbst lerne in der Schule Englisch, Französisch und Spanisch.
Wenn ich mich zwischen Spanisch und Französisch entscheiden müsste würde ich Französisch nehmen.
Mir gefällt die (Aus) Sprache einfach.
Spanisch ist auch eine schöne Sprache, aber ich habe keinen Spaß daran, was wohl auch daran liegt, das meine Lehrerin eine Muttersprachlerin ist und SEHR hohe Ansprüche hat.
Es gibt sowohl im Spanischen als auch im Französischen sehr viele unregelmäßige Verben die man einfach lernen muss.

Danke schon mal im voraus!

Ich hoffe ich konnte helfen :smile:
VIel Glück noch bei deiner Wahle

Roxy

Alexa

Hallo an alle

Ich kann kein Französisch, aber es hat wohl den Vorteil, dass man jedes zweite Vokabel gratis kriegt, da es im Deutschen so viele französischen Lehnwörter gibt. Dasselbe würde ich vom Italienischen oder vom Spanischen nicht sagen. Guckt mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gallizismen

lG
Martin B

Moin,

daß die eigene Sprache irgendein Faktor bei der Leichtheit
anderer Sprachen ist, halte ich für falsch.

Ich nicht.

Ich doch. Immer wieder habe ich mich als Erwachsener recht erfolglos damit gequält, mir in Niederländisch und Norwegisch zumindest Basiskenntnisse einzuhämmern. Mit Portugiesisch und Italienisch hatte ich weniger Schwierigkeiten (Französisch und Spanisch konnte ich bereits, aber es waren Fremdsprachen).
Weiß der Teufel, ob da irgendwelche Hirnstrukturen eine Rolle spielen.

Pit

hi

Weiß der Teufel, ob da irgendwelche Hirnstrukturen eine Rolle
spielen.

Ich kann natürlich auch nicht sagen, woran sowas liegt. Aber ich weiß zumindest, dass ich mit dem leichten Begreifen der skandinavischen Sprachen als Deutsche wirklich nicht alleine dastehe. Als ich in Norwegen lebte, hatten wir einen Sprachkurs voll verschiedenster Ausländer, und die Deutschen haben die Sprache tatsächlich am schnellsten anwenden können von allen.
Und bevor das jetzt auf deutschen Fleiß zurückgeführt wird, kann ich anmerken, dass dasselbe Phänomen im Spanischkurs in Spanien beileibe eben nicht auftrat. Hier waren die Deutschen den Italienern und Franzosen meilenweit unterlegen.
Vielleicht kriegt man eine verwandte Sprache nicht *perfekt* hin, weil man sie immer wieder durcheinanderhaut. Während man für entfernte Sprachen kontinuierlich bewusster lernt und es dadurch möglicherweise auf ein formal höheres Niveau bekommt (mit genügend Ehrgeiz). Für eine schnelle, wenn auch grammatikalisch evtl. etwas inkorrekte Verständigung ist eine verwandte Sprache aber deutlich einfacher. Das zeigen sämtliche Erfahrungswerte (nicht nur von mir).

gruß

Hallo Petra

Spanisch ist einfacher als Französisch, weil es feste Regeln
für die Akzente gibt

Das stimmt.

und weil man das Geschlecht des Wortes
meistens an der Endung erkennen kann.

Genau!

Bei den französischen
Wörtern muss man es mit dazulernen, und zwar bei jedem
einzelnen! Da sind Fehler schon vorprogrammiert.

…was identisch mit Deutsch ist. Will heissen: Auf Deutsch, genauso wie auf Französisch, muss man den passenden Artikel dazu lernen, sonst ist man geschmiessen… :o((

In Spanien ist mir derlei noch nicht
passiert; im Gegenteil, da schien man ganz froh zu sein, dass
mal ein Tourist vorbeikam, der Spanisch sprach.

Genau das ist mir ebenfalls berichtet worden. Der Grund ist aber, dass im allgemein Spanier sprechen keine oder mangelhaft eine Fremdsprache. Für manche ist das eine Tugend. Für andere ist das eine Flucht.

Ach ja: Falls du mal Latein gehabt hast, wird dir auch die
Grammatik sehr leicht fallen. Mir hat es jedenfalls in meiner
ersten und bislang einzigen Lateinklausur die 4,0 gerettet,
dass ich eines von den Verben einfach wie im Spanischen
konjugiert habe :wink:

Oh! Du Glückliche! Mir ist derlei nie passiert obwohl ich zwei Jahre lang Latein machen musste.

OT des Dozenten, als wir uns zum 98753298. mal darüber beschwerten, dass heutzutage Latein eine Sprache ist, die uns nicht arg weit bringt: „Ja aber es hilft Euch andere Sprachen zu lernen“. Wie aus der Pistole geschossen, kam unsere Antwort: „Dann warum lernen wir nicht gleich die andere Sprache?“. Ach war das ein Kreuz mit dem Latein!

Schöne Grüße
Helena
PS. Ich habe auch gehört, dass von den 6 lateinische Sprachen, die heutzutage noch gesprochen werden, soll Spanisch diejenige sein, die sich dem Latein am ähnlichsten ist.

PS2 Mir ist zu Ohren gekommen, dass wenn Deutsche Spanisch lernen, tun sich am schwersten mit der Konjugation und den Artikeln (m.E. am schwierigsten fällt Euch idR. den Unterschied zwischen „por“ und „para“).

Hi

huch, seit wann sprechen Franzosen Englisch? :wink:
es gibt imho keine faulere Nation, was Sprachen angeht, als
die Franzosen. Englischkenntnisse sind meist nur bei den
jüngeren Generationen vorhanden

Ich teile Deiner Meinung nicht ganz ;o))
Ersetze in Deinem Text das Wort „Franzosen“ durch „Spaniern“ und schon unterschreibe ich jede einzelne Buchstabe ;o))

Lieber Gruss
Helena