Einfache und schnelle Rezepte für Singles?

Hallo allerseits,

ich möchte einen ernsthaften Versuch starten, doch wieder öfter zu kochen und so abwechslungsreicher und gesünder zu essen. Das Problem dabei ist, dass ich oft lange arbeite und dann weder Zeit noch Nerven für langes Schnippseln und Kochen habe. Selbst das Kopfzerbrechen über der Frage, was ich denn nun noch machen könnte, ist oftmals zuviel. So wird es denn doch viel zu oft wieder ein Fertigprodukt im Backofen oder ein Butterbrot…

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Rezepte vorschlagen, die schnell gehen und nicht viel Aufwand machen? Gerne auch mit Gemüse, denn ich könnte durchaus gesünder leben… Und gut schmecken soll es natürlich nach Möglichkeit auch. :wink:

Vielen Dank im Voraus!

Also das Studentenkocjbuch ist an dieser Stelle sehr hilfreich, ansonsten die üblichen Standards:
Fleisch (1 kleine Scheibe) in den Wok, Paprika/Champignons oder ähnliches dazu, mit Balsamico oder Soja abgeschmeckt, dauert ca. 15Min und ist super lecker.
Viel Spaß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Rezepte vorschlagen, die
schnell gehen und nicht viel Aufwand machen?

ein paar Anregungen findest du sicher hier:

http://www.lemenu.de/Frames/schnelles.html

http://www.single-kochbuch.de/index.php?page=home&f=…

http://www.kochatelier.de/kochen_fuer_singles.htm

Gruß
Kreszenz

Servus,

zu entsprechenden Zeiten waren meine Standards:

(1) Gemüse: Irgendwas, was der Markt und der Gusto hergibt, wahlweise (A) auf einer Basis von kleingemachten Zwiebelchen, eventuell Karotten in wenig Öl (diese Grundlage Farbe nehmen lassen) dünsten, je nach Wassergehalt bissel Wasser dazu oder auch nicht, und je nach Stimmung vor dem Zugeben von Wasser & Brühe mit bissel Mehl binden (gibt z.B. Karotten eine sehr tröstliche Konsistenz bei Kummer oder nach Klausuren) oder (B) mit Siebeinsatz über Wasserdampf garen und, wenn gar, einen Schluck Oliven- oder Walnuss- oder Kürbiskernöl dran, gegen die Fadess und für bessere Sättigung.

Es gilt heute bei manchen Leuten als „pfui“, aber tiefgefrorenes Gemüse ohne was dabei, z.B. Erbsen, Rosenkohl, Spinat etc., ist physiologisch wertvoller als tagelang bei Raumtemperatur rumgezerrtes oder schon im Handel halb angegammeltes „frisches“ Gemüse. Außerdem hat man damit nicht die Last mit dem Putzen und Schnippeln.

(2) Stärkekomponente: Pellkartoffeln oder Hirse oder Reis oder Pasta, je nach Gemüse und Geschmack.

(3) Statt einer Soße Kräuterquark wenn Lust darauf in das noch recht heiße Gemüse unterheben. Der billige aus Zeven ist sehr gut geeignet als „Instant-Soße“.

(4) Alternativ Suppen/Eintöpfe: Prinzip ist auch hier die Grundlage Suppengemüse & Zwiebeln ein bissel Farbe nehmen lassen, Auffüllen, Gemüse nach Gusto erst reinwerfen, wenn die Sache kocht (wird sonst baatschig). Eine genialische Einlage sind Perlgraupen. Meine schnellste Suppe in Examensphasen war: Bauchspeck kleingehauen, angebraten, Schalotte dabei, Farbe nehmen lassen, mit Brühe aufgefüllt, kleingehauenen Chicoree drin gar ziehen lassen. Wenn man nicht zu viel Wasser dazu kippt, ist das eine komplette Mahlzeit.

Wenn Du Dich mit Aromen, Kräutern, Gewürzen nicht groß abgeben willst, stellst Du Dir ne große Dose gekörnte Brühe „Gefro“ ins Regal.

Das sind jetzt alles keine erhebenden Sachen, aber für „unter der Woche“ ziemlich gut geeignet, die Scheu vor der Rödelei mit dem Kochen zu nehmen. Teste auch einfach mal aus, was die treue deutsche Kartoffel so hergibt - da gibts ein sehr breites Spektrum an Sorten, Pellkartoffeln sind vollkommen harmlos zu machen, auch geschält Dämpfen und Püree machen so gut wie keine Arbeit.

Falls Du nach Höherem streben solltest, und Lust hast, die Scheu vor angeblich hochkomplizierten Geheimnissen zu verlieren: Besorg Dir „Kochen - Die neue große Schule“ von Arnold Zabert. Da drinne werden die Dinge auf ihre (im Grundsatz einfachen, und erst in gehobenen Sphären komplexen) Grundlagen zurückgeführt. Hat übrigens auch super Fotos in dem Buch. Der Vorgänger dieses Prinzips hieß „Kochen nach Grundrezepten“ und war in der ersten Hälfte des XX. Jahrhunderts Berufschulliteratur - das Prinzip ist das Gleiche, es geht in einer schnellen leichten Werktagsküche nicht um superdetaillierte Düdelei, sondern um maximal ein Dutzend Grundprinzipien, die allesamt einfach sind.

Schöne Grüße

MM

hallo Sylphe,
vielleicht ist mein Vorschlag gar nichts für Dich, dann vergiß ihn schnell … ich selbst war während langer und anstrengender Berufstätigkeit immer eine Freundin von rohen Salaten … machte mir oft am Sonntag ein großes Schraubdeckelglas mit Salatsauce oder Marinade für die ganze Woche fertig, das ich im Kühlschrank aufhob, und raspelte mir im Lauf der Woche mal dies, mal jenes Gemüse, vorzugsweise Kohlrabi(mit oder ohne Äpfel), Möhren, Gurken, Sellerie … oder nahm frischen grünen Salat. Voraussetzung ist der Besitz wirklich guten Raspelwerkzeugs. Während des Raspelns kochten die Pellkartoffeln oder der Reis fertig. Dazu - ein Spiegelei? ein Stück Feta? etwas Quark oder Hüttenkäse? ein Stück Räucherfisch? oder frischen, gedünstet in etwas Butter, mit Dill (aus der Tiefkühltruhe - nicht getrocknet!) überstreut? Mit Käse überbacken?
Martin hat im übrigen völlig recht in seinem Beitrag. Das Tiefkühlgemüse ist weitaus besser als man glaubt - oft hat das Frischgemüse schon zum Zeitpunkt des Kaufes nicht mehr die gleiche Frische, Vitamingehalt usw. wie das aus der Tiefkühltruhe; also damit kein Nachteil verbunden!
Gruß, I.

Hallo Irmtraut!

Mit Salat und mir ist das so eine Sache - sehr oft esse ich ihn nicht allzu gern, aber ab und zu kann ich ihn mir sicher wieder angewöhnen. :smile: Danke für den Tipp! Mit ein paar zusätzlichen Zutaten wie gekochten Eiern, Croutons, Putenstreifen und entsprechendem Dressing kann ich ihn mir sicher auch schmackhaft machen.

Und ja, vor Tiefkühlgemüse habe ich keine Scheu. :smile: Das ist für mich auch einfach deutlich praktischer, und auf jeden Fall auch besser als die müden Gemüsesachen, die sich sonst so in meinem Kühlschrank finden!

Hallo Martin!

Danke dir für die vielen Tipps! Ich muss einfach mal etwas herumprobieren, glaube ich… in vielen Fällen fehlt es bei mir auch einfach an der Fantasie (und/oder der Kochlust). Aber nach dem Schema, das du beschreibst, sollte sogar ich es schaffen, schnell ein paar leckere Dinge hinzuwerfen. :smile:

Es gilt heute bei manchen Leuten als „pfui“, aber
tiefgefrorenes Gemüse ohne was dabei, z.B. Erbsen, Rosenkohl,
Spinat etc., ist physiologisch wertvoller als tagelang bei
Raumtemperatur rumgezerrtes oder schon im Handel halb
angegammeltes „frisches“ Gemüse. Außerdem hat man damit nicht
die Last mit dem Putzen und Schnippeln.

Also, bei mir gilt das nicht als Pfui, das ist einfach praktisch und auch gesund (und frisches Gemüse ist mneist eh nicht praktikabel, weil ich in der Woche oft gar nicht zum Einkaufen komme).

Falls Du nach Höherem streben solltest, und Lust hast, die
Scheu vor angeblich hochkomplizierten Geheimnissen zu
verlieren: Besorg Dir „Kochen - Die neue große Schule“ von
Arnold Zabert.

Hört sich interessant an - danke, werd ich mir auf jeden Fall mal anschauen!

Danke für die Links! :smile:

Das Studentenkochbuch kannte ich noch nicht - ist doch das online gemeint? Ich hab mal danach gegoogelt. :smile:

Und der Wok ist sicher eine gute Idee - habe mich eh mit dem Gedanken getragen, mir einen zuzulegen. Hm…

Danke für die Tipps!

Servus nochmal,

grad hab ich noch eins im Regal gefunden, ohne Jahrgang, vermutlich von ca. 1955-1960, als es in der Küche so langsam ziemlich schnell gehen musste, weil Frauen zwar noch selbstverständlich den ganzen Kram am Hals hatten, aber schon in ziemlichem Umfang berufstätig waren: Charlotte Respondek, „Was koche ich heute? - erprobte Rezepte für berufstätige Frauen“, Falken-Bücherei n° 140 (damals noch Berlin, und offenbar auch mal besser). Vielleicht kriegst Dus antiquarisch. Ist von heute aus gesehen schon beinah Reformküche, weil es zu dieser Zeit fast kein Convenience-Food gab (von paar Ausnahmen wie Erbswurst, Dosengemüse und Maggipulver mal abgesehen), und wenn ich mir die Gerichte anschau, könnte man das gut als „Hartz IV-Kochbuch“ wieder auflegen. Ja, sie war genügsam, die Zeit von „Wirtschaftswunder“ und „Fresswelle“, trotz Ludwig Erhards Umfang…

Schöne Grüße

MM