Hallo,
„einfach“ bezieht sich immer auf den Ausgangspunkt des Betrachters. Einige kriegen beim Wort „Mathematik“ Angstschweiß auf der Stirn, jemand der gerne Mathematik studiert bekommt selbigen vielleicht wenn er „Darstellendes Spiel“ hört.
Von daher - egal was du machst, es wird dir nichts geschenkt. Seit es Bachelor und Master gibt, wird dir dreifach nichts geschenkt.
Ich habe eben ganz willkürlich einmal die PO für Sozialwissenschaften der Uni Hannover durchgeblättert und stoße auf folgende Veranstaltungen/Module:
-Nicht-standardisierte qualitative
Verfahren der empirischen
Sozialforschung
-Mikroökonomische Theorie
-Planungs-, Budgetierungs- und
Controllingsysteme
-Interdisziplinäre Fragen der Raum- und
Regionalentwicklung
o.g. ist sicherlich schaffbar, aber auch dafür muss man hart arbeiten. Nur weil man sich unter einem Sozialwissenschaftler einen birkenstocktragenden Müsli-Esser vorstellt, muss der Studiengang noch lange nicht einfach sein.
Aus Spaß hab ich mich dann mal bei den Gartenbauwissenschaftlern umgesehen und bin auf folgendes gestoßen:
-Mathematik / Statistik
-Physik
-Phytomedizin
Klingt auch nicht unbedingt „einfach“, oder?
Dazu kommen natürlich Seminarvorträge, Hausarbeiten etc. Das will alles geschafft sein. Wenn du beim Abi einfach nur faul warst will ich da garnicht mal schwarz sehen - ich kenne dich ja schließlich auch garnicht-, aber wenn es mit viel lernen und viel Schweiß „nur“ ein 4.0 Abi geworden ist, dann musst du dich auch in den vermeintlich (oder teilweise auch zu recht) einfacheren Studiengängen RICHTIG reinknien. Spaziergänge gibts dann nicht.
Aber mal ganz abgesehen von der Schwierigkeit:
Es nützt dir nichts etwas zu studieren, nur weil es angeblich einfach ist. Man muss sich in gewisser Weise für ein Fach begeistern können um einen Großteil seines Lebens damit zu verbringen.
Wenn man etwas aus dem einzigen Grund der Einfachheit studiert, gibt man entweder nach 2 Semestern auf, versaut sich sein Leben oder muss schon sehr pragmatisch sein…
Viele Grüße
VAST