Einfluss von Psyche auf Wachstum?

Weiss jemand, ob psychische Belastungen im Kinder-/Jugendalter in körperlicher Unterentwicklung resultieren können?

Können sich beispielsweise Minderwertigkeitsgefühle negativ auf das Körperwachsum auswirken?

Hi Nicola

Weiss jemand, ob psychische Belastungen im
Kinder-/Jugendalter in körperlicher Unterentwicklung
resultieren können?

Direkt eher nicht. Indirekt schon, z.B. wenn bei einer Magersucht in oder vor der Pubertät die normale Pubertät zeitlich nicht oder nicht vollständig abläuft.

Können sich beispielsweise Minderwertigkeitsgefühle negativ
auf das Körperwachsum auswirken?

Nein, das ist höchst unwahrscheinlich.
Einige der wenigen überprüften Hemmungen des Körperwachstums ist das früh begonnene Zigaretten-Rauchen. Es ist so gut wie gesichert, dass frühes Rauchen das Körperlängen-Wachstum begrenzt.
Gruß,
Branden

Ein bisschen OT
Hallo Branden,
ich meine mal gelesen zu haben, dass es bei Kindern mit Bindungsstörungen zu Wachstumsverzögerungen kommen kann.
Kann das sein? Wenn ja… warum?

Mit Grüßen
Simone

Ich kann mir vorstellen, dass das sehr gut möglich sein kann.

Wenn es jemand nicht gut geht - ob Mensch oder Pflanze - dann wächst er oder sie eben nicht mehr so gut, gedeiht halt schlecht.

Das klingt für mich logisch. Ich würde den Zusammenhang nicht ausschließen.

Ja wäre mal interessant, wenn jemand noch mehr Infos hätte… Werde auch mal weiterforsten…

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Hallo!

Ich kann dir den Begriff nur in englisch bieten: „stress dwarfism“
oder „psychogenic dwarfism“.
Den Grund erklärt Robert Sapolsky (Stressforscher) so: durch extremen
Stress schaltet der Körper alle Funktionen ab die langfristig
ausgerichtet sind; wenn man auf der Flucht vor einer Gefahr ist hat
man nicht genügend Energie um sich um sein Wachstum zu kümmern.

Du müsstest auch was in seinen Büchern dazu finden - z.b. in „Why
Zebras don’t get ulcers“; müsste auch auf deutsch verfügbar sein.
Oder sich einfach einige seiner Vorlesungen als Podcast runterladen
(Stanford University).

Tschüss

Matthias

ich habe früher in der kinder und jugendpsychatrie gearbeitet - war auch als trainer und lehrer im leistungsport tätig, später auch im studium der physiotherapie engagiert (aber nur bis zum 3.semester).

ich kann dir folgendes über meine erfahrungen sagen -

der vergleich mit der pflanze fand ich sehr gut…

junge menschen die unter minderwertigkeitskomplexen leiden, ernähren sich schlechter, leiden unter bewegunsmangel und unter falscher körperhaltung (meist leicht vorübergebeugt)

all dies kann nicht zu einer gesunden körperlichen entwicklung führen.

in wie weit nun auch der körper im wachstum stecken bleibt, kann ich nicht genau sagen, aber die wahrscheinlichkeit ist aus meiner sicht eher groß, denn wenn jemand sich „klein machen will“ auch sein körper klein bleibt.

sofern es dich interessiert, kannst du in der chin. medizin unter Qi gong sehr viel nachlesen und lernen, wie der geist auf den körper wirkt - sowohl im positiven wie im negativen sinne.

du wirst erstaunt sein was du mit deinen geistigen kräften alles bewirken kannst.

stellt sich eigentlich nur noch die frage, was zu dem minderwertigkeitsgefühl geführt hat und wie sich diese ursache lösen läßt.

liebe grüße aus malaysia

jörg