tja. das wirft wieder zwei fragen auf:
ist dieses querverweis das gleiche wie beschriftung oder
fußnote (im menü „Einfügen“->„Referenz“)??
weil die wollte ich eigentlich beide nutzen.
ACHTUNG MISSVERSTÄNDNISS
wie im obigen posting erwähnt: ich will nicht, dass du die beschriftung anders handhabst - meine ursprüngliche antwort bezog sich lediglich auf den umgang mit querverweisen!!!
zur klarheit:
beschriftung: word macht dabei folgendes: beim einfügen kannst du den text wählen (z.b. Abbildung). word fügt diesen text ein, gefolgt von einem sequenz-feld. sequenzfelder haben im schalter einen sequenznamen. alle sequenzfelder mit selben sequenznamen werden fortlaufen durchnumeriert, wobei du zusätzlich das nummernformat angeben kannst. zuletzt formatiert word den eingefügten text mit dem style „beschriftung“.
in älteren versionen von word wurde „style“ noch mit druckformatvorlage übersetzt. ich bleibe bei style - das ist irgendwie griffiger.
natürlich kannst du alle dies aktionen auch manuell machen - der einfügen->beschriftung-dialog nimmt dir diese arbeit nur ab. in diesem fall ist das auch bei weiten einfacher so.
querverweise: das ist was komplett anderes. querverweise (=referenzen) sind stellen im text, in denen du auf eine andere stelle im text verweist. je nach dem, wie du den querverweis einstellst zeigt der querverweis dann den referenzierten text selbst, dessen absatznummer oder auch die relative position (z.b. siehe oben, wenn die referenzierte stelle vor dem querverweis kommt).
word bietet einen dialog an, mit dem querverweise auf bestimmte stellen im text relativ komfortabel eingefügt werden können. word geht davon aus, dass folgende stellen im dokument relevant bzw. refernzierenswert sind:
- überschriften (also absätze mit den styles „überschrift xx“)
- numerierte absätze
- beschriftungen (also absätze mit dem style „beschriftung“, wobei word hier zwischen abbildungen, gleichungen und tabellen unterscheidet)
- textmarken
- fußnoten
- endnoten
je nach gewählter kategorie bietet dir word alle gefundenen objekte dieser kategorie an (also z.b. alle überschriften). wenn du nun eines der objekte auswählst und einen querverweis einfügst, wird word über das objekt eine textmarke legen und an der aktuellen stelle ein ref-feld einfügen, das eben auf diese textmarke referenziert. und genau das ist es, was du besser manuell machst.
fussnoten: hat mit den beiden oben genannten dingen nichts zu tun. hier gibt es auch keine alternativen zur eingabe, d.h. du kannst nur die word-dialoge verwenden.
#:zweite frage:
Stimmt das tatsächlich:
„Es ist nicht möglich, benutzerdefinierte Überschriften in den
Dialog Beschriftung zu laden.“
dann muss ich mich fragen, wie andere menschen das machen. ich
kann doch nicht andauernd meine vorlagen ändern(speziell die
standard und Überschrift1-4), nur weil z.B. ein Prof eine
bestimmte Schriftart favorisiert oder ich mal lust auf etwas
anderes habe.
da muss es doch eine andere möglichkeit geben, oder?
oder gehe ich an die vorlagen falsch ran?
muss ich da bestimmt Häckchen setzen bei den „Tick-Boxes“ „Zur
Vorlage hinzufügen“ oder „Automatisch aktualisieren“
oder muss ich die vorlagen besser verlinken, sprich bei
„Formatvorlage basiert auf“ von z.B. von Überschrift 2 auf
Überschrift 1 verweisen?
puh - ich sehe schon, da ist etwas basiswissen notwendig. ein style (oder eben druckformatvorlage) ist eine sammlung von verschiedenen formatierungen, die als gemeinsames paket gesehen werden und einen bestmmten namen haben. du kannst dir beliebige styles selber definieren. word bietet aber einige styles von sich aus an. meist haben diese eine spezielle bedeutung:
standard: das ist der style, der jeden text automatisch zugewiesen wird, wenn nichts anderes explizit ausgewählt wird. die meisten anderen styles basieren auf dem standard-style, d.h. änderungen hier wirken sich meist auch auf andere styles aus.
überschrift xx: diese styles haben die besondere eigenschaft, dass sie mit einer gliederungsebene gekoppelt sind. aufgrund der gliederungsebene kann word eine art hierarchie im dokument feststellen. die gliederungsebenen wirken sich auf die numerierung der absätze aus.
es gibt noch viele weitere styles.
wo werden styles gespeichert? nun, hier wird es kompliziert: es gibt sogenannt dokumentvorlagen (dateiendung .dot). dokumentvorlagen sind so was ähnliches wie musterformulare - sie definieren ein grundaussehen (z.b. papierformat, seitenränder, etc.). jedes dokument muss auf einer dokumentvorlage basieren. ist keines explizit angegeben, basiert das dokument automatisch auf der normal.dot. die normal.dot ist die sogenannte globale vorlage - sie wird automatisch beim start von word geladen und gibt die grundsätzlichen eigenschaften eines jeden dokuments vor. alle diese eigenschaften können aber über eigenen vorlagen überladen werden.
zurück zu den styles: die globalen styles, die word vorgibt, liegen in der normal.dot. hast du eine eigene dokumentvorlage definiert, so „erbt“ diese die eigenschaften der normal.dot. du kannst aber auch zusätzliche styles in der neuen vorlage ablegen. zu guter letzt kann man die styles auch im dokument selbst abspeichern.
ich mach mal ein beispiel, dann gehts einfacher:
deine normal.dot hat z.b. die styles „standard“, „überschrift 1“ und „überschrift 2“. stardard ist als „Times New Roman 12pt“ definiert, „überschrit 1“ als „Arial 16pt fett“ und „überschrift 2“ als „Arial 14 pt fett kursiv“
alle neuen dokumente basieren automatisch auf der normal.dot, sofern du nichts anders explizit angibst. damit sind die obigen styles auch in allen diesen dokumenten verfügbar, sobei sie allerdings nicht explizit im dokument gespeichert sind.
in einem dokument kannst du nun über format->formatvorlage die formatierung ändern. z.b. änderst du die überschrift 1 von 16pt fett auf 15 pt unterstrichen. wenn du beim bearbeiten des styles die option „zur vorlage hinzufügen“ NICHT aktivierst, so wird das style in dein dokument reinkopiert und mit dem neuen format versehen. in diesem dokument überschreibt das style nun die eigenschaften aus der normal.dot, d.h. alle überschriften 1 sehen in diesem dokument anders aus als in allen anderen dokumenten.
wenn du die option allerdings aktiviert hast, so wird das style in der normal.dot geändert. damit änderst du aber implizit auch alle anderen dokumente - spricht dokumente, die du gar nicht angegriffen hast sehen beim nächsten laden auf einmal anders aus.
ich denke, es ist klar, warum man änderungen der styles in der normal.dot eher vermeiden sollte…
was du aber machen kannst, ist eine neue dokumentvorlage anzulegen (z.b. uni.dot). geht ganz einfach: ein neues dokument anlegen und mit speichern unter im format dokumentvorlage speichern. nun kannst du bei datei->neu, vorlagen auf meinem computer die neue vorlage auswählen. wenn du nun styles änderst und diese in der vorlage speicherst, so betrifft es nur mehr die dokumente, die auf der uni.dot basieren und nicht alle anderen.
du kannst auch nachträglich die dokumentvorlage zu einem dokument ändern. geht über extras->vorlagen und add-ins. damit werden dann die styles der neuen vorlage auf das dokument angewendet.
wichtig dabei: formatierungen sind immer additiv und werden immer in der reihenfolge: normal.dot, ggf. eigene vorlage, dokument angewendet.
sprich: hast du das style „überschrift 1“ abgeändert und im dokument gespeichert und du verbindest nun das dokument mit einer anderen dokumentvorlage, in der standard und überschrift 1 geändert wurden, so bleiben die überschriften 1 unverändert (style im dokument zieht stärker als das aus der vorlage), die standard-absätze werden aber umformatiert.
in deinem speziellen fall: du bist auf der uni und hast drei professoren, die die dokumente jeweils anders formatiert haben wollen. also wirst du dir einfach drei vorlagen anlegen und dort die styles so anpassen, wie es gerade der befindlichkeit des profs entspricht. wenn du nun was für den prof 2 schreiben musst, wählst du bei datei->neu einfach die zweite vorlage aus und alles ist sauber formatiert. musst du das dokument dann dem prof 3 geben, einfach mit extras->vorlagen und add-ins die vorlage 3 laden und schon ist das dokument für den prof 3 formatiert.
aber wehe dir, du hast irgendwie direkt im dokument mit den formaten herumgepinselt (wozu word leider allzu heftig einläd) - dann wird nur kuddelmuddel rauskommen.
beispiel: du hast ein dokument basierend auf der normal.dot. eine zeile ist fett formatiert. nun lädst du die vorlage prof3.dot, wo das stardard-style als fett formatiert ist. nun ist dein ganzes dokument fett formatiert, mit ausnahme der einen zeile, die vorher fett war. die ist nun nicht mehr fett. word-logik: fett + fett = nicht fett
wenn dir das alles verwirrend vorkommt - es ist es tatsächlich. word lädt den benutzer wie erwähnt leider dazu ein, muter im dokument rumzupinseln und die dokumente regelrecht zu malen. will man später ein einheitliches schriftbild reinbekommen, ist das extrem mühsam. es ist zwar schaffbar, man sollte sich aber bereits von anfang an an bestimmte konventionen halten und auf keinen fall davon abweichen, auch wenn es noch so verlockend ist.
auf jeden fall gilt: einfach muter drauf los schreiben, gerade wenn es um eine umfangreiche diplomarbeit geht, ist meist mit extremen aufwand verbunden, wenn es am ende darum geht, dem ganzen ein einheitliches aussehen zu geben. hier zahlt es sich auf jeden fall aus, vorher schon etwas mit word herumzuexperimentieren.
so - schön langsam bekomme ich einen schreibkrampf. muss mal schluss machen. wie gesagt: probier mal an einem übungsdokument herum. das ganze lässt sich nämlich recht schwer beschreiben. wenn man aber etwas herumspielt, sieht man eh recht schnell, wie es geht.
lg und viel erfolg
erwin