'Eingedenken'

Weiß wer, ab wann, wo und in welchen Kontexten das Wort „Eingedenken“ verwendet wird - die substantivische Form, nicht „eingedenk sein“ o.ä.?

Danke B.

Hallo Benjamin,

vielleicht helfen Dir ja nachfolgende Textbeispiele weiter:

" Es wäre allerdings eine Missinterpretation des benjaminschen Gedankenguts, wenn geglaubt würde, eingreifendes Eingedenken sei ein Spezifikum des Historismus des 19. Jahrhunderts.

Für das Eingedenken ist es eine Frechheit, das Konzept eines Holocaust-Mahnmals in Berlin an eine Kalkulation seiner Baukosten zu knüpfen.

Die Fotographie ist schockierend, es scheint sich ein Gegenblick, ein Anspruch aus der Photographie selbst zu entfalten: sie zwingt zum Eingedenken

Im Eingedenken ist schon die resignative Geste, daß Versöhnung nie wirklich sein wird, mitnotiert.

Denn dort lauert das Eingedenken, die Erinnerung an die eigentliche Sterblichkeit, die man Gestorbenen zu Liebe eine Minute auf sich nimmt, ansonsten aber zu vermeiden sucht. "

Gruss
Eve*

Hallo Eve,

danke für Deine Beispiele.

" Es wäre allerdings eine Missinterpretation des benjaminschen
Gedankenguts, wenn geglaubt würde, eingreifendes Eingedenken
sei ein Spezifikum des Historismus des 19. Jahrhunderts.

Es geht tatsächlich um Benjamin: ich wollte wissen, aus welchen Kontexten (historisch bzw. etymologisch) er sein „Eingedenken“ hat oder ob es bei ihm so was wie ein Neologismus ist. Hast Du dazu mehr?

Gefühlsmäßig würde ich eher sagen, es gibt den Terminus schon länger (Hölderlin?); solche Belegen hätten mich interessiert.

Danke nochmals
B.