absurd
Hi Dusan,
So kann man sich täuschen, im Land der unbegrenzten Schusswaffen ist das Tragen von Messern limitiert.
Nicht nur dort. Auch hier, bei uns, liegt es ganz ähnlich. Wenn ich eine Pistole käuflich erwerben möchte, muss ich nur zum Rathaus gehen und die Ausstellung einer Erwerbsberechtigung beantragen. „Geht in Ordnung“, sagt die freundliche Dame am Schalter, „wir brauchen dann nur noch ein Führungszeugnis“. Dieses erhalte ich beim örtlichen Polizeiposten gegen eine Gebühr von 15 Franken (sofern nichts gegen mich vorliegt). Die Ausstellung dauert weniger als 1 Woche. Mit diesem Führungszeugnis laufe ich wieder zum Rathaus und erhalte die Erwerbsberechtigung. Diese ist dann 1 Jahr gültig. Mit dieser Erwerbsberechtigung kann ich beim Händler meines Vertrauens die Pistole kaufen. Der sieht sich die Erwerbsberechtigung an und gut ist. Es erfolgen keine weiteren Dokumentationen und Nachfragen. Munition kann ich beim Händler sackweise kaufen. So einfach ist das hier.
Aber wehe, ich lass mich mit einem Messer erwischen, welches sich mit einer Hand öffnen lässt. Die sind nämlich hier grundsätzlich verboten. Eine sogenannte Schreckschuss- oder Gaspistole? Verboten, denn hier muss alles, was wie eine Waffe aussieht auch eine Waffe sein. Tränengassprühdose? Verboten. Elektroschocker? Verboten. Wir sehen, das Absurde ist nicht für USAmerika oder Deutschland reserviert.
Wenn ich aber deinen Link richtig interpretiere, sind Einhandmesser in New York doch erlaubt, oder lese ich das falsch?
Ich denke, da bist Du nicht ganz auf dem Laufenden. Einhandmesser sind inzwischen fast überall auf der Welt verboten (ich denke die einzige Ausnahme ist Finnland und vielleicht noch ein paar Bananenrepubliken wo es überhaupt kein Waffengesetz gibt).
Die mir bekannten Einhandmesser sind eher kurz, also niemals 10cm Klingenlänge und mehr.
Tatsächlich ist diese Klingenlängenbegrenzung unsinnig.
Ich weiss nicht, ob Du schonmal ein Kampfmesser in der Hand hattest. Ich meine jetzt nicht die aus verkaufstechnischen Gründen als Kampfmesser deklarierten Messer, sondern Instrumente, welche ihrer Bestimmung entsprechend konstuiert wurden. Da wirst Du überrascht feststellen, dass diese Waffen erstaunlich kurze Klingen haben (das hat mit Handlagen, Hebelwirkungen, usw. zu tun). Die Klingen sind kaum länger als der Griff.
Wenn es nur darum geht, ein vernünftiges Taschenmesser dabei zu haben, ist das erwähnte Schweizer Taschenmesser (wir sagen hier Sackmesser dazu) wirklich die erste Wahl. Und ich vermag auch nicht so richtig einzusehen, weshalb jemand (sofern er nicht einarmig ist) ein Einhandmesser führen muss / sollte. Oder eben ein Messer, welches sich eben nicht mit nur einer Hand öffnen lässt.
Gruss
Ray