Hallo,
der Lebensmittelhandel, Ökolandbau-Verbände, Bauern und die Verbraucherschutzministerin Künast, Grüne, haben sich auf ein einheitliches deutsches Ökosiegel nach den Kriterien der EU-Ökoverordnung verständigt. Sobald das Siegel grafisch entworfen ist, kann es verwendet werden - zunächst auf freiwilliger Basis, eine gesetzliche Absicherung wird auf den Weg gebracht.
Für die VerbraucherInnen ist das ein großer Schritt. Denn das Siegel ist die Voraussetzung für ihr Vertrauen in die Lebensmittelproduktion. Mit dem Siegel ist sofort klar: Hier ist auch Bio drin! Denn die von den Bundesländern zugelassenen Kontrollstellen sollen die Einhaltung der Kriterien sicherstellen. Das Siegel garantiert unter anderem dafür, dass keine gentechnisch veränderten Organismen und auf deren Grundlage hergestellte Erzeugnisse verwendet werden.
Die Tierhaltung flächengebunden ist.
Die Tiere nicht angebunden werden dürfen. Das gilt nach Ablauf von Übergangsfristen mit Ausnahme von Kleinbetrieben für alle
Tierhaltungen.
Das Futter ökologisch erzeugt ist - ohne Zusatz von Antibiotika oder Leistungsförderern.
Die Gesundheit der Tiere vor allem durch Förderung der natürlichen Widerstandskraft erhalten wird.
Ökologisch erzeugtes Fleisch regelmäßig kontrolliert und seine
Herkunft nachgewiesen wird.
Jetzt ist es notwendig, die bereits bestehenden Strukturen der
Ökoprüfzeichen GmbH (ÖPZ) effizient in das neue Ökosiegel einzubeziehen.
Dafür ist sehr positiv zu bewerten, dass Bauernverband (DBV) und
Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) als Trägerverbände des ÖPZ ihre Bereitschaft erklärt haben, sich konstruktiv in die rasche und professionelle Umsetzung des Ökosiegels einzubringen.
Ich erwarte, dass nun die nächsten Schritte zur Verbesserung der Tierhaltung und der Lebensmittelqualität heute und morgen auf dem EU-Ministerrat getan werden, auf dem die Agrarminister über neue Kriterien zur Tierhaltung debattieren werden. Bereits seit 1997 haben sich die Mitgliedsstaaten im Amsterdamer Vertrag verpflichtet, die Erfordernisse des Tierschutzes in der
Landwirtschaft besser zu berücksichtigen. Grundsätzlich soll eine deutliche Reduzierung der Tiertransportzeiten auf 4 Stunden erreicht werden.
Regionalen Besonderheiten im Schlachthofbereich und in der
Fleischproduktion muss notfalls mit Ausnahmeregelungen Rechnung
getragen werden.
Gruß mic
http://www.mibor.de
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