ich habe einige Fragen zum Kleinunternehmer (ohne Mehrwertsteuer).
Ist der IHK Pflichtbeiträg jährlich oder monatlich?
Wie genau funktioniert die Einnahmen-Überschuss-Rechnung?
Welche Werte müssen bei der Anlage GSE eingetragen werden?
Spielt es eine Rolle, dass er Student ist?
Noch etwas zu 2.
Mir ist nicht ganz klar wie die Buchhaltung aussehen muss.
Man kaufe von einem Dienstleister Waren (zb. bedruckte Mauspads)
und verkaufe diese über einen Online-Shop.
Nehmen wir mal an man kaufe 100 Pads mit Versand und Mwst.
Kosten 200€
So nun verkaufe man ein Pad für 5€ plus 1€ Versand.
Wie muss man das nun verbuchen?
Also ich denks mir mal so:
Eine Tab. in Excel für Ausgaben:
01.10.07 - 100 Pads / 200€
01.10.07 - 100 Briefmarken / 100€
Ausgaben: 300€
Tab. Einnahmen:
02.10.07 - Kunde 00001 / 1 Pad / 6€ (Padpreis+Versand)
02.10.07 - Kunde 00002 / 1 Pad / 6€
02.10.07 - Kunde 00003 / 1 Pad / 6€
02.10.07 - Kunde 00004 / 1 Pad / 6€
…
31.10.07 - Kunde 00100 / 1 Pad / 6€
Das steht drin, Du mußt die Ausgaben nach bestimmten Gruppen aufführen. Das Formular kannst Du Dir beim Finanzministerium herunterladen (wenn Du Elster benutzen willst, da ist es drin).
Reicht es aus wenn ich meine Buchführung nur in Excel
durchführe?
Ist der IHK Pflichtbeiträg jährlich oder monatlich?
Jährlich.
Die Pflichtmitgliedschaft ist für kleine Gewerbe kostenlos bis preiswert.
Beispiel IHK Darmstadt: bis 5.200 € Gewinn kein Beitrag (Gewinn=Einnahmen-Ausgaben)
Was genau muss in diese Anlage EÜR?
Die Einnahmen (Umsatz) und die Ausgaben (etwas nach Sorte aufgegliedert).
Bei nicht-Kleinunternehmern auch die eingenommene
und die gezahlte Umsatzsteuer/„Mehrwertsteuer“.
Die wurde ja auch eingenommen und ausgegeben.
Wenn die Betriebseinnahmen (Umsatz) unter der Grenze von 17.500 € liegen,
wird es nicht beanstandet, wenn zur Anlage GSE nur eine formlose
Einnahmen-Überschuss-Rechnung gelegt wird.
Das Ausfüllen des Formulars „Anlage EÜR“ ist dann nicht unbedingt nötig.
Man muss aber selbstverständlich selbst eine korrekte Einnahmen-Überschuss-Rechnung
machen.
Der Gewinn kommt in die „Anlage GSE“ zur Einkommensteuererklärung.
Lesestoff zum Thema Gewerbe: http://www.klicktipps.de/gewerbe.php
(Im Abschnitt Buchhaltung geht es u. a. um die EÜR.)
Reicht es aus wenn ich meine Buchführung nur in Excel durchführe?
Zu den Ausgaben kämen z. B. noch Verpackungsmaterial, Papier,
Druckerpatrone
und Fahrtkosten.
Drum fände ich es sinnvoller wenn du die Buchungsposten so machst
" Im endpreis sind Versandgebühren in Höhe von xy enthalten"
dann je Pad den Kundenpreis = Einnahme
Ausgaben:
die Briefmarken die auf Vorrat liegen, also gleich nach Kauf verbuchen
ebenso, wenn du Packpapier oder Umschläge kaufst
ebenso wenn du Ware einkaufst
ebenso wenn du Tesa, büroklammern oder Kulis kaufst
Wenn du ne neue druckerpatrone kaufst
etc.
Am ende des Monats oder jahres (je nach dem) rechest du die Gesamtsummen aus, was bei den Einnamen über ist, ist Gewinn/Einnahmeüberschuß
Ich hab EINE Tab. wo ich in einer Spalte die Bezeichnung des posten hab, eine Spalte mit Einnahme und eine mit Ausgabe, ich muss dann nur aufpassen, dass der jeweilige Posten auch in die richtige Spalte kommt. Aber ich treib auch keinen schwunghaften handel, sondern hab al so 10-15 Rechnungen im Jahr f. Dienstleistungen/Quartalsabrechnungen und auf der Ausgabenseite viel Kleckerkram (Büromaterial, mal ein Fachbuch, etc.).
Und ich hab eine extra tab für FAhrtkosten, da ich meist mit dem ÖPNV fahr (mal Wochenticket, mal Einzeltickets, mal Bordzuschlag für den Dampfer, wenn es gerechtfertigt ist, zB.nach 6 Stunden Mikrofilmlesen), da lohnt also eine Extratabelle.
Gruß Susanne
Muss ich dann alles abgeben, was ich in Excel erfasst habe oder reicht es, die Ergebnisse der jeweiligen Monaten plus Abschlussergebnis anzugeben?
Unter dieser formlosen „Sache“ kann ich mir nichts so recht vorstellen…
Ah und dann noch etwas zu Susanne!
Ich weiß nicht so recht was du meinst… Ich kann doch nicht bei den Einnahmen die Versandkosten rausrechnen (5€) dann würden mir ja quasi 100€ fehlen, die ich doch eigentlich eingenommen habe.
Ah und dann noch etwas zu Susanne!
Ich weiß nicht so recht was du meinst… Ich kann doch nicht
bei den Einnahmen die Versandkosten rausrechnen (5€) dann
würden mir ja quasi 100€ fehlen, die ich doch eigentlich
eingenommen habe.
Ne ich meinte dass du Pauschalpreise machst, in denen die Versandkosten mit drin sind (wenn du also Pad für 5 Eu verkaufen willst, dann nimmst du eben 7Eu was Artikel + VErsandkosten beinhaltet-mit 6 Eu wirst du nicht hinkommen, ist ja nicht nur Porto, sondern auch Verpackung), ansonsten wäre es nämlich am Ende des Jahres nötig, wenn du Verkaufspreis + Porto+Verpackung alles einzeln aufzählst und das finde ich persönlich umständlich.
Der Kunde zahlt eben das was du ihm in Rechnung stellst, und du notierst dann unter Einnahme
RechnungNr. x > 7Euro
Dabei kannst du entweder dem Kunden einfach eine Benachrichtigung schicken, er möge 7 Euro auf folgendes Konto zahlen, worin Post+Package enthalten ist,
ODER du machst eine detaillierte Rechnung
5 Eu Pad
1,10 Eu Porto
0,90 Eu Verpackung bzw. eben 2 Euro Versandgebühren.
Erstere Version halte ich für praktischer, denn bei der anderen müsstest du am Ende für den Überblick notieren, wieviel hab ich am Jahresende für Pads/Ware eingenommen und Wieviel an Versandgebühren, dann müsstest du das alles für die EÜR auseinanderfriemeln.
Ah und dann noch etwas zu Susanne!
Ich weiß nicht so recht was du meinst… Ich kann doch nicht
bei den Einnahmen die Versandkosten rausrechnen (5€) dann
würden mir ja quasi 100€ fehlen, die ich doch eigentlich
eingenommen habe.
Ne ich meinte dass du Pauschalpreise machst, in denen die
Versandkosten mit drin sind (wenn du also Pad für 5 Eu
verkaufen willst, dann nimmst du eben 7Eu was Artikel +
VErsandkosten beinhaltet-mit 6 Eu wirst du nicht hinkommen,
ist ja nicht nur Porto, sondern auch Verpackung), ansonsten
wäre es nämlich am Ende des Jahres nötig, wenn du
Verkaufspreis + Porto+Verpackung alles einzeln aufzählst und
das finde ich persönlich umständlich.
Ich auch.
Warum soll das denn bei einer EÜR nötig sein?
So eine Aufgliederung gibt es nicht mal im amtlichen Formular „Anlage EÜR“
Der Frage kann doch dem Kunden eine Rechnung mit 2 Positionen stellen:
Pos 1: X Pads
Pos 2: Verpackung und Versand
Oder wie Du vorschlägst: alles in einem.
Kann er doch machen, wie er mag.
denn bei der
anderen müsstest du am Ende für den Überblick notieren,
wieviel hab ich am Jahresende für Pads/Ware eingenommen und
Wieviel an Versandgebühren, dann müsstest du das alles für die
EÜR auseinanderfriemeln.
Ich hab EINE Tab. wo ich in einer Spalte die Bezeichnung des
posten hab, eine Spalte mit Einnahme und eine mit Ausgabe, ich
muss dann nur aufpassen, dass der jeweilige Posten auch in die
richtige Spalte kommt.
Ich habe auch kein riesiges Gewerbe und hatte am Anfang auch nur eine Tabelle.
Aber Einnahmen und Ausgaben in einer Tabelle;
das wurde dann doch zu umständlich. Schon waren es 2 Tabellen.
Und ich hab eine extra tab für FAhrtkosten, da ich meist mit
dem ÖPNV fahr (mal Wochenticket, …
Schau schau, da hast Du ja schon die nächste Tabelle.
Und wenn dann nächstes Jahr auch die Geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) abgeschrieben
werden müssen, wird bei Dir vermutlich eine weitere Tabelle entstehen.
ich habe einige Fragen zum Kleinunternehmer (ohne Mehrwertsteuer).
Nun zur „formlosen Einnahmen-Überschuss-Rechnung“
Muss ich dann alles abgeben, was ich in Excel erfasst habe
oder reicht es, die Ergebnisse der jeweiligen Monaten plus
Abschlussergebnis anzugeben?
Bei Kleinunternehmern ist nur das Jahresergebnis für das FA interessant.
Ich gebe die Excel-Listen für die Einnahmen, Ausgaben, Abschreibungen und Fahrtkosten
sowie eine Zusammenfassung beim FA mit der Anlage GSE ab.
Die einzelnen Belege bleiben (anders als man es sonst vom FA gewohnt ist)
gut sortiert zu Hause und müssen mindestens 10 Jahre aufgehoben werden.
Unter dieser formlosen „Sache“ kann ich mir nichts so recht
vorstellen…
Es ist z. B. die o.g. Zusammenfassung:
Einnahmen, Ausgaben, Fahrtkosten, Abschreibungen, Fahrtkosten
und Ergebnis.
Ah und dann noch etwas zu Susanne!
Meine Anmerkungen dazu habe ich bei ihr hingeschrieben.
so nun weiß ich eigentlich alles, vielen dank nochmals
nur noch eine kleine Frage , ich kann doch solange ich mein Gewerbe führe Kleinunternehmer mit diesen Konditionen sein, wenn ich nicht den Umsatz usw. übersteige? Auf vielen Website ist immer die Rede von „nur im ersten Jahr…“
Und wenn dann nächstes Jahr auch die Geringwertigen
Wirtschaftsgüter (GWG) abgeschrieben
werden müssen, wird bei Dir vermutlich eine weitere Tabelle
entstehen.
Welche Geringwertigen Wirtschaftsgüter, meinste Büromaterial, das ist jetzt schon in den normalen Ausgaben drin…
ich mach Dienstleistung, ich verkaufe MICH, zappel ein bisschen im Museum rum oder unter freiem Himmel oder in Kliniken… mach dort Show und das wars… drum meine ich auch erwäht zu haben, das dies kein Vergleich zu einem Handel ist, wo ständig was ein und verkauft wird.
Alles was ich an Arbeitsmittel brauch bekomm ich im Museum oder in der Bibliothek, ansonsten ist es viel zu umständlich überwiegend privat genutzte Dinge wie PC, Kamera etc. abzuschreiben. Nur Papier und ab und an ne Tintenpatrone rechne ich ab, wenn ich sie direkt mit einem Auftrag in Verbindung bringen kann (zB. mehrere hochwertige Fotos ausdrucken zur Illustration von irgendwas, nach 20 Fotos sind die meisten Patronen hin)
Und wenn dann nächstes Jahr auch die Geringwertigen
Wirtschaftsgüter (GWG) abgeschrieben
werden müssen, wird bei Dir vermutlich eine weitere Tabelle
entstehen.
Welche Geringwertigen Wirtschaftsgüter, meinste Büromaterial,
das ist jetzt schon in den normalen Ausgaben drin…
Es sind die Gerätschaften gemeint die man zum Arbeiten braucht:
Brürostuhl, Lampe, Frankiermaschine, Overheadprojektor und die (ab 2008) im Bereich von 150,01€ bis 1.000€ liegen.
ich mach Dienstleistung, ich verkaufe MICH, zappel ein
bisschen im Museum rum oder unter freiem Himmel oder in
Kliniken… mach dort Show und das wars…
Da braucht man wirklich kaum Gerätschaften.
Was zappelst Du denn? Führungen, Jonglage, …?
Nur Papier und ab und an ne Tintenpatrone
rechne ich ab, wenn ich sie direkt mit einem Auftrag in
Verbindung bringen kann (zB. mehrere hochwertige Fotos
ausdrucken zur Illustration von irgendwas, nach 20 Fotos sind
die meisten Patronen hin)
ich mach Dienstleistung, ich verkaufe MICH, zappel ein
bisschen im Museum rum oder unter freiem Himmel oder in
Kliniken… mach dort Show und das wars…
Da braucht man wirklich kaum Gerätschaften.
Was zappelst Du denn? Führungen, Jonglage, …?
Ich mach Führungen durchs Museum oder Klinikum (Wahlweise historisch oder Medizinstudiumsbezogen) und Kinderbespassung (Workshops zB. zu Ägyptischer Kosmetik, Gummibärchen gießen, oder auch mal Einzelaktionen im Rahmen von zB. Museumsnächten, zB. Pestbeulen schminken, als wir alles rund um die Pest hatten.