Einige Sprechweisen

Hallo, ich bin mir nicht sicher, wann ich [g] und wann [ch] sprechen soll.
Hier meine Vermutungen. Bitte prüft sie:

ewi[ch]
ewi[g]lich
Köni[ch]
Köni[g]reich

Danke

Hi,

ewi[ch]
ewi[g]lich
Köni[ch]
Köni[g]reich

Du machst Dir zuviel Mühe *g* Eigentlich [tm] sollte alles mit [ch] ausgesprochen werden (§24 dt. Rechtschreibung), aber wie es tatsächlich ausgesprochen wird, ist eine Frage des Geschmacks, der persönlichen Sprachdisziplin und des Wohnortes. Allein das Wort „ewig“ wird hier (Rheinland) je nach Zusammenhang verschieden ausgesprochen.

Gruß
Christian

Hallo, ich bin mir nicht sicher, wann ich [g] und wann [ch]
sprechen soll.
Hier meine Vermutungen. Bitte prüft sie:

ewi[ch]
ewi[g]lich
Köni[ch]
Köni[g]reich

Hallo, Ajo,

de facto ist es wohl so, wie Christian sagt. Wobei eine bedenkliche Zunahme der „falschen“ ch-Aussprache zu beobachten ist, woran einige Politiker aus dem Norden nicht unschuldig sind.

Aber es gibt auch so etwas wie die „Deutsche Hochlautung“, auch „Deutsche Bühnenaussprache“ genannt. Herr Siebs hat sich da verdient gemacht.

Und nach dieser Hochlautung liegst du ganz richtig.

Die entsprechende Belege findest du im Duden, Das Aussprachewörterbuch, Bd. 6,
S. 435, wo die Lautung für König [ch], Königreich [g] bis Königtum [ch]
und S. 287, wo ewig [ch], ewige [g], Ewigkeit [ch], ewiglich [g], und Ewigweibliche [ch] angegeben sind.

Die Regel findest du auf S. 75:

_Man spricht „ch“ in der Endung -ig:
a) am Wortende: einig [ch], König [ch], zweisprachig [ch];
b) vor Konsonanten, wenn nicht die Ableitungssilbe -lich unmittelbar folgt: einigst [ch], vereinigt [ch], zwanzigste [ch].

Man spricht „g“ in der Endung -ig, wenn die Ableitungssilbe -lich unmittelbar folgt: königlich [g], männiglich [g]._

Es sei hier noch bemerkt, dass die Aufstellung dieser Regel eine Diskriminierung der Deutschen, die im Süden deutsch gelernt haben, darstellt. Denn die lernen von der Mutter die Aussprache des -ig als -ig, es sei den Mutter ist eine Zugezogene.

Gruß Fritz

Hallo Fritz!

Es sei hier noch bemerkt, dass die Aufstellung dieser Regel
eine Diskriminierung der Deutschen, die im Süden deutsch
gelernt haben, darstellt. Denn die lernen von der Mutter die
Aussprache des -ig als -ig, es sei den Mutter ist eine
Zugezogene.

Nö, denn es wird sicherlich auch Leute geben (im Norden), die -ig immer -ich aussprechen, die würden dann von dieser Regel auch diskriminiert, oder nicht? Wenn König mit -ig auch akzeptabel sei, müsste Weg oder weg mit -ch auch akzeptabel sein. Ist beides im Hochdeutschen aber nicht. Insofern liegt das Hochdeutsche genau dazwischen, auch wenn man das im Süden mal wieder nicht hören will. Warum sollten süddeutsche Aussprachen usw. hochdeutsch sein, wenn es welche aus dem Norden auch nicht sind?

MfG,
Car

Hallo Car,

Es geht um die Aussprache der Schlusssilbe „-ig.“

Im Noden sagt man -ich, im Süden -ig.
Wobei die süddeutsche Aussprache „nach der Schrift“ ist.

Als aber Hochlautung festgelegt wurde, durch Leute aus Norddeutschland (!), wurde als korrektes Hochdeutsch die Aussprache: „-ich“ festgelegt. Also die norddeutsche Variante. Damit ist die süddeutsche diskriminiert.

Die Aussprache von „weg, Zwerg, Berg“ als wech, Zwerch und Berch steht hier gar nicht zur Diskussion. Die ist auch von Siebs als dialektal verworfen worden.

Du wirfst also Äpfel und Birnen durcheinander.

auch wenn man das im Süden mal wieder nicht hören will.

Der Süden hört viel besser als der Norden, wie eben hier sich weist.

Warum sollten süddeutsche Aussprachen usw. hochdeutsch sein

Das hat hier niemand behauptet. Es wurde nur gesagt, dass in einem umstrittenen Fall, die norddeutsche Variante als Hochdeutsch anerkannt wurde, gegen das Schriftbild wie schon gesagt.

wenn es welche aus dem Norden auch nicht sind?

Die sind es eben nicht (s. o.).

MfG
Fritz

Hallo Fritz!

Es geht um die Aussprache der Schlusssilbe „-ig.“

Im Noden sagt man -ich, im Süden -ig.
Wobei die süddeutsche Aussprache „nach der Schrift“ ist.

Als aber Hochlautung festgelegt wurde, durch Leute aus
Norddeutschland (!), wurde als korrektes Hochdeutsch die
Aussprache: „-ich“ festgelegt. Also die norddeutsche Variante.
Damit ist die süddeutsche diskriminiert.

auch wenn man das im Süden mal wieder nicht hören will.

Der Süden hört viel besser als der Norden, wie eben hier sich
weist.

Warum sollten süddeutsche Aussprachen usw. hochdeutsch sein

Das hat hier niemand behauptet. Es wurde nur gesagt, dass in
einem umstrittenen Fall, die norddeutsche Variante als
Hochdeutsch anerkannt wurde, gegen das Schriftbild wie schon
gesagt.

Und was ist mit st bzw. sp? Das ist auch gegen das Schriftbild und ist die süddeutsche Variante. Werden dadurch die Norddeutschen diskriminiert? Ich denke nicht.

MfG,
Car

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Hallo Car!

Und was ist mit st bzw. sp? Das ist auch gegen das Schriftbild
und ist die süddeutsche Variante. Werden dadurch die
Norddeutschen diskriminiert? Ich denke nicht.

Ich auch nicht. Ich glaube auch nicht wirklich, dass die Aussprache „-ich“ etwas Diskriminierendes an sich hat. Und ich lehre meine ausländissche Schüler diese Aussprache. Weise sie aber darauf hin, dass sie in den Straßen Karlsruhes leicht eine andere Aussprache hören können.

Und ich freue mich, dass du diese Dinge auch so gelassen siehst.
Wenn ich bisweilen so tu als ob, sind das Spiegelfechtereien.
Verzeih mir.

Fritz

Hallo Fritz,

was würden die Hessen dazu sagen *zwinker*?

Gruß Mucke

des kann isch dir saache:
Didel Re: einige Schprechweisen
Dhema deudsche Schprache
Audor Fridz Rubbrichd
Dadum 3.1.2003 11:49 Uhr


Hallo, ich bin mir net sicher, wann ich [g] unn wann [ch]
schprechen soll.
Hier meine Vermudunge. Bidde brüfd sie:

ewi[ch]
ewi[g]lich
Keeni[ch]
Keeni[g]reich

Hallo, Ajo,

de facdo iss es wohl so, wie Chrischdian sagd. Wobei aane bedenkliche Zunahme der „falsche“ ch-Ausschbrache zu beobachde iss, woran einige Bolidiker aus dem Norde net unschuldig sind.

Aber es gibd aach so edwas wie die „Deudsche Hochlaadung“, aach „Deudsche Bühnenaasschbrache“ genannd. Herr Siebs had sisch da verdiend gemachd.

Unn naach dieser Hochlaadung liegsd du ganz richdig.

Die endschbrechende Belege findesd du im Dude, Des Ausschbracheweerderbuch, Bd. 6,
S. 435, wo die Laadung für Keenig [ch], Keenigreich [g] bis Keenigdum [ch]
unn S. 287, wo ewig [ch], ewige [g], Ewigkeid [ch], ewiglich [g], unn Ewigweibliche [ch] oogegewwe sind.

Die Regel findesd du uff S. 75:

Man schpricht „ch“ in der Endung -ig:
a) am Wordende: einig [ch], Keenig [ch], zwaaschbrachig [ch];
b) vor Konsonande, wenn net die Ableidungssilbe -lich unmiddelbar folgd: einigsd [ch], vereinigd [ch], zwanzigschde [ch].

Man schpricht „g“ in der Endung -ig, wenn die Ableidungssilbe -lich unmiddelbar folgd: keeniglich [g], menniglich [g].

Es sei hier noch bemerkd, dass die Uffstellung dieser Regel aane Diskriminierung der Deudsche, die im Süde deudsch gelernd hawwe, darschdellt. Denn die lerne von der Mudder die Ausschbrache des -ig als -ig, es sei de Mudder iss aane Zugezoschene.

(Allerdings hat mir dabei der „Babbelfisch“ http://www.conacom.de/babbelfisch.html geholfen :smile:
Gruß Eckard.

Hallo, Mucke und Eckard!
So müsste es wohl auf hessisch heißen:

Didel Re: einige Schprechweisen
Dhema deudsche Schprache
Audor Fridz Rubbrichd
Dadum 3.1.2003 11:49 Uhr


Hallo, isch bin mir net sischer, wann isch [sch] unn wann [sch] schprechen soll.
Hier meine Vermudunge. Bidde brüfd sie:

ewi[sch]
ewi[sch]lisch
Keeni[sch]
Keeni[sch]reisch

Hallo, Ajo,

de facdo iss es wohl so, wie Chrischdian sagd. Wobei aane bedenklische Zunahme der „falsche“ sch-Ausschbrache zu beobachde
iss, woran einige Bolidiker aus dem Norde net unschuldisch sind.

Awwer es gibd aach so edwas wie die „Deudsche Hochlaadung“,
aach „Deudsche Bühnenaasschbrache“ genannd. Herr Siebs had
sisch da verdiend gemachd.

Unn naach dieser Hochlaadung liegsd du ganz richdig.

Die endschbrechende Belege findeschd du im Dude, Des
Ausschbracheweerderbuch, Bd. 6,
S. 435, wo die Laadung für Keenig [sch], Keenigreich [sch] bis
Keenigdum [sch]
unn S. 287, wo ewig [sch], ewige [sch], Ewigkeid [sch], ewiglich
[sch], unn Ewigweiblische [sch] oogegewwe sind.

Die Regel findesd du uff S. 75:

Man schpricht „sch“ in der Endung -ig:
a) am Wordende: einig [sch], Keenig [sch], zwaaschbrachig [sch];
b) vor Konsonande, wenn net die Ableidungssilbe -lisch
unmiddelbar folgd: einigsd [sch], vereinigd [sch], zwanzigschde
[sch].

Man schpricht „sch“ in der Endung -ig, wenn die Ableidungssilbe
-lich unmiddelbar folgd: keeniglich [sch], menniglich [sch].

Gruß Fritz

Hallo Fritz!

Und was ist mit st bzw. sp? Das ist auch gegen das Schriftbild
und ist die süddeutsche Variante. Werden dadurch die
Norddeutschen diskriminiert? Ich denke nicht.

Ich auch nicht. Ich glaube auch nicht wirklich, dass die
Aussprache „-ich“ etwas Diskriminierendes an sich hat. Und ich
lehre meine ausländissche Schüler diese Aussprache. Weise sie
aber darauf hin, dass sie in den Straßen Karlsruhes leicht
eine andere Aussprache hören können.

Ok, ich wollte nur klarstellen, dass es mMn eben keine Diskriminierung ist. Abgesehen davon hat man im Deutschen, im Gegensatz zu anderen Sprachen, sich sowieso nicht dafür entschieden einfach eine regionale Variante zur Standardversion zu erklären, weswegen man beim Benutzen von „Diskriminierung“ sowieso vorsichtig sein sollte.
Natürlich gibt es regionale Varianten, auf die man durchaus auch hinweisen sollte, nur diese sind kein Hochdeutsch.

Wenn ich bisweilen so tu als ob, sind das Spiegelfechtereien.
Verzeih mir.

Akzeptiert.

MfG,
Car

Hallo Fritz,

das wäre dann also die dritte Möglichkeit -ig auszusprechen. Ich möchte da nicht an das Schwabenlande oder an Sächsch denken :wink:

mit grinsenden Grüßen

Hallo Marcus,

Schwabenlande oder an Sächsisch

Man sollte die wirklich nicht nebeneinander nennen.

So wie der Kabarettischt Sonntag sagt:

„!Mir schämet ons wegga oserer Sprôch, ond dia Saxa, dia sich schäme sottat, deans ned.“

(Wie - die Schwaben - schämen uns wegen unserer Sprache, aber die Sachsen, die sich schämen sollten, tun es nicht."

Ich grinse auch wie eine Chestercat!
Fritz