Einkabel Sat-anlage

Hallo zusammen!
Ich suche jemanden, der sich mit Sat-Anlagen auskennt und mir sagen kann, ob das was ich vor habe Sinn macht oder nicht.
Vor ca 30 jahren, als ich mein altes Haus umgebaut habe, habe ich in alle Zimmer das damals übliche und moderne Antennen-Kabel, ich glaube 60 oder 80 Ohm-Kabel als „Baumverteilung“ gelegt. In jedem Zimmer sind also Antennendosen. Die Anlage hatte ich nie in Betrieb genommen, sie war nur Vorgesehen.
Zur Zeit habe ich eine normale Sat-Anlage für einen Receiver, wobei ich ein separates Kabel von der Schüssel zum Receiver (neues Kabel) verlegt habe.
Ich möchte nun eine Anlage für mehrere Teilnehmer aufbauen und bin bei der Recherche im Internet auf Einkabelanlagen gestoßen, die versprechen alte „BK-Verkabelungen“ (was das auch immer heisen mag) nutzen zu können.
Bevor ich mir nun den ganzen Kram bestelle, möchte ich jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt und Erfahrung hat, ob es sinnvoll ist die im Putz schlummernden Kabel zum Leben zu erwecken, oder ob man besser neue Kabel zu jedem Nutzer legt.
Stutzig hat mich die Bemerkung in den technischen Beschreibungen gemacht, die immer empfiehlt zweifach geschirmte Kabel zu benutzen.
Ich bin mir nicht sicher, aber die Kabel vor 30 Jahren hatten, glaube ich, nur eine Abschirmung
Ich würde mich freuen, wenn mir da jamand einen Rat geben kann.
Bis dann, GeVa

Hi,

gibt es für ein oder zwei Kabekstränge:
http://www.technisat.de/index853b.html?nav=Digitale_…
schau Dir mal die Videos zu den TechniRouter des o.a. Links an.
Du musst lediglich die Anschlußdosen wechseln.

So etwas gibt es auch bei der Firma Kathrein zu einem wesentlich höheren Preis.

nicki

Hallo,

die Kabel sind 75Ohm Kabel - im Fernsehen Antennenkabel Bereich üblich.

Wenn die Kabel 30Jahre alt sind, könnte es Probleme mit den im SAT Bereich höheren Frequenzen geben (die Kabel Dämpfen dann wesentlich höher).

Von Einkabellösungen würde ich möglichst großen Abstand nehmen, die gabe es auch schon in analogen Zeitalter - allerdings mit Kompromissen, da konnte man mal ein Programm nicht empfangen, oder der Satellitenbetreiber hat seine Bandbreite erhöht und das ging dann auch wieder nicht.

Versuche eine neue Satanlage mit neuen Kabeln aufzubauen.
Ist zwar jetzt aufwendigen aber für die Zukunft ist das sicherer.

Hallo Gerhardt,

die einzigste und sinnvollste Notlösung für Deine Verkabellung ist wie Nick schon gesagt hat die Unicabel-Lösung. Sie ersetzt aber nie die Sternförmige Verkabelung. Außerdem muss mann auf das Kabelnetz achten, da hiervon eine Funktion der Anlage abhängig ist. Stimmt hier etwas nicht ( Knick, extrem schlechte Schirmung, alte Bauteile die nicht auffindbar sind ) gibt es enorme Probleme. Wie gesagt: Wenn Du kannst bist Du mit einer Neuverkabelung auch in Bezug auf Endgeräte deutlich besser dran.
Gruß
Hahnawackel

Hi,

Von Einkabellösungen würde ich möglichst großen Abstand
nehmen, die gabe es auch schon in analogen Zeitalter -
allerdings mit Kompromissen, da konnte man mal ein Programm
nicht empfangen, oder der Satellitenbetreiber hat seine
Bandbreite erhöht und das ging dann auch wieder nicht.

Mit dieser Art (Technirouter und ganz normales Quattro-LNB) gibt es keinerlei Einschränkungen.
Alle Anlagen die ich zum Teil auch mit Uraltkabel aufgebaut habe funktionieren einwandfrei.
Das waren die Einkabellösungen von damals mit den hierfür eigenen LNB´s wie z.B. DisiCon LNB die einige Programme nicht empfangen konnten.

Diese Zeiten sind vorbei!

nicki

hallo nick,

grundsätzlich gebe ich dir ja recht, aber bei ALLEN bisherigen einkabellösungen ist bisher das aus gekommen, weil die programmanzahl nicht mehr übertragen werden konnte.
mich würde es wundern, wenn es in diesem falle anders sein sollte. und dabei iat es völlig egal von welchem hersteller die einkabellösung kommt - es ist eh alles dasselbe grundprinzip. kritisch dabei ist ebenfalls zu sehen, das ein spezieller „einkabelbefehlssatz“ vom receiver beherrscht werden muss, was die endgeräteauswahl doch ein wenig einschränkt.

grundsätzlich ist eine „einkabellösung“ nur ein notnagel für kunden, die keine andere chance auf mehrteilnehmer-sat-empfang haben - aber dszu scheint der ursprungsposter nicht zu gehören. und das dämpfungs und abschirmvverhalten der alten leitungen dürfte gelinde gesagt als katastrophal bezeichnet werdenn können.

fazit für diesen fall: neue kabel zu jedem receiver (evtl 2 zu jeem twin-receiver) und gut ist.

gruss wgn

Hi nixweiss,

die bisherigen EKL basierten auf Frequenzversatz-LNB, d.h. die Frequenzen werden nicht wie bei herkömmlichen LNBs mit Hilfe eines Multischalters verteilt, sondern technisch hintereinander verschoben, damit sie so über nur ein Kabel übertragen werden.

Nun werden handelsübliche Quattro-LNB´s verwendet so das das gesamte Frequenzspektrum zur Verfugung steht.
In dem Verteilrouter stehen alle 4 Bänder (LL, LH, HL, HH) für die Verteilung bereit.
Wenn sich hier wieder einmal etwas ändern sollte trifft es alle Satellitenanlagen.

Gruß
nicki

Hallo Nick und alle, die mir geantwortet habt!
Vielen Dank für eure Ratschläge. Ich habe gesehen, das Problem wird doch auch kontrovers diskutiert. Die Beiträge haben mich aber in meiner Erkenntnis ein ganzes Stück weiter gebracht. Gerade auch die empfolenen Videobeiträge haben aufklärend gewirkt.
Die Frage nach der Verwendung der alten Kabel ist bei den Videobeiträgen nicht letztlich positiv beantwortet worden. Die Firma, die das Modul für die Einkabelversion vorstellt wirbt damit, dass es kein Netzteil hat.(kein Stromverbrauch). Meine Frage nun, genügt das auch bei alten Leitungen oder ist da nicht ein Modul mit eigener Stromverstärkung besser?
Wenn dazu noch mal jemand was sagen könnt, wäre ich dankbar
Grüße GeVa

Hi,

Die Frage nach der Verwendung der alten Kabel ist bei den
Videobeiträgen nicht letztlich positiv beantwortet worden. Die
Firma, die das Modul für die Einkabelversion vorstellt wirbt
damit, dass es kein Netzteil hat.(kein Stromverbrauch). Meine
Frage nun, genügt das auch bei alten Leitungen oder ist da
nicht ein Modul mit eigener Stromverstärkung besser?

Meine Erfahrung: „Kein Problem mit alten Kabeln!“

nicki