Einkauf

Liebe/-r Experte/-in,

zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem theoretischen Diplomarbeitsthema. Ich würde meine Diplomarbeit gerne für den Bereich Einkauf/Beschaffung schreiben.
Leider hab ich so meine Schhwierigkeiten ein theoretisches Thema zu finden.

Momentan bereite ich das Thema „Einsatzfähigkeit der Prozesskostenrechnung für den Bereich Einkauf eines (Industrie-)Unternehmens“. Hierzu habe ich ein paar Fragen: Ist dieses Thema überhaupt interessant bzw. aktull bezogen auf den Unternehmensbereich Einkauf? Hat jemand von Ihnen schonmal Erfahrungen mit der Prozesskostenrechnung im Einkauf gehabt (Prozesskostensatz für die Einholung eines Angebots, usw.)? Können Sie mir Tipps bezüglich dieses Themas geben?

Wenn Sie der Meinung sind, dass dieses Thema unrelevant ist für den Bereich Einkauf, hat vllt. jemand von Ihnen eine Idee für ein Thema, das für den Bereich Einkauf relevant und auch aktuell ist?

Mit freundlichen Grüßen

Stephanie Ringwald

Liebe/-r Experte/-in,

zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem

theoretischen

Diplomarbeitsthema. Ich würde meine Diplomarbeit gerne

für den

Bereich Einkauf/Beschaffung schreiben.
Leider hab ich so meine Schhwierigkeiten ein

theoretisches

Thema zu finden.

leider kann ich ihnen nicht weiterhelfen da ich in
medikalischen bereich arbeite.
viel glück wünsche ich ihnen.
F. Beetz

Momentan bereite ich das Thema „Einsatzfähigkeit der
Prozesskostenrechnung für den Bereich Einkauf eines
(Industrie-)Unternehmens“. Hierzu habe ich ein paar

Fragen:

Ist dieses Thema überhaupt interessant bzw. aktull

bezogen auf

den Unternehmensbereich Einkauf? Hat jemand von Ihnen

schonmal

Erfahrungen mit der Prozesskostenrechnung im Einkauf

gehabt

(Prozesskostensatz für die Einholung eines Angebots,

usw.)?

Können Sie mir Tipps bezüglich dieses Themas geben?

Wenn Sie der Meinung sind, dass dieses Thema

unrelevant ist

für den Bereich Einkauf, hat vllt. jemand von Ihnen

eine Idee

für ein Thema, das für den Bereich Einkauf relevant

und auch

aktuell ist?

Mit freundlichen Grüßen

Stephanie Ringwald

Sehr geehrte Frau Ringwald,
Prozesskostenrechnung ist vom Grundgedanken her sehr gut, aber in der Praxis zu aufwändig. Ist es sinnvoll, die kaufmännische Verwaltung weiter aufzubauen, weil die Gemeinkostenregelung einerseits zu pauschal ist aber andererseits doch eine genaue Kostenumlage ermöglicht?

Wenn Sie allerdings ein Modell entwickeln, das nachweislich keinen höheren Arbeitsaufwand zur entsprechenden Umsetzung der Prozesskostenrechnung bietet, dann wäre das bahnbrechend.

Leider ist es so, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an Personaleinsparungen nicht vorbeikommen. Nur ein einfacheres, schnelleres System der detaillierten Kostenermittlung hat eine Chance.
Das ist meine Meinung.

Mit freundlichem Gruß

Armand

Hallo Frau Ringwald,

generell bin ich die Meinung, dass die Prozesskostenrechnung eine wichtige Grundlage für ein Industrieunternehmen sein kann (hängt von der Komplexität der Produkt und der Marktsituation ab). Allerdings sehe ich dieses Thema eher im Bereich des Controllings angesiedelt und wird wahrscheinlich erst spannend, wenn man dies praktisch bei einem Unternehmen betrachten kann.
In dem Unternehmen, in dem ich tätig bin, wird allerdings keine Prozesskostenrechnung durchgeführt, d.h. ich kann nicht beurteilen, ob man dieses Thema rein theoretisch angehen kann.
Wenn Ihr betreuender Professor der Ansicht ist, dass dies möglich ist, würde ich mich wahrscheinlich darauf verlassen.

Schöne Grüße und schonmal viel Erfolg

Antje Plath

Guten Abend Frau Ringwald,

ich möchte mich bei Ihnen erst einmal entschuldigen das ich mich jetzt erst auf Ihre Mail melde, ich war leider geschäftlich auf Achse.

Zu Ihrer Frage ob sich dieses Thema für eine Diplomarbeit lohnt oder nicht, würde ich sagen, ja auf jeden Fall, denn Prozesskosten sind sehr wichtig im Einkauf. Denn ein Unternehmen kann nicht einfach hergehen und die anfallenden Materialkosten zusammen mit einer Priese Bauchgefühl für anfallende Indirekte Kosten in die Kalkulation geben, um einen geeigneten Verkaufspreis für seine Produkte zu erstellen.
Hier vll. ein Beispiel aus dem Unternehmen in dem ich arbeite.

Wir haben vor ein paar Jahren das Kanbansystem bei uns eingeführt um C-Teile wie Schrauben, Muttern, etc.
einfacher und effizienter beschaffen zu können.
Früher war der Ablauf so:

  1. Teil musste disponiert werden, sprich über System eine Bestellung erstellen und an Lieferant zukommen lassen (Post, Fax, Email-> für Groschenartikel sehr umständlich)
  2. Auftragsbestätigung von der Bestellung prüfen ggf. mit Lieferanten fehlerhafte Punkte nachverhandeln
  3. Bestellungseingang verfolgen und ggf. mahnen
  4. Wareneingang durchführen (Wareneingangsbuchung und -kontrolle)
  5. Einlagerung in ein Fach
  6. bei Bedarf stückweise Auslagerung aus dem Lager in die Montage

Mit der Umstellung auf das Kanbansystem konnten wir die Schritte im Einkauf und Lager fast kompl. einsparen, weil das Logistikunternehmen, dass das Kanban betreibt, selbstständig die Regale wieder auffüllt, es muss nur ein Vertrag für eine bestimmte Zeit mit denen abgeschlossen werden und hin und wieder mal die Teile durch eine sogenannte „Renner und Penner Liste“ überprüft werden.

Durch den Wegfall dieser Schritte haben wir durch die Prozesskostenberechnungen herausgefunden, dass wir zu dem vorherigen System unheimlich flexibler wurden, das Problem mit etwaigen Fehlteilen sich minimiert hat und gleichzeitig bei einigen Teilen ca. 17% einsparen konnten.
Es gibt noch viele Beispiele in der Praxis bei denen Prozesskosten eine große Rolle spielen und die man durch ganz einfache Schritte gänzlich einsparen oder reduzieren kann.

Wie werden Sie hier eigentlich bei der Erstellung dieser Diplomarbeit vorgehen?
Ich kenne das aus der Vergangenheit von meinem jetzigen und letzten Arbeitgeber her so, dass die Studenten, mithilfe von dem Unternehmen, die Diplomarbeit erstellt haben, weil sie so einen besseren Bezug zur Praxis hatten und alle Schritte ganz einfach nachvollziehen konnten oder in den Projekten mit arbeiten konnten.
Das Unternehmen hat sich natürlich dadurch erhofft, sich gleich einen neuen fähigen Angestellten zu sichern. =o)
Haben Sie eine solche Möglichkeit mithilfe von einem Unternehmen diese Diplomarbeit zu erstellen?
Ehrlich gesagt würde ich mich an Ihrer Stelle auch schwer tun ein Diplomarbeitsthema zu finden.
Haben Sie auch schon mal daran gedacht über die Logistikabwicklung in einem Unternehmen (innerbetriebliche Warenverkehr, Warenversand, Beschaffung etc.) eine Diplomarbeit zu erstellen?

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Hallo Stephanie,

ich halte dieses Thema - wenn es richtig untersucht und dargestellt wird - für sehr interessant.

Gedanklich bin ich bei dem Ansatz, dass der Einkauf in eine Position kommen sollte, aus der er mit den Verkäufern mindestens auf Augenhöhe diskutiert. Heute ist oft so, dass man höchstens die Materialkosten kennt. Oft wird ohne viel Hintergrundwissen gefleilscht. Deutlich besser ist es, wenn man die Prozesse und die entsprechenden Kosten seiner Lieferanten kennt.

Lösungen dazu bietet die Costdata AG an (www.costdata.de). Ein Programm setzte ich selber ein. Ein weiteres hat vor kurzem der Geschäftsführer präsentiert.

Bei Fragen melde Dich einfach wieder.

Viele Grüße aus Bremen,
Andreas

Hallo Stephie_r,

ich finde Dein Thema ok und aktuell.

Gruß,
Stephan R

Hallo Stefanie, zunächst bitte ich um Entschuldigung für meine späte
Reaktion.
So ganz bin ich nicht mehr im Stoff (in der Praxis)
Das Thema Prozesskosten für eine Bestellung ist nach meinem Wissen
ziemlich strapaziert.
Festlegung von Prozesskosten für das Einholen eines Angebotes dürfte ein
schwieriges Thema sein, würde aus meiner Sicht aber durchaus
interessant sein. Die Kosten hängen ja von vielen Faktoren ab.
Ich hoffe, du hast von anderen bessere Kommentare und Anregungen
erhalten und kannst eine Entscheidung treffen.
Viel Erfolg.
Bernhard

Hallo Stephanie

Uninteressant würde ich dieses Thema absolut nicht sehen. Nur ist die Frage was du alles zur Beschaffung zählst. Die reine Bestelltätigkeit wird für eine Prozesskostenrechnung etwas dürftig werden wobei es hierzu schon sehr viel Material gibt (Bedarf - Bestellanforderung Anfrage/Angebot - Bestellung).
Aber wenn man die Logistik dazuzählt dann wird das ganz schon intensiver.
Diese Frage verstehe ich nicht:
„Wenn Sie der Meinung sind, dass dieses Thema unrelevant ist für den Bereich Einkauf, hat vllt. jemand von Ihnen eine Idee für ein Thema, das für den Bereich Einkauf relevant und auch aktuell ist?“
Geht es dir generell um ein Themas das sich im Einkauf abspielt oder muss es das Thema Prozesskostenrechnung sein. Also mir fällt im neuen Einkauf die schlagworte:

Globales Sourcing
WEB-Internet Portallösungen
Lieferantenbewertung
usw.

lg
Thomas

Oh, mann, Shit, meine zweite verpasste Anfrage und dann auch noch von Dir, sorry.
Ist das Thema noch interessant für Dich, oder too late ? Themen für den Einkauf sind eigentlich immer monetärer Natur, was kann ich wo und wie sparen, oder qualitativer Aussprägung. Dafür sind diese Themen allerdings auch schon mehrfach angefasst, beschrieben etc worden, etwas ausgelutscht…
Schönes Thema ist Lieferantenbewertung/-Qualifizierung (mit SAP), Harmonisierung von dezentralen Einkaufsabteilungen (SAP Enterprise Portal), Frühwarnsysteme (DnB, Creditreform, Abbildung in SAP), oder auch Simulationen (QlikTech): Wie verteuern sich welche Produkte bei einer Materialpreiserhöhung von X, bezogen auf die betroffenen Einzelkomponenten. Auch Vertragsgestaltung kann je nach Unternehmen interessant sein. Oder Bedarfsbündelungen und automatisierte Ausschreibungsverfahren… Das Feld ist weit. Eine ex-Kollegin von mir hat sich mir automatisierten Lagersystemen beschäftigt, war auch gut.
Eigentlich gibt Dir die Firma, in der Du Deine Arbeit schreibst, doch das Thema vor, dass ihnen am meisten auf den Fingern brennt…bei uns war das immer so…

Viel Erfolg, toitoito, ma´assalama
Andreas

Ich komme aus der Einkaufsprozessoptimierung, habe das jahrelang in verschiedenen Unternehmen durchgeführt, und nie (NIE) waren Prozesskosteneinsparungen (in Einkauf) ein Thema, es ging vorrangig immer darum STABILE, dokumentierte Prozesse zu erreichen und vor allem den Reibungsverlust an Schnittstellen zu minimieren.