Einkommensteuer 2004

im Bekanntenkreis ergibt sich folgende Konstellation, deren Gesamtzusammenhang ich ganz interessant finde und den ich interessenhalber gerne verstehen würde:

Ehemann arbeitet ganztags - verdient 88.000,-- p.a.
Ehefrau arbeitet halbtags - verdient 26.000,-- p.a.
.–jeweils Bruttoarbeitslohn

eine vermietete, nicht selbstbewohnte aber lastenfreie ETW bringt nach Afa zusätzliche Einnahmen Ehemann 1.495,-- Ehefrau 1.494,00
Ein Kind- 14 Jahre ist ebenfalls vorhanden –
Der Ehemann wird nach 3, die Ehefrau nach 5 versteuert.
Besondere Werbungskosten oder Vorsorgeaufwendungen bestehen nicht.
Kirchensteuerpflicht bestand bis 11/2004.

Nunmehr ergibt sich im Einkommensteuerbescheid 2004 eine Nachzahlung über cirka 3.000,-- Euro.

Da habe ich mein erstes Verständnisproblem, wie kann das sein- es wurde doch jeweils die entsprechende Lohnsteuer gezahlt.
Sollte dieses durch die dann unglückliche Kombination 3-5 kommen?

In welche Richtung sollte der Bekannte tendieren, um seine Steuerlast zu drücken, ohne jetzt auf langfrsitige Verträge zur Alterssicherung oder irgendwelche Versicherungen zurückgreifen zu müssen?

Gerne sehe ich den Expertenmeinungen entgegen.

die Nachzahlung kommt auch zum Teil aus dein Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, der Rest dann ganz offensichtlich aufgrund der 3/5-Kombination, aufgrund des relativ hohen Gehaltsunterschiedes wird im Endeffekt bei der 3er Klasse zu wenig Lohnsteuer abgeführt.

Was meinst du mit „in welche Richtung tendieren“? Die Wahl der Lohnsteuerklasse?

Hallo Deri,

danke für deine Antwort. Ähnlich habe ich auch schon gedacht.
Hast du Erfahrungen, wie man sozusagen steueroptimiert vorgehen könnte?
Also Steuern sparen kann.
Gibt es da konkret brauchbare Lösungen?

Danke für Tipps.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

In welche Richtung sollte der Bekannte tendieren, um seine
Steuerlast zu drücken, ohne jetzt auf langfrsitige Verträge
zur Alterssicherung oder irgendwelche Versicherungen
zurückgreifen zu müssen?

Gerne sehe ich den Expertenmeinungen entgegen.

hallo,

  • wieder in die kirche eintreten - senkt die einkommensteuer
  • steuerberater konsultieren - sonderausgaben
  • vermietete wohnung renovieren
  • weniger arbeiten
  • schiffsbeteiligung kaufen
  • filmbeteiligung kaufen
  • kind auf privatschule schicken - schulgeld absetzbar
  • miete der vermieteten wohnung senken
  • usw.usw.

…sollte nicht ironisch gemeint sein, aber bei arbeitnehmern ist die sache schwierig mit der steuerlast - versicherungen bringen da bei den angegebenen gehältern gar nix - für steuersparmodelle ist der weg zum steuerberater der beste…

gruß vom inder

Hallo Inder,

vielen Dank, die Tipps helfen schon ein bischen weiter.
Doch wenn du bedenkst, dass hier fast 30.000 Euro im Jahr an Steuern gezahlt werden, ist ein Kircheneintritt oder auch eine Wohnungsrenovierung sicher nicht das gewünschte Instrument. Bezüglich der Film- oder Schiffsbeteilung bin ich etwas skeptisch.
Wenn soll es eine Anlage sein, die auch etwas einbringt.
Der Bekannte möchte so in 2-3Jahren die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit einstellen- dass heisst privatisieren und seinen Hobbies nachgehen.
Das heisst, es ist eine Steueroptimierung für 2-3Jahre gesucht.

Wenn man davon ausgeht, theoretisch könnte man jedes Jahr 30.000.-- Euro sparen, ist das doch sehr wohl ein unrealistischer Ansatz.
Aber gibt es Möglichkeiten, diesen Steuerbetrag in irgendeiner Form einzusparen und davon zu profitieren?

Gerne sehe ich weiteren Tipps entgegen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]