Einkommensteuer selbst machen

Ist es möglich, die Einkommensteurerklärung selbst zu machen oder ist ein Steuerberater unerlässlich. Wo kann ich verwertbare Tipps oder Literaturhinweise erhalten?

Ist es möglich, die Einkommensteurerklärung selbst zu machen

Klar.

oder ist ein Steuerberater unerlässlich.

Solange Du keine Bilanz testieren lassen mußt, kann man auf einen StB verzichten.

Wo kann ich verwertbare Tipps oder Literaturhinweise erhalten?

In der Buchhandlung Deines Vertrauens. Ich würde mir einen Ratgeber in Buchform kaufen und den gründlich durchlesen. Für Detailfragen gibt es hier genügend Fachleute, aber etwas sollte man schon wissen, wenn man hier Fragen stellt.

Servus,

Ist es möglich, die Einkommensteurerklärung selbst zu machen

Ja.

oder ist ein Steuerberater unerlässlich.

Bei „gewöhnlichen“ Arbeitnehmerveranlagungen spielen zwei Dinge eine Rolle: (1) Die Opportunitätskosten der eigenen Freizeit („Was ist es mir wert, X Stunden lang Angeln zu gehen oder Märklineisenbahn zu basteln oder Oper zu hören, statt diese Zeit mit der ESt-Erklärung zu verbringen?“) und (2) der Grenzertrag des eingesetzten Honorars („Wie viel kann der StB für mich herausholen, woran ich nicht gedacht hätte, und welches Honorar setze ich dafür ein?“).

(2) Für sich alleine betrachtet führt in der Regel zu einem negativen Grenzertrag. Die liebsten Mandanten waren mir immer die, die klar sagten „Ich könnts ja irgendwie auch selber probieren, aber dafür ist mir meine unwiederholbare Lebenszeit zu schade.“ Das fällt unter (1).

Wo kann ich
verwertbare Tipps oder Literaturhinweise erhalten?

Grundsätzlich reichen dafür die amtlichen „Anleitungen zur Einkommensteuererklärung“ aus. Die gibts z.B. hier:

http://www.steuerlinks.de/vordrucke-einkommensteuere…

Man kann sich auch eines der handelsüblichen Softwarepakete kaufen. Da ich selber immer mit Elster „pur“ arbeite, kann ich hier keine besonderen Empfehlungen aussprechen. Meine Kollegen von der Technik finden „WiSo Steuer 2008“ ganz scharmant, Kostenpunkt unter 15 €. Mir selber gefallen die handelsüblichen Sachen allesamt nicht so super gut, weil sie ebent jeden Fall standardisieren müssen, um funktionieren zu können, und sich dort, wo es interessant wird, z.B. bereits bei Nichtbeanstandungsgrenzen für Werbungskosten ohne Einzelnachweis, schon knapp an der Grenze der in dieser Form nicht erlaubten steuerlichen Beratung bewegen. - Ich selber finde es schöner, den Sachbearbeitern nicht unbedingt alles auf die Nase zu binden, aber das Erklärte eben so mundgerecht zu servieren, dass keiner der Beteiligten Mühe damit hat. Wie bringe ich das jetzt z.B. in so einem Standardmodell unter, wenn einer auf Dienstreise im Sudan einen (fremdverschuldeten) Autounfall hatte und bei dieser Gelegenheit einiges persönliche Besitztum wie Laptop, Mobiltelefon etc. verloren hat?

Persönlich ganz wenig überzeugt bin ich vom hier immer mal wieder empfohlenen „Konz“: Der hat die - wie ich meine - ganz empfindliche Schwachstelle, dass er den nicht fachkundigen Leser im Unklaren lässt, wo sich seine Hinweise mit der herrschenden Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung decken, also mühelos umzusetzen sind, und wo es sich um Minderheitenmeinungen und auch Dinge handelt, die u.U. gar nicht so gaaanz legal sind, wie es im Titel steht, also Zores, mindestens aber Rattenschwänze an Korrespondenz einbringen können, ohne dass der Leser autonom entscheiden kann, ob er sich darauf überhaupt einlassen will.

Möglicherweise redest Du auch von ganz anderen Einkunftsarten: Im Fall von Einkünften aus Gewerbebetrieb oder freiberuflicher Tätigkeit liegt der Haken aber nicht am Erstellen der Steuererklärungen, sondern an den laufenden Aufzeichnungen und der Überschussrechnung bzw. an FiBu und Bilanz/GuV. Hier täte ich lediglich auf der Grundlage einer „Schnellbleiche“ in FiBu nichts selber machen, nichtmal die banalste Eröffnungsbilanz, sondern den Kram nach draußen geben und dabei von vornherein klären, dass das Ganze ein bissel mehr Aufwand brauchen (und entsprechend was kosten) darf, wenn ich dabei so weit einbezogen werde, dass ich den Kram so bald wie möglich selber übernehmen kann.

Irgendwo zwischen diesen Extremen liegen Einkunftsarten wie Vermietung/Verpachtung, Land- und Forstwirtschaft etc. - da ist es Geschmackssache, wie mans halten will.

Schöne Grüße

MM

Servus,

bloß der Vollständigkeit halber das Krümelchen hierzu:

Solange Du keine Bilanz testieren lassen mußt, kann man auf
einen StB verzichten.

Hier ist in der Regel das Siegel von vBP/WP gefragt und ein StB machtlos.

Schöne Grüße

MM

Hier ist in der Regel das Siegel von vBP/WP gefragt und ein StB machtlos.

Schon klar, aber meiner Meinung nach kann ein interessierter Laie alles „unterhalb“ der testierten Bilanz selber machen, wenn er es will.

hallo
wie hier schon erwähnt wurde kann man mit Elster https://www.elster.de/elfo_home.php
nichts falsch machen,bei fehlender eingabe wird man darauf hingewiesen

Hi,

Schon klar, aber meiner Meinung nach kann ein interessierter
Laie alles „unterhalb“ der testierten Bilanz selber machen,
wenn er es will.

natürlich kann er das, aber ob das Ergebnis richtig bzw. optimal ist, ist nicht sicher.

Das Programm Elster ist kostenlos, bietet aber keine Tipps, was und wie auszufüllen ist. Die kommerziellen Programm helfen da schon eher weiter.

Ich benutze die Steuersparerklärung der Akkademischen Arbeitsgemeinschaft. Als Vorteil betrachte ich, dass die dem PC Programm noch ein dickes Buch über das Steuerrecht beilegen. Bisher habe ich noch keinen Fehler darin gefunden. Die Tipps sind zugunsten des Steuerbürgers, mit klarem Hinweis, wenn die Verwaltungsmeinung abweicht.
http://www.steuertipps.de/?softlinkID=9182&softCache…

Schöne Grüße
C.

Ist es möglich, die Einkommensteurerklärung selbst zu machen

Ja

Wo kann ich verwertbare Tipps oder Literaturhinweise erhalten?

z. B. bei http://www.klicktipps.de/einkommensteuer.php

Gruß JK

Hallo,

Ich benutze die Steuersparerklärung der Akkademischen
Arbeitsgemeinschaft.

Ich auch, und bin doch sehr zufrieden damit.

Bisher habe ich noch keinen Fehler darin gefunden.

Ich schon einen: in der Version 2008. Einen Verlustvortrag, den ich seit Jahren mitschleppe, benutzt die Berechnung des Endergebnisses urplötzlich zur Minderung des zu versteuernden Einkommens. Dabei habe ich keine entsprechenden Veräußerungsgewinne o.ä. Und setze ich den Verlustvortrag dann auf Null, benutzt die Berechnung weiterhin und stur den ursprünglichen Vortrag zur Minderung des zu versteuernden Einkommens.
Ansonsten kann auch ich das Programm empfehlen.

Gruß
Karl

Hi,

Bisher habe ich noch keinen Fehler darin gefunden.

Ich schon einen: in der Version 2008. Einen Verlustvortrag,
den ich seit Jahren mitschleppe, benutzt die Berechnung des
Endergebnisses urplötzlich zur Minderung des zu versteuernden
Einkommens. Dabei habe ich keine entsprechenden
Veräußerungsgewinne o.ä. Und setze ich den Verlustvortrag dann
auf Null, benutzt die Berechnung weiterhin und stur den
ursprünglichen Vortrag zur Minderung des zu versteuernden
Einkommens.

Der dortige Support ist gut. Einfach eine Email mit der Problembeschreibung dorthin schicken. Bisher habe ich sehr engagierte Hilfe bekommen (auch wenn ich nur einen Denkfahler bei der Eingabe der Daten hatte, der Fehler also bei mir lag).

Schöne Grüße
C.