Einladung erhalten- Fragen

Hallo Experten!

Vor einigen Wochen habe ich hier schonmal nachgefragt, wie lange ich auf eine Rückmeldung bzgl. Bewerbungen warten muss:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nun habe ich gestern gesehen, dass die Stelle nochmal ausgeschrieben wurde, und dachte, dass meine Chancen vorbei seien. Also dachte ich mir, kann ich da auch anrufen und nachfragen. Und siehe da: Die Anzeige wurde automatisch geschaltet und man hat mich direkt spontan zum Gespräch eingeladen! *freu* Nun habe ich aber auch jedemenge Fragen:

Ich habe nächste Woche ein erstes Vorstellungsgespräch und dazu noch einige Fragen: (Da ich sooo aufgeregt bin, können manche Fragen evtl. etwas komisch klingen! (o;=)

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum selber zu finden? (Quasi erster Test?!)

  2. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

  3. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit 7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt, oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

  4. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel? (Laut Geschäftsbericht kann sich das Unternehmen das leisten!)Wie setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar, dass ich nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

  5. Eine Frage, die mich mehr als alles andere beschäftigt: Ich bin weiblich, 24 Jahre alt. Bei dem Job gehts darum, dass ich langfristig eine Abteilung aufbauen und in Zukunft auch leiten soll. Für mich stellt das überhaupt kein Problem dar. Aber bei so einer Stellenausschreibung wird doch unwiederruflich die Frage nach meiner Familienplanung kommen. (Ich hab derzeit keine Pläne, kann mir aber vorstellen auch direkt im Fall der Fälle wieder arbeiten zu gehen.)
    Ich weiß, dass diese Frage nicht gestellt werden darf. Ich kenne aber auch genug Personaler, die sagen: „Wir wissen, dass wir Sie das nicht fragen dürfen, aber wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?“
    Was antworte ich dann am besten? Ich will den Job, und ich will ihn garantiert nicht durch diese Frage „verlieren“. Sagt mir bitte eure Personaler-Meinung dazu!

Ok, das war das, was mir im ersten Sturz eingefallen ist. Falls nochwas folgt, werde ich sie hier einfach anhängen.

Danke für eure Antworten!!!

Gruß
Mareike

Hi Mareike,

erstmal herzlichen Glückwein zum Vorstellungsgespräch :wink: Und Punkt zwei: Don’t panic, in den meisten Punkten denkt die Firma für Dich!

Aber der Reihe nach:

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich
    nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum
    selber zu finden? (Quasi erster Test?!)

Überleg nochmal - würde das für eine Firma Sinn machen? Da irren Bewerber ziellos im Haus rum, dringen in falsche Bereiche, sehen „geheime“ Dinge, stören Kollegen, die mit den Bewerbern gar nix zu tun haben? Ausserdem, selbst wenn Du wüsstest, dass Du Dein Gespräch im Raum „Garry Moore“ oder „Personal 007“ hast würde Dir das vermutlich nicht viel helfen.
Üblicherweise haben Firmen eine Rezeption in irgendeiner Form. Das kann vom mürrischen Pförtner über ein Telefon samt Zettel „Hallo Frau Plaudertasche, bitte rufen Sie Herrn Personalmichl auf Tel 123 an“ bis zur aufgetakelten, überfreundlichen Sekretärin hinter einer Theke alles sein. Achja, üblicherweise ist dort noch ein stilles Örtchen, falls Du Bedarf haben solltest :wink:
Dort taperst Du so 3 bis 5 min vor dem Termin hin, sagst „Guten Tag, mein Name ist Plaudertasche, ich hab ein Gespräch bei Ihrerm Herrn Personalmichl. Könnten Sie bitte Bescheid sagen, dass ich da bin?“ Dann kommt Herr Personalmichl angedüst und geleitet Dich elegant zum Raum. Erfahrungsgemäss fragt er Dich während des Weges, ob Du alles gut gefunden hast. Darauf will er hören, dass das - dank der tollen Anfahrsskizze aus dem Internet (bzw. die sie Dir geschickt haben) überhaupt kein bisschen ein Problem war. Eventuell kannst Du auch noch sagen, dass der Stau sich heut in Grenzen gehalten hat oder die Bahn dank des netterweise gesponsorten erste-Klasse-Tickets eine echt angenehme Anreise geboten hat.

  1. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus
    schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben
    werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

Im ersten wird üblicherweise geschaut, ob Du von Deiner Ausbildung, Erfahrungen, Fähigkeiten und evtl. menschlich zu dem Job passt.
Im zweiten geht’s dann mehr um solche Kleinigkeiten wie Kohle, Vertrag, Firmenwagen und so.

  1. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit
    7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt,
    oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

Dass das das erste mal Urlaub nach 7 Jahren ist, interessiert eigentlich im Vorstellungsgespräch niemanden :wink: Ich würde das im Zusammenhang mit der Frage „Wann können Sie denn anfangen?“ ansprechen. Also sowas wie „Ich könnte zum 1.11 beginnen, habe jedoch im Dezember einen dreiwöchigen Urlaub (in wenn’s was interessantes ist) geplant.“ Am besten gleich anbieten, dass eine allfällige Probezeit natürlich gerne entsprechend verlängert werden kann.

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich
    jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel?

Hmm, das kommt mir persönlich eher viel vor. Ist denn im neuen Job mehr Verantwortung, eventuell auch Teamleitung dabei? Kannst Du’s Dir leisten zu pokern? Will sagen, brauchst Du den Job unbedingt oder ist’s nicht das Ende der Welt wenn man Dir sagt „Tja, Frau Plaudertasche, sie passen zwar gut rein aber leider sind Sie uns zu teuer, wir haben jemanden billigeres gefunden.“

nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die
Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

Eben :wink: das ist auch so ein Punkt wo die Firma für Dich mitdenkt. „Heikle“ Themen wie Geld, Urlaub, Gleitzeit und sowas sprechen routinierte Personaler von sich aus an.

Ich weiß, dass diese Frage nicht gestellt werden darf. Ich
kenne aber auch genug Personaler, die sagen: „Wir wissen, dass
wir Sie das nicht fragen dürfen, aber wie sieht es mit Ihrer
Familienplanung aus?“

Sag das genau so wie Du’s in Deinem Posting beschrieben hast :wink: Wahrscheinlich wird man nicht so plump fragen, sondern eher anklingen lassen, dass dem Unternehmen seehr an einer langfristigen Tätigkeit liegt. Und dann kannst Du ja darauf einsteigen :wink:

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Hi,
von Personaler- und Personalberatungsfreunden:
Wer Urlaub auch nur erwähnt im Vorstellungsgespräch - egal ob gebucht oder nicht oder ob der erste im Leben oder was auch immer - ist aus dem Rennen. Genauso wie Urlaub während der Probezeit ein absolutes Tabu ist.
Daher: Den würde ich leider mal verschieben :wink:
LG,
Norah

Hallo Experten!

Hallo Mareike!

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich
    nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum
    selber zu finden?

Anderer Vorschlag: Geh zum Termin hin, 10 Min früher sowieso, und melde Dich am Empfang. Ganz simpel.

  1. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus
    schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben
    werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

Wie beim Superstar-Casting. 1.= noch breite Vorauswahl, 2.= engerer Bewerberkreis, dafür auf der anderen Seite vielleicht noch ein „Entscheider“ mehr. Da wird’s dann halt nochmal ein bisschen detailierter, man verhandelt vielleicht nochmal übers Gehalt, etc. So, dass man schon einen Vertrag aufsetzen könnte. Ein eventuell sogar vorkommendes 3. Gespräch kann dann auch noch mal dazu dienen, Dich dem Betriebsrat vorzustellen und letztlich unterschreiben zu lassen.

  1. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit
    7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt,
    oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

Das würde ich zuerst noch aussen vor lassen, erwähne es frühestens im 2. oder 3. Gespräch, nach dem Mott, „ob die Möglichkeit bestünde…“, aber dränge nicht darauf. Ein Job sollte wichtiger sein, als Urlaub.

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern…
    …Wie setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar,
    dass ich nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte,
    bis die Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

Halte ich für okay, hab grad mal nachgerechnet, hab bisher fünfmal gewechselt, und jedesmal zw. 11 und 45 % mehr durchsetzen können. Warte bis zur Frage, dann nennste die Vorstellung Deines Jahresgehaltes. Je nachdem, wie die ersten Reaktionen sind, kannst Du evtl. durch geschicktes reagieren auf eine Bonus- oder Zulagenregelung hinweisen, je nachdem, wie es mit dem Aufbau Deiner Abteilung klappt.

  1. Familienplanung

Hier kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, vielleicht haben die Personaler noch bessere Tips, aber ich denke, hier würde ich einfach bestimmt und selbstsicher auftreten und sagen, dass Du, wenn Du eine Familie planen würdest, Dich gar nicht erst für die Aufgabe des Aufbaus einer Abteilung beworben hättest, sondern Buchhalterin geworden wärst. Das mit der „kurzen“ Babypause würde ich erst gar nicht erwähnen.

Viele Grüße & viel Glück,

Markus

zum Gehalt

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich
    jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel? (Laut
    Geschäftsbericht kann sich das Unternehmen das leisten!)Wie
    setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar, dass ich
    nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die
    Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

Was ist daran leidig? Gute Leistung will gut bezahlt werden. Ist doch logisch, oder? Selbstbewustsein zahlt sich i.d.R. aus. Wer gut arbeitet, dem muß es doch nicht peinlich sein, einen guten Preis zu bekommen.

Nach meiner unmaßgeblichen Nichtpersonaler-Meinung sind 20% Wechselprämie nicht unüblich. Aber natürlich ist das auch eine Frage von Angebot und Nachfrage. Hast Du starke Konkurrenz? Kannst Du überzeugende Erfolge nachweisen?

Nach meiner Erfahrung sind Gehaltssteigerung leichter durchzusetzen, wenn man bereit ist, das Fixum unverändert zu lassen und die Steigerung ins Variable zu nehmen. Als Risikoprämie gibts dafür dann vielleicht sogar etwas mehr (also statt +15% fix, +20% variabel - oder irgendeine Verteilung dazwischen)

Passe bei der Gehaltsfrage Dein Verhalten Deinem Gegenüber an: Redest Du mit dem Eigentümer kann man i.d.R. vernünftig Verhandeln, redest Du mit dem Leiter M&A ist der wildes feilschen sicher gewohnt, redest Du mit der Personalabteilung sind das seltenst wheeling-and-dealing-Typen, halte Dein Angebot lieber etwas schlichter :wink:

  1. Eine Frage, die mich mehr als alles andere beschäftigt: Ich

    Ich weiß, dass diese Frage nicht gestellt werden darf. Ich
    kenne aber auch genug Personaler, die sagen: „Wir wissen, dass
    wir Sie das nicht fragen dürfen, aber wie sieht es mit Ihrer
    Familienplanung aus?“
    Was antworte ich dann am besten? Ich will den Job, und ich

wenn man Dir ne blöde/unzulässige/etc. Frage stellt, kannst ne blöde/unzulässige/etc. Antwort geben. Wenn sie nach Kindern fragen sag „nicht geplant, bin nur auf Karriere gepolt, habe keinen Freund, bin lesbisch, habe eine Windel-Allergie … (bla bla)“ *klois Späßle* :o) Aber im Ernst: Erzähle was vom Pferd. Wer versucht, anderen eine Grube zu graben möge selbst hineinfallen…

Hallo Mareike,

die Fragen mit dem Urlaub und dem Gehalt würde ich wie folgt angehen:

Ist die Firma groß, haben sie für die einzelnen Jobs verschiedene Einstufungen. Ansonsten ist freies Verhandeln angesagt. Versuche über die Branche etwas rauszufinden. z.B. Chemie, Autobauer, Maschinenbau zahlen sehr gut, dagegen ist Handel, Mode, Dienstleistung eher mau bezahlt.

Mit dem Urlaub würde ich warten, wann die Firma dich haben möchte. Wenn sie sagen zum nächsten ersten gleich, würde ich auf den Urlaub verzichten. Ansonsten kann man sicher nachfragen ob evtl. eine Möglichkeit besteht gleich erst später zu beginnen.

Gruß
nala

Hi Norah,

von Personaler- und Personalberatungsfreunden:

solche hab ich nicht :wink: Dafür habe ich’s aber schon oft erlebt, dass Kollegen in der Probezeit mal für die eine oder andere Woche im Urlaub waren. Auf Nachfragen hab ich dann erfahren, dass man das halt im Vorstellungsgespräch angesprochen hatte und kein Problem war. Aber da reagieren die Firmen sicher sehr unterschiedlich. Und wahrscheinlich ist’s auch ein Unterschied, ob es Mareike nun um einen Urlaub von 1-2 Wochen geht oder um eine längere Auszeit von mehreren Monaten :wink: Wie gesagt, auch da kommt’s natürlich drauf an, wie hoch man um den Job pokern kann und will…

*wink*

Petzi

PS: Meine Firma hatte mich gleich mal 2 Monate später eingestellt, weil ich vorher unbedingt noch nach Australien wollte, war also überhaupt kein Problem. Eher die Aussage „egal wann, Hauptsache Sie kommen überhaupt!“ Aber das ist sicher davon abhängig, wie wichtig man selber für diese Firma ist…

Guten Tag,
diese Erfahrung kann ich so nicht bestätigen. Meinen Resturlaub habe ich einige Male erst nach Abschluß des vorhergehenden Arbeitsverhältnisses nehmen können. Teilweise war dann eben schon der Flug gebucht und ich konnte nicht zum 1. sondern erst zum 4. anfangen.

Diese Info würde ich allerdings erst auf die konkrete Frage „Wann können Sie anfangen?“ weitergeben. Solange es vage bleibt, ob man mich nimmt, solange laviere ich mit Bezeichnungen wie Sommeranfang, Mitte des Monats etc.

PP

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Hallo Mare,

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich
    nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum
    selber zu finden? (Quasi erster Test?!)

Du wirst wahrscheinlich irgendwo an einem Empfang landen.
Dort wirst Du mit einiger Sicherheit abgeholt.

  1. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus
    schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben
    werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

Bei den meisten qualifizierten Stellen werden mindestens zwei Gespräche geführt.
Das erste zum prüfen, ob die Papierform mit der echten grob übereinstimmt, die Persölichkeit grob ins Team passt, die Qualifikation stimmt - Formalkrams eben, aber nett verpackt.

Im Zweiten Gespräch wird es bei uns! dann so gehandhabt, das die KandidatInnen durch die Labore geführt werden, die zukünftigen Kollegen kurze Gespräche mit denne führen, damit die auch einen Eindruck gewinnen und ihren Senf abgeben können (worauf wir recht großen Wert legen!), aber auch tiefer gehende Gespräche mit den gleichgestellten Kollegen und Vorgesetzten geführt werden, um weitergehend zu testen, ob die Person ins Team passt. Dies ist bei uns ein sehr wichtiger Punkt. Unsere Fluktuation ist sehr niedrig und wir sind da einigermaßen stolz drauf.

  1. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit
    7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt,
    oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

Das könnte ein Problem werden.
Wenn der Urlaub so gebucht wurde, daß er in die reguläre Arbeitszeit fällt, wird bei uns erwartet, daß er storniert wird, trotz aller Kulanz, in der Probezeit gibts keinen Urlaub.
Sollte er aber über Weihnachte/Silvester gehen, haben die meisten Firmen mehr oder weniger Betriebsferien, außer Rechnungsknechte, die Jahresabschluss machen und die Wartungsmenschen.
Das wäre auch bei uns kein Problem.

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich
    jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel? (Laut
    Geschäftsbericht kann sich das Unternehmen das leisten!)Wie
    setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar, dass ich
    nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die
    Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

15 % sind durchaus im Rahmen.

  1. Eine Frage, die mich mehr als alles andere beschäftigt: Ich
    bin weiblich, 24 Jahre alt. Bei dem Job gehts darum, dass ich
    langfristig eine Abteilung aufbauen und in Zukunft auch leiten
    soll. Für mich stellt das überhaupt kein Problem dar. Aber bei
    so einer Stellenausschreibung wird doch unwiederruflich die
    Frage nach meiner Familienplanung kommen. (Ich hab derzeit
    keine Pläne, kann mir aber vorstellen auch direkt im Fall der
    Fälle wieder arbeiten zu gehen.)
    Ich weiß, dass diese Frage nicht gestellt werden darf. Ich
    kenne aber auch genug Personaler, die sagen: „Wir wissen, dass
    wir Sie das nicht fragen dürfen, aber wie sieht es mit Ihrer
    Familienplanung aus?“
    Was antworte ich dann am besten? Ich will den Job, und ich
    will ihn garantiert nicht durch diese Frage „verlieren“. Sagt
    mir bitte eure Personaler-Meinung dazu!

Da gibt es keine Patentlösung!
Bei uns wird so was nicht explizit gefragt, auch nicht bei Damen im fortpflanzungsfähigen Alter :wink:
Daß diese ‚Gefahr‘ besteht ist durchaus bewust und einige Herren haben deswegen auch Probleme Frauen in qualifizierte Stellen zu engagieren, aber stell es so dar wie es ist (momentan ungebunden und kein Kinderwunsch).
Entweder man glaubt es oder nicht, Du bist nicht die erste Frau, die sich in dieser Firma vorstellt.

Ok, das war das, was mir im ersten Sturz eingefallen ist.
Falls nochwas folgt, werde ich sie hier einfach anhängen.

Viel Erfolg!!!

Danke für eure Antworten!!!

Bittebitte.

Gandalf

Hallo Gandalf, und alle anderen Antwortenden:

Vielen Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mir zu antworten. Ich gehe jetzt stellvertretend auf Gandalfs Antwort ein.

Hallo Mare,

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich
    nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum
    selber zu finden? (Quasi erster Test?!)

Du wirst wahrscheinlich irgendwo an einem Empfang landen.
Dort wirst Du mit einiger Sicherheit abgeholt.

Ok, ich mache mir also keinen Kopf mehr darum. Da das Unternehmen bei mir quasi die „Ecke-rum“ ist, werde ich es wohl finden, und pünktlich da sein. Ich plane mal 15 Min früher ein.

  1. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus
    schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben
    werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

Bei den meisten qualifizierten Stellen werden mindestens zwei
Gespräche geführt.
Das erste zum prüfen, ob die Papierform mit der echten grob
übereinstimmt, die Persölichkeit grob ins Team passt, die
Qualifikation stimmt - Formalkrams eben, aber nett verpackt.

Im Zweiten Gespräch wird es bei uns! dann so gehandhabt, das
die KandidatInnen durch die Labore geführt werden, die
zukünftigen Kollegen kurze Gespräche mit denne führen, damit
die auch einen Eindruck gewinnen und ihren Senf abgeben können
(worauf wir recht großen Wert legen!), aber auch tiefer
gehende Gespräche mit den gleichgestellten Kollegen und
Vorgesetzten geführt werden, um weitergehend zu testen, ob die
Person ins Team passt. Dies ist bei uns ein sehr wichtiger
Punkt. Unsere Fluktuation ist sehr niedrig und wir sind da
einigermaßen stolz drauf.

Mhm, hatte ich mir auch so ähnlich vorgestellt. Na dann will ich hoffen, dass ich im 1. Gespräch alle schonmal überzeuge! ;o)

  1. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit
    7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt,
    oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

Das könnte ein Problem werden.
Wenn der Urlaub so gebucht wurde, daß er in die reguläre
Arbeitszeit fällt, wird bei uns erwartet, daß er storniert
wird, trotz aller Kulanz, in der Probezeit gibts keinen
Urlaub.
Sollte er aber über Weihnachte/Silvester gehen, haben die
meisten Firmen mehr oder weniger Betriebsferien, außer
Rechnungsknechte, die Jahresabschluss machen und die
Wartungsmenschen.
Das wäre auch bei uns kein Problem.

Ja, er geht über Weihnachten/Silvester. Mhm. Ganz vielleicht werde ich es ansprechen, wenn ich den 2. Termin bekomme und den Vertrag in den Händen halte… Wer weiß. Bis dahin ist ja noch was.

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich
    jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel? (Laut
    Geschäftsbericht kann sich das Unternehmen das leisten!)Wie
    setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar, dass ich
    nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die
    Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

15 % sind durchaus im Rahmen.

Tja, heute stellt sich eine neue Situation ein: Da ich noch nach BAT bezahlt werde, bekommen wir ja ab 1.11. neue Verträge. Wie es bisher aussieht, scheine ich da schon die 15% mehr zu bekommen (+ Weihnachtsgeld, + Einmahlzahlung). Soll ich das einfach dann so in den Raum stellen, alá: „Ab 1.11. würde ich in meinem jetztigen Job X Euro brutto pro Monat plus Zulagen bekommen.“ Und dann die mal machen lassen? (Ich mein, mehr nehm ich ja immer gerne! ;o) )
Ich hasse das Thema. Besonders, weil ich derzeit noch in der Situation bin, dass mein Freund noch nicht fertig studiert hat und uns jeder Euro derzeit gut tut. … Für Anregungen bin ich dankbar…

  1. Eine Frage

Da gibt es keine Patentlösung!
Bei uns wird so was nicht explizit gefragt, auch nicht bei
Damen im fortpflanzungsfähigen Alter :wink:
Daß diese ‚Gefahr‘ besteht ist durchaus bewust und einige
Herren haben deswegen auch Probleme Frauen in qualifizierte
Stellen zu engagieren, aber stell es so dar wie es ist
(momentan ungebunden und kein Kinderwunsch).
Entweder man glaubt es oder nicht, Du bist nicht die erste
Frau, die sich in dieser Firma vorstellt.

Ich habe die Seite von denen nochmal durchforst und festgestellt, dass dort „viele“ junge Frauen in meinem Alter arbeiten. Es wird wohl nicht so schlimm werden.
Meine Idee war zunächst den lieben Gegenüber mit der Gegenfrage zu kontern: „Wie sieht denn Ihre Familienplanung aus?“ Aber ich glaube ich werde nicht ganz so frech werden.

Viel Erfolg!!!

Danke dafür und Danke für die Antworten, die ja recht ausführlich waren!

Gruß
Mareike

Danke für eure Antworten!!!

Bittebitte.

Gandalf

Hallo Mare,

da Du dies nochmal thematisiert hast:

Meine Idee war zunächst den lieben Gegenüber mit der
Gegenfrage zu kontern: „Wie sieht denn Ihre Familienplanung
aus?“ Aber ich glaube ich werde nicht ganz so frech werden.

wollte ich doch mal meine Antwort auf so eine Frage vor 17 Jahren berichten (alle weglesen, die es schon kennen):

P: „Frau y, sie haben eine 10-jährige Tochter. Familienplanung abgeschlossen?“

y: „Das würde ich so nicht sagen. Ich wenn einen Mann finde, der daheim bei den Kindern bleibt, könnte ich mir schon vorstellen, noch eines oder zwei in die Welt zu setzen.“

Stell’ Dir vor, den Job habe ich sogar bekommen, obwohl ich aus dem Gespräch rausging mit dem Gedanken: „Hoffentlich wollen die mich nicht, ich müsste ja auf jeden Fall zusagen, um an Berufserfahrung zu kommen.“

Gruß, Karin

Hi Mareike,

15 % sind durchaus im Rahmen.

Tja, heute stellt sich eine neue Situation ein: Da ich noch
nach BAT bezahlt werde, bekommen wir ja ab 1.11. neue
Verträge. Wie es bisher aussieht, scheine ich da schon die 15%
mehr zu bekommen (+ Weihnachtsgeld, + Einmahlzahlung). Soll
ich das einfach dann so in den Raum stellen, alá: „Ab 1.11.
würde ich in meinem jetztigen Job X Euro brutto pro Monat plus
Zulagen bekommen.“ Und dann die mal machen lassen? (Ich mein,
mehr nehm ich ja immer gerne! ;o) )
Ich hasse das Thema. Besonders, weil ich derzeit noch in der
Situation bin, dass mein Freund noch nicht fertig studiert hat
und uns jeder Euro derzeit gut tut. … Für Anregungen bin ich
dankbar…

hast Du in der Bewerbung irgend eine Zahl genannt?!
Wenn ja, würde ich es dabei belassen.
Es kommt nicht gut, wie auf einem türkischen Basar ums Geld zu feischen.
Manchmal wirst Du auch positiv überrascht wie eine Freundin.
Die hatte in einer winzigen Klitsche ihren ersten (jämmerlich bezahlten) Job und brachte in einem Vorstellungsgespräch ihre Vorstellung vor.
Der Herr gegenüber meinte, daß er sie wohl enttäuschen müßte, für das Geld ginge es nicht, sein Angebot wäre 500,- DM höher :wink:

Meine Idee war zunächst den lieben Gegenüber mit der
Gegenfrage zu kontern: „Wie sieht denn Ihre Familienplanung
aus?“ Aber ich glaube ich werde nicht ganz so frech werden.

Hui, das wäre der Keckheit zuviel :wink:
Nenene, daß läßt Du besser!

Gandalf

Hallo Mare!

  1. Die Dame am Telefon hat mir keinen Raum genannt. Soll ich
    nochmal nachfragen, oder einfach früher da sein um den Raum
    selber zu finden? (Quasi erster Test?!)

Das mit dem Empfang wurde ja schon ausreichend geklärt:wink:

  1. Die Rede war von einem ersten Vorstellungsgespräch. Daraus
    schließe ich, dass ich evtl. mit Glück noch ein 2. haben
    werde. Was wird im ersten und was im 2. Gespräch besprochen?

Weitere Möglichkeit: Es kommt im 2ten Gespräch ein höhere Führungskraft hinzu. Das erste war in jedem Fall nur die Vorauswahl, aufs 2te kommt es mindestens(!) ebenso an.

  1. Ich habe diesen Winter Urlaub fest gebucht (der erste seit
    7 Jahren!). Muss ich darauf verzichten, wenn alles klappt,
    oder steht das auf Verhandlungsbasis? Wann frage ich da nach?

a) Über Weihnachten dürfte es kein Problem sein, Urlaub zu bekommen. Alles andere wird gerade in der Einarbeitung ungern gesehen.
b) Kein Arbeitgeber sieht es gerne, wenn er Urlaubsansprüche aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis übernehmen muss. Du erhälst von Deinem Arbeitgeber vorher eine Urlaubsbescheinigung. Stehen da noch 20 fehlende Tage drauf, dann wird Dein neuer Arbeitgeber sauer:wink: Ich würde an Deiner Stelle den Urlaub im Wechselzeitraum einplanen …

  1. Das leidige Geld. Ich würde gerne 15% mehr fordern, als ich
    jetzt verdiene. Ist das im Rahmen oder zu viel? (Laut
    Geschäftsbericht kann sich das Unternehmen das leisten!)Wie
    setze ich die Forderungen an? Mir ist schon klar, dass ich
    nicht von Geld anfange zu reden, sondern warte, bis die
    Herren/Damen gegenüber das Thema aufgreifen.

Nun ja, fordern kannst Du viel, es kommt auf den Marktpreis an und Deine Stellung auf dem Markt. Wenn Du also in einem vergleichbaren Unternehmensumfeld bleibst und eine vergleichbare Stelle antrittst, dann hielte ich 15% für - sagen wir - mutig, denn der neue AG wird sicher kein entscheidend anderes Gehaltsgefüge haben, wie der alte.
Bewirbst Du Dich vom Kleinunternehmen in einen gutverdienenden Großkonzern ggf. mit mehr Verantwortung, dann mögen 15% auch eher wenig sein.

  1. Eine Frage, die mich mehr als alles andere beschäftigt: Ich
    bin weiblich, 24 Jahre alt. Bei dem Job gehts darum, dass ich
    langfristig eine Abteilung aufbauen und in Zukunft auch leiten
    soll. Für mich stellt das überhaupt kein Problem dar. Aber bei
    so einer Stellenausschreibung wird doch unwiederruflich die
    Frage nach meiner Familienplanung kommen.

Meine Güte, jemand, der eine 24-jährige Frau einlädt, weiß, worauf er sich in Deutschland einlässt. Sehe ich also eher unproblematisch, ich gehe davon aus, dass die Erwartungshaltung hier 3-5 Jahre sind, diese Erwartungshaltung solltest Du halt nicht stören …

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Du
erhälst von Deinem Arbeitgeber vorher eine
Urlaubsbescheinigung. Stehen da noch 20 fehlende Tage drauf,
dann wird Dein neuer Arbeitgeber sauer:wink:

Nö, wird er ganz sicher nicht, weil Urlaub, der einem beim alten AG zusteht und nicht genommen werden konnte, abzugelten ist. Man geht also mit einem „jungfräulichen“ Urlaubskonto in die neue Stelle.

MfG

Danke an alle!
An dieser Stelle möchte ich euch allen nochmal für eure wirklich hilfreichen Tipps danken! Ich gehe jetzt einigermaßen beruhigt und sicher nächste Woche dahin.

Werde mich natürlich auf Firmenebene nochmal schlau machen, damit ich nix wichtiges nicht schon vorher weiß.

Danke und Gruß
Mareike