ich möchte eine Freundin aus Kasachstan nach Deutschland einladen.
Ich habe bis jetzt so etwas noch nie gemacht da der größte Teil meines Freundes-und Bakanntenkreises aus der EU stammt.
Sie ist leider nicht „deutschstämmig“ und ich denke eine Aussiedlerregelung kommt hier also nicht in Frage.
Hat jemand damit Erfahrung und kann mir helfen oder ist das vielleicht sogar das falsche Board?
Also erfahrungsgemäß ist die Sache etwas anstrengend und nervig.
Erkundige dich zunächst einmal bei der deutschen Auslandsvertretung in Kasachstan, was die dort konkret genau wollen.
Jedenfalls wird deine Freundin einen Pass und Krankenversicherung für den gesamten SChengen Raum benötigen.
Dann wirst du eine Verpflichtungserklärung abgeben müssen (dazu gehst du mal am besten zur Ausländerbehörde), in der du dich verpflichtest, für alle Kosten aufzukommen, die der öffentlichen Hand durch den Aufenthalt entstehen können (das kann teuer werden, aber ohne das kriegt man üblicherweise kein Visum).
Mit allen Unterlagen beantragt sie dann ein Visum C (=Touristenvisum) bei der Auslandsvertretungsbehörde.
Dann wirst du eine Verpflichtungserklärung abgeben müssen
(dazu gehst du mal am besten zur Ausländerbehörde), in der du
dich verpflichtest, für alle Kosten aufzukommen, die der
öffentlichen Hand durch den Aufenthalt entstehen können (das
kann teuer werden, aber ohne das kriegt man üblicherweise kein
Visum).
und die setzen ein gewisses mindesteinkommen voraus, damit die genehmigung erfolgen kann m.w.>1,3k€
Was ich schade finde ist daß die Behörden anscheinend immer denken daß wenn eine Ausländerin von außerhalb der EU hierherkommt sie auch gleich hier bleiben möchte. Und sie natürlich kein Geld hat um sich selbst zu versorgen. Und natürlich auch gleich wegen Heirat etc. hierherkommt.
Bei der Freundin von mir sieht der Fall aber anders aus:
Sie ist verheiratet in Kasachstan und zwar glücklich, will einfach mal Deutschland kennenlernen und verdient sogar mehr als ich!!!
Sie will max. 2 Wochen zu Besuch kommen und dann gleich wieder at home zu family. Wohnen will sie eigentlich auch nicht bei mir sondern entweder youth hostel oder Hotel.
Was ich schade finde ist daß die Behörden anscheinend immer
denken daß wenn eine Ausländerin von außerhalb der EU
hierherkommt sie auch gleich hier bleiben möchte. Und sie
natürlich kein Geld hat um sich selbst zu versorgen. Und
natürlich auch gleich wegen Heirat etc. hierherkommt.
Ich weiss nicht, wie alt Du bist und was Du wählst. Aber Dir solte durchaus die generelle dt. bzw. europ. Ausländerpolitik aufgefallen sein. Man denke über die aktuelle Schily-Rhetorik nach oder dem Kompromiss zum Einwanderungsgesetz nach. Und wie die Politiker auf die ‚Mehmet‘ und ‚Kalif von Köln‘- Kampagnen reagieren. Ob man sich da über die Verfahrensweisen auf den Ämtern, die ja v.a. die gesetze bzw. die darauf basierenden Verordnungen umsetzen, wundert ?
Was ich schade finde ist daß die Behörden anscheinend immer
denken daß wenn eine Ausländerin von außerhalb der EU
hierherkommt sie auch gleich hier bleiben möchte. Und sie
natürlich kein Geld hat um sich selbst zu versorgen. Und
natürlich auch gleich wegen Heirat etc. hierherkommt.
Ich weiss nicht, wie alt Du bist und was Du wählst. Aber Dir
solte durchaus die generelle dt. bzw. europ. Ausländerpolitik
aufgefallen sein. Man denke über die aktuelle Schily-Rhetorik
nach oder dem Kompromiss zum Einwanderungsgesetz nach. Und wie
die Politiker auf die ‚Mehmet‘ und ‚Kalif von Köln‘- Kampagnen
reagieren. Ob man sich da über die Verfahrensweisen auf den
Ämtern, die ja v.a. die gesetze bzw. die darauf basierenden
Verordnungen umsetzen, wundert ?
Ich wundere mich nicht und ich habe viel im Ausländerrecht in der Praxis gearbeitet. Das Problem ist, dass sich Beamte, die sich weniger um das Gesetz scheren und alle Ausländer grundsätzlich als Gefahr ansehen (was nach der Rechtslage, obwohl die restriktiv ist, nicht der Fall ist) politisch gedeckt fühlen. Viel zu oft kann man sich da erst mit der „Brechstange“ oder besser gesagt mit Rechtsmitteln durchsetzen. Dass dazu die meisten Ausländer nicht in der Lage sein können ist klar. Weiters sind Auslandsvertretungsbehörden weit weg von zu Hause - meine Praxiserfahrung zeigt daher, dass sich viele (nicht alle) Auslandsvertretungen um das Gesetz überhaupt nicht kümmern, wenn es um Visa geht.