Einlagensicherung?

Hallo,

Hm, der Warenkorb hat nichts mit dem Wert des Geldes zu tun,
sondern mit der Wertenwicklung.

Ja, mein ich doch.
Aber wo ist in diesem System der echte Gegenwert für
Papier?SOlange der nicht da sit, bleibt es im Krisenfall nur
Papier.
WIr sollten beim argumentieren nicht vergessen, wie
grundsätzlich (!) verschieden unsere STandpunkte sind.
Da ist dann jetzt auch bald der Punkt, wo man das einfach mal
so stehen lassen sollte, am besten in gegenseitiger Offenheit.

damit hätte ich kein Problem, wenn Du nicht auf der Goldsache herumreiten würdest. Gold hat genau den Wert, den Papier auch hat, nämlich den, den ihm Menschen beimessen.

Nein, Inflation. Für Hyperinflation braucht man was anderes
als ein paar hundert Milliarden, die in Rauch und Trümmer
umgesetzt werden.

Du bist der Fachmann.
Am Ende wird die Inflation das System kippen.Dsa meine ich.

Wie gesagt: Davon spricht die Welt schon seit gut 20 Jahren.

Und wieder: wer hinter einer Situation auf diese Situation
zielgerichtete Aktivitäten vermutet, begibt sich in den
Bereich der Verschwörungstheorien.

„Verschwörungstheorie“ ist auch so ein Totschlagargument.

Das Wort ist gleichgültig. Mir geht es nur darum, daß Menschen aus mir unklaren Gründen regelmäßig anfangen, über geheime Mächte zu fabulieren, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Manchmal passieren Dinge aber einfach, ohne daß jemand ode reine Gruppe einen Zweck verfolgt. Wer sich auf die geheimen Mächte beruft, macht es sich schlichtweg leicht, indem er ignoriert, daß manche Dinge eben einfach so passieren. Letzten Endes ist das nur eine andere Form der Religion und ein Zeichen von Schwäche und Unsicherheit.

DAs Unwort, geistig unkorrekt…
Egal, es ist wirklich gleich, ob man konkrete Personen oder
Organisationen (man sehe sich nur einmal die Entstehung und
Zusammensetzung der fed an)

Das ist genau das, was ich meine.

Aber mit dem Totschöagargument hast Du noch nicht beantwortet,
was ich in dem Absatz geschrieben hatte,

Da Du immer wieder in alle möglichen Richtungen abdriftest, weiß ich nicht, was Du jetzt damit meinst.

Es entstand eine klassische Blase, die genauso klassisch
platze. Alles nichts besonderes, wenn die Blase einerseits
nicht so unglaublich groß gewesen wäre und andererseits die
Risiken nicht gebündelt, verpackt und weiterverkauft worden
wären, bis keiner mehr genau wußte, wo sie waren. Die
Ratingagenturen waren dabei natürlich auch keine große Hilfe.

Und was hat Greenspan da geflickt?
Das System war von Grund auf auf Sand gebaut, natürlich muss
man dann weiterflicken, will man systemimmanent bleiben woran,
und das behaupte ich ganz verschwörerisch lächelnd eine ganz
bestimmte Szene großes Intersse hatte.

Aha.

Oder, für Dich erträglicherer Alternativansatz, Versagen des
Kollektiv, ein einmal auf Sand gebautes HAus immer wieder für
viel Geld zu reparieren, bis es am Ende doch kracht.

Da fällt mir ein gewisser Heiko Thieme ein, der ungefähr seit 1723 alle paar Tage den großen Absturz der Börse vorhersagt. Alle fünf bis zehn Jahre hat er dann natürlich recht gehabt und klopft sich wie ein Wackeldackel auf die Schulter. Daß er zwischendurch viele Jahre Kursanstieg verpaßt hat, fällt ihm in dem Moment irgendwie nicht ein.

Randfrage, immer noch, die Konsumkredite auf die nicht
abbezahlten Häuser.

Das war nicht nur fahrlässig, das war verbrecherisch, das
zuzulassen und die Leute zu ermuntern, die aufzunehmen.
Ich habe das in GB jahrelang miterlebt, wie einem die Kredite
geradezu in den A… geschoben wurden, wenn man nicht laut
newin gebrüllt hat.

Klar, und wenn man der vierköpfigen Familie das Geld nicht leiht, das sie braucht, um ein Auto zu kaufen, damit der Vater wieder zur Arbeit fahren kann, ist die Bank kleinlich, unfähig und mindestens genauso verbrecherisch.

Wenn die Menschen so blöd sind, Geld zu leihen, das man ihnen aufdrängt, sind sie selber schuld und wenn sie es ausgeben, ohne ein entsprechendes Einkommen zu haben, sind sie mindestens genauso blöd.

Nebenbei hat man bei vielen der problemaitschen Kredite gerade nicht auf das Einkommen abgestellt, sondern auf die steigenden Häuserpreise. Ob das so klug war, sei dahingestellt, aber so fahrlässig, wie heute alle tun, war das aus damaliger Sicht nicht.

Es ist nicht absurd, aber auch nicht schlagend. Jemand, der
Golf kaufen will und dessen Kreditinstitut ihm das Zeug nicht
verkaufen kann, wird nicht auf einmal anfangen, mit Derivaten
zu handeln.

Genauso wie die wenigsten Institute heute noch nennenswerte
Sortenbestände halten, bunkert man nicht Gold in Hoffnung
darauf, daß mal ein Kunde ein paar Gramm kaufen will.

Jaja, aber das ist eben nur die halbe Wahrheit.

Ich frage mich gerade, woher Du weißt, was die ganze Wahrheit ist.

Hier mal ein link, vielelicht hast Du das schon gelesen.

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A18…

Der Text könnte auch aus dem vorletzten Jahrhundert stammen. Das sind Allgemeinplätze wie sie in jeder Krise zu hören sind. Frei nach dem Motto: „die Jugend von heute“ oder „früher war alles besser“.

Was mich am allermeisten interessieren würde:
Wie beurteilst Du das staatliche Flickwerk, das gerade wieder
alle so schön beruhigt?

Es beruhigt alle schön und wird seine Wirksamkeit beweisen müssen. Mit 700 Mrd. wird man aber erst einmal das gröbste auffangen können. Was die langfristigen Folgen angeht wird man abwarten müssen.

Gruß
Christian