Einlagensicherung?

Hallo,

bei der Krise macht man sich seine Gedanken.
Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?
Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

Sind diese Gelder sicher?

Danke!
Sebastian

Hi,

Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?

https://www.1822direkt.com/1822central/cms/faq0.jsp#…

Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

https://www.dresdner-privat.de/fb/all/hinweise/wicht…

Gefunden mit google, Zeitaufwand ca. 30 Sekunden. Und wie kommst du sonst so durchs Leben?

Gruß
Nils

Hallo

alles ist siiiescher,tönt es auf jedem Fernsehkanal, also mal die Kiste anschmeissen:wink: und in die AGBs der Bank gucken…

Hallo,

bei der Krise macht man sich seine Gedanken.
Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?
Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

Sind diese Gelder sicher?

Danke!

büdde

Sebastian

der Mikesch

Hallo,
sollte es wirklich richtig losgehen, würde ich keiner Internet-Bank mehr vertrauen! Ob die dann noch erreichbar sind?
Lieber auf die Sparkasse, die haben wenigstens noch einen Schalter, wo ich Geld evtl. noch rechtzeitig abheben kann!
Einlagensicherungsfonds in Ehren - aber wenn´s richtig kracht!? Vielleicht kommt dann irgendwann mal Geld…aber wann!?

Gruß cooler und ganz speziell an D.B. (zur Erinnerung an Prognose 2007)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

bei der Krise macht man sich seine Gedanken.
Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?
Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

Sind diese Gelder sicher?

tja, hättest Du die Frage vor einem Jahr gestellt, hätte die Antwort ohne wenn und aber gelautet, daß die Gelder sicher sind, weil sie bei diesen Instituten durch den Einlagensicherungsfonds des BdB (Dreba) und die anderen Sicherungssysteme (1822) abgesichert sind (mehr zu dem Thema: FAQ:2682) und zwar in voller Höhe und ohne Selbstbehalt des Kunden.

Nun sind aber die Einlagensicherungssysteme darauf ausgelegt, die Kundengelder für den Fall einer einzelnen Institutspleite abzusichern. In der Vergangenheit hat das auch ganz prima geklappt, weil nur kleinere Institute zusammengeklappt sind und natürlich auch nicht das gesamte Vermögen der Kreditinstitute verschwunden war. Die Sicherungssysteme (in der Vergangenheit immer nur der Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes) mußten daher nur kleinere Beträge ausbringen.

Die Frage ist nun, ob die Sicherungssysteme einer Pleitewelle standhalten könnten, wie sie die USA gerade erleben. Dort gerät die staatliche Einlagensicherung mittlerweile durchaus ins Schlingern:
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:H…

Vorweg: von einer derartigen Pleitewelle sind wir in Deutschland weit entfernt.

Die deutschen Einlagensicherungssysteme werden im wesentlichen durch ihre Mitgliedsinstitute getragen. Deren jährlicher Beitrag bemißt sich nach der Größe definierter Bilanzpositionen. So der erhält Einlagensicherungsfonds jährlich Beiträge von einigen hundert Mio. Euro. Nun verwalten aber die deutschen Kreditinstitute Kundenguthaben von rd. 3 Billionen Euro und ein einzelnes größeres Kreditinstitut bringt es leicht auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

Demzufolge gab es schon Anfang des Jahres angesichts der durchaus nicht unwahrscheinlichen Pleite der IKB Überlegungen, ob denn die deutsche Einlagensicherung einem größeren Ausfall gewachsen wäre:
http://www.welt.de/welt_print/article1729085/Die_Tue…

Gruß
Christian

Hallo

Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

Ohje,die Dresdener gibt es nicht mehr und die Aktien der Commerzbank fallen in den Keller,ich sehe schwarz :wink:

Sind diese Gelder sicher?

Was ist in der heutigen Zeit noch sicher ???
Nur eins ist sicher…das jeder irgendwann sterben muß

Danke für diese ehrliche und realistische Stellungnahme.
Meine Folgefrage wäre, wenn Du magst, gibt es nicht schon Institute, die aufgrund mangelnder Involviertheit in fadenscheinige Geschäfte seriöser, soll heissen, sicherer da stehen, als andere?
Sparkassen zum Beispiel?
Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie weit können die mit rein gerissen werden?

Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für ehrliche und realistische Worte, und es wundert mich ein wenig, dass die Krise, von der sogar ich, die eigentlich null Ahnumng hat, schon vor Monaten geredet und auf die ich mich vorbereitet habe, so wenig Beachtung findet, auch hier, macht sich denn kaum einer Gedanken, was auf uns alle zu kommt?

Gruß,
Zahira

Danke für diese ehrliche und realistische Stellungnahme.
Meine Folgefrage wäre, wenn Du magst, gibt es nicht schon
Institute, die aufgrund mangelnder Involviertheit in
fadenscheinige Geschäfte seriöser, soll heissen, sicherer da
stehen, als andere?
Sparkassen zum Beispiel?

In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die Gemeinde.

Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
weit können die mit rein gerissen werden?

Ich möchte an der Stelle klarstellen, daß ich nicht davon ausgehe, daß deutsche KI in dem Maße betroffen sind wie es amerikanische Institute sind. Davon auszugehen, daß - wie von der Politik behauptet - das deutsche Finanzsystem vollkommen von den internationalen Finanzsystemen abgekoppelt ist, ist allerdings auch fahrlässig.

Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für ehrliche und
realistische Worte, und es wundert mich ein wenig, dass die
Krise, von der sogar ich, die eigentlich null Ahnumng hat,
schon vor Monaten geredet und auf die ich mich vorbereitet
habe, so wenig Beachtung findet, auch hier, macht sich denn
kaum einer Gedanken, was auf uns alle zu kommt?

Och, ich habe vor über einem Jahr vorhergesagt, daß uns die größte Finanzkrise seit Jahrzehnten droht. Damals habe ich auch erwähnt, daß ich mich von allen WP-Positionen getrennt habe und nur noch kurzfristigen Handel betreibe. Dafür wurde ich - vorsichtig formuliert - belächelt.

Gruß
Christian

„In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil
für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die
Gemeinde.“

Danke, das wollte ich wissen.
Es liegt ja an uns allen und unserer Verantwortung, welchem Institut wir unsere materiellen Werte anvertrauen, und auch, welche Form des Umganges damit, letztendlich sogar, welche Ethik wir mitmachen.
Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
weit können die mit rein gerissen werden?

„Ich möchte an der Stelle klarstellen, daß ich nicht davon
ausgehe, daß deutsche KI in dem Maße betroffen sind wie es
amerikanische Institute sind. Davon auszugehen, daß - wie von
der Politik behauptet - das deutsche Finanzsystem vollkommen
von den internationalen Finanzsystemen abgekoppelt ist, ist
allerdings auch fahrlässig.“

So nehme ich es auch wahr.
Die bange Frage ist, wie weit die Verstrickung am Ende geht.
Kracht der Dollar, was sicherlich andere Ursachen noch haben wird, als nur subprime, könnte es einen Tsunami geben.
Dann wird sich zeigen, welche Werte mehr als nur Papier und heisse Luft sind.Und, welche Ethik hinter ihnen steht.
Das ist meine Laienbefürchtung, die ich aus anderen Quellen, als vorrangig wirtschaftlichen Kenntnissen gewonnen habe.

„Och, ich habe vor über einem Jahr vorhergesagt, daß uns die
größte Finanzkrise seit Jahrzehnten droht. Damals habe ich
auch erwähnt, daß ich mich von allen WP-Positionen getrennt
habe und nur noch kurzfristigen Handel betreibe. Dafür wurde
ich - vorsichtig formuliert - belächelt.“

Ja, da bin ich auch gelandet.
Und vor allem „echte“ , unzerstörbare Werte wie Edelmetalle gehören zu den Dingen, die Gelassenheit erhöhen. Zumindest bei mir.
Gold z.B. ist freilich ein Wert, den jene, die mit Heuschreckendenken reich geworden sind, dazu gehören leider viele Banken und den die Regierungen nicht gerne in unseren Händen sehen.

Pervertiert wird so ein Setzen auf reale Werte aber natürlich auch gleich wieder, so ist für mich die Spekulation mit Nahrungsmitteln eine völlig unfassbare Sache, hier mal wieder ein Punkt, in dem Regierungen versagen, und sich das schlimme Ausmaß der Krankheit, an dem die schöne freie Marktwirtschaft leidet, offenbart.

Danke für Deine offenen Antworten.
Es sollte angefangen werden, über diese Dinge geredet zu werden, wenn sie uns nicht mitreissen sollen.
Ohne in Panik zu verfallen, aber mit der Bereitschaft zu einer gewissen Frustrationstoleranz.

Der nun in den USA zu befürchtende Wahlausgang ist besorgniserregend, und wird uns zeigen, wie ein Volk, das die Augen zu macht und lieber bei den alten, schon lang nicht mehr wirksamen, Sicherheiten bleibt in den Zeiten der Globalisierung eine ganze Welt nah an den Abgrund bringen kann.

Gruß!
Zahira

PS, ich sehe gerade, dass eine Insolvenz von AIG abgewendet worden ist dadurch, dass staatlich mal wieder rein gepumpt wurde.
Also, wer jetzt immer noch nicht aufwacht und seine Schäfchen in den Stall treibt kann wirklich nicht sagen, er sei nicht mehrfach vorgewarnt worden…

Hallo,

Es liegt ja an uns allen und unserer Verantwortung, welchem
Institut wir unsere materiellen Werte anvertrauen, und auch,
welche Form des Umganges damit, letztendlich sogar, welche
Ethik wir mitmachen.

ich hoffe, Du meinst damit nicht, daß die Sparkassen ethischer handeln als andere Institute.

Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
weit können die mit rein gerissen werden?

Nur ein Beispiel auf die schnelle:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versi…

So nehme ich es auch wahr.
Die bange Frage ist, wie weit die Verstrickung am Ende geht.
Kracht der Dollar, was sicherlich andere Ursachen noch haben
wird, als nur subprime, könnte es einen Tsunami geben.

Wo soll der Dollar hinkrachen? Er steht schon jetzt sehr niedrig und ist dabei auch unterbewertet.

Ja, da bin ich auch gelandet.
Und vor allem „echte“ , unzerstörbare Werte wie Edelmetalle
gehören zu den Dingen, die Gelassenheit erhöhen. Zumindest bei
mir.
Gold z.B. ist freilich ein Wert, den jene, die mit
Heuschreckendenken reich geworden sind, dazu gehören leider
viele Banken und den die Regierungen nicht gerne in unseren
Händen sehen.

Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon, daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle Anlageform halte.

Pervertiert wird so ein Setzen auf reale Werte aber natürlich
auch gleich wieder, so ist für mich die Spekulation mit
Nahrungsmitteln eine völlig unfassbare Sache, hier mal wieder
ein Punkt, in dem Regierungen versagen, und sich das schlimme
Ausmaß der Krankheit, an dem die schöne freie Marktwirtschaft
leidet, offenbart.

Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft. Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld.

Der nun in den USA zu befürchtende Wahlausgang ist
besorgniserregend, und wird uns zeigen, wie ein Volk, das die
Augen zu macht und lieber bei den alten, schon lang nicht mehr
wirksamen, Sicherheiten bleibt in den Zeiten der
Globalisierung eine ganze Welt nah an den Abgrund bringen
kann.

Der in den USA zu erwartende Wahlausgang ist letztlich auch ein „selber Schuld“-Problem wie ich es ja weiter oben schon für die Kleinanleger formulierte. Einfach nur mit der Gesamtsituation unzufrieden zu sein, ist für eine Veränderung nicht ausreichend. Im Falle des in den USA zu erwartenden Wahlergebnisses hilft es ungemein, sich als Wähler registrieren zu lassen und wählen zu gehen.

PS, ich sehe gerade, dass eine Insolvenz von AIG abgewendet
worden ist dadurch, dass staatlich mal wieder rein gepumpt
wurde.
Also, wer jetzt immer noch nicht aufwacht und seine Schäfchen
in den Stall treibt kann wirklich nicht sagen, er sei nicht
mehrfach vorgewarnt worden…

Tja, das sehen die Märkte anders. Ich habe mich auch schon letzte Woche gefragt, was daran positiv sein soll, daß der Staat die zwei großen Immobilienbuden mit 200 Mrd. USD unterstützt und kontrolliert. Ich deute solche Vorgänge als Alarmzeichen wie auch schon die übers Knie gebrochene Zinssenkung vor einem Jahr aber wie gesagt: die Märkte sehen das anders.

Gruß
Christian

In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil
für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die
Gemeinde.

Ist das nicht vor ein paar Jahren auf Druck der EU abgeschafft worden? Oder ist im Moment eine Übergangsphase?

Grüße,
Sebastian

In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil
für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die
Gemeinde.

Ist das nicht vor ein paar Jahren auf Druck der EU abgeschafft
worden? Oder ist im Moment eine Übergangsphase?

Sowohl als auch. Verbindlichkeiten mit Laufzeiten bis 2015, die bis Juli 2005 eingegangen wurden, unterliegen noch der Gewährträgerhaftung. Ein heute eingezahltes Guthaben unterliegt damit nicht mehr der Gewährträgerhaftung. Da sich die betreffenden Institute bis 2005 günstig zu AAA-Konditionen mit Kapital vollgesogen haben, das natürlich noch der Gewährträgerhaftung unterliegt, haben die Gewährträger natürlich ein enormes Interesse daran, daß das Institut nicht umfällt, auch wenn man für weite Teile der Kundengelder nicht mehr haftet.

Das dürfte ein Grund dafür sein, warum man die ein oder andere Landesbank ums Verrecken nicht umfallen lassen kann. Ich meine bei der WestLB haftet das Land noch für noch rd. 50 Mrd.

Die Abschaffung der Gewährträgerhaftung ist, so sehr ich sie auch begrüße, übrigens auch der Grund dafür, daß sich die Landesbanken so stark im Subprime-Segment engagiert haben: man hat sich vor Ende der Gewährträgerhaftung mit billigem (d.h. zu AAA-Konditionen) Kapital vollgesogen, das irgendwie wieder angelegt werden mußte und zwar am besten risikolos. Kein anderer Markt als der US-Markt war für die aufgenommenen Beträge groß genug. So konnte man billiges Geld risikolos anlegen und dabei noch klotzig verdienen.

Aber das nur nebenbei. Zusammenfassend: Du hast natürlich recht, daß die Gewährträgerhaftung abgeschafft ist bzw. sich die Sache in einer Übergangsphase befindet. Faktisch gibt es sie aber aufgrund der oben dargestellten Zusammenhänge aber noch. Ich hätte aber genauer formulieren sollen. Danke für den Hinweis.

Gruß
Christian

P.S.
Darüber hinaus gibt es aber so oder so noch eine umfangreiche Absicherung im Sparkassensektor: FAQ:2682 bzw. http://www.sparkasse.de/s_finanzgruppe/haftungsverbu…

Nachtrag
Hallo,

ergänzend zu meinen bisherigen Ausführungen in diesem Artikelbaum, ganz frisch diese Meldung:
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:L…

Gruß
Christian

Hallo Christian!

ich hoffe, Du meinst damit nicht, daß die Sparkassen ethischer
handeln als andere Institute.

Vermutlich nicht, nein.Nachdem ich Deine andere Antwort zu den Sparkassen gelesen habe, schon gar nicht mehr.

Wo soll der Dollar hinkrachen? Er steht schon jetzt sehr
niedrig und ist dabei auch unterbewertet.

Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.
Dass Dollars gedruckt werden,um u.A. Kriege zu finanzieren ist doch auch kein Geheimwissen mehr.
So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
Gefallen hat mir seit langem schon die hübsche Geschichte wie die Franzosen seinerzeit versucht haben, das Ganze anzugehen, indem sie Dollars gegen Gold getauscht haben und zudem das Gold physisch haben wollten, in Frankreich.

Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft, Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten, das flog auf, und da stehen wir nun.

Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten Zusammenbruch.

.

Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn
Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon,
daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle
Anlageform halte.

Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei ihnen kauft, genau einmal.
Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur kurzen Spekulation.
Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.

Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz lang genug verboten war, weil der natürlich die Frage nach dem realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem Ganzen.
Ich weiss, dass das alles in Bankenkreisen großteils belächelte Argumente sind, aber spätestens, seit mir das AUsmaß der kommenden Krise deutlich geworden ist, und vor allem, seit ich sogar m Gespräch mit Bankern und freien Beratern in der Wirtschaft immer öfter höre, dass sie es ganz genau ebenso sehen, hab ich gedanklich und real das System verlassen und kann dazu nur jeden ermutigen, der immer noch glaubt, das wird jetzt nicht schmerzhaft werden, was gerade erst angefangen hat.

Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist
Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft.
Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen
verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für
Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld.

Regulation von Angebot und NAchfrage ist etwas anders, als gezieltes Spekulieren und Hoffen auf fette kurzfristige Gewinne, während eben aus diesem Denken und HAndeln heraus Hunegr aufgrund nicht mehr ausreichend erwerbbarer Grundnahrungsmittel entsteht.
Viel war in der letzten Zeit über Reis zu lesen.

Der in den USA zu erwartende Wahlausgang ist letztlich auch
ein „selber Schuld“-Problem wie ich es ja weiter oben schon
für die Kleinanleger formulierte. Einfach nur mit der
Gesamtsituation unzufrieden zu sein, ist für eine Veränderung
nicht ausreichend. Im Falle des in den USA zu erwartenden
Wahlergebnisses hilft es ungemein, sich als Wähler
registrieren zu lassen und wählen zu gehen.

Oder wenn manche das wählen lieber liessen…

Tja, das sehen die Märkte anders. Ich habe mich auch schon
letzte Woche gefragt, was daran positiv sein soll, daß der
Staat die zwei großen Immobilienbuden mit 200 Mrd. USD
unterstützt und kontrolliert. Ich deute solche Vorgänge als
Alarmzeichen wie auch schon die übers Knie gebrochene
Zinssenkung vor einem Jahr aber wie gesagt: die Märkte sehen
das anders.

Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt, Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich entwickelt.

Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema, z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?

Viele Grüße,
Zahira

Hallo,

Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon
erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.

die zu dem Zeitpunkt schon eine Besonderheit an sich war. Der Wert des Geldes wird nicht in Dollar ausgedrückt sondern in dem, was man dafür kaufen kann. Der Glaube an Gold als einzig wahren Wert scheint irgendwie noch aus den Urzeiten zu stammen, in denen der steinzeitliche Mensch begeistert alles einsteckte, was glänzte.

Dass Dollars gedruckt werden,um u.A. Kriege zu finanzieren ist
doch auch kein Geheimwissen mehr.

Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt. Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so ziemlich das gleiche: weg ist weg.

So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.

Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.

Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft,
Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten,
das flog auf, und da stehen wir nun.

Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben hat.

Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
Zusammenbruch.

Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.

Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn
Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon,
daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle
Anlageform halte.

Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei
ihnen kauft, genau einmal.
Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur
kurzen Spekulation.
Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem
Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.

Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in der Lagerung.

Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
lang genug verboten war,

Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.

weil der natürlich die Frage nach dem
realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
Ganzen.

Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die Illuminaten auftauchen, bin ich raus.

Ich weiss, dass das alles in Bankenkreisen großteils
belächelte Argumente sind, aber spätestens, seit mir das
AUsmaß der kommenden Krise deutlich geworden ist, und vor
allem, seit ich sogar m Gespräch mit Bankern und freien
Beratern in der Wirtschaft immer öfter höre, dass sie es ganz
genau ebenso sehen, hab ich gedanklich und real das System
verlassen und kann dazu nur jeden ermutigen, der immer noch
glaubt, das wird jetzt nicht schmerzhaft werden, was gerade
erst angefangen hat.

Dem, was Du hier als System bezeichnest, wirst Du Dich nicht entziehen können, außer wenn Du in den Wald ziehst und dort Jägerin und Sammlerin wirst.

Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist
Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft.
Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen
verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für
Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld.

Regulation von Angebot und NAchfrage ist etwas anders, als
gezieltes Spekulieren und Hoffen auf fette kurzfristige
Gewinne, während eben aus diesem Denken und HAndeln heraus
Hunegr aufgrund nicht mehr ausreichend erwerbbarer
Grundnahrungsmittel entsteht.

Wie gesagt: das gibts seit Jahrtausenden. Jeder, der Waren hat, die andere haben wollen, versucht den höchsten Preis zu erzielen und das gilt für alle Waren. Wie weit man dabei geht, ist eine moralische Frage, die jeder für sich selbst klären muß(te). Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem Orangensaft zu verdienen.

Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
entwickelt.

Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.

Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema,
z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle
noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?

Das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es Ignoranz oder der Zweifel daran, daß mal etwas so richtig schieflaufen kann. Die Weltwirtschaftskrise ist ja schon solange her, daß sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen möchte oder kann, daß sich ähnliches wiederholt oder gar schlimmeres möglich ist.

Gruß
Christian

Hallo,

Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon
erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.

die zu dem Zeitpunkt schon eine Besonderheit an sich war. Der
Wert des Geldes wird nicht in Dollar ausgedrückt sondern in
dem, was man dafür kaufen kann. Der Glaube an Gold als einzig
wahren Wert scheint irgendwie noch aus den Urzeiten zu
stammen, in denen der steinzeitliche Mensch begeistert alles
einsteckte, was glänzte.

Irgendeinen Bezugswert braucht ja eine Währung, wenn sie fundiert funktionieren soll, da sind wir uns schon einig.

Da erscheint mir Gold doch seriöser, weil eben über eine ganze Menschheitsentwicklung erprobt und als gut befunden, als willkürliche Warenkörbe, deren Zusammensetzung fragwürdig ist.
Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken, solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen.

Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt.
Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden
finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit
in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und
Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so
ziemlich das gleiche: weg ist weg.

Die Geldmenge wird erhöht, ob gedruckt, oder virtuell, ohne , dass ein Gegenwert rumliegt,z.B. Gold.
Macht am Ende Hyperinflation.
Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert, solange der Dollar Leitwährung bleibt.

So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.

Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir
importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.

Würden wir nicht importieren, wenn Öl in Euro abgerechnet würde.

Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft,
Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten,
das flog auf, und da stehen wir nun.

Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da
bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am
Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer
ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen
niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern
die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben
hat.

Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten basierten.
Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich hinter diesen beiden Täuschungen?

Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
Zusammenbruch.

Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.

Aus so vielen, dass er wahrscheinlich wird.

Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei
ihnen kauft, genau einmal.
Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur
kurzen Spekulation.
Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem
Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.

Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in
der Lagerung.

Du wirst aber schon verstehen, dass das Argument, die Banken verdienen an regelmäßigen Umsätzen einfach viel besser, als an einem Edelmetall,das nicht spekulativ genutzt wird, sondern zur Wertabsicherung, nicht wirklich absurd ist??
Der Grund mit der Lagerung leuchtet mir selbstverständlich schon auch ein.
Meist sind es viele Duínge, die zusammenspielen.

Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
lang genug verboten war,

Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu
stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil
der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei
jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich
nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem
vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.

Und vor allem, so viel Gold nicht vorhanden war.
MAn wollte also damals schon ein in sich instabiles, auf Sand gebautes System stabilisieren
Und weil man das über viele Jahrzehnte immer wieder irgendwie geflickt hat, sind wir jetzt da, wo wir sind.

weil der natürlich die Frage nach dem
realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
Ganzen.

Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung
Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die
Illuminaten auftauchen, bin ich raus.

Christian, diese Gedanken, insbesondere die Richtung mit „den Juden“, könnte ich fast als beleidigend empfinden, wenn ich da empfindlich wäre.

Nein, Verschwörungstheorien dieser Art sind Ausgeburten menschlicher Ängste, deren Inhaber ihr Inneres in ein vermeintlich feindliches Aussen projizieren, und schaden der ernsthaften Diskussion, die wichtig und ernst genug ist, um ohne sowas auszukommen.
Die echten Bedrohungen reichen völlig aus, um sich drum zu kümmern und aus dem Tiefschlaf aufzuwachen, siehe ganz unten auch Deine Antwort auf meine letzte Frage.

Dem, was Du hier als System bezeichnest, wirst Du Dich nicht
entziehen können, außer wenn Du in den Wald ziehst und dort
Jägerin und Sammlerin wirst.

Ja, in diese Richtung geht es bei mir.
Möglichst weitgehende Autonomie ist mein Ziel, und es gibt viel, was man in diese Richtung tun kann, was sogar viel Spass macht.
Ja, und die Absicherung durch Edelmetalle statt virtuellem Geld, soweit man es sich erlauben kann.

Wie gesagt: das gibts seit Jahrtausenden. Jeder, der Waren
hat, die andere haben wollen, versucht den höchsten Preis zu
erzielen und das gilt für alle Waren. Wie weit man dabei geht,
ist eine moralische Frage, die jeder für sich selbst klären
muß(te).

Die ist die zentrale Frage.
Und weil das nicht funktioniert,braucht es eigentlich rechtliche Grenzen.Es ist nämlich so eine Sache, diese Frage zu klären, wenn man gerade wegen Verdoppelung des Reispreises seine Familie nicht mehr ernähren kann, obwohl man seine Arbeit hat und macht, wie schon immer.

Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer

angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um
sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das
ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte
als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent
und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich
bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde
ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in
Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem
Orangensaft zu verdienen.

O-Saft isat nicht wirklich ein Grundnahrungsmittel, und DU hast Recht mit Deinem Beispiel, aber es ist ein kleines Randbeispiel, das einfach nicht in dem Ausmaß wirkt, wie es die Börsengeschäfte tun.
Und weil der eine ein Räuber ist, hat der andere Räuber ja noch lange nicht moralisch Recht.Die Frage ist, welch ein Denken und Handeln wir als Einzelner MEnsch unterstützen wollen.

Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
entwickelt.

Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.

Ich empfinde solche Gespräche als sehr wertvoll, gerade mit Menschen wie Dir, die sicherlich einen ganz anderen Hintergrund, und auch eine ganz andere Meinung in vielen Dingen haben, als ich, da gerade durch diesen bunten Austausch Bewegung und Information ins Denken kommt für mich.
Du weisst vieles, und regst vieles in mir an, was für mich wichtig zu wissen und anzudenken ist, was ohne solche Gespräche niemals an mich heran käme.

SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)

Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema,
z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle
noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?

Das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es Ignoranz
oder der Zweifel daran, daß mal etwas so richtig schieflaufen
kann. Die Weltwirtschaftskrise ist ja schon solange her, daß
sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen möchte oder kann,
daß sich ähnliches wiederholt oder gar schlimmeres möglich
ist.

Ich glaube es ist auch das Sicherheitsdenken und die dazugehörige Angst.
Unsere vermeintliche Sicherheit wird in den nächsten Jahren ganz bestimmt durch entsprechende staatliche ENtwicklungen noch bis ins Perverse verstärkt werden und doch wird es nicht helfen, weil gerade das am Ende zum Zusammenbruch führen wird.
Darum habe ich, schaue ich in die USA auch ein ähnlich besch… Gefühl, wenn ich sehe, wie nun wahrscheinlich Sicherheit und nicht Konfrontation mit der Krise gewählt werden wird, wie ich es damals hatte, als es Babybush gelungen war, ob tatsächlich oder manipuliert ist eigentlich egal, das Steuer an sich und seine Hintermänner zu reissen.
Ich könnte gerade wieder nur noch kotzen.

Sorry, hab mich schon wieder im Griff,danke für die Anregungen, die Deine Gedanken mir geben!

Zahira
Kann ich gut verstehen, aber es hilft ja nichts, die Augen zu zumachen.

Folgefrage
Morgen!

Hm, auf soclhe Haken wollte ich mir meinen Fragen zur Gesichertheit privater Gelder bei Banken hinaus.
Und eine solche alles andere als wirklich abgesicherte Großsituation hatte ich befürchtet.

Was bedeutet das praktisch, Christian? Du bist der Fachmann, der so etwas auch interpretieren kann, denke ich mal.
Ist es schon soweit, dass unsere Anlagen nicht mehr wirklich abgesichert sind, jetzt oder demnächst?

Eine weitere Frage hat sich mir noch ergeben.Wie ist es eigentlich mit Depotbeständen?
Die mmüssten doch, ab Bank bankrott oder nicht, in jedem Falle Eigentum des Kunden und verfügbar sien, oder?

Beispiel, wenn ich jetzt bei Lehmann eine SAP-Aktie im Depot gehabt hätte, die bleibt doch unabhängig von Lehmann´s Befindlichkeit so lange sicher, wie SAP nicht auch bankrott geht?

Gruß, Zahira

Hallo,

Da erscheint mir Gold doch seriöser, weil eben über eine ganze
Menschheitsentwicklung erprobt und als gut befunden,

ich kann mich nicht entsinnen, daß in Krisenzeiten Gold jemals die gängige Schattenwährung gewesen wäre. Das sind in der Regel vielmehr Naturalien wie Lebensmittel oder – wie nach dem zweiten Weltkrieg – Zigaretten. Es hat sich nämlich im Laufe der Menschheitsgeschichte herausgestellt, daß sich Gold nur sehr bedingt für eine ausgewogene Ernährung eignet. Und wenn es erst einmal wieder so weit ist, daß sich jemand für Gold interessiert und einen angemessenen Preis dafür bezahlt, ist die Krise schon wieder vorüber.

Wenn man schon krisensicher investieren will, würde ich eher eine Schafherde erwerben als einen Klumpen gelben Metalls, das sogar zu weich ist, um ein gescheites Jagdmesser daraus zu machen.

willkürliche Warenkörbe, deren Zusammensetzung fragwürdig ist.

Die Zusammensetzung ist überhaupt nicht fragwürdig. Hier kannst Du Dir das Wägungsschema anschauen:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des…
Wägungsschema für den Verbraucherpreisindex Deutschland als Download

Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es
bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken,
solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so
gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches
Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen.

Hm, der Warenkorb hat nichts mit dem Wert des Geldes zu tun, sondern mit der Wertenwicklung.

Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt.
Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden
finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit
in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und
Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so
ziemlich das gleiche: weg ist weg.

Die Geldmenge wird erhöht, ob gedruckt, oder virtuell, ohne ,
dass ein Gegenwert rumliegt,z.B. Gold.
Macht am Ende Hyperinflation.

Nein, Inflation. Für Hyperinflation braucht man was anderes als ein paar hundert Milliarden, die in Rauch und Trümmer umgesetzt werden.

Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert,
solange der Dollar Leitwährung bleibt.

Inflation ist nur dann grenzüberschreitend, wenn man sich verteuernde Waren importiert. Was die USA mit ihrer Währung treiben, interessiert uns in Euroland nur sehr eingeschränkt. Da steigende Inflation häufig mit einem fallenden Wechselkurs einhergeht, kommt sie nicht oder nur vermindert in einem anderen Land an. So hat uns der gefallene US-Dollar vor einem großen Teil des Ölpreisanstiegs bewahrt.

So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.

Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir
importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.

Würden wir nicht importieren, wenn Öl in Euro abgerechnet
würde.

Siehe oben.

Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da
bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am
Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer
ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen
niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern
die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben
hat.

Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen
von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in
MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal
überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten
basierten.
Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die
künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich
hinter diesen beiden Täuschungen?

Und wieder: wer hinter einer Situation auf diese Situation zielgerichtete Aktivitäten vermutet, begibt sich in den Bereich der Verschwörungstheorien.

Das Geld war billig zu bekommen, was dem Wirtschaftsgenie Greenspan zu verdanken ist, der damit die Folgen der dotcom-Krise um den Jahrtausendwechsel abmildern wollte. Dadurch und weil die Kreditinstitute bis neulich über eine implizite Staatsgarantie verfügten, wurden Immobilienkredite an jeden Hilfsarbeiter vergeben. Dadurch stieg die Nachfrage nach Häusern, was zu steigenden Preisen führte und das wiederum zu höheren Finanzierungsquoten (wenn der Preis der Hütte mit praktisch absoluter Sicherheit steigt, kann man schon mal 120 oder 130% des aktuellen Wertes mit Kredit finanzieren.

Es entstand eine klassische Blase, die genauso klassisch platze. Alles nichts besonderes, wenn die Blase einerseits nicht so unglaublich groß gewesen wäre und andererseits die Risiken nicht gebündelt, verpackt und weiterverkauft worden wären, bis keiner mehr genau wußte, wo sie waren. Die Ratingagenturen waren dabei natürlich auch keine große Hilfe.

Kurzum: keine Verschwörung, keine zielgerichteten Aktivitäten. Die einen wollten Häuser, die anderen Gewinne und alle bekamen über Jahre genau das, was sie wollten.

Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
Zusammenbruch.

Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.

Aus so vielen, dass er wahrscheinlich wird.

Der Zusammenbruch des US-Dollars wurde schon für die 80er Jahre prognostiziert, weil die USA über eine chronisch negative Leistunugsbilanz verfügen. Schon damals wurde argumentiert, es sei unmöglich, daß die restliche Welt auf Dauer den Konsum der USA finanzieren würde.

Naja, das ist nun auch schon 20 Jahre her.

Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in
der Lagerung.

Du wirst aber schon verstehen, dass das Argument, die Banken
verdienen an regelmäßigen Umsätzen einfach viel besser, als an
einem Edelmetall,das nicht spekulativ genutzt wird, sondern
zur Wertabsicherung, nicht wirklich absurd ist??

Es ist nicht absurd, aber auch nicht schlagend. Jemand, der Golf kaufen will und dessen Kreditinstitut ihm das Zeug nicht verkaufen kann, wird nicht auf einmal anfangen, mit Derivaten zu handeln.

Genauso wie die wenigsten Institute heute noch nennenswerte Sortenbestände halten, bunkert man nicht Gold in Hoffnung darauf, daß mal ein Kunde ein paar Gramm kaufen will.

Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
lang genug verboten war,

Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu
stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil
der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei
jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich
nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem
vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.

Und vor allem, so viel Gold nicht vorhanden war.
MAn wollte also damals schon ein in sich instabiles, auf Sand
gebautes System stabilisieren
Und weil man das über viele Jahrzehnte immer wieder irgendwie
geflickt hat, sind wir jetzt da, wo wir sind.

Verschwörungstheorie.

weil der natürlich die Frage nach dem
realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
Ganzen.

Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung
Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die
Illuminaten auftauchen, bin ich raus.

Christian, diese Gedanken, insbesondere die Richtung mit „den
Juden“, könnte ich fast als beleidigend empfinden, wenn ich da
empfindlich wäre.

Das sind die üblichen Argumentationswege. Am Ende taucht dann als Beweis für die große Verschwörung noch Auge und Pyramide auf den Dollarnoten auf. Ob der betreffende als Strippenzieher nun die Illuminaten, die Juden oder die Freimaurer vermutet, spielt für mich keine Rolle.

Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer

angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um
sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das
ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte
als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent
und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich
bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde
ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in
Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem
Orangensaft zu verdienen.

O-Saft isat nicht wirklich ein Grundnahrungsmittel, und DU
hast Recht mit Deinem Beispiel, aber es ist ein kleines
Randbeispiel, das einfach nicht in dem Ausmaß wirkt, wie es
die Börsengeschäfte tun.

Der Orangensaft spielte auf einen Film aus den frühen 80ern an:
http://www.imdb.com/title/tt0086465/

Es ist egal, welche Ware man betrachtet, ob nun Zink, Orangensaftkonzentrat oder Schweinebäuche oder den einzigen Laden im Dorf, der nach 20 Uhr geöffnet hat: Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

Der Staat kann da gerne eingreifen, wenn er möchte, aber das Ergebnis ist nicht zwangsläufig besser. Wenn der Preis den Anbietern zu niedrig und die Ware nicht leicht verderblich ist, wird das Zeug halt solange gebunkert, bis der Preis wieder paßt – oder eben auf dem Schwarzmarkt verlauft. Der Versuch, seitens des Staates in die Wirtschaft einzugreifen, ist nur selten von Erfolg gekrönt.

Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
entwickelt.

Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.

Ich empfinde solche Gespräche als sehr wertvoll, gerade mit
Menschen wie Dir, die sicherlich einen ganz anderen
Hintergrund, und auch eine ganz andere Meinung in vielen
Dingen haben, als ich, da gerade durch diesen bunten Austausch
Bewegung und Information ins Denken kommt für mich.
Du weisst vieles, und regst vieles in mir an, was für mich
wichtig zu wissen und anzudenken ist, was ohne solche
Gespräche niemals an mich heran käme.

Fein.

SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb
gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)

Klar. Schon probiert?

Gruß
Christian

Morgen!

ich kann mich nicht entsinnen, daß in Krisenzeiten Gold jemals
die gängige Schattenwährung gewesen wäre. Das sind in der
Regel vielmehr Naturalien wie Lebensmittel oder – wie nach
dem zweiten Weltkrieg – Zigaretten. Es hat sich nämlich im
Laufe der Menschheitsgeschichte herausgestellt, daß sich Gold
nur sehr bedingt für eine ausgewogene Ernährung eignet. Und
wenn es erst einmal wieder so weit ist, daß sich jemand für
Gold interessiert und einen angemessenen Preis dafür bezahlt,
ist die Krise schon wieder vorüber.

Gold als Vermögenserhaltung war gemeint, nicht zum essen :smile:
Wer mit dem big bang rechnet tut darüberhinaus natürlich gut daran, ein paar Vorräte, ein STück Land und eine abbezahlte Immobilie zu haben.
Zur Not wird einem aber der Bauer, bei dem man schon immer seine Milch holte diese sicherlich lieber für Gold geben, als für Dollars.

Wenn man schon krisensicher investieren will, würde ich eher
eine Schafherde erwerben als einen Klumpen gelben Metalls, das
sogar zu weich ist, um ein gescheites Jagdmesser daraus zu
machen.

Genau.Eine eigene Quelle, hier in den Bergen nichts allzu Ungewöhnliches und damit ein kleiner Fischteich sind ebenfalls sehr effizient.
Schafe haben ihre Tücken, z.B: Huffäule, das kann eine Menge Ärger machen.
Hühner sind da besser.Ziegen auch.

Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es
bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken,
solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so
gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches
Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen.

Hm, der Warenkorb hat nichts mit dem Wert des Geldes zu tun,
sondern mit der Wertenwicklung.

Ja, mein ich doch.
Aber wo ist in diesem System der echte Gegenwert für Papier?SOlange der nicht da sit, bleibt es im Krisenfall nur Papier.
WIr sollten beim argumentieren nicht vergessen, wie grundsätzlich (!) verschieden unsere STandpunkte sind.
Da ist dann jetzt auch bald der Punkt, wo man das einfach mal so stehen lassen sollte, am besten in gegenseitiger Offenheit.

Nein, Inflation. Für Hyperinflation braucht man was anderes
als ein paar hundert Milliarden, die in Rauch und Trümmer
umgesetzt werden.

Du bist der Fachmann.
Am Ende wird die Inflation das System kippen.Dsa meine ich.

Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert,
solange der Dollar Leitwährung bleibt.

Inflation ist nur dann grenzüberschreitend, wenn man sich
verteuernde Waren importiert. Was die USA mit ihrer Währung
treiben, interessiert uns in Euroland nur sehr eingeschränkt.
Da steigende Inflation häufig mit einem fallenden Wechselkurs
einhergeht, kommt sie nicht oder nur vermindert in einem
anderen Land an. So hat uns der gefallene US-Dollar vor einem
großen Teil des Ölpreisanstiegs bewahrt.

Ich bezweifle, dass das in einer globalisierten Welt mit US-Dollar als kollabierender Leitwährung so stimmt, wenn es auch so gelehrt worden sein mag.
Sicherlich ist der Euro, besser noch die alte gute Mark, aber das müssen wir jetzt nicht weiterverfolgen, besser, als hätten wir überall den Dollar.

Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen
von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in
MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal
überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten
basierten.
Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die
künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich
hinter diesen beiden Täuschungen?

Und wieder: wer hinter einer Situation auf diese Situation
zielgerichtete Aktivitäten vermutet, begibt sich in den
Bereich der Verschwörungstheorien.

„Verschwörungstheorie“ ist auch so ein Totschlagargument.
DAs Unwort, geistig unkorrekt…
Egal, es ist wirklich gleich, ob man konkrete Personen oder Organisationen (man sehe sich nur einmal die Entstehung und Zusammensetzung der fed an) hinter den Prozessen vermutet, oder konsequent auf der Sachebene bleibt, das Ergebnis ist eigentlich immer im Idealfall, dass man in sich selber anfangen sollte zu erkennen (Thema Gier und Materialismus z.B. in diesem Fall), weitere Erkenntnisse inkl. des Eingestehens einer gewissen Ohnmacht werden folgen.
Aber mit dem Totschöagargument hast Du noch nicht beantwortet, was ich in dem Absatz geschrieben hatte, Du kannst den Letzten Satz gerne streichen.

Das Geld war billig zu bekommen, was dem Wirtschaftsgenie
Greenspan zu verdanken ist, der damit die Folgen der
dotcom-Krise um den Jahrtausendwechsel abmildern wollte.
Dadurch und weil die Kreditinstitute bis neulich über eine
implizite Staatsgarantie verfügten, wurden Immobilienkredite
an jeden Hilfsarbeiter vergeben. Dadurch stieg die Nachfrage
nach Häusern, was zu steigenden Preisen führte und das
wiederum zu höheren Finanzierungsquoten (wenn der Preis der
Hütte mit praktisch absoluter Sicherheit steigt, kann man
schon mal 120 oder 130% des aktuellen Wertes mit Kredit
finanzieren.

Es entstand eine klassische Blase, die genauso klassisch
platze. Alles nichts besonderes, wenn die Blase einerseits
nicht so unglaublich groß gewesen wäre und andererseits die
Risiken nicht gebündelt, verpackt und weiterverkauft worden
wären, bis keiner mehr genau wußte, wo sie waren. Die
Ratingagenturen waren dabei natürlich auch keine große Hilfe.

Und was hat Greenspan da geflickt?
Das System war von Grund auf auf Sand gebaut, natürlich muss man dann weiterflicken, will man systemimmanent bleiben woran, und das behaupte ich ganz verschwörerisch lächelnd eine ganz bestimmte Szene großes Intersse hatte.
Oder, für Dich erträglicherer Alternativansatz, Versagen des Kollektiv, ein einmal auf Sand gebautes HAus immer wieder für viel Geld zu reparieren, bis es am Ende doch kracht.

Du siehst, hier wird unser grundsätzlich verschiedener ANsatz wieder deutlich, ich denke, das werden wir auch nicht auf einen Nenner bringen.
Aber das muss ja auch nicht sein.
Du hast mich durchaus wieder zum Denken angeregt, das meine ich übrigens tatsächlich ehrlich.
Durch Kontraansätze stelle ich meinen immer wieder in Frage und entdecke Schwachstellen.

Randfrage, immer noch, die Konsumkredite auf die nicht abbezahlten Häuser.

Das war nicht nur fahrlässig, das war verbrecherisch, das zuzulassen und die Leute zu ermuntern, die aufzunehmen.
Ich habe das in GB jahrelang miterlebt, wie einem die Kredite geradezu in den A… geschoben wurden, wenn man nicht laut newin gebrüllt hat.

Kurzum: keine Verschwörung, keine zielgerichteten Aktivitäten.
Die einen wollten Häuser, die anderen Gewinne und alle bekamen
über Jahre genau das, was sie wollten.

Ja, so kann man es durchaus sehen, damit kann man auch arbeiten, und das ist zweifelsohne der wichtigere ANsatz, als der der „Verschwörung“.

Der Zusammenbruch des US-Dollars wurde schon für die 80er
Jahre prognostiziert, weil die USA über eine chronisch
negative Leistunugsbilanz verfügen. Schon damals wurde
argumentiert, es sei unmöglich, daß die restliche Welt auf
Dauer den Konsum der USA finanzieren würde.

Naja, das ist nun auch schon 20 Jahre her.

Krisen wachsen exponentiell und haben Vorstufen, in denen sie noch aufgefangen werden können.
Das kann Dir jeder Junkie sagen :smile:

Es ist nicht absurd, aber auch nicht schlagend. Jemand, der
Golf kaufen will und dessen Kreditinstitut ihm das Zeug nicht
verkaufen kann, wird nicht auf einmal anfangen, mit Derivaten
zu handeln.

Genauso wie die wenigsten Institute heute noch nennenswerte
Sortenbestände halten, bunkert man nicht Gold in Hoffnung
darauf, daß mal ein Kunde ein paar Gramm kaufen will.

Jaja, aber das ist eben nur die halbe Wahrheit.
Banker sind zum Teil eben auch junkies, und haben gerne mehr Profit als weniger Profit.

Das sind die üblichen Argumentationswege. Am Ende taucht dann
als Beweis für die große Verschwörung noch Auge und Pyramide
auf den Dollarnoten auf. Ob der betreffende als Strippenzieher
nun die Illuminaten, die Juden oder die Freimaurer vermutet,
spielt für mich keine Rolle.

Da traust Du mir aber eine Menge Blödheit zu.
ABer Du kennst mich ja auch nicht.

Der Orangensaft spielte auf einen Film aus den frühen 80ern
an:
http://www.imdb.com/title/tt0086465/

Es ist egal, welche Ware man betrachtet, ob nun Zink,
Orangensaftkonzentrat oder Schweinebäuche oder den einzigen
Laden im Dorf, der nach 20 Uhr geöffnet hat: Der Preis richtet
sich nach Angebot und Nachfrage.

Hier mal ein link, vielelicht hast Du das schon gelesen.

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A18…

Ich muss jetzt nämlich leider los.

Was mich am allermeisten interessieren würde:
Wie beurteilst Du das staatliche Flickwerk, das gerade wieder alle so schön beruhigt?

SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb
gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)

Klar. Schon probiert?

Nur den Weissen, und der ist sehr gut, wie ich es bei den deutschen Weissen nicht bestritten hätte.
Die Zeit für den Roten kommt erst jetzt mit der Kälte.
Aber im Momnet ist mir eher nüchtern zu Mute…

Grüße!
Zahira

Hallo,

Ist es schon soweit, dass unsere Anlagen nicht mehr wirklich
abgesichert sind, jetzt oder demnächst?

ich denke, daß die Einlagen sicher sind, aber das am Ende durch die Einlagensicherungseinrichtungen sichergestellt wird oder auf einem anderen Wege, vermag ich nicht zu beurteilen.

Eine weitere Frage hat sich mir noch ergeben.Wie ist es
eigentlich mit Depotbeständen?
Die mmüssten doch, ab Bank bankrott oder nicht, in jedem Falle
Eigentum des Kunden und verfügbar sien, oder?

So ist es. Es kann lediglich zu gewissen Verzögerungen kommen, bis man darüber verfügen kann, wenn das betreffende Institut mit einem Moratorium belegt wird, weil die Ansprüche ja geprüft werden müssen.

Beispiel, wenn ich jetzt bei Lehmann eine SAP-Aktie im Depot
gehabt hätte, die bleibt doch unabhängig von Lehmann´s
Befindlichkeit so lange sicher, wie SAP nicht auch bankrott
geht?

So ist es.

Gruß
Christian