Hallo Ihr beiden…
Zuerst zu showbee:
Wie gesagt: Es war ein Gedankenexperiment. Wie Chris schon gesagt hat: Die Pommesbude oder der Supermarkt in DK werden so „ihre Probleme bekommen“ wenn da jemand mit USt-ID ankäme… Allein an der Supermarktkasse zöge man die Wut der in der Schlange hinter einem wartenden dermaßen auf sich, dass man nur *einmal* dort einkaufen würde. Und dann unverrichteter Dinge von dannen zöge.
Noch dazu kommen mit Sicherheit diverse gewerbeaufsichtliche Aspekte hinzu (vorausgesetzt, die Urlauber wollen nicht ständig auswärts essen, dann wäre die erstrebte Ersparnis auf Gesellschafterebene dahin), die den Fall sowieso unmöglich, bzw. sinnlos machen - so why bother?
Wenn man deine Ausführungen mal etwas überspitzt weiterentwickelt, dürfte keiner mehr Gestaltungsmöglichkeiten entwickeln (auch bei den legitimen Sachen ist oftmals Trial und Error die Ursache) - und durch einen „verordneten“ Ideenmangel kommt die Wirtschaft *noch* weniger in Schwung. Außerdem würde ich in dieser Welt gerne später mal meine Steuerberaterprüfung ablegen: die Klausuren wären im Wesentlichen dann immer die selben.
Und ein EU-Autoimport wäre eine Straftat *g*.
Und zum „Land der Steuersparer“ (okay, da ist jetzt viel Wunschdenken drin, aber es ist halt meine Meinung): ich bin jemand, der weiss, dass mit einer nachhaltigen Politik von Anfang an die Lage heute besser wäre. Not macht erfinderisch. Und ich bin froh, dass es so viele probieren (obgleich es auch für mich mehr Aufwand bedeutet (FA)), zumal irgendwann jemand „da oben“ mitbekommt, dass die Staatseinnahmen wegbrechen und die Gesetzgebung mit dem Schließen der Lücken nicht nachkommt. Außerdem gibt es dann irgendwann keine „Melkkühe“ der Nation mehr => Die Flickschusterei der Politik hat ausgedient.
So, Chris
Du hast ja sicher nicht unrecht, aber ich finde diese
Gedankenexperimente wesentlich interessanter als die ewig
gleichen Fragen zur Kleinunternehmerregelung, Sonderausgaben,
…
Wie war das mit der billigen Hausfinanzierung dank der Seeling-Rechtsprechung des EUGH (ich berichtete)?
Bei solchen Fragen kann man mal wieder über die Systematik des
deutschen Steuerrechts nachdenken und die grauen Zellen in
Schwung halten.
…und dafür sorgen, dass Steuerberaten kein Handwerk wird, sondern auch mit Kreativität stattfindet. Wie heißt es doch gleich: „Würde jeder es genauso wie alle anderen machen, hätten wir noch nicht mal das Rad“ (frei nach A. Spoerl, „Die Memoiren eines mittelmäßigen Schülers“)
Also Grübelmonster, grübel weiter!
Zum konkreten Fall würde mich aber immer noch interessieren,
wie Du dem Pommes-, Bier-, … Verkäufer klar machst, dass er
Dir eine Rechnung ohne Umsatzsteuer ausstellt, weil er an Dich
eine umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung erbringt.
Großhandel ist das Zauberwort! Da kennt man sich besser aus… und: Eine 10-20köpfige Truppe durchzufüttern (unter 10 Leuten lohnt der Aufwand sowieso niemals, bis´20 kommt’s auf die Raumkosten und das Transportmittel an) wird wie gesagt etwas teuer, wenn man sich auswärts verpflegt.
Soviel für jetzt
Gruß
GM