Hallo liebe Eltern,
mein Sohn wird im April 6 Jahre, die Einschulung steht also kurz bevor. Problem: Er nässt (bevorzugt im Kindergarten) ein. Manchmal sind es nur ein paar Tropfen, manchmal ist die Hose tropfnass. Er ist seit einer Weile in einer Bereitschaftspflegefamilie (also nicht auf Dauer)da wir viele Probleme hatten und haben… geringe Frustrationstoleranz, Einnässen, Schimpfworte, hauen… ich hatte einfach keine Kraft mehr, mache eine Ausbildung und hatte aufgrund des ewigen Stress am Morgen und des dadurch bedingten Zuspätkommens schon viele Minusstunden und Angst, die Stelle zu verlieren. Zudem waren Nervenzusammenbrüche an der Tagesordnung. Hatte auch das Gefühl, ich kann mich einfach nicht genug um dieses psychische Problem das er offensichtlich hat kümmern. Wir hatten morgens und abends 1-2 Stunden Zeit miteinander. Das war einfach zu wenig um mich wirklich in dem Masse auseinanderzusetzen und ihm auch die nötige Ruhe zu geben. Ich mache es kurz: Es war eine sehr sehr schwere Entscheidung für mich! Bei der Bereitschaftspflegefamilie nässt er nun gar nicht mehr ein, bis auf manchmal ein paar Tropfen, minimal. Wenn er übers Wochenende bei mir ist gehts ungefähr 1x pro Tag in die Hose (Bevor er in die andere Familie kam: 3-8x am Tag). Im Kindergarten hat sich nichts gebessert, d.h. es kann sein daß er im Zeitraum von 8.30 - 16.00 5, 6, oder 7x reinmacht.
Meine eigentliche Frage: Ist es irgendwie möglich, hat jemand von euch Erfahrung damit, einnässende Kinder zur Schule gehen zu lassen? Wenn ja, wie soll das laufen? Er ist ansonsten gut entwickelt, großer Wortschatz, liest, rechnet, schreibt, fragt mich über alles aus. Ihn also noch ein Jahr im Kindi zu lassen oder in eine Förderklasse zu stecken, wäre meiner Meinung nach für ihn unterfordernd und NICHT FÖRDERLICH.
Ich warte auf eure Erfahrungsberichte, Tipps und Meinungen!
Danke, Mary
Hallo Mary,
hier zwei Seiten im Web, die Dir vielleicht weiterhelfen können:
http://www.dgk.de/web/dgk_content/de/bettnaessen_pro…
http://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5…
In Eurem spezifischen Fall solltest Du auf jeden Fall einmal mit dem Kinderarzt sprechen, der Dich sicher umfassend beraten kann.
Viel Erfolg und liebe Grüße,
Tanja
Hallo
Erst mal eine Frage zum Verständnis: Wohnt er über die Woche in der Bereitschaftspflegefamilie?
Das scheint ihm ja auf jeden Fall gut zu tun.
Bei der Bereitschaftspflegefamilie
nässt er nun gar nicht mehr ein, bis auf manchmal ein paar
Tropfen, minimal. Wenn er übers Wochenende bei mir ist gehts
ungefähr 1x pro Tag in die Hose (Bevor er in die andere
Familie kam: 3-8x am Tag). Im Kindergarten hat sich nichts
gebessert, d.h. es kann sein daß er im Zeitraum von 8.30 -
16.00 5, 6, oder 7x reinmacht.
Muss er denn so lange im Kindergarten bleiben? Vielleicht wäre es mal ganz gut für ihn, wenn er schon früher nach Hause (?) zur Pflegefamlilie käme.
Meine eigentliche Frage: Ist es irgendwie möglich, hat jemand
von euch Erfahrung damit, einnässende Kinder zur Schule gehen
zu lassen?
Die Grundschule ist ja erheblich kürzer als der Kindergarten. Vielleicht gibt es das Problem dann da ja gar nicht.
Wart ihr eigentlich schon mal bei einem Kinderpsychologen mit ihm? Oder einem Familientherapeuten?
Viele Grüße
Simsy
Hallo Mary
Ganz ofensichtlich ohne dich nun angreifen zu wollen haben wir den Grund dafür warum er sich in die Hosen macht.
Es ist sehr aufrichtig das du hier offen zu gibst das ihr Probleme habt.
Wenn das bei euch zu Hause wirklich so stressig ablief dan darf man sich nicht wundern warum der kleine Mann sich einnässt.Ein Kind in dem alter ist Psychisch sehr verletzbar und reagiert in solchen fällen ganz genau in die falsche Richtung.
Bester Beweis ist doch das er bei der andern Familie nur selten in die Hose Macht.
Ich würde mit dem kleinen auch zu einem Terapeuten gehen um das Problem wider in den Griff zu bekommen.
In in die Schule zu schicken könnte unter umständen alles verschlimmern
den Kinder können sehr grausam sein und ihn zusätzlich noch hänseln wenn im ein Maleur passiert.
Hallo Mary,
ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie anstrengend es ist, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen. Wenn es sich dann so wie von Dir beschrieben auf das Kind auswirkt, ist es bedenklich.
Du hast völlig richtig gehandelt, in dem Du Deinen Sohn in eine Pflegefamilie gegeben hast. Da bekommt er das, was Du ihm - im Augenblick - nicht geben kannst. Ein schlechtes Gewissen musst Du wirklich nicht haben.
Ich bewundere Dich für Deinen Mut und Deine Courage, diesen Schritt gemacht zu haben!
Ich würde Dir dringend zu einer Therapie bzw. zu einer therapeutischen Beratung raten. Beratungsstellen erfährst Du beim Jugendamt oder auch bei der Kirche. Ruf da einfach mal an.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! Alles Gute für Dich und Deinen Sohn!
Andrea