Einreise in die USA mit arabischer Herkunft

Hallo,

klar kann ich die Botschaft anrufen, aber ich möchte vorher Erfahrungsberichte einholen um zu wissen was auf mich zukommen (könnte) - wie kompliziert (oder unkompliziert) ist derzeit die Einreise mit Touristenvisa in die USA wenn man irakischer (oder sonstiger arabischer) Herkunft ist? Ich war das letzte Mal 1998 für 3 Monate in den Staaten und da lief die Einreise reibungslos. Ich könnte mir aber denken dass das heute anders ist. Sind meine Bedenken begründet?

Vielen Dank und viele Grüße

Hast du einen deutschen Pass? Woher sollen die dan wissen woher du kommst? Das was bei Geburtsort drin steht ist denen meist voellig unbekannt, es sei den es ist Bagdad oder Kabul.

Das System filtert dich auch nicht raus, zumindest dieses Jahr noch nicht. Als ich im August das letzte mal eingereist bin waren die Herren noch nicht mal in der Lage festzustellen dass ich mich kurz zuvor schon mal drei Monate in den USA aufgehalten habe.

Sind meine Bedenken begründet?

Hallo Chili,

mein Kollege Mounir (Deutscher Pass) sieht sehr arabisch aus und hat, bedingt durch Verwandtenbesuche, viele Marokkanische Stempel im Pass.
Wir müssen dienstlich öfter mal in die USA und er hatte bisher keine Probleme bei der Einreise.

Gruß, Joshi
noch20tagebisgrancanaria

Hast du einen deutschen Pass? Woher sollen die dan wissen
woher du kommst?

Z.B. am Namen oder dem Aussehen.

Hallo,

im Gegenteil. Ganz am Anfang 2001 - 2003 war das so, da wurde man angeschaut und man hat eine Abneigung oder sogar Angst verspürt. Aber jetzt ist es sogar gegenteilig.
Die Amis wurden geschult das „nur weil es ein Araber ist, muss er noch lange kein Terrorist sein“. Man wurde darauf aufmerksam gemacht, wie schlecht die armen unschuldigen Araber doch seit 911 behandelt werden und wie nachteilig sie behandelt werden … so dass sich im Laufe der Zeit ein Art „Mitleid“ entwickelt hat.
„die armen Araber die soooooo mit Vorurteilen behaftet sind“. Momentan ist es jedenfalls so in den USA, dass ich als Araberin in der USA eher bevorzugt behandelt werde, weil ich ja keine Böse bin und ich allen sooooo leid tue, da ich ja wegen 911 so schlecht behandelt wurde…
Die Amis möchten so mit Nachdruck (fast zwanghaft) beweissen, dass sie niemanden benachteiligen möchten.

Dieser Effekt klappt im Übrigen auch bei Afro Amerikanern, die geniessen momentan auch sehr viel Vorzüge, da sich dei Amis auf Grund der Sklavenzeit schuldig fühlen und jetzt die AfroAmerikaner mitunter sogar bevorzugen, um zu beweissen, dass sei ja gaaaaaar nichts gegen Schwarze haben - im Gegenteil. Wenn also z.b eine Stelle frei ist und 2 gleich qualifizierte berwerben sich, einer Caucasian einer schwarz, dann bekommt mit Sicherheit der schwarze den Job, damit man der gesamten Belegschaft und der Öffentlichkeit seine Neutralität gegenüber Farbigen beweisen kann. Dies steht bereits seit einem jahrzehnt in den USA zur Duskussion. Aber das ist ein anderes Thema.

Grüße
Jasmin

PS: Ägypterin … die übrigens in einer Afro-Amerikanischen Uni in Ohio studiert hat, aber damals nicht wusste, das AFRO-Amerikanisch nur für „schwarze“ bestimmt ist und mit Afrika als Solches eigentlich nicht viel zu tun hat - und die deswegen in der Uni ständig benachteiligt und sogar beleidgt wurde. Soviel zur Rassentrennung in den USA.