Hallo Thunderfox
Wenn ich jetzt nicht irgendwelche Datein öffne und nur von
seriösen Quellen Datein aufrufe, kann da ein Virenscanner
eigentlich noch was bringen? Also außer dass er bei den
seriösen Quellenprogrammen alarm schlägt?
Ein Virenscanner hat einige Schwächen. Teilweise sind die prinzipbedingt. So vergleicht er in erster Linie bestimmte Abschnitte im Code von Dateien mit den Einträgen in seinen Signaturen. Stimmt der geprüfte Abschnitt mit einer Signatur überein, schlägt er Alarm. Das heisst aber nicht, dass die betreffende Datei tatsächlich verseucht ist.
Umgekehrt meldet er nichts, wenn er keine Übereinstimmung findet. Aber das bedeutet nicht, dass die Datei sauber ist.
Wenn man es genau nimmt, dann ist es so: Man erhält eine Datei. Von dieser Datei weiss man, dass sie vielleicht verseucht ist oder auch nicht. Wenn man sie mit dem Virenscanner prüft, weiss man, dass sie vielleicht verseucht ist oder auch nicht.
Und wenn der Virenscanner mittels ‚Heuristik‘ versucht, unbekannte Sachen zu erkennen, artet das in reine Lotterie aus. Wie erst vor kurzem auf Heise berichtet wurde, ist die Heuristik bei den gängigen Virenscannern im Verlauf des letzten Jahres schlechter geworden, sie erkennen also weniger böse Sachen.
Weil heutzutage kriegt ja eh jeder einen Trojaner am AV
vorbei, da stell ich mir die Frage vor was die einen schützen.
Die schützen einen eigentlich gar nicht. Von daher kann ein Virenscanner höchstens eine Ergänzung zu sonstigen Vorsichtsmassnahmen sein. Niemals aber ein Ersatz.
Da halte ich doch von solchen Programmen mehr, wenn sie
wirklich das halten was sie versprechen:
http://www.emsisoft.com/de/software/mamutu/
‚Verhaltensbasiert‘ bedeutet ‚Heuristik‘. Sprich blindes Raten. Wie gesagt, die Heuristiken von gängigen Virenscannern waren eh schon unzuverlässig, wurden aber in letzter Zeit noch schlechter…
Nein, so ein Programm will man nicht, weil es nicht halten kann, was der Hersteller verspricht.
CU
Peter