Einschätzung eines 'Schadens'

Hallo,

zufällig bei meiner Tante beim letzten Besuch entdeckt, den Spalt auf den Bildern…

Nun wüsste ich gern, wie schätzt Ihr Experten das ein? Für mich schaut das so aus, als kämen diese bald runter…

Bilder unter:

http://img809.imageshack.us/slideshow/webplayer.php?..

MfG

Hallo!

Möglich,aber direkt gefährlich wäre es nur,wenn man beim Fensterputzen zufällig gerade den Kopf rausstreckt.
Das Haus stürzt natürlich nicht ein.

Das ist der Verblender,der sich dort löst.
Weil es da wohl keine Auflagekonsole gibt,die es trägt. Weil man abweichend vom Standard keine „Kopfschicht“ mit senkrechten Steinen angelegt hat.

Man hat ein Brett untergekeilt und 2 senkrechte Bretter als Schalung während des Aufmauerns und Verfugens. Dann später entfernt und es hält selbst durch den Haftverbund und die Verblendanker zum Hintermauerwerk.

Lege mal eine Wasserwaage unter den Sturz,es sieht ja noch sehr gerade aus. Um die eher optische Beeinträchtigung und das Eindringen von Nässe zu beseitigen,hole einen Maurer,der es sich anschauen soll.

MfG
duck313

Hallo Prezioso,

da wurde schlicht und ergreifend ein verzinktes Winkeleisen als Verblendsturz vergessen.

Gruß Detlev

Nachfrage

hole einen Maurer,der es sich anschauen soll.

Hallo Duck313,

was meinst du, könnte, würde er tun?
Den Spalt mit irgendeiner Pampe verfüllen?
Oder mehr?

Danke ^ Gruß
Reinhard

Hallo!

Wenn die Steine selbst noch sitzen,dann würde er z.B. die Fugen auskratzen und neu verfugen.
Für Ausspritzen mit dauerelastischen Massen sind diese Spalten zu klein,man müsste die ja gezielt erweitern damit Haftungsflächen entstehen.
Und dann wäre ja die halbe Arbeit zum Verfugen schon mitgemacht.

Übrigens,die über Stürzen hochkant gemauerten Klinker nennt man nicht „Kopfschicht“ sondern „Grenadierschicht“,wie mir jetzt auffällt.

mfG
duck313

wie immer, dankeschön :smile: Gruß o.w.T.

Moin,

nach meiner Einschätzung hält die unterste Schicht über der Fensteröffnung ausschließlich noch durch den seitlichen Druck - zum Mauerwerk darüber scheint keine Haftung mehr zu bestehen.

Man könnte also diese „lose“ Schicht vorsichtig abtragen (Brett unterstellen, damit nicht alles nach unten fällt und kaputt geht). Dann die gelösten Steine säubern und ebenfalls Mörtelreste von der neuen untersten Schicht lösen.

Wenn alles sauber, trocken und staubfrei ist, die Unterseite der neuen obersten Steinschicht über dem Fensterloch mit Fliesenkleber vollflächig einstreichen. Auf Höhe der alten untersten Schicht ein Kantholz oder massives Brett als Auflage für die Mauersteine fixieren. Die Oberseite der gereinigten Steine (also die Seite, die vom alten Mörtel gereinigt wurde!) ebenfalls vollflächig mit Fliesenkleber einstreichen und auf das Kantholz legen. Wenn die Reihe so vollständig ausgelegt ist, die Längsfuge und alle Kopffugen mit Mauermörtel, dem Zement beigemischt ist, „vollflächig und satt verfüllen“ (Fugen auskratzen nicht vergessen) und 4 Wochen aushärten lassen . . .

Dann Kantholz vorsichtig entfernen und offenen Fugen verfüllen.

Die Arbeiten nur ausführen, wenn einige Tage kein Frost zu befürchten ist.