Einschätzung und Änderungen

Hallo an alle!

Hab hier ein Arbeitszeugnis erhalten, das zuerstmal bitte bewertet werden sollte.

Zeugnis
Herr Vorname Nachname, geb. am 01.01.1900 war in der Zeit vom 06.04.2009 bis 31.10.2008 in unserem Restaurant „NAME“ als Koch beschäftigt.

>>Im zweiten Abschnitt wird das Restaurant beschrieben, klingt sehr wie Eigenwerbung, wers genau lesen will soll mich bitte anschreiben.

Zu den vielseitigen Aufgaben von Herrn Sowieso gehörte:

-Einteilung und Vorausplanung durchzuführender Arbeiten auf dem Posten
-Durchführung sämtlicher Vorbereitungsaufgaben
-Kochen der Speisen
-Gewährleistung einwandfreier Qualität aller ausgehender Speisen
-Überwachung der Qualität und Quantität aller anvertrauten Lebensmittel
-Einhaltung der Hygienevorschriften in der Küche

Wir lernten Herrn Sowieso als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus, einzuspringen.
Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Herr Sowieso war immer pünktlich und zuverlässig, sein Verhalten im Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos.

Zum Ende der Saison haben wir das Arbeitsverhältnis zum 31.10.2008 mit Herrn Sowieso aufgelöst. Wir bedanken uns bei Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihnen für die Zukunft beruflich alles Gute und viel Erfolg.

Ort, Datum
Unterschrift
Name Position

Ich werde es auf jeden Fall so nicht annehmen und werde selber ein Zeugnis formulieren. Verschiedene Dinge stimmen nicht, was mir aufgefallen ist:

geb. am 01.01.1900 -> Sollte geboren nicht ausgeschrieben werden? Fehlt die Angabe des Geburtsorts?

Austrittsdatum war 31.12, nicht 31.10

Zu meinen Aufgaben:
Zu meinem Verständnis: In diesem Abschnitt werden meine normalen Aufgaben aufgelistet. Richtig? Hier fehlen einige Sachen dann, z.B. Mitwirkung bei der Gestaltung der Speisekarte, alleinverantwortliches Arbeiten in Abendschichten.

Zum vierten Abschnitt:

„…als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus, einzuspringen.“ -> Was ist denn das für ein Satz?! Ich bewerte das eher als schlecht, oder? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und es wird eine Selbstverständlichkeit betont.

„Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen Zufriedenheit aus.“ -> nicht mehr als befriedigend oder Durchschnitt? 3-4 als Schulnote, denk ich mal.

„… war immer pünktlich und zuverlässig, sein Verhalten im Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos“ -> kann falsch verstanden werden. Aufgleiderung ist doch immer hierarchisch, also zuerst Geschäftleitung dann weiter bis zu den Kollegen. Einen direkter Vorgesetzter (den es so nicht direkt gab)wird nicht genannt.

„Zum Ende der Saison…“ -> ist auch nicht richtig. Mir wurde gekündigt zum 31.12. aus betrieblichen Gründen, allerdings im gleichen Atemzug eine Neuanstellung zum 1.4. angeboten. Alter Vertrag war unbefristet. Ist bei der Firma wie sich rausstellte normale Praxis, Mitarbeiter über die schwachen Wintermonate zu kündigen. Wie kann sowas geschickt formuliert werden, auch im Bezug darauf, dass die Firma mich neu eingestellt hätte?

Im übrigen habe ich die Neueinstellung nicht angenommen, weil ich mit dieser Mitarbeiterpolitik nicht einverstanden bin/war. Ich war immer ein ordentlicher, guter Mitarbeiter, der in allen Aufgaben und Bereichen sehr engagiert und eigenständig Aufgaben durchgeführt und übernommen hat. Dieses Zeugnis stellt mich doch als Hilfsarbeiter 3. Klasse und Wahl dar, wenn ich das so lese. Ich möchte jetzt ganz bestimmt nicht, auf gar keinen Fall, behaupten, dass die Firma verärgert ist, dass Sie seit April jetzt keinen Koch haben, und mir deswegen ein schlechtes Zeugnis erstellt wurde.

Dwswegen werde ich ein eigenes Zeugnis verfassen und einreichen. Ich habe mir dazu auch schon http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv… und http://www.pr-riemann.de/zeugnis_bewertung.html angeschaut. Wer kennt sonst noch gute Seiten mit solchen Sätzen?

Danke schonmal im Voraus für eure Bewertungen und Meinungen! Für Vorschläge zur Formulierung und Änderungen bin ich offen und sehr dankbar.

In freudiger Erwartung (nein, ich bin nicht schwanger :wink:

Benni

Hallo an alle!

Hab hier ein Arbeitszeugnis erhalten, das zuerstmal bitte
bewertet werden sollte.

Zeugnis
Herr Vorname Nachname, geb. am 01.01.1900 war in der Zeit vom
06.04.2009 bis 31.10.2008 in unserem Restaurant „NAME“ als
Koch beschäftigt.

>>Im zweiten Abschnitt wird das Restaurant beschrieben, klingt
sehr wie Eigenwerbung, wers genau lesen will soll mich bitte
anschreiben.

Zu den vielseitigen Aufgaben von Herrn Sowieso gehörte:

-Einteilung und Vorausplanung durchzuführender Arbeiten auf
dem Posten
-Durchführung sämtlicher Vorbereitungsaufgaben
-Kochen der Speisen
-Gewährleistung einwandfreier Qualität aller ausgehender
Speisen
-Überwachung der Qualität und Quantität aller anvertrauten
Lebensmittel
-Einhaltung der Hygienevorschriften in der Küche

Wir lernten Herrn Sowieso als gewissenhaften Mitarbeiter
kennen, der jederzeit bereit war, über seine normale
Arbeitszeit hinaus, einzuspringen.
Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen
Zufriedenheit aus. Herr Sowieso war immer pünktlich und
zuverlässig, sein Verhalten im Team, sowie gegenüber der
Geschäftsleitung war tadellos.

Zum Ende der Saison haben wir das Arbeitsverhältnis zum
31.10.2008 mit Herrn Sowieso aufgelöst. Wir bedanken uns bei
Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihnen für die
Zukunft beruflich alles Gute und viel Erfolg.

Ort, Datum
Unterschrift
Name Position

Ich werde es auf jeden Fall so nicht annehmen und werde selber
ein Zeugnis formulieren. Verschiedene Dinge stimmen nicht, was
mir aufgefallen ist:

geb. am 01.01.1900 -> Sollte geboren nicht ausgeschrieben
werden? Fehlt die Angabe des Geburtsorts?

Hi Benni,
geboren wird in der Tat üblicherweise ausgeschrieben, der Geburtsort kommt üblicherweise auch immer vor.

Austrittsdatum war 31.12, nicht 31.10

Zu meinen Aufgaben:
Zu meinem Verständnis: In diesem Abschnitt werden meine
normalen Aufgaben aufgelistet. Richtig? Hier fehlen einige
Sachen dann, z.B. Mitwirkung bei der Gestaltung der
Speisekarte, alleinverantwortliches Arbeiten in
Abendschichten.

Wichtig ist m. E. nach, dass die Aufgaben der Wichtigkeit nach geordnet sind, das Wichtigste zuerst nennen.

Hiernach kann ein Abschnitt folgen, der Deine Arbeit ein bisschen beschreibt, damit der Zeugnisleser das „Drumherum“ ein wenig erfährt. Dieser Abschnitt fehlt hier. Die Aufgabenbeschreibung an Hand des Tabellarischen empfinde ich als zu wenig.

Zum vierten Abschnitt:

„…als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit
bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus,
einzuspringen.“ -> Was ist denn das für ein Satz?! Ich bewerte
das eher als schlecht, oder? Das eine hat mit dem anderen
nichts zu tun, und es wird eine Selbstverständlichkeit betont.

Sehe ich nicht so negativ. Ich habe zum Beispiel hier in einem entsprechenden Buch (Quelle s. u.) eine Bewertung im Bereich „gut“ gefunden: „Herr … zeichnete sich durch eine hohe Arbeitsmoral aus. Er hat jederzeit zusätzliche Arbeitem und Mehrarbeit übernommen.“ Den Widerspruch, den Du siehst, sehe ich nicht.

Es sollte aber Deine Arbeitsweise beschrieben werden a la: „Herr… arbeitete stets zielstrebig, gründlich und zügig. Er war immer in der Lage, die geforderten Speisen in stets hoher Qualität und einwandfreiem Anrichten auf dem Teller zu erstellen“ Die in der Küche wichtigste Aufgabe sollte so ein bisschen beschrieben werden, wie gesagt, ich bin nicht aus der Branche.

„Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen
Zufriedenheit aus.“ -> nicht mehr als befriedigend oder
Durchschnitt? 3-4 als Schulnote, denk ich mal.

Das ist leider in der Tat ein befriedigend.

„… war immer pünktlich und zuverlässig, sein Verhalten im
Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos“ ->
kann falsch verstanden werden. Aufgleiderung ist doch immer
hierarchisch, also zuerst Geschäftleitung dann weiter bis zu
den Kollegen. Einen direkter Vorgesetzter (den es so nicht
direkt gab)wird nicht genannt.

Genau erkannt, das sehe ich auch so. Das muss geändert werden.

„Zum Ende der Saison…“ -> ist auch nicht richtig. Mir wurde
gekündigt zum 31.12. aus betrieblichen Gründen, allerdings im
gleichen Atemzug eine Neuanstellung zum 1.4. angeboten. Alter
Vertrag war unbefristet. Ist bei der Firma wie sich
rausstellte normale Praxis, Mitarbeiter über die schwachen
Wintermonate zu kündigen. Wie kann sowas geschickt formuliert
werden, auch im Bezug darauf, dass die Firma mich neu
eingestellt hätte?

Ich weiß es nicht, ich kenn mich mit der Kochbranche nicht aus, aber im Grunde drückt die Formulierung ja aus, dass Dir aus saisonalen Gründen gekündigt wurde, nicht aus persönlichen Gründen; das wird vermutlich in der Branche mehr oder weniger jeder verstehen. Denn dieses Phänomen wird ja nicht nur auf Deinen ehemaligen Arbeitgeber, sondern auf viele Restaurants zutreffen, dass es saisonale Unterschiede und Reaktionen darauf gibt.

Ich würde an Deiner Stelle versuchen, die Aufgabenbeschreibung zu ergänzen. (also nach der tabellarischen Aufzählung) Deine Arbeitsbereitschaft ist ja beschrieben, Deine Arbeitsweise sollte mehr beschrieben werden. Vielleicht gab es eine Spezialität des Hauses, mit der Du zu tun hattest. Im Übrigen: die Beschreibung des Restaurants, was Du oben als Eigenwerbung abgetan hast, ist so unüblich ja nicht. Der Zeugnisleser sollte schon eine grobe Vorstellung bekommen. Es sollte aber für Dein Zeugnis schon vorteilhaft klingen; vielleicht war es ein Spezialitätenrestaurant, das sollte dann genannt werden. (als Beispiel)

In den Satz „Zum Ende der Saison…“ sollte das Bedauern zum Ausdruck kommen.

Im übrigen habe ich die Neueinstellung nicht angenommen, weil
ich mit dieser Mitarbeiterpolitik nicht einverstanden bin/war.
Ich war immer ein ordentlicher, guter Mitarbeiter, der in
allen Aufgaben und Bereichen sehr engagiert und eigenständig
Aufgaben durchgeführt und übernommen hat. Dieses Zeugnis
stellt mich doch als Hilfsarbeiter 3. Klasse und Wahl dar,
wenn ich das so lese. Ich möchte jetzt ganz bestimmt nicht,
auf gar keinen Fall, behaupten, dass die Firma verärgert ist,
dass Sie seit April jetzt keinen Koch haben, und mir deswegen
ein schlechtes Zeugnis erstellt wurde.

Dwswegen werde ich ein eigenes Zeugnis verfassen und
einreichen. Ich habe mir dazu auch schon
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
und http://www.pr-riemann.de/zeugnis_bewertung.html
angeschaut. Wer kennt sonst noch gute Seiten mit solchen
Sätzen?

Ein m. E. nach gutes Buch ist (darauf beziehen sich die o. g. Anmerkungen: Weuster/Scheer „Arbeitszeugnisse in Textbausteinen“, 10. Aufl. Boorberg Verlag, 2005) Das gibt es auch in neueren Auflagen, aber m. E. nach reicht diese hier aus. Die kannst Du entweder in der Bücherei versuchen zu bekommen oder schaue mal bei www.zvab.com, dort gibts die auch günstiger. (gebraucht)

Viel Glück! M.

Danke schonmal im Voraus für eure Bewertungen und Meinungen!
Für Vorschläge zur Formulierung und Änderungen bin ich offen
und sehr dankbar.

In freudiger Erwartung (nein, ich bin nicht schwanger :wink:

Benni

Hi!

>>Im zweiten Abschnitt wird das Restaurant beschrieben, klingt
sehr wie Eigenwerbung, wers genau lesen will soll mich bitte
anschreiben.

Mehr als ein Zweizeiler? Dann sollte es raus oder gekürzt werden.

Ich werde es auf jeden Fall so nicht annehmen und werde selber
ein Zeugnis formulieren. Verschiedene Dinge stimmen nicht, was
mir aufgefallen ist:

geb. am 01.01.1900 -> Sollte geboren nicht ausgeschrieben
werden?

Das ist ein KANN, aber es macht nicht wirklich was, wenn es abgekürzt dort steht.

Fehlt die Angabe des Geburtsorts?

Definitiv: Nein!

Austrittsdatum war 31.12, nicht 31.10

Muss natürlich geändert werden.

Zu meinen Aufgaben:
Zu meinem Verständnis: In diesem Abschnitt werden meine
normalen Aufgaben aufgelistet. Richtig?

Richtisch!

Hier fehlen einige
Sachen dann, z.B. Mitwirkung bei der Gestaltung der
Speisekarte, alleinverantwortliches Arbeiten in
Abendschichten.

Dann sollte es auch rein - und vor allem nach Wichtigkeit geordnet sein, angefangen mit dem Wichtigsten.

„…als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit
bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus,
einzuspringen.“ -> Was ist denn das für ein Satz?! Ich bewerte
das eher als schlecht, oder? Das eine hat mit dem anderen
nichts zu tun, und es wird eine Selbstverständlichkeit betont.

Das siehst Du völlig korrekt.

Gewissenhaft heißt eigentlich nicht weniger als lahmarschig und der zweite Teil degradiert Dich zu einem Springer (Aushilfe)

"Alle ihm übertragenen Aufgaben

Nur die! Gerade bei kreativen Berufen (Koch zähle ich dazu) erwartet man das Einbringen eigener Ideen.

führte er zu unserer vollen
Zufriedenheit aus."

Nicht stets und schon gar nicht vollsten…

-> nicht mehr als befriedigend oder
Durchschnitt? 3-4 als Schulnote, denk ich mal.

Jeder, der ein Zeugnis nach Abschnitten bewerten möchte, hat keine Ahnung, da hier aber der Gesamteindruck eher im unteren 3er-Bereich liegt, passt Dein Eindruck.

"… war immer pünktlich und zuverlässig,

also dauernd zu spät (bei Zugführern oder Busfahrern gehörte es rein, bei Dir nicht)

sein Verhalten im
Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos" ->
kann falsch verstanden werden. Aufgleiderung ist doch immer
hierarchisch, also zuerst Geschäftleitung dann weiter bis zu
den Kollegen.

Korrekt!
Wobei: Hattest Du keinen Kundenkontakt?

Einen direkter Vorgesetzter (den es so nicht
direkt gab)wird nicht genannt.

Auch dann müsste die GL vor das Team.

„Zum Ende der Saison…“ -> ist auch nicht richtig. Mir wurde
gekündigt zum 31.12. aus betrieblichen Gründen,

Dann sollte das auch so da stehen.

allerdings im
gleichen Atemzug eine Neuanstellung zum 1.4. angeboten.

Auch das sollte genannt werden, irgendwie in der Form: Bedauern / hätten ihn gerne behalten, etc.

Dieses Zeugnis
stellt mich doch als Hilfsarbeiter 3. Klasse und Wahl dar,
wenn ich das so lese.

Ich lese das auch so.

und http://www.pr-riemann.de/zeugnis_bewertung.html

Sorry, aber die Seite ist Schrott.

angeschaut. Wer kennt sonst noch gute Seiten mit solchen
Sätzen?

http://www.hr-manager.de/hr_man/html/zeugnis_gen_exp…

Aber VORSICHT!
Wenn man nicht weiß, was man tut, bewegt man sich auf sehr dünnem Eis!

Danke schonmal im Voraus für eure Bewertungen und Meinungen!
Für Vorschläge zur Formulierung und Änderungen bin ich offen
und sehr dankbar.

Ich würde vorschlagen, Du bastelst mal etwas und stellst es nochmal hier rein.

VG
Guido

Hallo Maskaron!

Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Analyse und für deine Vorschläge! Und vor allem besten Dank für den Tipp mit dem Buch, werd am Montag gleich mal in die Bibliothek fahren und nachschauen.

PS: www.zvab.com: hab schon ein wenig gestöbert. die haben unwahrscheinlich viele Kochbücher die in meiner Sammlung noch fehlen! Ich denk ich werd dort Dauerkunde :wink:

Nochmals Danke für deine Mühen! Es wurde alles sehr gut und verständlich erklärt, ausserdem hast du mir einige sehr hilfreiche Ansätze gegeben.

Grüsse
Benni

Hi!

>>Im zweiten Abschnitt wird das Restaurant beschrieben, klingt
sehr wie Eigenwerbung, wers genau lesen will soll mich bitte
anschreiben.

Mehr als ein Zweizeiler? Dann sollte es raus oder gekürzt
werden.

Ok, werd ich mal schauen, sind 5 Zeilen, beschreibt aber alles sehr gut. Vllt. kann ich das eine oder andere verkürzen

Ich werde es auf jeden Fall so nicht annehmen und werde selber
ein Zeugnis formulieren. Verschiedene Dinge stimmen nicht, was
mir aufgefallen ist:

geb. am 01.01.1900 -> Sollte geboren nicht ausgeschrieben
werden?

Das ist ein KANN, aber es macht nicht wirklich was, wenn es
abgekürzt dort steht.

Fehlt die Angabe des Geburtsorts?

Definitiv: Nein!

Gut, dachte mir das grenzt irgendwo an absolute Standards, die sein müssen.

Austrittsdatum war 31.12, nicht 31.10

Muss natürlich geändert werden.

Zu meinen Aufgaben:
Zu meinem Verständnis: In diesem Abschnitt werden meine
normalen Aufgaben aufgelistet. Richtig?

Richtisch!

Hier fehlen einige
Sachen dann, z.B. Mitwirkung bei der Gestaltung der
Speisekarte, alleinverantwortliches Arbeiten in
Abendschichten.

Dann sollte es auch rein - und vor allem nach Wichtigkeit
geordnet sein, angefangen mit dem Wichtigsten.

Danke für den Tipp mit der Gliederung.

„…als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit
bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus,
einzuspringen.“ -> Was ist denn das für ein Satz?! Ich bewerte
das eher als schlecht, oder? Das eine hat mit dem anderen
nichts zu tun, und es wird eine Selbstverständlichkeit betont.

Das siehst Du völlig korrekt.

Gewissenhaft heißt eigentlich nicht weniger als lahmarschig
und der zweite Teil degradiert Dich zu einem Springer
(Aushilfe)

Kann ich den ersten Satzteil abändern indem ich „aüßerst“ gewissenhaft hinzufüge, oder ginge das in Richtung pingelig und kleinlich? Den zweiten Teil würde ich dann entsprechend abändern und was treffenderes ansprechen.

"Alle ihm übertragenen Aufgaben

Nur die! Gerade bei kreativen Berufen (Koch zähle ich dazu)
erwartet man das Einbringen eigener Ideen.

was ständig gemacht wurde und zu meiner Grundeinstellung gehörte und auch ein Grund für mich war Koch zu werden.

führte er zu unserer vollen
Zufriedenheit aus."

Nicht stets und schon gar nicht vollsten…

-> nicht mehr als befriedigend oder
Durchschnitt? 3-4 als Schulnote, denk ich mal.

Jeder, der ein Zeugnis nach Abschnitten bewerten möchte, hat
keine Ahnung, da hier aber der Gesamteindruck eher im unteren
3er-Bereich liegt, passt Dein Eindruck.

"… war immer pünktlich und zuverlässig,

also dauernd zu spät (bei Zugführern oder Busfahrern gehörte
es rein, bei Dir nicht)

ich war immer der erste der gekommen ist, und war nie zu spät. versteh ich nicht was das jetzt soll… werd ich ggf ganz weglassen

sein Verhalten im
Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos" ->
kann falsch verstanden werden. Aufgleiderung ist doch immer
hierarchisch, also zuerst Geschäftleitung dann weiter bis zu
den Kollegen.

Korrekt!
Wobei: Hattest Du keinen Kundenkontakt?

Ich hatte wenig Kontakt mit Kunden, deswegen passt es schon

Einen direkter Vorgesetzter (den es so nicht
direkt gab)wird nicht genannt.

Auch dann müsste die GL vor das Team.

„Zum Ende der Saison…“ -> ist auch nicht richtig. Mir wurde
gekündigt zum 31.12. aus betrieblichen Gründen,

Dann sollte das auch so da stehen.

allerdings im
gleichen Atemzug eine Neuanstellung zum 1.4. angeboten.

Auch das sollte genannt werden, irgendwie in der Form:
Bedauern / hätten ihn gerne behalten, etc.

Ok: Ich denk wenn ich das zusammenfasse was ich erlesen habe, wird der Schluss-Satz in etwa so aussehen:
Zum 31.12.2008 wurde das Arbeitsverhältnis mit Herrn Sowieso aus betrieblichen und saisonalen Gründen aufgelöst. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr, und hätten ihn gerne zum 1.4.2009 weiterbeschäftigt, was von Herrn Sowieso aus persönlichen Gründen abgelehnt wurde. Wir bedanken uns bei Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihm weiterhin beruflich und privat alles Gute und viel Erfolg.

Dieses Zeugnis
stellt mich doch als Hilfsarbeiter 3. Klasse und Wahl dar,
wenn ich das so lese.

Ich lese das auch so.

Danke, das bestätigt wieder mal meine Meinung.

und http://www.pr-riemann.de/zeugnis_bewertung.html

Sorry, aber die Seite ist Schrott.

Oops, hab die Sätze gelesen und für ordentlich empfunden. Ist schon schwierig wenn man sowas zum ersten Mal macht :frowning:

angeschaut. Wer kennt sonst noch gute Seiten mit solchen
Sätzen?

http://www.hr-manager.de/hr_man/html/zeugnis_gen_exp…

Aber VORSICHT!
Wenn man nicht weiß, was man tut, bewegt man sich auf sehr
dünnem Eis!

deswegen bin ich froh dass ich so kompetente Hilfe hier gefunden habe!

Danke schonmal im Voraus für eure Bewertungen und Meinungen!
Für Vorschläge zur Formulierung und Änderungen bin ich offen
und sehr dankbar.

Ich würde vorschlagen, Du bastelst mal etwas und stellst es
nochmal hier rein.

bin schon dran! Dankeschön!

VG
Guido

Version 1.0 :smile:
Guten Morgen zusammen!

Ich poste euch mal meine Fassung des Arbeitszeugnisses. Fragen, Vorschläge, Verbesserungen erwünscht :smile:

Zeugnis

Herr vorname Sowieso, geboren am 01.01.1900 in Stadt war in der Zeit vom 06.04.2008 bis 31.12.2008 in unserem Restaurant „NAME“ als Koch beschäftigt.

Das Restaurant verfügt über 160 Sitzplätze sowie 150 Terrassenplätze. Unser Konzept bietet vorwiegend Nudelgerichte mit Teigwaren aus eigener Herstellung an. Desweiteren legen wir grossen Wert auf den Verzicht von Fertigwaren, und bieten zum grössten Teil regionale und saisonale Produkte, zum Teil auch aus eigenen Anbau an.

Zu den vielfältigen Aufgaben von Herrn Sowieso gehörte:

-Einteilung und Vorausplanung durchzuführender Arbeiten in der Küche
-Durchführung und Zubereitung der Speisen
-Gewährleistung und Überwachung der Qualität aller ausgehenden Speisen und sämtlicher Lebensmittel
-Alleinverantwortliches Arbeiten in Abendschichten
-Einhaltung der Hygienevorschriften im gesamten Küchenbereich
-Mitwirken bei der Speisekartengestaltung

Wir lernten Herrn Sowieso als sehr gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der stets hoch motiviert und mit hoher Arbeitsmoral und Eigeninitiative seine Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit ausführte. Er hatte neue Ideen, die stets gut umgesetzt wurden. Wir schätzen Herrn Sowieso als qualifizierten Mitarbeiter, der mit hoher Gründlichkeit und Zügigkeit, auch in Zeiten erhöhter Arbeitsaufkommen, unsere Erwartungen voll erfüllte.

Das Verhalten von Herrn Sowieso gegenüber der Geschäftsleitung, der Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei. Er war als Mitarbeiter bei allen Abteilungen unseres Kundenzentrums wegen seines Einsatzes und seiner freundlichen Hilfsbereitschaft sehr beliebt.

Zum 31.12.2008 wurde das Arbeitsverhältnis mit Herrn Sowieso aus betrieblichen und saisonalen Gründen aufgelöst. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr, und hätten ihn gerne zum 1.4.2009 weiterbeschäftigt, was von Herrn Sowieso aus persönlichen Gründen abgelehnt wurde. Wir bedanken uns bei Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihm weiterhin beruflich und privat alles Gute und viel Erfolg.

Es ist inzwischen halb 3 morgens, also Rechtschreibfehler einfach überlesen, werden selbstverständlich ausgebessert. Wie ist die Meinung zum Zeugnis? Gut? Muss noch was ergänzt oer abgeändert werden? Hab ich noch was vergessen? Sollte noch was betont oder weniger betont werden?

Nochmals vielen Dank an alle die mir hierbei behilflich waren und sind!

Hi!

Herr vorname Sowieso, geboren am 01.01.1900 in Stadt war in
der Zeit vom 06.04.2008 bis 31.12.2008 in unserem Restaurant
„NAME“ als Koch beschäftigt.

Passt (wie gesagt: ICH würde den Geburtsort nicht nennen, es könnte missverstanden werden als Aufblähung. Mir fällt nix ein, was ich schreiben kann, also brauche ich Füllstoff)

Das Restaurant verfügt über 160 Sitzplätze sowie 150
Terrassenplätze. Unser Konzept bietet vorwiegend Nudelgerichte
mit Teigwaren aus eigener Herstellung an. Desweiteren legen
wir grossen Wert auf den Verzicht von Fertigwaren, und bieten
zum grössten Teil regionale und saisonale Produkte, zum Teil
auch aus eigenen Anbau an.

Finde ich nicht wirklich unwichtig, da diese Dinge nicht unwesentlich etwas mit der Arbeit zu tun haben.

Wir lernten Herrn Sowieso als sehr gewissenhaften

Ersetze das mal durch „äußerst zuverlässigen“

Mitarbeiter
kennen, der stets hoch motiviert und mit hoher Arbeitsmoral
und Eigeninitiative seine Aufgaben zu unserer vollsten
Zufriedenheit ausführte. Er hatte neue Ideen, die stets gut
umgesetzt wurden.

Wir schätzen Herrn Sowieso als
qualifizierten Mitarbeiter, der mit hoher Gründlichkeit und
Zügigkeit, auch in Zeiten erhöhter Arbeitsaufkommen, unsere
Erwartungen voll erfüllte.

Das hört sich irgendwie merkwürdig gehackstückelt an.

Wie wäre es mit
Wir schätzen Herrn Sowieso als äußerst zuverlässigen Mitarbeiter, dessen Arbeitsweise sich durch sorgfältige Planung, ein klares System und gute Strukturierung auszeichnete.
Auch höchstem Arbeitsaufwand und Termindruck war er jederzeit gewachsen.

Das Verhalten von Herrn Sowieso gegenüber der
Geschäftsleitung, der Vorgesetzten und Kollegen war
einwandfrei. Er war als Mitarbeiter bei allen Abteilungen
unseres Kundenzentrums wegen seines Einsatzes, seiner freundlichen Art und Hilfsbereitschaft und seiner
freundlichen Hilfsbereitschaft sehr beliebt.

Zum 31.12.2008 wurde das Arbeitsverhältnis mit Herrn Sowieso
aus betrieblichen und saisonalen Gründen aufgelöst. Wir
bedauern sein Ausscheiden sehr, und hätten ihn gerne zum
1.4.2009 weiterbeschäftigt, denn wir verlieren einen wertvollen Mitarbeiter. was von Herrn Sowieso aus
persönlichen Gründen abgelehnt wurde [auf keinen Fall!]. Wir bedanken uns bei
Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihm
für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg beruflich und privat alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg.

Das hört sich irgendwie „runder“ an - aber vielleicht hat ja noch jemand etwas zu verbessern…

VG
Guido

Guten Tag,

Hi!

Herr vorname Sowieso, geboren am 01.01.1900 in Stadt war in
der Zeit vom 06.04.2008 bis 31.12.2008 in unserem Restaurant
„NAME“ als Koch beschäftigt.

Passt (wie gesagt: ICH würde den Geburtsort nicht nennen, es
könnte missverstanden werden als Aufblähung. Mir fällt nix
ein, was ich schreiben kann, also brauche ich Füllstoff)

Ok, lass ich weg

Das Restaurant verfügt über 160 Sitzplätze sowie 150
Terrassenplätze. Unser Konzept bietet vorwiegend Nudelgerichte
mit Teigwaren aus eigener Herstellung an. Desweiteren legen
wir grossen Wert auf den Verzicht von Fertigwaren, und bieten
zum grössten Teil regionale und saisonale Produkte, zum Teil
auch aus eigenen Anbau an.

Finde ich nicht wirklich unwichtig, da diese Dinge nicht
unwesentlich etwas mit der Arbeit zu tun haben.

Hab ich komplett unmstrukturiert, das Original war eingies länger

Wir lernten Herrn Sowieso als sehr gewissenhaften

Ersetze das mal durch „äußerst zuverlässigen“

ok, sehr gewissenhaft geht doch in Richtung pingelig, oder seh ich das falsch?

Mitarbeiter
kennen, der stets hoch motiviert und mit hoher Arbeitsmoral
und Eigeninitiative seine Aufgaben zu unserer vollsten
Zufriedenheit ausführte. Er hatte neue Ideen, die stets gut
umgesetzt wurden.

Wir schätzen Herrn Sowieso als
qualifizierten Mitarbeiter, der mit hoher Gründlichkeit und
Zügigkeit, auch in Zeiten erhöhter Arbeitsaufkommen, unsere
Erwartungen voll erfüllte.

Das hört sich irgendwie merkwürdig gehackstückelt an.

Wenn ich das jetzt ein paar mal hintereinander lese, ist es wirklich nicht ganz „rund“. Habe versucht die Punkte die mir wichtig sind alle einzubringen.

Wie wäre es mit
Wir schätzen Herrn Sowieso als äußerst zuverlässigen
Mitarbeiter, dessen Arbeitsweise sich durch sorgfältige
Planung, ein klares System und gute Strukturierung
auszeichnete.
Auch höchstem Arbeitsaufwand und Termindruck war er jederzeit
gewachsen.

Hier würde ich noch gerne den Satz einfügen/dranhängen: „Er brachte durch seine hohe Motivation und Eigeninitiative gute Ideen ein, die stets gut umgesetzt wurden.“ Das würde doch beschreiben das ich motiviert und engagiert bin, und gute, neue Ideen einbrachte. Oder würde sich die Motivation und Eigeninitiative dann nur auf die Ideen beziehen?
Kann das so geschrieben werden?

Das Verhalten von Herrn Sowieso gegenüber der
Geschäftsleitung, der Vorgesetzten und Kollegen war
einwandfrei. Er war als Mitarbeiter bei allen Abteilungen
unseres Kundenzentrums wegen seines Einsatzes, seiner freundlichen Art und Hilfsbereitschaft und seiner
freundlichen Hilfsbereitschaft sehr beliebt.

ist klar, doppelt abgeschrieben

Zum 31.12.2008 wurde das Arbeitsverhältnis mit Herrn Sowieso
aus betrieblichen und saisonalen Gründen aufgelöst. Wir
bedauern sein Ausscheiden sehr, und hätten ihn gerne zum
1.4.2009 weiterbeschäftigt, denn wir verlieren einen wertvollen Mitarbeiter. was von Herrn Sowieso aus
persönlichen Gründen abgelehnt wurde [auf keinen Fall!].

wie wird das interpretiert? Hätte die Chance gehabt, und dann keine Lust mehr? Oder wie wird das verstanden?

Wir bedanken uns bei
Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihm
für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg beruflich und privat alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg.

Berufs-und Lebensweg hört sich doch sehr viel redegewandter an!

Das hört sich irgendwie „runder“ an - aber vielleicht hat ja
noch jemand etwas zu verbessern…

Danke dir nochmal für deine Hilfe! Hast mir sehr weitergeholfen!

VG
Guido

Hi!

ok, sehr gewissenhaft geht doch in Richtung pingelig, oder seh
ich das falsch?

Ich sehe es ähnlich, aber das ist mehr eine Bauchsache…

Hier würde ich noch gerne den Satz einfügen/dranhängen: „Er
brachte durch seine hohe Motivation und Eigeninitiative gute
Ideen ein, die stets gut umgesetzt wurden.“ Das würde doch
beschreiben das ich motiviert und engagiert bin, und gute,
neue Ideen einbrachte. Oder würde sich die Motivation und
Eigeninitiative dann nur auf die Ideen beziehen?
Kann das so geschrieben werden?

Es würde zwischen den beiden Sätzen ganz ok sein, denke ich :wink:

Danke dir nochmal für deine Hilfe! Hast mir sehr
weitergeholfen!

Keine Ursache - dafür ist so ein Forum ja da…

VG und viel Erfolg
Guido

Guten Tag.

Eine - kleine - Anmerkung hätte ich zu machen, ansonsten bist du bei Guido in guten Händen; auch wenn er Streifenfußballer ist :wink:

Wir lernten Herrn Sowieso als sehr gewissenhaften

Ersetze das mal durch „äußerst zuverlässigen“

ok, sehr gewissenhaft geht doch in Richtung pingelig, oder seh
ich das falsch?

Das siehst du schon richtig, aber bei einem Koch halte ich (der ich kein Gastronom bin, sondern lediglich gern esse) das schon für wichtig und erwähnenswert.

GEK