Hallo an alle!
Hab hier ein Arbeitszeugnis erhalten, das zuerstmal bitte bewertet werden sollte.
Zeugnis
Herr Vorname Nachname, geb. am 01.01.1900 war in der Zeit vom 06.04.2009 bis 31.10.2008 in unserem Restaurant „NAME“ als Koch beschäftigt.
>>Im zweiten Abschnitt wird das Restaurant beschrieben, klingt sehr wie Eigenwerbung, wers genau lesen will soll mich bitte anschreiben.
Zu den vielseitigen Aufgaben von Herrn Sowieso gehörte:
-Einteilung und Vorausplanung durchzuführender Arbeiten auf dem Posten
-Durchführung sämtlicher Vorbereitungsaufgaben
-Kochen der Speisen
-Gewährleistung einwandfreier Qualität aller ausgehender Speisen
-Überwachung der Qualität und Quantität aller anvertrauten Lebensmittel
-Einhaltung der Hygienevorschriften in der Küche
Wir lernten Herrn Sowieso als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus, einzuspringen.
Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Herr Sowieso war immer pünktlich und zuverlässig, sein Verhalten im Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos.
Zum Ende der Saison haben wir das Arbeitsverhältnis zum 31.10.2008 mit Herrn Sowieso aufgelöst. Wir bedanken uns bei Herrn Sowieso für seine Mitarbeit und wünschen Ihnen für die Zukunft beruflich alles Gute und viel Erfolg.
Ort, Datum
Unterschrift
Name Position
Ich werde es auf jeden Fall so nicht annehmen und werde selber ein Zeugnis formulieren. Verschiedene Dinge stimmen nicht, was mir aufgefallen ist:
geb. am 01.01.1900 -> Sollte geboren nicht ausgeschrieben werden? Fehlt die Angabe des Geburtsorts?
Austrittsdatum war 31.12, nicht 31.10
Zu meinen Aufgaben:
Zu meinem Verständnis: In diesem Abschnitt werden meine normalen Aufgaben aufgelistet. Richtig? Hier fehlen einige Sachen dann, z.B. Mitwirkung bei der Gestaltung der Speisekarte, alleinverantwortliches Arbeiten in Abendschichten.
Zum vierten Abschnitt:
„…als gewissenhaften Mitarbeiter kennen, der jederzeit bereit war, über seine normale Arbeitszeit hinaus, einzuspringen.“ -> Was ist denn das für ein Satz?! Ich bewerte das eher als schlecht, oder? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und es wird eine Selbstverständlichkeit betont.
„Alle ihm übertragenen Aufgaben führte er zu unserer vollen Zufriedenheit aus.“ -> nicht mehr als befriedigend oder Durchschnitt? 3-4 als Schulnote, denk ich mal.
„… war immer pünktlich und zuverlässig, sein Verhalten im Team, sowie gegenüber der Geschäftsleitung war tadellos“ -> kann falsch verstanden werden. Aufgleiderung ist doch immer hierarchisch, also zuerst Geschäftleitung dann weiter bis zu den Kollegen. Einen direkter Vorgesetzter (den es so nicht direkt gab)wird nicht genannt.
„Zum Ende der Saison…“ -> ist auch nicht richtig. Mir wurde gekündigt zum 31.12. aus betrieblichen Gründen, allerdings im gleichen Atemzug eine Neuanstellung zum 1.4. angeboten. Alter Vertrag war unbefristet. Ist bei der Firma wie sich rausstellte normale Praxis, Mitarbeiter über die schwachen Wintermonate zu kündigen. Wie kann sowas geschickt formuliert werden, auch im Bezug darauf, dass die Firma mich neu eingestellt hätte?
Im übrigen habe ich die Neueinstellung nicht angenommen, weil ich mit dieser Mitarbeiterpolitik nicht einverstanden bin/war. Ich war immer ein ordentlicher, guter Mitarbeiter, der in allen Aufgaben und Bereichen sehr engagiert und eigenständig Aufgaben durchgeführt und übernommen hat. Dieses Zeugnis stellt mich doch als Hilfsarbeiter 3. Klasse und Wahl dar, wenn ich das so lese. Ich möchte jetzt ganz bestimmt nicht, auf gar keinen Fall, behaupten, dass die Firma verärgert ist, dass Sie seit April jetzt keinen Koch haben, und mir deswegen ein schlechtes Zeugnis erstellt wurde.
Dwswegen werde ich ein eigenes Zeugnis verfassen und einreichen. Ich habe mir dazu auch schon http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv… und http://www.pr-riemann.de/zeugnis_bewertung.html angeschaut. Wer kennt sonst noch gute Seiten mit solchen Sätzen?
Danke schonmal im Voraus für eure Bewertungen und Meinungen! Für Vorschläge zur Formulierung und Änderungen bin ich offen und sehr dankbar.
In freudiger Erwartung (nein, ich bin nicht schwanger 
Benni

