Einschaltdauer

Hallo,

ich brauche einen Hubmagneten. Er wird sagen wir mal mit 6 V betrieben. Bei den technischen Daten habe ich folgende Angaben:

Lieferbare Spannungen 6 V - 60 V
Einschaltdauer [%] 100 40 25 15 5
Hubkraft [N] 0,13 0,30 0,41 0,63 1,30

Für mich heisst das jetzt das der 6V Magnet bei 6V eine Kraft von 0,13N hat.
Wie kann ich jetzt über die Spannung die Kraft vergrößern, verringern?
Und wie lange darf der Magnet dann in sec an bleiben, bzw. wie lange muss er dann wieder aus sein?

Gibt es die Möglichkeit einen Hubmagneten auf 0,1N, 0,2N, usw. direkt anzusteuern?

Vielen Dank

Alex

Moin,

Für mich heisst das jetzt das der 6V Magnet bei 6V eine Kraft
von 0,13N hat.

Ja, im Dauerbetrieb. Kurzzeitig kannst Du ihn auch mit mehr Spannung betreiben, um eine höhere Kraft zu erreichen (auf Durchschlagfestigkeit und Induktionsspannung achten!).

Wie kann ich jetzt über die Spannung die Kraft vergrößern,
verringern?

Gibt es die Möglichkeit einen Hubmagneten auf 0,1N, 0,2N, usw.
direkt anzusteuern?

Die Magnetfeldstärke eines Elektromagneten ist proportional zum durchfließenden Strom, was für langsame Änderungen auch - da dann ohmscher Widerstand - proportional zur Spannung ist.

Und wie lange darf der Magnet dann in sec an bleiben, bzw. wie
lange muss er dann wieder aus sein?

Das hängt von seinen Eigenschaften ab. Er darf einfach nicht zu warm werden. Du solltest Dir die passenden Datenblätter beschaffen wie man sie bspw. bei RS-Components findet: http://www.rsonline.de/cgi-bin/bv/rswww/searchBrowse… --> Selenoid data sheet
Darin findest Du eine über der Zeit aufgetragenen Temperaturkurve, auch für verschiedene, verbratene Leistungen.

Gruß,
Ingo

Hallo,

Die Magnetfeldstärke eines Elektromagneten ist proportional
zum durchfließenden Strom,

Vorsicht, ab einem bestimmten Strom geht das Kernmaterial in
Sättigung und dann ist nix mehr mit linearem Verlauf :frowning:

Ob und wann das eintritt, hängt von der Konstruktion bzw. der
Verwendung ab. Solange genügend Luftspalt da ist, passiert noch nix.
Gruß Uwi

Hallo,

Die Magnetfeldstärke eines Elektromagneten ist proportional
zum durchfließenden Strom,

Vorsicht, ab einem bestimmten Strom geht das Kernmaterial in
Sättigung und dann ist nix mehr mit linearem Verlauf :frowning:

Ja, da hast Du Recht, man sollte die Hysterese des Kernmaterials berücksichtigen. Als ich das schrieb hatte ich eine kernlose Spule im Kopf.

Für die hier (auch) nachgefragten Zugmagneten ist das Kernmaterial aber eben auch nur Luft solange sie bspw. ziehen und noch der Luftspalt die Spule füllt. Für einen Hubmagneten mag das in der Tat anders aussehen, da diese anfänglich die Spule ausfüllen…

Ob und wann das eintritt, hängt von der Konstruktion bzw. der
Verwendung ab. Solange genügend Luftspalt da ist, passiert
noch nix.

Yup :smile:

Gruß,
Ingo

Hallo,

Die Magnetfeldstärke eines Elektromagneten ist proportional
zum durchfließenden Strom,

Vorsicht, ab einem bestimmten Strom geht das Kernmaterial in
Sättigung und dann ist nix mehr mit linearem Verlauf :frowning:

Linear wäre sowieso nur die Feldstärke, aber die interessiert beim Elektromagneten nicht so sehr. Wichtig ist die (Zug)Kraft und die wächst quadratisch mit der Feldstärke und dem Spulenstrom, natürlich auch nur unterhalb der Sättigungsgrenze. Bei Eisen liegt die Obergrenze bei ca. 40 N/cm².

Jörg