Einschaltquoten

Hi www´ler,

ich frage mich seit langem wie die Einschaltquoten für einzelne Fernseh-Sender berechnet werden… Sind das nur Hochrechnungen oder wie wird das gemacht???

Hoffe ihr wisst was ich meine… danke

1,5 sec gegoogelt

Die Einschaltquoten werden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt. Ihr Auftraggeber ist die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), der die ARD, ProSiebenSat.1 Media AG, RTL und ZDF angehören.

Grundlage für die Erhebung der Einschaltquote sind über 5.600 repräsentativ ausgewählte Haushalte. Diese Haushalte werden mit einem speziellen Messgerät ausgestattet, das die Fernsehnutzung im Sekundentakt misst. Diese Daten aus den Testhaushalten werden von der GfK-Zentrale in Nürnberg nachts abgerufen und dann in ein Auswertungssystem eingespeist, auf das alle Sender Zugriff haben

Hi,

Grundlage für die Erhebung der Einschaltquote sind über 5.600
repräsentativ ausgewählte Haushalte.

dieses system hat mich schon immer verwundert.
Die 5600 haushalte mögen vielleicht einen ganz netten querschnitt durch die bevölkerung stellen, die erhobenen einschaltquoten sind mE allerdings nichts als reine augenwischerei.
nehmen wir mal die tagesschau (ca. 5,7mio gucker=ca 20% marktanteil). d.h. daß ungefähr 1120 leute von den 5600 die tageschau geguckt haben. von den so ermittelten 5,7mio ist das mal gerade 1/5090.
das ist so exakt, wie wenn ich auf einer bestimmten spur auf einer bestimmten autobahn einen roten golf sehe und postuliere, daß die nächsten 5000 autos alles rote golfs sind…
der vergleich mag hinken, soll aber nur zeigen, daß es sich hierbei um ein viel zu kleines kollektiv handelt, um auch nur annähernd eine statistisch sinnvolle aussage zu machen…

LG Alex:smile:

der vergleich mag hinken, soll aber nur zeigen, daß es sich
hierbei um ein viel zu kleines kollektiv handelt, um auch nur
annähernd eine statistisch sinnvolle aussage zu machen…

Ich habe mir sagen lassen, dass die Zahlen durchaus repräsentativ sind. Es gibt da bestimmte Werte der Statistik, ab wieviel befragten Personen man korrekte Werte erhält. Z.B. die Hochrechnungen im TV bei Wahlen sind auch aufgrund einer relativ kleinen Anzahl Leute berechnet, aber trotzdem akkurat.

Gruß,

Myriam

der vergleich mag hinken, soll aber nur zeigen, daß es sich
hierbei um ein viel zu kleines kollektiv handelt, um auch nur
annähernd eine statistisch sinnvolle aussage zu machen…

Ich habe mir sagen lassen, dass die Zahlen durchaus
repräsentativ sind. Es gibt da bestimmte Werte der Statistik,
ab wieviel befragten Personen man korrekte Werte erhält. Z.B.
die Hochrechnungen im TV bei Wahlen sind auch aufgrund einer
relativ kleinen Anzahl Leute berechnet, aber trotzdem akkurat.

Offenbar ja, aber da kann man die Abweichungen ja auch durch den ständigen Vergleich zum tatsächlichen ERgebnis genau bestimmen.

Ich glaube bis heute auch nicht, daß man die Hochrechung auf ein Wahlergebnis, die ja eher eine Momentaufnahme ist, mit einer langfristigen Beobachtung, wie bei der Erfassung von Einschaltquoten wirklich vergleichen kann. Aber die Experten werden es wissen…hofft man. :smiley:

Gruß Maid

der vergleich mag hinken, soll aber nur zeigen, daß es sich
hierbei um ein viel zu kleines kollektiv handelt, um auch nur
annähernd eine statistisch sinnvolle aussage zu machen…

Ich habe mir sagen lassen, dass die Zahlen durchaus
repräsentativ sind. Es gibt da bestimmte Werte der Statistik,
ab wieviel befragten Personen man korrekte Werte erhält. Z.B.
die Hochrechnungen im TV bei Wahlen sind auch aufgrund einer
relativ kleinen Anzahl Leute berechnet, aber trotzdem akkurat.

Hallo,

jetzt gibt es sogar unregelmässige Nomen:
ich erstelle repräsentative Statistiken,
du schätzt über eine grobe Hochrechnung,
er/sie fälscht Daten, um finanziellen Nutzen zu ziehen.

Insgesamt ist es glaube ich ein Mischmasch. Die „überwachten“ Haushalte wissen doch sicherlich, dass sie im Verfahren drin sind? (sonst haben wir ein Problem mit dem Datenschutz?) Das heisst hier gilt wieder der Grundsatz: man kann nicht messen, ohne zu verändern! Ich frag mich auch, ob einige dieser Haushalte „gekauft“ werden??

Gruss, Omar Abo-Namous

nachtrag
Hi nochmal,

ich muss allerding nachträglich zu meiner schande oder nichtschande eingestehn, daß ich statistik ansich nicht zu meinen favourites zählen würde. Eigentlich sogar mathe allgemein; daher glaube ich wohl auch an den großen „betrug“ der dahintersteckt LOL :wink:

Musste als mediziner allerdings auch einen statistik-schein machen (warum ist mir bis heut schleierhaft), den die statistiker uns allerdings mehr oder minder geschenkt haben. Die wissen anscheinend auch, daß damit niemand was anfangen kann, außer ihnen selbst…

Ein Mensch der von Statistik hört,
denkt dabei nur an den Mittelwert.
Er glaubt nicht dran und ist dagegen,
ein Beispiel soll es gleich belegen:
Ein Jäger auf der Entenjagd
hat einen ersten Schuß gewagt.
Der Schuß zu hastig aus dem Rohr,
lag eine gute Handbreit vor.
Der zweite Schuß mit lautem Krach
lag eine gute Handbreit nach.
Der Jäger spricht ganz unbeschwert
voll Glauben an den Mittelwert:
„Statistisch ist die Ente tot.“
Doch wär er klug und nähme Schrot-
dies sei gesagt, Ihn zu bekehren
würde seine Chancen mehren:
Der Schuß geht ab, die Ente stürzt,
weil Streuung ihr das Leben kürzt.

„Streuungsmaße“ E.Roth

Musste als mediziner allerdings auch einen statistik-schein
machen (warum ist mir bis heut schleierhaft),

Ich schätze mal für die Forschung…bei Versuchsreihen sind alle diese hübschen Berechnungsmodelle schon wichtig…auch wenn man sie nicht selber berechnet ist schon wichtig zu wissen, was genau sich hintern den Auwertungen verbirgt. :wink:

„Streuungsmaße“ E.Roth

Schönes Gedicht, das kannte ich noch gar nicht. :smile:

Gruß Maid :smile:

Insgesamt ist es glaube ich ein Mischmasch. Die „überwachten“
Haushalte wissen doch sicherlich, dass sie im Verfahren drin
sind? (sonst haben wir ein Problem mit dem Datenschutz?) Das
heisst hier gilt wieder der Grundsatz: man kann nicht messen,
ohne zu verändern!

Sehe ich definitiv genauso - die erfassten Haushalte sind sich der Registrierung ihres Sehverhaltens ja durchaus bewusst und kennen auch die relativ kleine Menge der insgesamt gemessenen Haushalte! Die Personen in den ausgewählten Haushalten sind sich somit der Bedeutung ihres Sehverhaltens bewusst und entwickeln notwendigerweise ein gewisses Machtgefühl. In Konsequenz verhalten sich diese Zuschauer bewusster und anders; bestimmte Sendungen werden womöglich „aus Trotz“ oder aus sonstigen Motiven heraus boykottiert - Sendungen, die sich dieselben Personen ansonsten ansehen würden.

Erinnert mich irgendwie an eine interessante Studie einer Universität zum Verhalten von Autofahrern: Man maß, wie lange Autofahrer im Durchschnitt brauchen, um aus einer Parklücke herauszufahren. Diejenigen Autofahrer, die bemerkten, daß ein anderer Autofahrer sich für die freiwerdende Lücke interessierte, ließen sich zum Rangieren und Herausfahren erheblich mehr Zeit . . .