Einschläfern lassen

Hallo,

habe mal eine Frage zu einem traurigen Thema:

Mußtet ihr schon mal einen Hund oder Katze einschläfern lassen?

Hat euch der Tierarzt den Vorschlag gemacht?
Habt ihr das dann sofort gemacht?
Welche Krankheit hatte euer Hund denn als ihr ihn einschläfern lassen habt?
Habt ihr das schon von alleine gesehen, daß der Hund sich quält, also ist so etwas unübersehbar wenn sich ein Hund quält, oder hat euch der Tierarzt mit diesem Vorschlag total überrascht und geschockt?

Falls das bei meinem Hund mal irgendwann so kommen sollte (er ist 15 Jahre alt), ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Das wird der schwerste Gang in meinem Leben.

Vielen Dank

Hallo !

Nimm ihn in den Arm und streichel ihn. Laß den Tierarzt seine Arbeit machen.
Zu lange warten ist ein Quälerei.
Hauptsache, man ist in dem Augenblick bei ihm.

Nimm ihn mit und vergrab ihn im Garten.

mfgConrad

Hallo Nathalie,

ich persönlich habe es zweimal hinter mir - einmal ein Kater - eine tolle Persönlichkeit und einmal ein Kaninchen - so eines gibt’s auch kein zweites Mal…

Beide waren krank und haben mir „vermittelt“, dass es nicht mehr geht. Ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll… und trotzdem war es beide Male fürchterlich. Bei unserem Kaninchen hatte ich nicht den „Mut“ und die Möglichkeit, dabei zu sein und sie mitzunehmen - es tut mir heute noch Leid. Bei „Josef“ - unserem Kater - war ich dabei. Mitten in der Nacht - es ging einfach nicht mehr… Er hatte Diabetes und einen schweren Rückenschaden und konnte fast nicht mehr laufen. Er hatte sich nur noch für uns angestrengt und - als es dann nicht mehr ging - war es trotzdem nicht leichter. Er hat zuerst eine Art Narkose bekommen und ist eingeschlafen - erst danach eine lethale Dosis eines anderen Medikamentes. Er ist ganz friedlich eingeschlafen und wir haben ihn ganz lange gestreichelt, bis alles wirklich vorbei war. Der Tierarzt war da auch wirklich verständnisvoll.

Da wir ihn hier im Garten so nicht begraben durften, haben wir ihn einäschern lassen und die Asche unter seinem Lieblingsbaum vergraben. Dort kommen wir zwar nicht mehr hin, aber er war da gerne - und in die Tierverwertung konnte ich ihn nicht geben. Über 15 Jahre verbinden dann doch…

Aber es gibt ja diese schönen Geschichten vom Regenbogen. Vielleicht helfen die Dir weiter…

Liebe Grüße und viel Kraft

Gabi

Hallo Nathalie!

Mußtet ihr schon mal einen Hund oder Katze einschläfern
lassen?

Ja, einen Kater.

Hat euch der Tierarzt den Vorschlag gemacht?

Ja, aber es war auch ohne seinen Vorschlag offensichtlich, dass es so nicht mehr geht.

Habt ihr das dann sofort gemacht?

Ja.

Welche Krankheit hatte euer Hund denn als ihr ihn einschläfern
lassen habt?

Unser Kater hatte Diabetes, was eigentlich nicht so schlimm war, aber schließlich haben auch seine Nieren die Funktion fast gänzlich eingestellt.

Habt ihr das schon von alleine gesehen, daß der Hund sich
quält, also ist so etwas unübersehbar wenn sich ein Hund
quält, oder hat euch der Tierarzt mit diesem Vorschlag total
überrascht und geschockt?

Unser Kater konnte sich innerhalb kurzer Zeit kaum noch auf den Beinen halten. Er konnte nicht alleine Harn absetzen, schlußendlich war er so schwach, dass er sich noch nicht einmal mehr aufsetzen konnte. Das alles geschah innerhalb weniger Tage, der letzte „Verfall“ innerhalb weniger Stunden. Das Problem beim Nierenversagen ist, dass man es normalerweise erst merkt, wenn es zu spät ist. Er hat sich gequält, wir konnten es nicht übersehen.

Falls das bei meinem Hund mal irgendwann so kommen sollte (er
ist 15 Jahre alt), ich weiß nicht, wie ich das überstehen
soll. Das wird der schwerste Gang in meinem Leben.

Es ist sehr schwer, aber wenn du siehst, wie dein Tier leidet, dann weißt du auch, dass es der größte „Gefallen“ ist, den du ihm tun kannst. Ein Bekannter hat vor einigen Monaten seinen 8jährigen Rottweiler einschläfern lassen müssen. Er hatte Krebs und war zum Schluß nur noch ständig „gedopt“. Dieser Bekannte sagt etwas sehr Wahres: „Jeder Tag, den ich die Entscheidung länger hinausschiebe, ist reiner Egoismus. Ihm tue ich damit keinen Gefallen.“

Was man vielleicht noch tun kann: Bezahl die paar Euro extra und lass deinen TA nach Hause kommen und die Spritze dort setzen. Bei unserem Kater ging das leider nicht, da erst nicht klar war, was er nun hatte (Vielleicht doch nur eine Entzündung???) war er schon 12 Stunden stationär beim TA.

Grüße
Christiane

Liebe Nathalie,
ach das ist immer schrecklich, wenn man vor dieser Entscheidung steht.
Ich mußte vor ein paar Jahren meine herzallerliebste Katze einschläfern lassen, sie hatte Leukose, eine Art Blutkrebs, schleppte sich nur noch, fraß wochenlang nichts mehr. Und ich wußte ganz genau, daß da keine Chance mehr ist, daß sie mir unter den Händen verhungert.
Als ich mal wieder zum Tierarzt ging, um ihr eine weitere Aufbauspritze geben zu lassen, sagte er zu mir: „Sie sind für das Wohlergehen Ihrer Katze verantwortlich. Und Sie sind auch dafür verantwortlich, daß sie würdig sterben kann.“
Ich habe mir natürlich trotzdem die Augen ausgeheult, aber er hatte recht. Unsere Haustiere würden ohne unsere Pflege und Sorgfalt nie so alt. In der freien Natur würden sie sehr viel früher sterben. Und wenn man das Leben eines Tieres so sehr verlängern kann (und es auch mit freude tut), dann muß man auch die Verpflichtugn übernehmen, es zu erlösen.
Du wirst bei Deinem Hund ganz genau merken, wenn er nicht mehr kann.
In der Natur -ohne menschlichen Beistand- würde er sich irgendwohin zurückziehen zum Sterben.
Aber da wir unsere Tiere weiter füttern, streicheln, mit ihnen sprechen,mit ihnen zum Tierarzt gehen, leben sie länger.
Heute meine ich, daß es vor allem mein Egoismus war, mich nicht von dem Tier trennen zu wollen, daß ich es immer wieder zwangsgefüttert habe, zum Tierarzt geschleppt habe.
Ich werde das bei meinem jetzigen Tier - einem zugelaufenen, ganz reizenden Kater, der HIV-positiv ist, - nicht noch mal so lange rauszögern.
Mit ganz herzlichen Grüßen
Kerstin

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Hallo,

mein erster Hund hatte Darmkrebs. Der TA meinte irgendwann, wenn nochmals eine Durchfallphase käme, dann müsse man abwägen - einschlafen lassen oder das Risiko eingehen, dass der Todeskampf einsetzt, womöglich noch nachts, ohne uns…

Als es so weit war, war die Entscheidung trotzdem ganz furchtbar, es JETZT zu tun, JETZT zum TA zu fahren. Der Hund bekam zuerst eine Beruhigungsspritze und erst dann die tödliche Spritze.

Es war einfach schrecklich, und ich könnte auch heute, fast 20 Jahre später, noch sofort losheulen. Da „hilft“ nur „Vernunft“.

Unser jetziger Hund ist noch recht jung, und ich hoffe, das Thema bleibt uns noch lange erspart.

Alles Gute für Deinen Hundeopa und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Natalie,
auch das gehört zur Tierliebe…leider. Du wirst merken, wann der richtige Moment gekommen ist. Solange er ohne Schmerzen leben kann, fressen kann, aufstehen kann…warte ab. Sobald Du ernste Anzeichen siehst, das irgendetwas nicht mehr geht, erlöse ihn, aber bleib bei ihm. Ich habe mein lebenlang Tiere ( Hunde über 30 Jahre) , viele mußte ich schon hergeben, geliebte Hunde die mich lange begleitet haben…einmal war ich bei einer Katze nicht dabei, das verfolgt mich bis heute. Es passiert mir nicht nochmal, nicht dabei zu sein.
Sollte es möglich sein, lass den Doc kommen, damit er in gewohnter Umgebung einschlafen darf, und wenn Du kannst, beerdige ihn bei Dir.Mir hat das immer geholfen.Ich wünsch Dir viel Kraft…Du machst das schon richtig…
Margit

Mußtet ihr schon mal einen Hund oder Katze einschläfern
lassen?

Ja, eine Katze.

Hat euch der Tierarzt den Vorschlag gemacht?

Ja, allerdings war auch ohne tierärzliche Augen zu sehen, daß es besser war.

Habt ihr das dann sofort gemacht?

Ja, nachdem der Tierarzt keine andere Möglichkeit mehr sah.

Welche Krankheit hatte euer Hund denn als ihr ihn einschläfern
lassen habt?

Also meine Katze hatte Darmkrebs und bestand am Ende nur noch aus (räudigem) Fell und Knochen.

Falls das bei meinem Hund mal irgendwann so kommen sollte (er
ist 15 Jahre alt), ich weiß nicht, wie ich das überstehen
soll. Das wird der schwerste Gang in meinem Leben.

Wenn Du merkst, daß es nicht mehr geht, daß sich Dein Tier quält, dann gönne ihm einen friedlicheren und schmerzfreieren Tod beim bzw. durch den Tierarzt.
Der Tod eines Haustieres ist immer schlimm, aber zumindestens für das Tier kann es der Besitzer leichter machen.

Gruß
Edith

ich habe es auch erlebt - wobei ich damals nicht mit zum tierarzt war, denn das hatten meine eltern gemacht - ich war damals 19 jahre alt und war bis dahin 13 jahre mit den hund aufgewachsen. noch heute hänge ich sehr an dem hund, träume von ihr etc. :smile:

für meine eltern war es auch hart, keine frage.

wir hatten uns aber eines geschworen - nie soll ein hund wegen unserem egoismus leiden. unser hund hatte krebs - sonst topfit - und hätte in den nächsten tagen eine grosse OP gehabt - die 2 OP. und die erste und vor allem die lange zeit danach war so schwer für sie - wir wollten ihr das nicht nochmal antun, auf keinen fall! (zumal damit nicht klar gewesen wäre, ob es nicht wieder eine neue OP hätte geben müssen)

und so entschieden wir alle gemeinsam. ich ging am nächsten tag das letzte mal mit ihr in den wald etc - es war sehr hart… für mich blieb an diesem tage die welt stehen - gelinde gesagt.

aber wir wussten alle, dies ist das mindeste was wir für unseren hund tun mussten und konnten - nachdem sie uns so viele jahre nur freude gemacht hatte. wir wollten nicht wie andere aus egoismus blind für das leid des tieres sein und die zeit über gebühr dehnen. für sie war es ein guter zeitpunkt - für die halter und liebenden wird es nie einen guten zeitpunkt geben - tod gehört zum leben und so wählten wir den für sie am angenehmsten zeitpunkt (sofern man das beurteilen kann)

meine mutter war mit im zimmer - sie bekam etwas zum einschlafen und meine mutter hielt sie im arm - sie sagte, unser hund war ganz ruhig und es kam ihr so vor als wisse sie was los war und war damit einverstanden.

sie haben nochmals einen hund einschläfern lassen müssen - hier aber in einer akuten schmerzsit., die es nötig machte. - leichter wird es nie laut meiner eltern.

es ist ein liebesdienst meiner ansicht nach, der grösste wohl…

LG

nina

Hai, Nathalie,

Mußtet ihr schon mal einen Hund oder Katze einschläfern
lassen?

Ja :frowning:

Den Kater Fritz: ein schüchternes, zurückhaltendes Wesen. Der bekam eines Tages eine Art Anfall (selbstverständlich kurz vor Mitternacht - wir hatten noch Kunden da und es war eigentlich geplant, die Nacht durchzuarbeiten, um ein Projekt fertig zu kriegen).
Es hat sich dann rausgestellt, daß sein Herz im Eimer war und er schon soviel Wasser in Lunge, Brustkorb und Bauch hatte, daß er kaum noch atmen konnte. Daß er schon tagelang nichts mehr gefressen hatte, war uns nicht aufgefallen, weil genau gleichzeitig die Katze ein Schilddrüsen-Problem entwickelte und im gleichen Maß mehr fraß, wie er weniger. Daß er sehr zurückgezogen war, war ja nicht neu - Rotzblasen und Wasserschnecken haben wir geheult.
Zwei Jahre später war dann die Katze dran. Das Schildrüsen-Problem hieß ja schon, daß sie täglich Medikamente bekam, dann erblindete sie (passend zu Weihnachten) und ca. zwei Monate später fingen ihre Nieren an, auszufallen. Sie hätte Diätfutter kriegen müssen, da es das aber nicht von Whiskas gab, wurde es nicht gefressen :frowning: Auch ihr Herz bekam dann Probleme und als auch bei ihr nichts mehr zu löten war und sich im Brustkorb anfing, Wasser zu sammeln, haben wir nicht gewartet, bis sie tagelang hungerte, sondern haben sie einschläfern lassen, als sie nicht mehr fressen konnte - und wieder waren Rotzblasen und Wasserschnecken angesagt.

Nun haben wir zwei Jünglinge und (hoffentlich) ca 15 Jahre Zeit, bis wir wieder vor einem Abschied stehen.

Gruß
Sibylle

Hi, ja mußte ich auch schon. Ich hatte zwei Kater, der eine wurde fast achtzehn, ihn hatte ich von klein auf. Der zweite war ein Tierschutzkater um kam später dazu.
Dem zweiten Kater hatte ein Volltrottel von Tierarzt beim Ohrenreinigen die Trommelfelle durchstoßen und er wurde natürlich taub. Mein erster Kater wurde dann sozusagen die „Führkatze“.
Fred, mein erster Kater, lief mir eines Abends nach, ich hab´s nicht mitgekriegt - er hörte auch schon schlecht - und wurde überfahren. Es war grauenhaft, ihn im Straßengraben zu finden.
Meit Zweitkater, Festus, hatte danach nicht mehr gefressen und war bis auf die Knochen abgemagert. Ich hab mir das dann noch eine kurze Zeit angeschaut und mit dem Tierarzt beraten, aber er wollte ohne seinen Fred ganz einfach nicht mehr.
Die Tierärztin kam dann zu mit nach Hause, dort hat er erst eine Spritze zum Einschlafen bekommen und dann die Zweite.
Ist heute noch schlimm, wenn ich daran denke.

Hallo!

Meine Eltern habe damals unsere Hund einschläfern lassen. ER war in eine SCherbe getreten und dabei wurde ein Nerv blöd getroffen und mehrer Muskeln durchtrennt. Sein beiden Hinterbeine waren dadurch gelähmt und er hat super gelitten. Er wollte immer mit und konnte nicht und jaulte dann. Er wurde richtig depressiv und nahm ziemlich schnell ab. Es hatte keinen Sinn mehr mit ihm. Da haben meine Eltern ihn erlösen lassen.

Hallo,

habe mal eine Frage zu einem traurigen Thema:

Mußtet ihr schon mal einen Hund oder Katze einschläfern
lassen?

Auch hallo,

Ja, meinen Hund. Er war 17 Jahre alt und hatte mittlerweile ein nicht mehr so rund tuckerndes Herz. Dann bekam er Wasseransammlungen im Bauch die auch nicht mehr wegzubekommen waren. Dazu stellte ich fest, dass er einen Hodentumor hatte (allerdings schmerzfrei). Ich bin immer von der Devise ausgegangen: Altersbedingt krank, gut und schön, da kann man was machen, aber bitte immer mit einer gewissen Lebensqualität.

Nachdem ich den Tumor ertastet hatte, habe ich den Tierarzt nach Möglichkeiten und so weiter gefragt. Er hat mir erklärt, dass der Hund bei einer Operation des Tumors zu 50% auf dem Tisch bleibt, wegen des schlechten Herzens. Da er keine Schmerzen hatte, hat er geraten es so zu lassen wie es ist. Aber der Allgemeinzustand des Hundes wiese darauf hin, dass er noch etwa 4 bis 6 Wochen zu leben hätte.

Daraufhin habe ich beschlossen ihn einschläfern zu lassen. Der Termin war 4 Wochen später. Diese Zeit war unbeschreiblich schrecklich. Je näher der Termin rückte desto fürchterlicher war mir zumute. Allerdings wurde mein Kleiner immer hinfälliger und ich merkte deutlich, dass sowohl die Einchätzung des Artzes richtig, als auch die Entscheidung richtig war ihn nicht länger leiden zu lassen.

Der Termin selbst war unproblematisch. Ich fand dass er sehr ruhig einschlief und dann atmete er eben einfach nicht mehr. Ich habe alles davor durchlitten. Trotzdem habe ich heute noch (9 Jahre danach) manchmal „Trauerattacken“.

Die Entscheidung aber habe ich niemals bereut, dass war so für meinen Hund richtig.

Gruß
Nita

hallo nathalie,

vor 2 monaten wurde unserer kater eingeschläfert. vollkommen überraschend, da wir von einer magenverstimmung ausgegangen waren. daher war ich leider auch nicht dabei, ich hätte ihm gern auch beigestanden.

falls es bei deinem hund notwenig sein sollte, rate ich dir, dir vom tierarzt genau erklären zu lassen, was er vor hat. unser kater bekam eine spritze und fiel dann sofort tot um. nix mit sanft einschlafen und erleben, daß die schmerzen und die angst nachlassen.

ich würde immer darauf bestehen, daß das tier zuerst eine beruhigungsspritze kriegt und erst dann das gift, wie hier mehrfach beschrieben wurde.

Hallo Schokolinda!

ich würde immer darauf bestehen, daß das tier zuerst eine
beruhigungsspritze kriegt und erst dann das gift, wie hier
mehrfach beschrieben wurde.

So ist es auch gesetzlich vorgeschrieben! Der Tierarzt muss (übrigens auch bei Kleintieren wie Nagern oder Kaninchen) zuerst eine Narkose geben und darf erst dann die tödliche Spritze setzen.
Alles andere ist verboten und wird von den Tierärztekammern absolut kritisch gesehen und ggf. auch verfolgt.
Falls ein Tierarzt sich nicht daran hält, sollte man also losziehen und dafür sorgen, dass er das nicht wieder tun wird. Dem eigenen Tier hilft es leider nicht mehr, aber eventuell darauf folgenden :-/

Liebe Grüsse
Bine

hallo loussy,

vielen dank für deine antwort! ich wußte nicht, daß dies eine gesetzliche vorschrift ist. ich werde den zettel mit dem behandlungsprotokoll hervorkramen, auf dem die verwendete substanz vermerkt ist, und danach im internet recherchieren.

Hallo,

auch vielleicht von mir etwas zu diesem Thema.
Ich musste im März diesen Jahres meinen Hund (schwar/weisser Collie) einschläfern lassen. Er wurde 14 Jahre alt und hatte ihn von klein auf.
Er war eigentlich immer mopsfidel bis er einen grünlich/eitrigen Ausfluss aus der Nase bekam. Wir haben zahlreiche Tierärzte aufgesucht, die uns aber alle nicht helfen konnten. Niemand wusste woher da kam. Analysen, Untersuchungen… aber ekien Antworten. Wir sind dann zur Tierklinig Düppel in Berlin gefahren die haben ihn komplett durchgecheckt. Sie meinten er hätte 3 Tumore (neben der Milz und am Rücken) udn es wäre eigentlich nur nich die Frage ob heute oder morgen eingeschläfert werden soll. Ich hab meinen „Alex“ angeschaut und gewusst … nee noch nicht. Er hat dann noch ein Jahr weitergemacht. Die Ärzte waren selbst überrascht und bescheinigten uns einen Fortschritt. Operation war nicht mehr möglich da er zu alt war und die Möglichkeit bestand, daß er aus einer Narkose nicht emhr aufwacht. Letztlich stagnierte die Heilung aber und der Ausfluss blieb nach wie vor. Hinzu kam dann arge Schwierigkeiten beim laufen, setzen und aufstehen. Anfang März war ich auf einer Versammlung und hatte mein Handy ausgeschaltet… als meine Freundin reinkam und und aufgelöst sagte das es dem Hund sehr schlecht ginge. Bin dann sofort hin und hab ihn da liegen sehen. Er konnte sich nicht mehr bewegen. Da war mir klar… ok… das soll heute sein letzter Tag sein. man sieht es einfach. In der Klinik wurde er notversorgt und annähernd stabilisiert. Auf einem Röntgenbild und durch Abtasten hab ich gesehen das der Milztumor mittlerweile Volleyballgrösse hatte (Wachstum innerhalb einer Woche). Besserung des Zustandes war nicht in Sicht. Eine Alternative gab es nicht. Ich kann als Hinweis geben… sich beim Einschläfern Zeit zu lassen (relativ) und sich richtig, allein zu verabschieden. Bei mir ging alles so schnell das ich heute denke das ioch hätte mehr für ihn tun können in seinen letzten Minuten. Er hört einfach auf zu atmen. Der schlimmste Augenblick in meinem Leben. 14 jahre lang treuer Begleiter und nun ist er weg. Aber man muss sich auch im Klaren sein, das man dem Hind einen gefallen tut. Er braucht uns und unsere Entscheidung. Wenn mein Hund apathisch in der Ecke gelegen hätte dann wäre das für mich ein Zeichen gewesen. Es ist eines diese „Phänomene“… das man als Herrchen/Frauchen genau weiss wann es zu Ende geht. Man kennt seinen Hund ganz genau.
Die Entscheidung ist schwer aber man wird dabei kaum eine falsche Entscheidung treffen können. Die Zeichen sind unverkennbar.

Robert

ich hab am 13.12.2002 meine Katze Lisa einschläfern lassen (sie war 8 Jahre alt und hatte Leukose im Endstadium) Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich eingesehen hab, dass es für Lisa wohl angenehmer ist, wenn sie eingeschläfert wird - sie konnte am Ende kaum noch laufen und lag nur noch auf ihrem Sofa und hat geschlafen. Essen konnte sie außer Kartoffeln mit Milch aufgeweicht gar nichts mehr.
Als wir dann am 12. Dezember beim Tierarzt waren, um ihr eine Cordisonspritze mit Schmerzmittel geben zu lassen, meinte er, dass er die Dosis mitlerweile so hoch ansetzen müsse, dass das für die Katze fast wie eine Dauernarkose sei. Er erzählte das so selbstverständlich, ohne irgendwelche Gefühle (ist wahrscheinlich wegen seinem Job, weil er das Tag täglich macht) für mich war das schrecklich. Es war ja nicht mehr die Lisa, die ich mit 4 bekam.
Und an dem Abend fragt ich mich, wie es für mich wäre, wenn ich in einer Art Dauerschlaf wäre und nur noch so vor mich hindösen würde. Da wusste ich dann, dass das nicht das Leben ist, dass ich mir für meine Lisa wünschte und rief mit Mama noch spät Abends beim Tierarzt an ,dass wir morgen früh zu ihm in die Praxis kommen und Lisa einschläfern lassen wollen. Ich durfte an diesem Tag - das einzigste mal in Lisas ganzem Leben- lisa mit zu mir ins Bett nehmen. Hab eigentlich nur die ganze Zeit geweint und Lisa erzählt, wie das damals war, als ich sie bekommen hab und wie ich mich über sie gefreut hab und was wir alles zusammen gemacht haben. Hab Lisa dann erzählt, dass sie bald in den Katzenhimmel kommt und ich sie immer lieb haben werde, sie nie vergessen werde und was man halt so erzählt, wenn man 12 ist und total traurig, weil man weiß, dass die Katze stirbt.
jedenfalls sind wir dann am morgen zum Tierarzt gegangen und dort bekam Lisa die Spritze. Mama war bei Lisa, als sie endgültig einschlief. Ich wartete solange vor dem Behandlungsraum, weil der Arzt meinte, dass das besser für mich sei.
Ein letztes Mal sah ich die tote Lisa und war mir ziemlich sicher, dass es das beste war, was ich jemals für sie gemacht hab. Mama meinte, dass ich an dem Tag nicht mehr zur Schule müsse, aber ich wollte unbedingt. Vorher sind wir nochmal kurz zu uns gefahren und ich hab für Lisa ein Kreuz im Garten aufgestellt und dazu eine Kerze angezümdet und Candle in the wind gespielt und nochmal ziemlich viel geweint und dann bin ich zur Schule gefahren.
Und an dem Tag hatte ich Sport und ausgerecht am 13.12 ist mir der Barren auf den rechten Zeigefinger gefallen und der Finger war gebrochen. Musste dann operiert werden und ich hatte 2 Monate lange einen Gips und hab heute noch ne ca. 7 cm große Narbe auf dem Zeigefinger. Immer, wenn ich auf meine Hand sehe, muss ich automatisch an Lisa denken. Irgendwie komisch, aber ich denke, dass das fast so sein sollte, dass ich sie auch wirklich niemals vergesse.