Einschlafen nur an der Brust?

Hallo,

ich hoffe, es kann mir einer von Euch einen Rat geben.
Unsere Tochter Leandra ist nun 6 Monate alt. Im Moment wird sie noch voll gestillt. Unser Problem ist das Schlafen. Tagsüber schläft sie überhaupt nicht mehr. Wenn ich Glück habe, schläft sie mal 1 Stunde im Kinderwagen (aber nur wenn der fährt), obwohl sie hundemüde ist, sich ständig die Augen reibt und vor sich hin jammert. Ich lege sie dann auch in ihr Bett. Dort jammert und weint sie dann vor sich hin, zieht sich ständig den Schnulli raus, spielt damit… Wenn ich nur zu ihr hingehe, ihr über den Kopf streiche, den Schnulli wieder reinstecke, zieht sie das auch 1 Stunde oder länger durch. Ich habe auch schon das Pucken versucht. Lange Zeit schlief sie nur, wenn der Fön lief. Der zieht aber seit einiger Zeit nicht mehr. Abends schläft sie mir nur an der Brust beim Stillen ein. Wenn sie dann endlich schläft, trage ich sie dann ins Bett.
Vielleicht ist das falsch… Aber es bricht mir das Herz, sie weinen zu lassen. Außerdem will ich beim Schlafen keine „Gewalttouren“. Eigentlich möchte ich, daß das Schlafen etwas Schönes und Angenehmes für sie ist.

War es bei Euch ähnlich?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Viele Grüße

Kerstin

Hallo,

Abends schläft sie mir nur an der Brust
ein.

War es bei Euch ähnlich?

Geht mir bis heute so, meine Freundin stört’s nicht. :wink:

(SCNR)

Hallo!

Solange Sie nicht schreit ist das doch alles nur halb so wild.

Auf Nuckel kann man verzichten. Tagsüber möglichst immer zur selben Zeit im Bett mal alleine lassen, ohne dauernd zu checken sollte genügen. Ein bißchen motzen und mosern ist kein Problem.

Meine kleine ist über 11 Monate und will auch nicht einschlafen. Die letzten drei Wochen war aber auch so viel los, dass Ihr Rythmus gestört wurde und man einfach wieder einen einführen muss.

Rythmus ist so wichtig für das Baby und die Mutter. Da kann man das mosern und meckern schon mal locker nehmen.

Viel Spaß

Besten Gruß
Mathias

Hi Kerstin,

ja, bei uns war es ähnlich. Und ich habe nie diese Praktiken versuchen wollen, bei denen man ein Kind gezielt für einige Minuten schreien läßt. Wenn sich alles in Dir dagegen sträubt, ist das ein Zeichen dafür, daß Du recht hast.

Mein Kleiner ist zwei Jahre lang gestillt worden, vier Monate voll, und bis er ca. 10 Monate alt war, schlief er nur an der Brust ein. Irgendwann hat sich das von selbst gegeben.

Ich mochte die Nuckelei abends einfach nicht mehr und habe das Einschlafritual verändert. Das kannst Du auch tun: Das Stillen _vor_ dem Einschlafritual, nicht mehr dazu gehörig platzieren.

Ein immer gleichbleibendes Einschlafritual ist wichtig, damit die Kleine glech spürt, daß gleich das Schlafen los geht und „runterkommen“ kann.

Schläft sie denn, wenn sie tagsüber so wenig schläft, nachts viel und/oder durch?

Liebe Grüße,
Nike

Hi Kerstin,

ja, bei uns war es ähnlich. Und ich habe nie diese Praktiken
versuchen wollen, bei denen man ein Kind gezielt für einige
Minuten schreien läßt. Wenn sich alles in Dir dagegen sträubt,
ist das ein Zeichen dafür, daß Du recht hast.

Mein Kleiner ist zwei Jahre lang gestillt worden, vier Monate
voll, und bis er ca. 10 Monate alt war, schlief er nur an der
Brust ein. Irgendwann hat sich das von selbst gegeben.

Ich hoffe sehr, daß das auch mal bei uns passiert.

Ich mochte die Nuckelei abends einfach nicht mehr und habe das
Einschlafritual verändert. Das kannst Du auch tun: Das Stillen
_vor_ dem Einschlafritual, nicht mehr dazu gehörig platzieren.

Eigentlich finde ich das nicht soooo schlimm, aber oft schlafe ich drüber ein und mein Mann sitzt den ganzen Abend allein da. Das ist irgendwie doof und ich frage mich wie es sein wird, wenn ich irgendwann (+/- 1 Jahr) mal abstille.

Ein immer gleichbleibendes Einschlafritual ist wichtig, damit
die Kleine glech spürt, daß gleich das Schlafen los geht und
„runterkommen“ kann.

Das „Runterkommen“ erreiche ich tagsüber bei ihr fast nur mit dem Fön; wenn überhaupt. Kurz bevor ich sie abends stille, singen wir noch ein bestimmtes Lied, damit sie weiß, es geht nun ins Bett.

Schläft sie denn, wenn sie tagsüber so wenig schläft, nachts
viel und/oder durch?

Sie schläft nachts ca. 11 Stunden, kommt aber noch alle 3 Stunden zum Stillen. Ich hoffe, daß sich das etwas gibt, wenn sie dann abends den Milchbrei bekommt.

Liebe Grüße

Kerstin

Einschlafen nur an der Brust?
Hallo,

ich habe meine Tochter auch 17 Monate gestillt. Sie schläft noch heute bei uns im Bett(wird im Juli 3) und so fand ich es immer ganz praktisch. Ich hab mich mit Ihr hin gelegt gestillt bis sie geschlafen hat und bin dann wieder aufgestanden. Wenn es dich eigentlich nicht stört sie in den Schlaf zu stillen dann mach es weiter so. Alles andere ergibt sich irgendwann von alleine. Mit sechs Monaten ist es nicht ungewöhnlich das sie nachts oft wach wird, es ist ein irrglaube das Kinder in dem Alter durch schlafen „müssen“ . Lass Ihr Ihren eigenen Rhythmus und macht euch keinen Stress mit solchen Fragen, dann geniesst Ihr noch eine lange Stillzeit :o)

LG
Sandy

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Hi nochmal,

Eigentlich finde ich das nicht soooo schlimm,

Das ist wahrscheinlich der Punkt. Ich vermute, es wird anders, wenn Du selber merkst, daß Du es nicht mehr willst. Bei uns war es so.
Solange Ihr beide (also Leandra und Du) Euch gut dabei fühlt, macht es doch so.

aber oft schlafe
ich drüber ein und mein Mann sitzt den ganzen Abend allein da.

Kenn ich, KENN ich. Das passiert aber auch jetzt noch. „Ausgemuttert“ nennt sich der Müdigkeitszustand. :wink:

Das ist irgendwie doof und ich frage mich wie es sein wird,
wenn ich irgendwann (+/- 1 Jahr) mal abstille.

Dann wird es ohne Stillen gehen, ist doch klar. Im Zweifelsfall fällt der Kleinen dann was anderes ein, mit dem sie das Schlafen rauszögern kann. :stuck_out_tongue:

Das „Runterkommen“ erreiche ich tagsüber bei ihr fast nur mit
dem Fön; wenn überhaupt. Kurz bevor ich sie abends stille,
singen wir noch ein bestimmtes Lied, damit sie weiß, es geht
nun ins Bett.

Vielleicht solltet Ihr versuchen, ein richtiges Ritual einzuführen, mit ca. 6 Monaten sind Kinder aufnahmebereit für so etwas. Also immer gleich: Ausziehen/Windeln/Schlafanzug an, dabei vielleicht schon eine bestimmte Spieluhr, damit sie weiß „das ist das Ausziehen vor dem Zubettgehen“, dann noch ein Buch vorlesen, ein Lied singen, Licht aus, schlafen. Immer gleich. Das hilft wirklich.

Sie schläft nachts ca. 11 Stunden,

Ist doch recht viel. Es gibt Kinder, die schon früh nicht mehr tagsüber schlafen wollen. Versuche es dennoch immer wieder, sie zu legen, manchmal kommt sie _wieder_ auf den Mittagsschlaf.

kommt aber noch alle 3
Stunden zum Stillen. Ich hoffe, daß sich das etwas gibt, wenn
sie dann abends den Milchbrei bekommt.

Ja, das wird besser. Aber so richtig weggehen wird es erst, vermute ich, wenn Du ganz abstillst. :confused: Ich habe meinen Kleinen ja, wie gesagt, 2 Jahre gestillt, und er kam noch mit 18 Monaten ein- bis zweimal Nachts. Nicht, weil er Durst hatte, sondern weil er einfach nuckeln wollte. Hat mich aber nie gestört - da er ohnehin bei uns schlief, wurde ich noch nicht mal wach dabei. :smile:

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Kerstin,

irgendwie tut es mir leid dir das sagen zu müssen, aber dein ganzer Artikel klingt nach grenzenlosem verwöhnen. Auch das ist bei Säuglingen schon möglich. Meine Kinder sind 12 und 13 1/2 aber dennoch kenne ich vieles noch.
Als erstes empfehle ich dir die Zeitschrift „Eltern“ zu abonnieren. Bessere Tips wie die Autoren dort kann ich dir auch nicht geben.
Als Soforthilfe probier mal folgendes:

Tagsüber schläft sie überhaupt nicht mehr.

OK dann soll sie sich zumindest zeitweise selbst beschäftigen. Bei einem so kleinen Kind ist es das Beste die Krabbeldecke in die Küchen zu legen ( wenn der Platz da ist )

Wenn ich Glück
habe, schläft sie mal 1 Stunde im Kinderwagen (aber nur wenn
der fährt), obwohl sie hundemüde ist, sich ständig die Augen
reibt und vor sich hin jammert. Ich lege sie dann auch in ihr
Bett. Dort jammert und weint sie dann vor sich hin, zieht sich
ständig den Schnulli raus, spielt damit… Wenn ich nur zu ihr
hingehe, ihr über den Kopf streiche, den Schnulli wieder
reinstecke, zieht sie das auch 1 Stunde oder länger durch. Ich
habe auch schon das Pucken versucht. Lange Zeit schlief sie
nur, wenn der Fön lief. Der zieht aber seit einiger Zeit nicht
mehr.

Hier hat das Verwöhnen angefangen. Ein Kind schläft nur ein wenn der Fön läuft? Hoppla da läuft was schief!
Leg das Kind mit dem gewohnten Abenritual ( wichtig!) ins Bett. Dann gute Nacht und raus aus dem Zimmer. Nach 2 Minuten Schreien wieder rein, nicht aus dem Bett nehmen, nur beruhigen, dann wieder raus. Nach 2 Minuten schreien …

Die Zeitspanne in der du im Zimmer erscheinst dehnst du von Tag zu Tag aus. Also 3 Min dann 5 dann 10 …

Still sie im Wohnzimmer oder sonstwo, hauptsache sie ist wach wenn sie ins Bett geht.

Und ganz wichtig: es ist keine Gewalttour, wenn ein Kind mal ein paar Minuten schreit. Auch kleinen Kindern muss man Grenzen setzen.

Viel Erfolg

Katrin

Hallo Kerstin,

lass dir bloß nix einreden von verwöhnen und so! Unsere Tochter hat ein fast einstündiges Zubettgeh-Ritual: Abendessen - Töpfchengehen (sie ist jetzt 2) - baden - ins Schlafzimmer gehen - Lied singen und dabei noch Wasser trinken, wenn sie mag - ins Bett gehen - Gute-Nacht-Gebet - 1 Lied - Noch kurz über etwas sprechen, was sie am tag besonders toll gemacht hat - noch ein Lied - Ende vom Gelände. Ich weiß, das klingt furchtbar aufwändig, aber die meisten Sachen machst du abends sowieso (Essen, Baden…). das Einschlafritual ändert sich natürlich moderat mit dem Alter des Kindes; solange der Großteil gleichbleibt, ist das in der Regel kein Problem. Unser Wirbelwind schläft wirklich jeden abend spätestens um sieben Uhr (Hurra - den ganzen Abend für uns!!), solange sie gesunde ist. Wenn sie weint, gehe ich IMMER zu ihr, nehme sie allerdings nicht aus dem Bett, singe nicht, spiele nicht, mache höchstens ein kleines Licht an und spreche nur ruhig und leise mit ihr… Das einzige „Problem“,das wir haben, ist, dass wir Lieder, die im Ritual vorkommen, niemals in anderem Kontext singen dürfen, da wird Prinzesschen fuchsteufelswild!

Ich wünsch dir gaaaaaaanz viel Geduld - das wird schon!

HariBoo

Hallo Kerstin,

kopfschüttelnd hab ich deinen Artikel gelesen, ich sag nur
eins : Grenzen setzen !

… Sie schläft nur bei laufendem Fön ?
… im Kinderwagen (aber nur wenn der fährt),

Ein bischen „Theater“ beim Zu-Bett-Gehen ist ja ok und auch völlig
normal, aber du/ihr solltet nicht alles mitmachen und einige Dinge
einfach gar nicht erst anfangen. Liedchen singen, Geschichten vorlesen ok,
aber nen laufenden Fön, oder ein fahrender Kinderwagen das ist einfach
zuviel der Liebe, selbst wenn das funktioniert.
Auch später, wenn sie dann zu diskutieren anfangen, seit „Ihr“ die/derjenige
der bestimmt wie weit das geht. Wenn Kinder spüren, das es bestimmte
Grenzen gibt, die nicht überschritten werden, akzeptieren sie diese
gewöhnlich auch recht schnell, selbst wenn man ne gelegentliche
Ausnahme bei Krankheit oder sonstiger Plage zuläßt.

Liebe(s) Gruess(l)e
R2D2