Hallo zusammen!
Ich habe ein Problem, was mich momentan sehr belastet und hoffe hier Antworten zu bekommen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, in welchem Brett ich schreiben sollte, aber „Psychologie“ erschien mir noch am ehesten passend.
Es geht darum, dass ich nachts nie einschlafen kann und tagsüber nur müde „rumhänge“ und mit mir gar nichts anzufangen ist.
Warum ich nicht einschlafen kann liegt zum einen daran, dass ich mit der aktuellen Beschäftigung, die ich abends beginne (in 95% der Fällen ist das „einfach nur“ nachdenken) nicht aufhören kann und weil ich solange an einer Sache sitze, bis ich sie beendet habe - ohne Unterbrechungen-.
Zum anderen bin ich aber einfach ein sehr nachtaktiver Mensch. Nachts fallen mir die besten Ideen ein. Nachts kann ich am besten arbeiten. Und vor allem bin ich nachts hellwach und fit.
Nun wundert mich das etwas, denn ich habe eigentlich genug Hobbys, unter anderem Sport und dazu noch die schulischen Pflichten, die mich auf Trab halten, so dass man meinen könnte, ich falle nachts dann nur noch ins Bett. Tja nur leider habe ich so gegen 22.00 Uhr einen Wendepunkt und änder die tagsüber durchgehend müde Stimmung fast schlagartig und bin fit und aktiv. In den Ferien kommt es dann vor, dass ich erst um 4, 5, 6 Uhr schlafen kann oder auch die Nacht durchmache. Während der Schulzeit schaffe ich es meistens zwischen 02.00 oder 02.30 (und selbst das ist für mich nicht einfach, wenn man bedenkt zu welcher Zeit ich in den Ferien schlafen gehe…). Das Schlechte daran ist nur, dass ich um 05.45 auch schon wieder aufstehen muss um zur Schule zu fahren, in der ich mich im Übrigen meistens gar nicht konzentrieren kann und von meinem Bett träume. Und ich bin von Natur aus sowieso ein Mensch, der viel Schlaf braucht. Schon als Kind konnte ich zu jeder Zeit an jedem Ort und vor allem unnormal viel schlafen. Und auch heute schaffe ich es problemlos 12-14 Stunden durchzuschlafen (nur eben eher tagsüber).
Kennt vielleicht jemand das Problem? Kann mir jemand sagen, wie man damit umgehen soll? Ich freue mich auf Antworten, da ich wirklich am verzweifeln bin.
PS: falls das eine Rolle spielt: Ich bin jetzt 17 Jahre alt.
PS: falls das eine Rolle spielt: Ich bin jetzt 17 Jahre alt.
das spielt sicher eine Rolle. Kleinkinder haben ein unnachmahmliches Talent, gerade am Wochenende morgens um 6 gutgelaunt und hellwach im Gitterbettchen zu stehen und von den Eltern die ihnen zustehende Aufmerksamkeit einzufordern. Kinder in der Pubertät neigen dazu, lange zu schlafen, was sowohl die Dauer als auch die Zeit des Aufwachens betrifft.
All das ist völlig normal, kenne ich sowohl aus meiner Jugend als auch aus der meiner Kinder. Aus meiner Jugend habe ich auch die Tendenz, nachts fit zu sein, jeden Tag den Zeitpunkt des Schlafens nach hinten zu verschieben und ab und zu einen Tag zu überrunden in mein Erwachsenenleben rübergerettet.
Da hilft nur ein äußerer Taktgeber, also etwas. was dich morgens zum Aufstehen zwingt. Zusätzlich solltest du lernen, irgendwann gegen Ende des Tages einen Schlussstrich zu ziehen.
Da gibt es eine Reihe von Entspannungstechniken, zu denen dir sicher andere mehr sagen können. Entscheidend ist aber die innere Einstellung: Jetzt ist Feierabend, die Pflichten sind erledigt, und wenn nicht, mach ich sie morgen fertig.
Pflichterfüllung im Übermaß, verbunden mit Schuld-, Überforderungs- und Unterlegenheitsgefühlen ist auf jeden Fall ein direkter Weg in die Depression. Und da spielen Schlafstörungen keine unwesentliche Rolle.
Schlafen setzt Abschalten voraus, das musst (und kannst) du lernen.
Wenn du danach googelst wirst du hunderte von Varianten der Muskelrelaxation finden. Aber die unter dem Link finde ich persönlich am besten. Sehr beruhigende Stimme, langsam gesprochen mit dezenter Hintergrundmusik.
Ich fand es anfangs auch komisch, aber es hat mir geholfen !!
Und ich bin ein Mensch der erst glaubt das etwas funktioniert wenn er es selbst gesehen / getestet hat.
es scheint so, als wärest Du eine „Nachteule“.
Ob jemand eine Nachteule oder eine Morgenlerche oder irgendwas dazwischen ist, ist wohl z.T. genetisch bedingt.
Sprich: Es lässt sich nur bedingt daran was ändern. Ob das mit 17 Jahren so schon gefestigt ist, kann ich nicht sagen. Meist löst sich das Problem, wenn man einen entsprechenden Job hat (Spätschicht).
Leider ist unsere Gesellschaft eher Richtung Morgenlerchen fixiert.