Einschlafprobleme Selbstwecken

Moin,

wenn ich Stress habe - oder zu haben glaube - hab ich oft Probleme einzuschlafen.

Alles ist auf „Einschlafen“ eingestellt, manchmal leise Musik im Hintergrund oder …

Ich dämmer auch so langsam in den Schlaf, aber:

wenn ich sozusagen eingeschlafen bin, gibt es immer ein wechselndes Alarmsignal, z.B. Hundegebell, Haustürklingel, Autohupe usw., sodass ich sofort wieder hellwach bin.

Da ich alleine wohne, könnte es ein Schutzmechanismus sein. Ich bin aber kein überängstlicher Typ. Mir fällt keine Erklärung ein.

Ich kann leider auch nicht sagen, wann ich dieses Phänomen zum ersten Mal wahrgenommen habe.

Die letzten 10 Jahre waren extrem unruhig, das würde die These „Schutzmechanismus“ erklären, gibt es andere Erklärungen?

Ich messe dem keinen Krankheitswert zu, es ist einfach nur störend.

Danke für eure Tipps, Meinung oder Hinweise.

Gruß Volker

Moin Volker,

während du einschlafen willst, versuche alles aufzuschreiben, was dich stört. Der Streß, das Hundegebell, deine Gedanken usw. Höre ganz genau hin, beobachte deine Gedanken…und schreibe alles auf. Du kannst/ solltest auch aufschreiben, was dich nicht stört, also Dinge, die dir gefallen (z.B. die Stille zwischen Hundegebell und Autohupe).

Oft ist die Liste der störenden Dinge länger. Wenn die Liste der angenehmen Dinge länger wird, dann kannst du auch schlafen.

Es ist alles nur eine Frage der eigenen Bewertung. :wink:

LG Ralf E.

Lieber Volker,

das Problem kenne ich gut. Ich habe es selber phasenweise. Immer wieder mal.

wenn ich Stress habe - oder zu haben glaube - hab ich oft
Probleme einzuschlafen.

Ich weiß nicht, was du genau unter Stress verstehst. Bei mir hängt es immer mit Stress zusammen. Stress in dem Sinne, dass ich entweder zu viel zu tun habe, oder das, was ich zu tun habe, mir Sorgen bereitet (kann ich das? schaff ich das? und wann soll ich das eigentlich alles schaffen).

Alles ist auf „Einschlafen“ eingestellt, manchmal leise Musik
im Hintergrund oder …

wenn ich sozusagen eingeschlafen bin, gibt es immer ein
wechselndes Alarmsignal, z.B. Hundegebell, Haustürklingel,
Autohupe usw., sodass ich sofort wieder hellwach bin.

Ich glaube, mit der gegenwärtigen Einschlafsituation hängt das wenig zusammen. Es ist etwas anderes, was den Körper quasi in permanente Alarmbereitschaft versetzt. Eben z.B. der oben beschriebene Stress.

Da ich alleine wohne, könnte es ein Schutzmechanismus sein.
Ich bin aber kein überängstlicher Typ. Mir fällt keine
Erklärung ein.

Das glaube ich auch nicht. Ich bin auch nicht überängstlich (was Einbrecher betrifft und so. Die Angst kommt aus einer anderen Ecke.
Und ich glaube schon, dass es etwas mit Ängsten oder Anspannung zu tun hat.

Ich kann leider auch nicht sagen, wann ich dieses Phänomen zum
ersten Mal wahrgenommen habe.

Wie oft beobachtest du es denn? Phasenweise? Immer? Immer öfter?

Ich messe dem keinen Krankheitswert zu, es ist einfach nur
störend.

Ich glaube auch nicht, dass es Krankheitswert hat. Es ist ein Symptom für etwas anderes. Aber es kann durchaus Krankheitswert bekommen. Wenn man auf Dauer schlecht schläft, gelangt man irgendwann in einen Teufelskreis (Probleme - schlechter Schlaf - unausgeruht und wenig leistungsfähig - noch mehr Probleme - noch schlechterer Schlaf).

Und die körperliche Erschöpfung aus Schlafmangel kann auch irgendwann zu einem Problem an sich werden.

Danke für eure Tipps, Meinung oder Hinweise.

Ich würde schauen, aus welcher Ecke Ängste, Probleme und Anspannungen kommen könnten, und das Problem von dieser Seite angehen. Etwa:Arbeit reduzieren, Probleme mit Mitmenschen zu lösen oder zu entspannen versuchen, Arbeit anders organisieren, was auch immer. Vielleicht ist es auch eine Unzufriedenheit mit der allgemeinen Lebenssituation.
Welches die dahinterliegenden Ursachen sind, kann hier letztlich außer dir keiner wissen.

Ich wünsche dir viel Glück

Viele Grüße

Doitmyself

Hallo Doitmyself,

das Problem kenne ich gut. Ich habe es selber phasenweise.
Immer wieder mal.

vielen Dank für Deine Antwort, zumindest bin ich nicht alleine :wink:
[…]

Wie oft beobachtest du es denn? Phasenweise? Immer? Immer
öfter?

Phasenweise, erfreulicherweise immer seltener, trotzdem interessiert mich eine schlüssige Interpretation. Es hat sich bei mir sehr viel entspannt seitdem ich in die Frührente gegangen bin.

Ich glaube auch nicht, dass es Krankheitswert hat. Es ist ein

[…]

Ich wünsche dir viel Glück

Danke.

LG Volker

Moin Ralf,

erstmal vielen Dank für Deine Antwort.

während du einschlafen willst, versuche alles aufzuschreiben,
was dich stört.

Das wird schwierig, wenn ich dann Licht anmache um etwas aufzuschreiben, bin ich wieder wach.

Oft ist die Liste der störenden Dinge länger. Wenn die Liste
der angenehmen Dinge länger wird, dann kannst du auch
schlafen.

Siehe auch meine Antwort oben, die Liste der Störung hat arg abgenommen! Aber da ich das Phänonomen „mal wieder“ hatte, wollte ich endlich mal andere Meinungen hören. Ich wollte die Frage schon oft hier stellen, aber irgendwie habe ich es immer verschoben.

LG Volker

Hallo Volker,

ich würde eine gelungene (Selbst-)Konditionierung dahinter vermuten. Das Selbstwecken ist möglicherweise irgendwann zufällig passiert, hat dich aber in einer so sensiblen Phase erwischt, dass du es nicht einfach wieder vergessen hast.

In einer vergleichbaren Situation hat sich dein Unterbewusstsein daran erinnert und das Wecken wiederholt, wodurch es dir verstärkt ins Bewusstsein kam.

Inzwischen stellst du selbst bereits direkte Zusammenhänge zwischen Stresssituationen und dem Selbstwecken her, was vermutlich eine bestimmte Erwartungsspannung erzeugt, welche wiederum das Wecken verstärkt.

Inzwischen sind deine Wahrnehmung „Ich habe Stress“ und das Wecken zuverlässig miteinander verknüpft. Dass es seit deiner Ruhestandsphase abgenommen hat, könnte damit zusammenhängen, dass sich die Wahrnehmung „Ich habe Stress“ seltener einstellt.

Wenn es so wäre, würde das bedeuten, dass du etwas, was du gelernt hast, auch wieder verlernen kannst. Da du den Schlafzustand nicht willentlich beeinflussen kannst, müsste der Weg wohl über die Veränderung der Stresswahrnehmung führen. Wenn es dir gelingt, die Situation neu zu bewerten, also Stress nicht mehr als etwas Unangenehmes, Bedrohliches zu empfinden, sondern als vorübergehende Befindlichkeit ohne besonderen Stellenwert zu definieren, könnte sich im Laufe der Zeit möglicherweise auch dein innerer Wecker abschalten.

Rein gefühlsmäßig könnte ich mir in diesem Fall übrigens auch eine Hypnose als Lösung vorstellen. In diesem Fall käme die Umkonditionierung nicht von dir, sondern vom Hypnotiseur.

Ist aber alles nur eine Idee :smile:.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo Volker,
hast Du schon einmal auf deinen Herzschlag nach dem wiederholten Wachwerden gehört?
Ich habe an mir festgestellt das ich blöd gelegen habe, nicht richtig geatmet habe. Oder das Genick so seitlich abgeknickt war.Ich halte das für eine Schutzfunktion des Körpers.
Grüße Steinpilz72

Hi,

dank Dir, ne, ich habe schon meine „richtige“ Einschlafposition, die zwar auch stimmungsabhängig ist, aber nicht zu irgendwelchen „Extremsituationen“ führt.

Gruß Volker

Hallo Jule,

Dank auch an Dich.

ich würde eine gelungene (Selbst-)Konditionierung dahinter
vermuten. Das Selbstwecken ist möglicherweise irgendwann
zufällig passiert, hat dich aber in einer so sensiblen Phase
erwischt, dass du es nicht einfach wieder vergessen hast.

Ok, ein interessanter Gedanke, dann müsste es ca. 12 Jahre zurückliegen, als mir klar wurde, dass mir die Arbeitslosigkeit drohte - Dank an einen großen amerikanischen Konzern -.

Rein gefühlsmäßig könnte ich mir in diesem Fall übrigens auch
eine Hypnose als Lösung vorstellen. In diesem Fall käme die
Umkonditionierung nicht von dir, sondern vom Hypnotiseur.

Meine Situation hat sich sehr entspannt, nur hatte ich dieses Phänomen mal wieder und wollte dem endlich nachgehen.

Da ich dem Ganzen keinen Krankheitswert beimesse, wäre eine Hypnose-Behandlung bei mir vermtl. eher Stress auslösen, da ich sie wohl selbst bezahlen muss. Meine Rente ist halt ausreichend, aber solchen Luxus kann ich mir dann doch nicht leisten.

LG Volker

Hallo,

wann gehst Du denn zu Bett?

Nach den Lehren des Ayurveda ist es günstiger vor 22.00 Uhr (bis dahin Dosha Kapha Wasser/Erde) Schlafen zu gehen um schneller einzuschlafen und besser durchzuschlafen.
Nach 22.00 Uhr hat der Körper einen anderen Rhythmus (Dosha Pitta - Feuer) und es ist schwieriger einzuschlafen und durchzuschlafen. Dieser Schlaf ist dann nicht so erholsam für den Körper.

Gruß

Kerstin

Hallo Kerstin,

Danke für Deine Nachfrage, ok, erwischt, ich bin ein absolutes Nachttier.

Ich gehe selten vor ein/zwei Uhr in´s Bett, es kann aber auch mal drei oder vier werden. Ich lege auch wenn möglich Termine so, dass ich bis 10 - 11 ausschlafen kann.

Insofern habe ich einen regelmäßigen Schlafrhytmus, nur gegenüber dem „Standard-Tagesablauf“ um ein paar Stunden verschoben.

Oft mache ich mir auch noch um ca. diese Zeit noch etwas zu essen.

Vlt. ist es ja vererbt. Meine Großmutter erzählte mir immer, interessante (Radio-)Sendungen kommen erst nach 24 Uhr.

Nun gut, auch im TV kommen interessante Sendungen erst nach 23 Uhr. Nein, nicht die Sendungen, bei denen aus Geldmangel die Damen auf Kleidung verzichten müssen :wink:

Kabarett, politisch kritische Sendungen usw. kommen einfach sehr spät.

Ich kann mich da dann wirklich festbeißen.

LG Volker

Hallo Volker

es ist nicht einfach nur eine Zeitverschiebung.

Von 1.00 bis 3.00 Uhr nachts ist die Regenerationszeit der Leber, davor die der Galle von 23.00 bis 1.00 Uhr.
Die Leber regeneriert sich nur im Liegen. Also um diese Zeit noch „aufrecht“ zu sein und evetuell noch Alkohol zu trinken, ist extremer Streß für den Körper. Natürlich ist es auch Streß, wenn Du noch so spät ißt. Vor allem Eiweiße kann der Körper dann schlecht verarbeiten. Diese bleiben dann irgendwo auf der Strecke liegen und bilden bei ihrem Zerfall toxische Stoffwechselabfälle, Indole und Skatole. Das ist wie so ein bischen Leichengift - eben Eiweißzerfall. Natürlich passiert das ständig im Körper, jedoch nicht über längere Zeit und in geringeren Mengen. Über den Darm werden diese Stoffe regelmäßig ausgeschieden. Jedoch in der Nacht werden die Toxine aus dem Darm wieder resorbiert, gelangen wieder zur Leber (die eigentlich froh war den Dreck losgeworden zu sein)und schädigen diese.
Da wird wohl jeder schlecht schlafen.

Und dann gibt es noch so unsinnige Diäten „Schlank im Schlaf“, welche genau das Prinzip nutzt. Man soll dabei abends nur Eiweiße essen, die werden dann nicht ausreichend verstoffwechselt und man kann tatsächlich abnehmen. Der Rest der Arbeit wird dann erst am nächsten Morgen erledigt. Allerdings geht das auf Kosten der Leber.

Gruß

Kerstin

Hallo Kerstin,

danke für Deine interessante Argumentation, nur muss ich gestehen, dass ich dem sehr skeptisch gegenüber stehe.

Dass es innerhalb eines 24-Std.-Rhytmus auch ein bestimmter Wechsel von Phasen der Verstoffwechselung, Regeneration usw. auftreten, kann ich mir noch vorstellen. Das dies aber an bestimmte Uhrzeiten gekoppelt ist, mag ich nicht glauben.

Wichtig ist m.M.n. eher, dass der Wach-Schlaf-Rhytmus einigermaßen konstant ist, dies ist bei mir eigentlich gegeben, eben mit einer Phasenverschiebung.

Ein schönes WE.

Gruß Volker

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Hi,

Von 1.00 bis 3.00 Uhr nachts ist die Regenerationszeit der
Leber, davor die der Galle von 23.00 bis 1.00 Uhr.
Die Leber regeneriert sich nur im Liegen. Also um diese Zeit
noch „aufrecht“ zu sein und evetuell noch Alkohol zu trinken,
ist extremer Streß für den Körper. Natürlich ist es auch
Streß, wenn Du noch so spät ißt. Vor allem Eiweiße kann der
Körper dann schlecht verarbeiten. Diese bleiben dann irgendwo
auf der Strecke liegen und bilden bei ihrem Zerfall toxische
Stoffwechselabfälle, Indole und Skatole. …

Das glaub ich nicht. Hast Du dafür eine seriöse Quelle?

Gruß S