moin,
also zuerst einmal glueckwunsch!
ich habe es mit drei kids durchgezogen und betrachte es rueckblickend als gelungen, weil relativ stressfrei.
unser kids hatten von anfang an ein eigenes bett und zimmer. bei kleinstkindern standen dann allerdings die tueren offen, dass man die geraeusche mitbekommt - beim ersten kind ist man da am sensibelsten, weil jeder querliegende pups einen kurz vor die frage : „notarzt oder nicht“ stellt.
wichtig finde ich die regelmaessigkeit, das gewohnte und somit berechenbare fuer das kind.
mit regelmaessig meine ich: jeden tag die gleiche uhrzeit ins bett bringen. ich habe gern auf kino, disse und restaurant verzichtet - meine kinder haben es mir gedankt, dass sie auch regelmaessig ein- und dann auch durchschliefen.
mit gewohnheit meine ich: wiederkehrende zeremonien: eine geschichte vorlesen, was erzaehlen, singen - kinder sind hungrig nach solcher ansprache, und sie werden meist bereits waehrend der vorgelesenen geschichte selig einschlafen.
absolutes tabu war bei kleinkindern fernsehen! das ist totale reizueberflutung und sogar erwachsene haben erhebliche einschlafprobleme, wenn sie sich noch irgend nen bescheuerten reifenquietschfilm ansehen.
kinder brauchen gesellschaft: das ist meist ein liebgewonnenenr gegenstand, ein tierchen, irgend ein anderer weicher gegenstand, eine nuckelflasche…
kinder haben angst vor dem alleinsein! der babysitter mag noch so vertraut sein, wenn es z.b. die oma oder ein aelteres geschwister ist, aber mama + papa kann niemand ersetzen. daher habe ich das alleinlassen auf allernotwendigste situationen begrenzt und reagiere nur mit beschraenkter begeisterung, wenn eltern erzaehlen, wie oft sie ihre kleinen schon unter fremder aufsicht lassen koennen, um regelmaessig abends squash zu spielen.
unsere kinder kamen GELEGENTLICH in unser bett. diese gelegenheiten waren z.b. an wochenenden, wo man zeit hatte, mit denen irgendeinen quatsch zu machen, oder aber auch wenn sie schwerer krank waren ( ALLE kinder werden irgendwann mal krank ), um reaktionen und verhalten besser beobachten zu koennen.
regelmaessiges schlafen im bett der eltern finde ich falsch - es gibt dann naemlich irgendwann eine mittelschwere entzugskrise, die fuer beide seiten belastend ist.
irgendwie aben wir es so hinbekommen, den kids das bett schmackhaft zu machen, weil sie sich dort wohlfuehlten- sie sind also gern ins bett gegangen.
daher finde ich es auch falsch, kinder an bestimmten tagen erheblich laenger aufzulassen, denn da koennte man gedanken erzeugen in der richtung: " heute darfst du laenger, weil…" und das normale schlafen gehen, koennte als strafe angesehen werden.
ebenso wurden unsere kinder nie damit bestraft, wegen irgendwas vorzeitig ins bett geschickt zu werden - im gegenteil: sie durften NICHT wie gewohnt ins bett, wenn alarm war…
wie du schon sagtest: jede situation ist anders… berichte mal in einiger zeit, wie es so laeuft…
gruss
kuddel
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