Einschlafrituale, Erfahrungen etc

Liebe Eltern,

also frisch gebackene Mama interessieren mich eure Erfahrungen und Strategien zum Thema Einschlafen des Babys abends.:smile: Never ending Thema wahrscheinlich für alle.

Also:

Wie habt ihr es gemacht?
Ab wann habt ihr angefangen Einschlaf"regeln", -rituale, feste Einschlafzeiten etc. einzuführen?
Wo schlief eure Kleine/euer Kleiner? Bei euch im Zimmer? In einem anderen Zimmer? im eigenen Bettchen, bei euch im Bett? Ab wann habt ihr hier Änderungen vollzogen?
Ab wann hat das dann auch alles funktioniert, was ihr euch vorgenommen hattet?:smile:
Was würdet ihr heute anders machen? Was fandet ihr im Nachhinein prima? Was mögt ihr mir in diesem Zusammenhang noch erzählen?

Ich weiß, jedes Kind ist anders, auch die Umstände, die Räumlichkeiten usw. - aber es interssiert mich dennoch sehr:smile:.

neugierige Grüße,

barbara

moin,

also zuerst einmal glueckwunsch!

ich habe es mit drei kids durchgezogen und betrachte es rueckblickend als gelungen, weil relativ stressfrei.

unser kids hatten von anfang an ein eigenes bett und zimmer. bei kleinstkindern standen dann allerdings die tueren offen, dass man die geraeusche mitbekommt - beim ersten kind ist man da am sensibelsten, weil jeder querliegende pups einen kurz vor die frage : „notarzt oder nicht“ stellt.

wichtig finde ich die regelmaessigkeit, das gewohnte und somit berechenbare fuer das kind.

mit regelmaessig meine ich: jeden tag die gleiche uhrzeit ins bett bringen. ich habe gern auf kino, disse und restaurant verzichtet - meine kinder haben es mir gedankt, dass sie auch regelmaessig ein- und dann auch durchschliefen.

mit gewohnheit meine ich: wiederkehrende zeremonien: eine geschichte vorlesen, was erzaehlen, singen - kinder sind hungrig nach solcher ansprache, und sie werden meist bereits waehrend der vorgelesenen geschichte selig einschlafen.

absolutes tabu war bei kleinkindern fernsehen! das ist totale reizueberflutung und sogar erwachsene haben erhebliche einschlafprobleme, wenn sie sich noch irgend nen bescheuerten reifenquietschfilm ansehen.

kinder brauchen gesellschaft: das ist meist ein liebgewonnenenr gegenstand, ein tierchen, irgend ein anderer weicher gegenstand, eine nuckelflasche…

kinder haben angst vor dem alleinsein! der babysitter mag noch so vertraut sein, wenn es z.b. die oma oder ein aelteres geschwister ist, aber mama + papa kann niemand ersetzen. daher habe ich das alleinlassen auf allernotwendigste situationen begrenzt und reagiere nur mit beschraenkter begeisterung, wenn eltern erzaehlen, wie oft sie ihre kleinen schon unter fremder aufsicht lassen koennen, um regelmaessig abends squash zu spielen.

unsere kinder kamen GELEGENTLICH in unser bett. diese gelegenheiten waren z.b. an wochenenden, wo man zeit hatte, mit denen irgendeinen quatsch zu machen, oder aber auch wenn sie schwerer krank waren ( ALLE kinder werden irgendwann mal krank ), um reaktionen und verhalten besser beobachten zu koennen.
regelmaessiges schlafen im bett der eltern finde ich falsch - es gibt dann naemlich irgendwann eine mittelschwere entzugskrise, die fuer beide seiten belastend ist.

irgendwie aben wir es so hinbekommen, den kids das bett schmackhaft zu machen, weil sie sich dort wohlfuehlten- sie sind also gern ins bett gegangen.

daher finde ich es auch falsch, kinder an bestimmten tagen erheblich laenger aufzulassen, denn da koennte man gedanken erzeugen in der richtung: " heute darfst du laenger, weil…" und das normale schlafen gehen, koennte als strafe angesehen werden.

ebenso wurden unsere kinder nie damit bestraft, wegen irgendwas vorzeitig ins bett geschickt zu werden - im gegenteil: sie durften NICHT wie gewohnt ins bett, wenn alarm war…

wie du schon sagtest: jede situation ist anders… berichte mal in einiger zeit, wie es so laeuft…

gruss
kuddel

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Zu Diensten, meine Liebe,

also frisch gebackene Mama interessieren mich eure Erfahrungen
und Strategien zum Thema Einschlafen des Babys abends.:smile:
Never ending Thema wahrscheinlich für alle.

Stimmt. Das füllt ganze Bücher. Die Du übrigens nicht wirklich lesen mußt.

In den ersten drei Monaten schläft das Baby ohnehin die meiste Zeit (auch wenn es den frisch gebackenen Eltern ganz und gar nicht so vorkommt *g*).
Da ist an Tag/Nacht Rhythmus gar nicht zu denken.

Erst danach, also von ca. 3 Monaten bis zu einem halben Jahr, kann man versuchen, sich langsam an feste Schlafenszeiten zu gewöhnen.

Was den Schlafplatz betrifft: Meiner Meinuntg nach gehört ein Säugling ins Schlafzimmer der Eltern.

Forschungen zum plötzlichen Kindstod belegen unter diesem Gesichtspunkt als beste Schlafmöglichkeit die Variante „Kinderbettchen neben Elternbett“. (http://www.kinderarzt-augsburg.de/sids.php)
Freunde von mir hatten die wie ich finde hübsche Variante des „Babybalkons“, also das Kinderbett auf einer Seite vom Gitter befreit und an das Elternbett geschoben.
Im elterlichen Schlafzimmer wachen Mütter fast automatisch auf, wenn das Baby ein Problem hat. Außerdem ist es praktisch mit dem Stillen - man muß das Baby nur kurz rüber holen.

Der Schlafplatz ist aber ungeachtet der wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Wohlfühlfrage, die jeder für sich beantworten muß.

Unser Sohn schlief - entgegen den Ratschlägen, die Wissenschaftler geben - in unserem Ehebett. Und da schläft er auch heute noch. Ich fand es kuschelig und schön, ihn da zu haben. Wir haben ein Familienbett. Wobei mein Mann und ich unlängst beschlossen haben, daß er zum dritten Geburtstag rausfliegt. *fg*

Ein festes Einschlafritual finde ich unerläßlich und wichtig für Kinder, wie auch andere Rituale. Aber ich glaube, das macht erst mit 6 Monaten so richtig Sinn. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Du schon vorher damit beginnst, damit Du Dich auch da reinfindest. Sicher hat Auch ein 6-wöchiges Baby kein Problem damit, wenn Du ihm Einschlaflieder vorsingst. :wink:

Ab wann hat das dann auch alles funktioniert, was ihr euch
vorgenommen hattet?:smile:

Hihi, gute Frage. Was das Schlafen betrifft: Als er ungefähr anderthalb war. Du hast also noch viiieeel Zeit! *gg*

Was würdet ihr heute anders machen? Was fandet ihr im
Nachhinein prima? Was mögt ihr mir in diesem Zusammenhang noch
erzählen?

Ja, wie gesagt: Das Familienbett. Davon wird immer wieder abgeraten, weil die Eltern das Kind erdrücken könnten oder es unter einer Bettdecke ersticken könnte oder so. Aber ich würde es immer wieder machen. Wenn ich nachts ins Bett steige und mein Kleiner dann an mich ranrobbt und seine Füße in meinen Bauch schiebt - das schönste Gefühl der Welt. *strahl*

Neugier befriedigt? Bißchen weiter geholfen?
Berichte Du mal, wie es so klappt! (Gerne auch per Mail)
Liebe Grüße,
Nike

Liebe Barbara,

Wie habt ihr es gemacht?

das erste Jahre haben die Kinder bei uns im Schalfzimmer gepennt, weil sie gestillt wurden. Nicht im Bett, sondern in einem Körbchen neben dem Bett.
Dann wurde insa eigene Zimmer umgezogen.

Ab wann habt ihr angefangen Einschlaf"regeln", -rituale, feste
Einschlafzeiten etc. einzuführen?

Seit dem Umzug ins eigene Zimmer.
Beim zweiten immer zusammen mit dem großen.

Wo schlief eure Kleine/euer Kleiner? Bei euch im Zimmer? In
einem anderen Zimmer? im eigenen Bettchen, bei euch im Bett?
Ab wann habt ihr hier Änderungen vollzogen?

Siehe oben.

Ab wann hat das dann auch alles funktioniert, was ihr euch
vorgenommen hattet?:smile:

Wir hatten Glück, daß unsere völlig problemlos waren, wahrscheinlich hatten wir schieres Glück.

Was würdet ihr heute anders machen? Was fandet ihr im
Nachhinein prima? Was mögt ihr mir in diesem Zusammenhang noch
erzählen?

Groß anders würden wir nicht machen, weil alles super geklappt hat.
Wären die Kinder anders drauf gewesen, wäre es wohl anders verlaufen.
Selbst heute gibt es ein mehr oder weniger strenges Ritual, das die Kinder (6 u 8 Jahre) sogar einfordern:
Sandmann gucken, ev. die Folgesendung
Abendessen
Aus einem Buch vorlesen
Umziehen und waschen/zähneputzen
Hoch in die Schalfzimmer
Lied singen
Ab in die Klappe
Mittlerweile dürfen sie eine Zeit lang Lesen und Radio hören, in der Woche nicht so lang wie am Wochenende.

Gandalf

Hallo barbara,
erstmal herzlichen Glückwunsch!
Wie unten auch schon berichtet wurde: Es gibt 20.000 verschiedene Anleitungen, Ratschläge etc.
Das Einzige, was ich immer wichtig fand: gerade im ersten Jahr KANN man den Kindern gar nicht zuviel Nähe oder Fürsorge zukommen lassen, das ist alles was sie brauchen und bis zum Alter von etwa 8 Monaten „kapieren“ Kinder noch gar nicht wirklich, dass Du nicht „weg“ und für immer verschwunden bist, wenn sie dich nicht mehr sehen.
Keine Angst - Dein kind wird kein Trauma kriegen nur weil Du mal allein aufs Klo willst :wink:
Und vermutlich wird es auch keins kriegen, wenn es alleine in seinem Zimmer schläft. Allerdings, und das finde ich wirklich ganz ganz wichtig: Lass Dein Kind nicht schreien, bis es wieder von selbst einschläft, DAS kann nämlich in der Tat traumatisch sein (Urvertrauen und so… ).
Jedenfalls, unsere Jungs schliefen lange mit uns im Bett (muss übrigens nicht so Beziehungs-gefährdend sein wie viele sagen - nicht umsonst war ich in 3 Jahren 3 mal schwanger :wink:). Nach ca 1 Jahr haben wir Ihnen dann jeweils ein eigenes Bettchen neben unser Bett gestellt und als sie es selbst wollten sind sie damit „umgezogen“, sie dürfen aber auch nächteweise zurück.
Und noch ein tipp aus eigener Erfahrung:
Die gehen nicht so schnell kaputt wie man als erst-Mutter immer meint :wink:
Ich wünsche Dir eine ganz tolle Zeit und viele viele ganz großartige Glücksmomente!!!
LG;
NOrah

P.S.:
Ach ja: Wir hatten gar keine regelmäßigen Zeiten, so lange die Kinder nicht in die Schule müssen sollen sie ruhig dann wach sein und dann schlafen, wie sie es wollen. Wir hatten also weder Aufsteh- noch ins-Bett-geh- noch Mittags-schlaf-Zeiten. Und die Kids müssen auch nie in ihre Zimmer abends oder so.
das Einzige: kein TV. Das überfordert Kinder, die die schnellen Bewegungen nicht motorisch umsetzen können und dann völlig aufgedreht werden und nicht mehr schlafen können.
Und wenn die Schule mal losgegangen ist (da hab ich allerdings erst 1 Erfahrung, seit September, und vielleicht ist die nicht typisch!), dann ist es bei uns so, dass Samuel abends eh von ganz allein müde ist, schließlich ist er ja auch früh aufgestanden…

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Hi!

also frisch gebackene Mama

Herzlichen Glückwunsch!

Wie habt ihr es gemacht?
Ab wann habt ihr angefangen Einschlaf"regeln", -rituale, feste
Einschlafzeiten etc. einzuführen?
Wo schlief eure Kleine/euer Kleiner? Bei euch im Zimmer? In
einem anderen Zimmer? im eigenen Bettchen, bei euch im Bett?

Unser schlief vom ersten Tag am im eigenen Bett, was neben unserem stand. Nach 3 Monaten schlief er dann in seinem eigenen Zimmer, da wir es wichtig fanden, dass er sich dran gewöhnt und auch merkt, dass sofort jemand bei ihm ist, wenn er „ruft“.

Ab wann habt ihr hier Änderungen vollzogen?

Von Anfang an haben wir ihm vorgesungen, wenn er schlafen „sollte“ (ich bezweifel, dass er meinen Gesang nicht abscheulich fand).

So ungefähr als er eineinhalb war haben wir ihm Geschichten erzählt und auch schon vorgelesen. Da er angeregt zuhörte, bin ich resitent für eine Kritik, dass es zu früh war :wink:

Ab wann hat das dann auch alles funktioniert, was ihr euch
vorgenommen hattet?:smile:

Bisher noch nicht!
Heute ist er 7 Jahre alt.
ALLES meine ich!
Das meiste hat ziemlich schnell funktioniert!

Was würdet ihr heute anders machen?

Nichts!

Was fandet ihr im
Nachhinein prima?

Alles!

Was mögt ihr mir in diesem Zusammenhang noch
erzählen?

Ich halte ein Ritual zum Abend für wichtig! So wird langsam die Nacht eingeläutet, und meinem Zwerg ist klar, dass er so langsam Abschied vom Tag nehmen muss. Ich weiß nicht, wie ich es anders definieren soll!
Das Ritual sollte aber ein eher ruhiges sein! Ich war mal so blöde, abends mit meinem Zwerg Schattenspiele zu machen - anschließend musste er dann beruhigt werden, weil er völlig aufgedreht war…
Im Augenblick werfen wir uns gegenseitig Papierschwalben zu - nicht hektisch!

Am Wochenende haben wir ein abweichendes Morgenritual! Wenn Mama sich ne Std. lang fertig macht (Frauen - tztztz), kuscheln wir im „großen“ Bett - das rettet mir immer gleich die ganze nächste Woche!

LG
Guido

Lieber Antworter,

vielen vielen Dank für eure Erfahrungen - das zeigt ja vor allem, dass viele Wege nach Rom führen:smile:. Das ist doch schonmal sehr beruhigend:smile:) - und ich werde sich das ein oder andere auch so machen (Liechen singen und Vorlesen z.B., regelmäßige Zeiten etc. - sowas hatte ich mir auch schon vorgenommen). Bis jetzt schläft sie abends, allerdings erst spätabends, super ein. Was sicher auch daran liegt, dass ich gleichzeitig ins Bett gehe und sie mich sieht und riecht. Sie schläft in einem Nestchen in unserem Bett. Bis jetzt finde ich das super und superpraktisch, war aber am Überlegen, wie sich das in Zukunft gestalten soll, wenn ich wieder etwas länger wach bleiben will und mal wieder nen Krimi zu lesen oder so *gg*. Bisher war das relativ frühe ins Bett auch für mich gehen ganz in meinem Sinne, weil ich ja eh noch nicht so fit war und nachts nicht so viel Schlaf bekam.

Jetzt ist sie eigentlich gut eingetaktet, um 22h00 rum gehen wir gemeinsam ins Bett (wobei sie vorher oft schon auf meinem Arm schläft), so zwischen 3 und 4 kommt sie (ganz leise und ohne Rabatz, da wird getrunken und weiter geschlafen, so dass ich selbst gar nicht so richtig wach werde)und dann morgens gegen 6h00. Damit kann ich ganz gut leben ohne mich in meiner Lebensqualität eingeschränkt zu fühlen *gg*…tagsüber schreit sie ja dann schonmal, wenn sie Hunger hat - ich finde es ausgesprochen rücksichtsvoll von ihr, dass sie das nachts nicht tut! :smile:))

Übrigens (@Nike) hat meine Hebamme das voll unterstützt. Sie ist immerhin 36 Jahre Hebamme (zu Beginn ihrer Karriere mussten Hebammen noch Hauben tragen *gg*) und meinte, dass sie das bei ihrem Kindern auch so gemacht hat und Eltern nie ihre Kinder erdrücken würden - außer sie sind betrunken oder drogenabhängig und so). Ich bin in der ersten Woche sicher auch einige Male einfach eingeschlafen während ich noch stillte und sie in meinem Arm lag (im Liegen musste ich ja die erste Woche sowieso stillen, da ich nicht sitzen konnte). Ergebnis: Mein Arm war 3 Stunden später taub, ich ziemlich gerädert, weil ja komplett unbeweglich gewesen - und sie hat immer noch selig neben mir geschnarcht:smile:. Hängt aber sicher auch vom Platz im Bett ab und wie man sich damit wohl fühlt. Das im Bettchen schlafen finde ich auch sehr angenehm, nur hätte ich gerne allmählich etwas frühere Ins-Bettgeh-Zeiten für sie eingeführt…:smile:aber da muss ich mich wohl noch gedulden, bis das funktioniert.:smile:.

Vielen Dank nochmal an euch und liebe Grüße,

Barbara

Hallo,

erstmal herzlichen Glückwunsch.

Wir hatten irgendwie von Anfang an ein Einschlafritual. Das haben wir aber erst im Nachhinein bemerkt, dass wir das eigentlich hatten und dass dies wahrscheinlich der Punkt war, dass wir abends keine Einschlafprobleme haben.
Bei der „letzten“ Mahlzeit, ca. 22h, unserer Kleinen haben wir sie auch bettfertig gemacht, d.h. es gab nochmal einen dickeren Strampler für die Nacht, gewickelt usw. Dann sind wir alle Drei zusammen ins Bett gegangen, dort wurde noch die zweite Seite gestillt und anschliessend wurde eingeschläfert. Das hat ein Weilchen gedauert bis unsere Kleine dann auch relativ schnell geschlafen hat. Ich glaube, Woche 4 bis Woche 7 oder so waren die problematischten. Die „letzte“ Mahlzeit wurde irgendwie von alleine immer früher, so dass wir irgendwann bei 21 h waren, 20.30 h, da wollten wir dann nicht wirklich schon ins Bett. Zu dem Zeitpunkt ist die Kleine aber schnell eingeschlafen, so dass wir sie ins Bett gelegt haben, waren dabei bis sie schlief und sind dann aus dem Schlafzimmer raus. Dadurch geht unsere Maus seit sie 2,5 Monate ist um 20 h ins Bett und das klappt bis heute, fast 10 Monate richtig gut. Aber, das könnte sich ja noch ändern… ;o))))
Wir denken, dass durch dieses Ritual das schnelle Einschlafen gefördert wurde. Wichtig ist, dass die Kinder immer das gleiche Ritual haben. Dann wissen, aha, jetzt ist bald Schlafenszeit. Haben sie das nicht, werden sie für ihre Verhältnisse abrupt ins Bett gelegt und sollen nun schlafen. Unsere Maus weiss: Abends noch ein bissel im Wohnzimmer ohne Pampers spielen, dann ab auf die Wickelkommode, waschen, Mäxchen anziehen, ins Bett, stillen, schlafen. Inzwischen stille ich und die Kleine Maus schläft 5 Minuten später. Stillen finde ich wichtig, da kann sie richtig runterkommen, auch wenn sie aufgedreht ist.
Nachts stillen wir so im Halbschlaf. Hat uns die Hebamme empfohlen, stillen, dann schlafen die Kleinen dabei wieder ein und einfach weiterschlafen lassen. Nicht aufstoßen usw. das brauche die nachts nicht.
Wir haben übrigens das Kinderbett direkt neben meiner Seite stehen, die an mich grenzende Gitterseite haben wir entfernt, so haben wir einfach ein erweitertes Bett und ich kann die Kleine ohne Aufstehen rübernehmen und nach dem Stillen wieder zurücklegen. Klappt super. Und irgendwann schlaf ich aber meist beim Stillen ein, d.h. die Kleine schläft dann bei uns. Tut ihr gut, da schläft sie viel ruhiger.
Ich finde, die Kleinen brauchen das, das wurde uns sogar im Krankenhaus nach der ersten unruhigen NAcht schon geraten. Ab da schlief sie bei uns erstmal im Bett (wir hatten ein Familienzimmer). Wir haben aber auch eine verschmuste Maus, die viel Nähe braucht.

So, das ist meine Erfahrung, paßt bestens auf unser Kind, aber sicherlich nicht auf alle…

Liebe Grüße und viele schöne Stunden mit Eurem Kind,
Ute

Hiho,

Jetzt ist sie eigentlich gut eingetaktet, um 22h00 rum gehen
wir gemeinsam ins Bett (wobei sie vorher oft schon auf meinem
Arm schläft), …

Genau so lief’s bei uns auch. Und da fällt mir ein, zum Thema „Was würdet Ihr anders machen?“ und jetzt eben als Tip an Dich: Versuche sie relativ früh daran zu gewöhnen, auch ohne Dich einzuschlafen. Bei uns war es nämlich genau so, es kam mir in der Anfangszeit entgegen, weil ich eh immer müde war, und es war sooo kuschelig… aer Joshua brauchte dann letzten Endes sehr, sehr lange bis er wirklich alleine einschlafen konnte. OK, irgendwann ging es dann plötzlich von selbst - aber da war er schon anderthalb. *seufz* :wink: Also, wenn Du das früher schaffen willst - Babybalkon oder auch im Eurem Ehebett - aber auch mal alleine einschlafen lassen. Allerdings ginge ich da als Mami auch immer eher nach meinem Gefühl als nach irgendeiner Bücherweisheit.

Übrigens (@Nike) hat meine Hebamme das voll unterstützt. Sie
ist immerhin 36 Jahre Hebamme (zu Beginn ihrer Karriere
mussten Hebammen noch Hauben tragen *gg*) und meinte, dass sie
das bei ihrem Kindern auch so gemacht hat und Eltern nie ihre
Kinder erdrücken würden - außer sie sind betrunken oder
drogenabhängig und so).

Ja, das weiß ich und glaube es auch. Ich bin - für mich selbst - eine Verfechterin der „so viel Körperkontakt wie möglich“ These. :smile:
Aaaber ich weiß eben auch, daß die Wissenschaft heute etwas anderes sagt, und möchte es deswegen nicht in einem öffentlichen Forum uneingeschränkt empfehlen, ohne darauf hinzuweisen. Ich würde es immer wieder so machen, und meine Kinder gehören ins Familienbett. :wink:

gerädert, weil ja komplett unbeweglich gewesen - und sie hat
immer noch selig neben mir geschnarcht:smile:. Hängt aber sicher
auch vom Platz im Bett ab und wie man sich damit wohl fühlt.

War bei uns auch so. Das läßt nach, mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an das Kindchen im Bett und verkrampft nicht mehr. :wink:
Später wird dann eher das ständige Treten ein Problem. Und das Rumgewälze. Des Kindes, meine ich. *fg*

Aber auch das ist Typenfrage. Ich kenne Eltern, die würden beim Kind im Ehebett nicht schlafen können. Und es gibt auch Kinder, die lieber alleine schlafen. Die Schlafplatzfrage ist wirklich eine Individuumsfrage.

Das im Bettchen schlafen finde ich auch sehr angenehm, nur
hätte ich gerne allmählich etwas frühere Ins-Bettgeh-Zeiten
für sie eingeführt…:smile:aber da muss ich mich wohl noch
gedulden, bis das funktioniert.:smile:.

Hm, ja, denke ich auch. Zumal sie ja gegen 22:00 noch mal stillt, dann einmal nachts und dann wieder morgens. Wenn Du sie früher das „letzte“ Mal stillst und dann zur Nacht legst, wird sie eben zwei Mal pro Nacht kommen. Auch nicht viel angenehmer. :smile:

Dir alles Gute,
Nike

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Noch was: Argumente für’s Familienbett
Hi Barbara,

da wir unten bereits davon sprachen, hab ich noch mal in meinen Aufzeichnungen gekramt und das hier gefunden:

10 Gründe, mit dem Baby zusammen im Familienbett zu schlafen

von Jan Hunt
übersetzt aus dem Englischen von Rabeneltern.org

_[Zitat Beginn]1. Zusammen mit dem Baby im Familienbett zu schlafen, hat den großen Vorteil das Stillen für die Mutter während der Nacht zu erleichtern, weil sie nicht aufstehen muss, sondern ihr Kind im Halbschlaf anlegen kann, um danach einfach wieder einzuschlafen. Auf diese Weise sind die Zeiten unterbrochener Nachtruhe weniger anstrengend für die Mutter, denn sie kommt trotzdem in den Genuss eines erholsamen Schlafs. Das Schlafen im Familienbett fördert somit eine längere Stillbeziehung mit allen Vorteilen die diese für Mutter und Kind hat.

  1. Der Schlafforscher James McKenna ist der Überzeugung, das gemeinsame Schlafen im Familienbett versetze Eltern in die Lage, ihr Kind aktiv vor dem plötzlichen Kindstod zu bewahren. Er betont, dass so die besten Voraussetzungen vorhanden seien, damit umgehend die richtigen Maßnahmen getroffen werden können, ehe das Kind in eine unangenehme oder gar lebensbedrohliche Notlage gerät.

  2. Atemstillstände in den ersten Lebensmonaten sind normal und es ist wahrscheinlich, dass die Atemgeräusche der Mutter/Eltern die kindliche Atmung stimulieren und es so an das weiter Atmen „erinnert“ wird. Selbst wenn dieser Mechanismus nicht funktionieren sollte, die Mutter ist in unmittelbarer Nähe und kann das Kind gegebenenfalls aufwecken. Bei stillenden Müttern, die mit ihrem Kind zusammen schlafen, gleichen sich die Phasen des tiefen Schlafs und des Traumschlafs einander an, so dass die Mütter, selbst während sie schlafen spüren, wenn ihr Baby Probleme hat und sofort erwachen, um es zu versorgen. Wenn das Baby alleine schläft, ist eine solche, vielleicht lebensrettende Maßnahme nicht möglich.

  3. Jede Gefahr für das Kind, die während der Nacht entsteht, ist vermindert, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist. Babys und Kinder sind verbrannt, sexuell missbraucht worden von Verwandten, die zu Besuch waren, sind aus dem Bett entführt worden, wurden von Haustieren attackiert, sind am eigenen Erbrochenen erstickt, sind gestorben oder wurden schwer verletzt auf die unterschiedlichste Art und Weise. All dies hätte verhindert werden können, wenn ihre Eltern in unmittelbarer Nähe gewesen wären, um ihnen zu helfen.

  4. Das gemeinsame Schlafen im Familienbett wird häufig als Ursache für den Tod durch Erstickung verantwortlich gemacht. Diese Gefahr ist nur real unter zwei Voraussetzungen: ein junger Säugling schläft im Wasserbett, was den Säugling daran hindert sich aus einer bedrängten Lage aufrichten zu können oder die Eltern stehen unter dem Einfluss von Drogen (Nikotin, Alkohol, und anderen), die sie daran hindern, für ihr Kind zu sorgen. Außer Frage steht, ein Kind, das droht zu ersticken aus welchem Grund auch immer (Schlaufe eines Kleidungsstücks, die sich um den Hals zuzieht, Erbrechen im Schlaf, Asthmaanfall) wird sehr viel eher einen Erwachsenen wecken, der gleich neben ihm schläft, als einen Schlafenden in einem getrennten Raum.

  5. Das gemeinsame Schlafen im Familienbett wird häufig mit sexuellem Missbrauch der Kinder durch ihre Eltern in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Eltern, die eine innige Bindung zu ihren Kindern entwickelt haben, weil sie sich sowohl nachts, als auch tagsüber liebevoll um ihre Kinder kümmern, sind weniger gefährdet, gewalttätig in jeglicher Form gegenüber ihren Kindern zu werden. Umgekehrt, die Tatsache, dass Kinder in ihrem eigenen Zimmer schlafen, war noch nie ein angemessener Schutz vor sexuellem Missbrauchs durch ein Elternteil, sondern macht es für diesen eher einfacher, sein Tun zu verheimlichen.

  6. Darüber hinaus kann das gemeinsame Schlafen im Familienbett Kinder vor gewalttätigen Eltern schützen, weil auf diese Weise am ehesten gewährleistet ist, dass alle ausreichend Schlaf bekommen und somit nicht unter permanenten Erschöpfungszuständen leiden, was im allgemeinen die Toleranzschwelle für Gewaltbereitschaft sinken lässt. Das Kind braucht nicht unnötig zu leiden oder zu schreien, damit seine Mutter nach ihm sieht und die Mutter kann es im Halbschlaf stillen und umsorgen. Die ganze Familie erwacht erholt, ohne negative Gefühle dem Kind gegenüber, das nicht durchschläft. Ein überfordertes Familienmitglied ist die größte Gefahr für ein Kind, Opfer von elterlicher Gewalt zu werden. Ein/e gut ausgeschlafene/r Mutter oder Vater genießen das gemeinsame Schlafen, erfreuen sich an ihrem friedlich schlummernden Kind neben ihnen.

  7. Das Schreien ist die einzige Möglichkeit für das Baby, sich bemerkbar zu machen, um seinen Eltern zu signalisieren, dass es sie braucht. Endloses Schreien bedeutet Stress für alle Familienmitglieder. Je eher die Bedürfnisse des Kindes gestillt werden, desto eher bekommen alle die Erholung, die sie dringend brauchen und umso mehr Energie ist für den Tag vorhanden. Eine junge Mutter, die zusammen mit ihrem Kind schläft, verinnerlicht die sensiblen Antennen, die zunächst alle Mütter für ihre Neugeborenen haben, und versetzt sie in die Lage, das Kind schneller zu beruhigen, ihm und allen Familienmitgliedern somit unnötigen Stress zu ersparen.

  8. Geschwister, die zusammen schlafen, entwickeln häufiger eine tiefere emotionale Bindung zueinander, was sich auch auf ein friedlicheres Miteinander während des Tages auswirken kann. Geschwister, die Tag und Nacht zusammen sind, haben eher die Gelegenheit ein inniges und dauerhaftes Verhältnis zueinander aufzubauen. Babys und Kinder, die während des Tages von ihrer Familie getrennt sind (Eltern arbeiten, Geschwister in der Schule) tanken das Bedürfnis nach Nähe während der Nacht wieder auf.

  9. Studien über Patienten im Koma, beweisen, dass die Anwesenheit von einer anderen Person im Raum, Herzschlagfrequenz, Herzrhythmus und Blutdruck des Patienten positiv beeinflussen. Es erscheint vernünftig anzunehmen, dass bei Babys und Kindern ähnliche gesundheitliche Vorteile hervorgerufen werden, wenn sie mit vertrauten Personen im selben Raum sind.

Ein Kind, das Tag und Nacht umsorgt wird, fühlt sich in seinem Glauben an die Liebe und Unterstützung seiner Eltern bestätigt, anstatt mit Gefühlen wie Angst, Ärger und Einsamkeit Nacht für Nacht zurechtkommen zu müssen. Kinder, die sich während der Nacht dicht neben ihren Müttern und/oder Vätern sicher fühlen durften, wachsen zu Erwachsenen heran, die besser mit unausweichlichen Stresssituationen, die das Leben nun mal mit sich bringt, zurecht kommen. John Holt bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Liebe und Geborgenheit in der frühen Kindheit erfahren zu haben, hat nichts mit Verwöhnen gemein, sondern ist wie ein dickes Bankkonto: ein Fundament aus Selbstachtung und Selbstsicherheit, von dem das Kind zehren und die Herausforderungen des Lebens meistern kann.“
Der Originaltext kann nachgelesen werden unter:
http://www.naturalchild.org/home/

  • Ten Reasons to Sleep Next to Your Child at Night - von Jan Hunt.

Weitere Quellen:

Dr. James J. McKenna, Professor of Anthropology, Director of the Center for Behavioral Studies of Mother-Infant Sleep, Notre Dame University

John Holt (1923-1985), Autor und Leitfigur der Schulreform (Homeschooling) in den USA

Liebe Grüße,
Nike_

Moin Babs und Babe :smile:

Bis jetzt finde ich
das super und superpraktisch, war aber am Überlegen, wie sich
das in Zukunft gestalten soll, wenn ich wieder etwas länger
wach bleiben will und mal wieder nen Krimi zu lesen oder so
*gg*.

Na entweder liest du den Krimi im Bett während das Kind neben dir schnarcht, oder du liest z.B. im Wohnzimmer während das Kind im Kinderwagen (wofür diese Dinge dann tatsächlich mal geeignet sind, weil man sie in der Wohnung rumschieben kann) neben dir schnarcht. Und wenn du dann ins Bett gehst, nimmst du sie einfach mit.

Ich denke nicht, dass Babies unbedingt absolute Ruhe brauchen, um einschlafen zu können. Ich vermute eher das Gegenteil, nämlich dass sie „beruhigter“ sind, wenn Mama neben ihnen kruschteln, sie Mama und Papa reden hören, auf Mamas Bauch liegen, während Mama liest usw.

Und nie vergessen, Menschen sind „Traglinge“, keine "AlleininderGegendrumlieglinge :smile:

Gruß
Marion

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Hi Marion,

Ich denke nicht, dass Babies unbedingt absolute Ruhe brauchen,
um einschlafen zu können. Ich vermute eher das Gegenteil,
nämlich dass sie „beruhigter“ sind, wenn Mama neben ihnen
kruschteln, sie Mama und Papa reden hören, auf Mamas Bauch
liegen, während Mama liest usw.

Ich habe mal eine zeitlang Babysitting bei Freunden gemacht
(lange bevor wir selbst Kinder hatten). Bei mir sind die
beiden Kinder IMMER aufgewacht. IMMER!! Und bei den Eltern
nie. Wir konnten uns das überhaupt nicht erklären.

Irgendwann ist dann der Groschen gefallen: ich nutzte die
Zeit zum Lernen für anstehende Examen, es war also total
ruhig im Haus. Ganz anders, wenn die Eltern da waren.
Danach habe ich immer mit Musik gelernt und auch mal ein
paar Schubladen kräftig zugeschoben etc. Funktionierte.

Man sollte Kinder nie an die Stille gewöhnen. Sonst
fordern sie die vielleicht hinterher ein!

Grüße
Elke

Moin Marion,

keine Angst:smile: - unfreiwillig rumliegen tut sie fast nie und wenn nur superkurz, weil es gerade wirkich nicht anders geht - im Moment sitzt die KLeine vor mir bzw. an mir im Baby Björn (mit diesen Tragetuchbindetechniken komme ich noch nicht zurecht, gut, dass mein Mann für sich den Babybjörn wollte, weil „diese Tücher so ökig aussehen würden“ *g* - jetzt nutze ich den hauptsächlich!) - wobei sie auch mal den MaxiCosi schätzt (Und ich auch), wenn ich frühstücke, dann guggt sie mir zu und lacht und erzählt mir, was ihr so durch den Kopf geht (sie gluckst dann total süß rum und ich antworte ihr immer: Ja, sehe ich genauso und sowas…:smile:)

Aber auf unseren Kinderwagen lass ich aber nix kommen:smile:)- der ist total klasse und das PINK fällt echt auf *gg*. Und die Kleine schläft da selig drin:smile:- und ich fahre draußen gerne damit rum. Außerdem fühle mich mit den Tragegeschichten noch nicht so sicher und wohl, wenn ich unterwegs bin, weil sie ihr Köpfchen noch nicht so gut (auf Dauer) selbst halten kann bzw. spontan einschläft und sich dann immer mit der Nase frontal auf meine Brust stützt. Dabei habe ich dann immer etwas Angst, dass sie keine Luft bekommt. Zur Zeit hat sie das Köpfchen brav auf der Seite und schläft:smile:).

grüßlis,

barbara

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