Einschlafstörung - Leichte Form von RLS?

Hallo,

seit gut 4-5 Jahren leide ich unter Einschlafstörungen, meißt in der Form daß ich zwar müde bin, doch wenn ich im Bett liege will es einfach nicht mit dem Einschlafen klappen. Nach einer Weile empfinde ich dann auch so eine Art „Körperschmerz“, besonders in den Beinen, und habe oft das Gefühl sie bewegen zu müssen, also wälze ich mich hin und her oder „schaukel“ etwas mit den Beinen im Bett.
Es ist ein Gefühl der „schmerzhaften Körperunruhe“, so würde ich es beschreiben.
In solchen Nächten brauche ich gut und gern mal 2-4 Stunden, bis ich einschlafe. Dann jedoch schlafe ich -relativ- gut durch, werde nur manchmal nochmal wach.
Seit ein paar Jahren nehme ich Doxepin, da eine Depression mit Schlafstörung diagnostiziert wurde.
Mit dem Doxepin klappt es ganz gut mit dem Schlafen. 2 Versuche es abzusetzen gingen nach hinten los, die Einschlafstörung war wieder da.
Ich bin mir allerdings immer unsicherer ob es wirklich eine Depression ist, denn ich habe sonst kaum Symptome.
Wenn ich gut geschlafen habe geht es mir auch gut, wenn nicht bin ich antriebslos und „nah am Wasser gebaut“.
Nun habe ich aber gerade endlich einen Job bekommen, weshalb ich eigentlich zur Zeit keine „Experimente“ machen will. Ich arbeite teilweise an gefährlichen Maschinen, und eine schlaflose Nacht kann da ebengefährlich werden.
Und einen Ärzte-Marathon kann ich mir zur Zeit eben wegen dem neuen Job nicht leisten.
Also habe ich mich erstmal durchs Internet gewühlt auf der Suche nach möglichen Alternativ-Diagnosen, und bin dabei auf das Restless Legs Symptom gestoßen.
Einige der Symptome passen, andere wieder nicht (außer beim schlafen gehen habe ich diese „Unruhezustände“ nicht).
Stress oder „nicht abschalten können“ sind keine Ursachen, ich kann sehrwohl den Kopf frei machen wenn ich ins Bett gehe, wenn ich allerdings merke daß es nicht klappen will mit dem einschlafen kommt natürlich die Sorge hoch nicht genug Schlaf zu bekommen um am nächsten Tag fit zu sein, inklusive ständiges auf den Wecker gucken und ausrechnen wieviele Stunden mir noch bleiben, was natürlich ein Teufelskreis ist.
Wie gesagt, zur Zeit hilft das Doxepin, aber ich mache mir Sorgen das Zeug noch ewig lange nehmen zu müssen (nicht unwesentlich bei der Sorge ist die offensichtliche Nebenwirkung daß ich seit der Einnahme ziemlich zugenommen habe).
Ich kann mich immer weniger in der Diagnose Depression wiedererkennen und suche nun eben nach Alternativen, die auf mich zutreffen könnten.
Hat jemand eine Idee?
Achja, Eisenmangel ist es auch nicht, da ich Blutspenderin bin nehme ich oft Eisenpräperate und weiß durch die Blutspenden daß mein Eisenspiegel ok ist.
Bei dem Thema „Schlafhygiene“ habe ich auch schon alles ausgeschöpft.
Ich bin wirklich ratlos.

Gruß, Diana

Hallo,

was sagt denn das Schlaflabor ?

Das kann durchaus eine RLS - Form sein… ich hatte das in beiden Schwangerschaften, und finde mich in Deinen Beschreibungen wieder.

Habe gute Ergebnisse mit homöopathischen Mitteln gemacht (Avena sativum) und Waschungen mit Lavendelwaschemulsion vorm Schlafengehen… Durfte ja nichts „richtiges“ nehmen. :smile:)

Lg

brenna

Hallo Brenna,

ich war noch nicht in einem Schlaflabor, und wüßte zur Zeit auch nicht wie ich das mit dem neuen Job vereinbaren könnte.
Um „vernünftige“ Ergebnisse zu bekommen müßte ich das Doxepin absetzen damit meine Einschlafstörung wieder auftaucht, und eben das geht im Moment einfach nicht.
Das macht einen vernünftige Diagnose natürlich schwer, ich weiß, deshalb versuche ich gerade einfach nur Informationen und (Behandlungs)Möglichkeiten zu sammeln.
In Frage kommen würde ein Medikamentenwechsel, praktisch übergangslos (Ich habe wirklich -viel- vom Doxepin zugenommen, trotzdem ich nicht mehr esse als vorher, und das zusätzliche Gewicht schlägt auch arg auf meine Fittness -auch nicht gut für den Job-).
„Alternative“ Mittel hatte ich schon zu Genüge versucht, nichts half.
Einen psychologischen Grund nehme ich nicht an, ich bin sehr selbstreflektiert, deshalb tippe ich eben auf eine körperliche Ursache.
Natürlich werde ich letztendlich um einen oder mehrere Arztbesuche nicht herumkommen, aber dafür will ich vorbereitet sein und dem Arzt mögliche Alternativen zur Depression aufzeigen können.

Wurde RLS denn bei Dir diagnostiziert, und wenn ja, wie?

LG, Diana

Hallo,

Schlaflabore nehmen Dich nur zur Nacht auf, auch am Wochenende. Habe eine Freundin die in einem arbeitet, und weiß, das die Leute abends kommen und morgens zur gewohnten Zeit aufstehen und dann zur Arbeit gehen /fahren. Das fällt nicht weiter auf . Solltest du Medikamente absetzen müßen, könnte man das ja auch am WE machen, das du Freitags absetzt, Samstags im schlaflabor schläfst und Sonntags dann wieder einnimmst.
Die Ärzte da kennen sich mit Schlafproblemen aus, jeglicher Art, und können da sicher auch spezifischere Medikamente verschreiben. Sich dort vorzustellen, kann Dir nur weiterhelfen!!

http://www.schlaflabor-dortmund-essen-insomnie-schla…
Ist in Essen und Dortmund im Ruhrgebiet, nur mal als Beispiel. Die unterhalten in Dortmund noch eine andere Niederlassung für Kassenpatienten.

Ich war bei meiner Frauenärztin und berichtete ihr davon. Ist eine bekannte Schwangerschaftsproblematik. Wenn ich nachts kurzzeitig bestimmte Körperstellungen eingenommen habe, wurde es für ein paar minuten besser, so das ich schlafen konnte, aber auch nicht immer.

Lg

Brenna

Hallo,
hast Du denn Krampfadern?
Vielleicht auch tief sitzende, so dass du es garnicht weißt?
Mir wurde die Stammvene gezogen und seitdem ist Ruhe.

LG aria

Hallo,

nicht daß ich wüßte. Das unangenehme Körpergefühl ist auch nicht nur auf die Beine begrenzt, dort ist es nur meißt am intensivsten.

Gruß, Diana

Hallo,

ich habe mal nach einem Schlaflabor bei mir in der Gegend gegoogelt.
Mit dem Absetzen wird es sich trotzdem schwierig gestalten, da das Doxepin meißt noch etwas „nachwirkt“.
Ich denke ich werde das erst in Angriff nehmen können wenn ich Urlaub habe.
Aber ich habe mich jetzt entschlossen zumindest schonmal meinen Hausarzt aufzusuchen, 1. Um nach einer Alternative zum Doxepin zu fragen, und 2. Wegen eventueller Überweisungen zum Neurologen bzw. Schlaflabor.
Vielleicht hat er ja auch eine ganz andere Idee, jedenfalls werde ich meinen Verdacht was das RLS betrifft einfach mal ansprechen.

LG, Diana