Hallo!
Bzgl. der Verwendung von Klammer, Komma und Gedankenstrich zur Abgrenzung von Einschüben im Englischen habe ich folgende Regel gefunden:
>>"Ob ein Einschub in Klammern, Kommas oder Gedankenstriche gesetzt >>wird, hängt von der Priorität ab, die der Schreiber diesen >>Informationen beimisst.
>>Klammern → nebenbei erwähnt
>>Kommas → neutral
>>Gedankenstriche → besonders betonend"
Leider konnte ich bisher keine äquivalente Regel für den deutschen Sprachgebrauch finden. Gibt es eine?
Gruß Falk
Hallo,
ich kenne keine diesbezügliche Regel im Deutschen. Problematisch ist im Englischen wohl auch die Unterscheidung zwischen „nebenbei erwähnt“ und „neutral“:
„Edgar, born in 1923, is gay.“ vs. „Edgar (born in 1923) is gay.“ Siehst du einen Unterschied bei der Betonung der Zeitangabe? Ich nicht.
Das einzige, was sich wohl aufs Deutsche übertragen lässt, ist die Parenthese. Wenn ich etwas in Gedankenstriche setze, hebe ich es stärker hervor als in Klammern oder durch komme. Mir geht es zumindest so, dass ich beim Lesen eher eine Pause setze, wenn etwas in Gedankenstrichen steht.
Gruß
andré
Hallo,
die Regel war mir bis vor kurzem unbekannt. Von daher hätte ich keinen Unterschied zwischen Klammerung und Einschluss in Kommata gemacht. Für mich gibt es generell schon Abstufungen zwischen „nebenbei erwähnt“ und der Hervorhebung. Für eben diese werde ich eine Apposition in Kommata einschließen. Mir gefällt diese differenzierte Ausdrucksmöglichkeit. Ich gebe aber zu, dass es manchmal, insbesondere ohne Kontext, schwierig ist, sich diese Bedeutungsnuancen vorzustellen.
Für mich gilt: Einschübe in Klammern kann man verlustfrei weglassen, Appositionen nicht.
Falk