Einschulung mit 5. Ja oder nein?

[off Topic] fett

Hallo Tom,

Hallo Tom,

zu früh und zu spät, wobei die Betonung auf ‚zu‘ liegt (wie
macht man sowas fett?)

Indem Du vor das Wort das fett sein soll schreibst und dahinter aber ohne das Sternchen :wink:

Liebe Grüße

Petzi

PS: außerdem funktionieren noch:
Folgende HTML-Tags sind erlaubt: ADDRESS,B,I,PRE,S,STRIKE,STRONG,SUB,SUP,U

das ist genau der Punkt.
Ich habe einfach Angst, sie zu überfordern. Sie ist super
sensibel. Was genau meinst Du mit Grüppchenbildung.

Kinder sind nun mal so. sie rotten sich mal zusammen, besonders Mädchen, und bilden Gruppen, die mitunter nur den Zweck haben, andere aus der Gruppe auszuschließen. Die Kombinationen ändern sich ständig, wer heute Todfeindin ist, ist morgen die beste Freundin. Das geht mit Geheimnissen einher, die man nur in der Gruppe teilt, oder mit genau definiertem Spielverhalten: mit Dir spiele ich, mit Dir nicht.
Wie gesagt, das ist mir besonders viel bei Mädchen aufgefallen, die Jungs sind da weniger zickig. Wenn Deine Tochter damit nicht klarkommt, ist das im Kindergarten noch nicht so schlimmm, in der Schule kann das aber dazu führen, daß sie im Unterricht etwas verpaßt.

Gruß

J.

das ist genau der Punkt.
Ich habe einfach Angst, sie zu überfordern. Sie ist super
sensibel. Was genau meinst Du mit Grüppchenbildung.

Kinder sind nun mal so. sie rotten sich mal zusammen,
besonders Mädchen, und bilden Gruppen, die mitunter nur den
Zweck haben, andere aus der Gruppe auszuschließen. Die
Kombinationen ändern sich ständig, wer heute Todfeindin ist,
ist morgen die beste Freundin.

Man kann auch die ganze Grundschulzeit Einzelgängerin bleiben und dann doch ins Gymansium kommen. Obwohl der Klaßleiter (mir) totals soziale Unreife vorgeworfen hat. Dabei hat mich die Schule nur gelangweilt. Und das, obwohl ich mit 5 Jahren und 11 Monaten in die Schule gekommen bin.

Wenn Deine
Tochter damit nicht klarkommt, ist das im Kindergarten noch
nicht so schlimmm, in der Schule kann das aber dazu führen,
daß sie im Unterricht etwas verpaßt.

Also wesentliches im Unterricht habe ich nie verpasst.

Gruß, Karin

Hi Karin,

Man kann auch die ganze Grundschulzeit Einzelgängerin bleiben
und dann doch ins Gymansium kommen.

Sicher.

Wenn Deine
Tochter damit nicht klarkommt, ist das im Kindergarten noch
nicht so schlimmm, in der Schule kann das aber dazu führen,
daß sie im Unterricht etwas verpaßt.

Also wesentliches im Unterricht habe ich nie verpasst.

Wenn die Kleine sich mit der Frage der Gruppenbildung, von Freund und Feind sich emotional belasten läßt, kann das dazu führen. Das meine ich. Natürlich brauchst Du bei dem Geklüngel nicht mitzumachen (würde ich manchmal bei meiner Kleinen begrüßen :smile: und glücklich bleiben. Und man kann auch mitmachen und prima im Unterricht klarkommen -> dann ist man eben schulreif.

Gruß

J.

Super, danke. Gruß Tom (owt)
.

Hallo Heike,

mit Deinen erstgenannten Argumenten stimme ich voll überein.

Sollte also bei dem Mädchen keine krasse Abneigung gegen
Schule bestehen, sollte sie geistig und sozial schulreif sein

  • körperlich nichts wichtiges dagegen sprechen - dann schult
    sie ein. Die Vorteile überwiegen bei weitem.

Geistig und körperlich, wie schon erwähnt, no problem.
Nur wie testet man die soziale Reife eines Kindes?
Zuhause ist sie, zumindest nach außen, eine durchaus starke Persönlichkeit. Sie versucht sich häufig durchzusetzen, stellt sich gegenüber ihrem Bruder (bald 3) eigentlich immer in den Vordergrund, hält ihre Anliegen für die wichtigsten und heult bitterlich, wenn es mal nicht nach ihrer Nase geht.

Wir vermuten aber, daß sie sich im KIGA völlig anders verhält, sich eher in der Gruppe ein- oder unterordnet.
Das aber scheint ihr nicht zu gefallen. So äußert sie immer noch
fast täglich, daß sie nicht in den KIGA gehen möchte.
Auf die Frage warum, schiebt sie mehr oder minder fadenscheinige Argumente vor, wie z.b., daß sie nicht rausgehen mag, oder das der KIGA einfach blöd ist.

Hat sie möglicherweise Probleme mit der fehlenden Akzeptanz der anderen Kinder? Kann sie nicht so bestimmen, wie sie es gerne möchte?

Ist sie unter o.g. Gesichtspunkt wirklich reif für die Schule?
Wir werden mit der Kindergärtnerin sprechen, obgleich es uns widerstrebt, diese Entscheidung an einer Person festzumachen.

Je ne sais pas. Kannst Du mir einen Rat geben?

Gruß

Tom

Hi José,

Natürlich brauchst Du bei dem Geklüngel
nicht mitzumachen (würde ich manchmal bei meiner Kleinen
begrüßen :smile: und glücklich bleiben.

Vielleicht kann man das, ich war nicht glücklich. Ich habe aber trotzdem nichts im Unterricht verpasst.

Gruß, Karin

Hallo Tom,

Nur wie testet man die soziale Reife eines Kindes?
Zuhause ist sie, zumindest nach außen, eine durchaus starke
Persönlichkeit. Sie versucht sich häufig durchzusetzen, stellt
sich gegenüber ihrem Bruder (bald 3) eigentlich immer in den
Vordergrund, hält ihre Anliegen für die wichtigsten und heult
bitterlich, wenn es mal nicht nach ihrer Nase geht.

Das würde (so aus der Ferne) eher auf mangelnde soziale Reife schließen lassen, wie sie allerdings auch oft noch bei Erwachsenen auftritt :wink:

Wir vermuten aber, daß sie sich im KIGA völlig anders verhält,
sich eher in der Gruppe ein- oder unterordnet.

Hat sie möglicherweise Probleme mit der fehlenden Akzeptanz
der anderen Kinder? Kann sie nicht so bestimmen, wie sie es
gerne möchte?

Vielleicht ist der Kiga wirklich einfach „blöd“ in dem Sinne, dass sie sich jetzt schon dort unterfordert fühlt?

Wir werden mit der Kindergärtnerin sprechen, obgleich es uns
widerstrebt, diese Entscheidung an einer Person festzumachen.

Festmachen an der Auskunft alleine würde ich es sicher nicht. Aber Du kannst die Kindergärtnerin ja durchaus mal über das Gruppenverhalten Deiner Tochter befragen: Nimmt sie andere als Mitspieler etc war? Hilft sie - soweit das gemeinsam gemacht wird - mit beim Aufräumen, Tisch decken (als Ganztagskind)?

Außerdem hast Du in Deinem Ausgangsposting geschrieben, alle ihre Freunde kämen in die Schule. Ist diese Freundschaft zu anderen Kindern eine echte bilaterale? Auch so etwas läßt auf soziale Reife schließen.

Mir sieht es wirklich so aus, als ob Deiner Tochter jetzt schon im Kindergarten langweilig ist und Du sie nur damit bestrafen würdest, sie noch ein weiteres Jahr dort reinzustecken.

Gruß, Karin

Hi,

Indem Du vor das Wort das fett sein soll schreibst
und dahinter aber ohne das Sternchen :wink:

Das geht auch so: &ltb> blabla

)

Gruß

J.

Hallo Tom,

Hallo Karin,

Das würde (so aus der Ferne) eher auf mangelnde soziale Reife
schließen lassen, wie sie allerdings auch oft noch bei
Erwachsenen auftritt :wink:

Was wäre die Konsequenz? Sie doch zuhause lassen?

Vielleicht ist der Kiga wirklich einfach „blöd“ in dem Sinne,
dass sie sich jetzt schon dort unterfordert fühlt?

Ich weiß es einfach nicht.

Festmachen an der Auskunft alleine würde ich es sicher nicht.
Aber Du kannst die Kindergärtnerin ja durchaus mal über das
Gruppenverhalten Deiner Tochter befragen: Nimmt sie andere als
Mitspieler etc war? Hilft sie - soweit das gemeinsam gemacht
wird - mit beim Aufräumen, Tisch decken (als Ganztagskind)?

Man müßte mal Mäuschen spielen im KIGA.

Außerdem hast Du in Deinem Ausgangsposting geschrieben, alle
ihre Freunde kämen in die Schule. Ist diese Freundschaft zu
anderen Kindern eine echte bilaterale? Auch so etwas läßt auf
soziale Reife schließen.

Wirklich eine gute Frage. Wie definiert man Freundschaft im KIGA-alter? Ist das Spielen im KIGA und Einladungen zu Geburtstagsfeiern schon ausreichend, oder lediglich ein Indikator?
Sie trifft sich noch zum wöchentlichen Turnen (wo sie auch nicht immer gern hingeht) und Basteln mit denselben Kindern.
Ist das schon Freundschaft?

Mir sieht es wirklich so aus, als ob Deiner Tochter jetzt
schon im Kindergarten langweilig ist und Du sie nur damit
bestrafen würdest, sie noch ein weiteres Jahr dort
reinzustecken.

Ich hoffe, es ist so.

Gruß, Karin

Danke Karin.

Gruß

Tom

Das ist ja trickreich *staun* (o.T.)

Das geht auch so: blabla

Nein.
Hallo Tom,

da die meisten hier die frühere Einschulung für gut zu finden scheinen möchte ich auch noch ein Posting dagegensetzen.
Mir liegt die Betonung immer zu sehr auf der intellektuellen und körperlichen Schulreife. Die meisten Ärzte, Lehrerinnen und Erzieherinnen scheinen nur darauf zu schauen.

Ich stehe vor dem gleichen Problem: Meine Tochter wird im August 6, ist sehr intelligent, sprachlich sehr weit und kann schon das meiste lesen und ein bisschen rechnen (ebenfalls nach dem Frage/Antwort-Prinzip, nicht weil wir das besonders gefördert hätten). Allerdings spielt sie auch andere Sachen als du bei eurer Tochter beschreibst. Auch sie hat einen dreijährigen Bruder, dem gegenüber sie ziemlich dominant ist. Im Kindergarten dagegen gehört sie zu den Braven und nicht zu den mutigsten. Wenn was nicht nach ihrem Kopf geht ist das schlimm für sie, und sie ist ebenfalls wirklich sehr sensibel (scheint eine häufige Kombination zu sein).

Ich selbst habe die erste Klasse übersprungen, bin also mit 6 Jahren 3 Monaten in die zweite Klasse gekommen. In der Grundschule war alles bestens, die Probleme kamen erst im Gymnasium. Ich erspare mir und dir zu beschreiben, wie sehr ich mich durch all die Jahre quälen musste, einschließlich wiederholte Klasse, bis ich in der Oberstufe endlich die innere Reife aufgeholt hatte und wieder begann mich halbwegs wohlzufühlen.

Gerade weil eure Tochter beim Spielen so einseitig intellektuell bleibt (ich will das nicht werten, aber du beschreibst es so) fände ich es wichtig, sie noch ein Jahr im Kindergarten zu lassen anstatt das durch die Einschulung noch weiter zu fördern. Das größte Problem sehe ich darin, wenn ihre Freundinnen alle in die Schule gehen, aber dann findet sie vielleicht auch noch andere, jüngere Freundinnen?

Mein Mann ist Grundschullehrer, und meint dass man deutlich merkt um wieviel sich die älteren Kinder leichter tun, auch emotional. Wichtiger als die Altersfrage ist, ob die Lehrerin bereit ist, auf ein Kind das schon weiter ist, einzugehen, ihm andere Aufgaben zu geben usw., damit keine Langeweile entsteht.
Die allerbeste Lösung fände ich, wenn ihr eine Montessori-Schule am Ort hättet, denn da mischen sich Altersstufen und Kenntnisse, und sie würde gar nicht auffallen und könnte sich optimal entwickeln.

Ich bin mit dir der Ansicht, dass sie nicht selbst beurteilen kann ob es das Richtige ist in die Schule zu gehen. Sie weiss doch gar nicht was da auf sie zukommt.
In unserer Kultur wird meiner Ansicht nach die intellektuelle Reife zu hoch bewertet. Es liegt doch an uns Eltern ob wir das mitmachen wollen oder nicht. Daher bin ich der Ansicht: Wenn ihr meint, sie ist emotional noch nicht so weit, gebt ihr noch ein Jahr die Chance stabiler zu werden und versucht, sie für Bereiche zu begeistern die ihr noch fehlen (Rollenspiele usw.)
Vielleicht muss sie das einfach erst noch entdecken.

Ich bin gespannt wie ihr euch entscheidet.
Viel Glück!

Andrea

Hallo zusammen,

Hi Tom!

sollen wir unsere Tochter mit 5Jahren und 10 Monaten
einschulen, oder besser nicht?

Tja, vor der Entscheidung standen wir vor viereinhalb Jahren auch schon einmal und sie wird uns nächstes Jahr noch einmal beschäftigen. Wir haben zwei Söhne, 10 und 4, im Oktober bzw. September geboren.

In Rheinland-Pfalz ist die frühzeitige Einschulung lt. diverser Auskünfte, die wir damals bekamen, im übrigen verpönt (gewesen?). Wir trafen deshalb zunächst auf Ablehnung überall, als wir mit der Idee ankamen. Die war uns nicht zugeflogen, sondern reiflich überlegt.

  1. war unser Sohn immer schon sehr wißbegierig, 2. konnte er sich sprachlich sehr gut ausdrücken und 3. war sein Sozialverhalten lt. Auskunft der Kindergärtnerinnen sehr gut. 4. Konnte er zwar noch nicht lesen, rechnen und schreiben, aber, so unsere Befürchtung, wenn er noch ein Jahr (sein 4.) in den (Ganztages-)kindergarten gegangen wäre, dann hätte er unter Garantie … usf.

Außerdem wollte er wahnsinnig gerne in die Schule, endlich richtig lernen, endlich lesen können und nicht von Muttern abhängig sein, die nicht gewillt war, Bücher von mehr als 40 Seiten am Stück vorzulesen.

Also haben wir (ich bin selbst im September geboren und frühzeitig eingeschult, konnte auch nie feststellen, dass man mir meine Kindheit genommen hat oder ähnlich) uns darum gekümmert, dass sein Wunsch, den wir unterstützenswert fanden, in Erfüllung ging.

Volle Ablehnung von Seiten seiner Kindergärtnerin. (Damals das 1. Jahr nach ihrer Ausbildung) Das sei gaaanz schlecht, wir wüßten ja gar nicht, was wir dem armen Kind antäten … Untersuchungen hätten ergeben, dass diese Kinder alle sozial auffällig würden usf. Im übrigen könne sich unser Sohn bei Aufgaben gar nicht richtig konzentrieren, wenn sie mit ihm arbeite (soll heißen, sie sitzt mit ihm an einem Tisch und hinter ihrem Rücken tobt der Bär), könne er sich gar nicht auf die Aufgaben konzentrieren, sondern schaue immer, was die anderen Kinder täten (Kommentar unseres Sohnes: die Aufgaben sind langweilig. Auf der anderen Seite wurde ihm untersagt, an den Aufgaben für Vorschulkinder, die ihn brennend reizten, teilzunehmen. Das war später in der Grundschule noch so. Hier stehen die Bücher für Erstklässler (die las unser Sohn nach einem halben Jahr in der kleinen Pause), dort für die Klassen 3 und 4, also nichts für dich Erstklässler, las die Finger davon!). Wir wußten hingegen, dass er sich stundenlang konzentrieren konnte (z.B. beim Besuch des Senckenberg-Museums in Frankfurt o.ä., beim Lego-Bauen oder beim Bücher „lesen“, sprich anschauen).

Bei uns war es übrigens so, dass seine besten Freunde, obwohl ungefähr gleichaltrig, im Kindergarten blieben und erst ein Jahr später eingeschult wurden. In der Schule bekam er dann aber schnell Kontakt zu neuen Kindern, der Kontakt zu seinen Freunden schlief mit der Zeit ein, obwohl sie am Ort wohnen, einfach weil der Erfahrungshorizont ein anderer wurde. Allerdings handelt es sich dabei teilweise um Mädchen, so dass das auch altersbedingt sein kann. Eines dieser Mädchen spricht noch jetzt von unserem Sohn als ihrem Freund, obwohl sie ihn über ein Jahr weder gesehen noch gesprochen hat.

Damals gab es noch die psychologischen Tests und die medizinischen. Die medizinischen müssen alle Kinder machen, ich glaube, heute auch noch, die psychologischen nur die Kann-Kinder.

Wir traten also zum Test an. Diesen kann man nicht bestehen, bestehen und mit Auszeichnung bestehen. Der Test wurde uns Eltern danach gezeigt und mit uns darüber diskutiert, aber wir durften ihn nicht mitnehmen, auch nicht in Kopie. Fand ich eigentlich ungeheurlich, aber ich wollte nicht gleich unangenehm auffallen.

Unser Sohn bestand den Test mit ca. 75 bis 80 % der Aufgabenstellungen (vorsichtige Schätzung unsererseits, weil wie gesagt, wir bekamen den Test ja nicht mit und durften ihn uns nur gerade mal durchsehen). Zudem machte er Aufgaben zusätzlich, weil die angesetzte Zeit zu lang war (wohlgemerkt unser Sohn ist durchschnittlich begabt). Die Aufgaben, bei denen er patzte, waren Aufgaben, die etwas mit Feinmotorik zu tun haben, allerdings waren mein Mann und ich der Meinung, schön schreiben oder Linien gerade ziehen lerne er in der Schule (tatsächlich hat er eine sehr schöne, gleichmäßige Schrift). Damit war der Test bestanden (wohlgemerkt nur bestanden!). Obwohl der Test bestanden war, empfahlen uns die Lehrerin, die den Test gemacht hatte und der Rektor im Chor, unseren armen Sohn doch noch nicht einzuschulen, das sei ganz schlecht, wir wüßten nicht, was wir dem Kind antäten … immer der jüngste (das ist er bis heute), immer der kleinste (unser Sohn gehört zur Gruppe der größeren in der Klasse). Wir haben beiden gegenüber unsere Meinung vertreten (vor allem mit dem Hinweis, selbst positive Erfahrungen mit früher Einschulung gemacht zu haben (meine beiden Geschwister sind ebenfalls (wenn auch nur wenige Wochen) frühzeitig eingeschult worden. Mein Mann ist frankophon und also sowieso jünger eingeschult worden). Es wurde dann na ja akzeptiert.

Unsere Erfahrung mit der Klassenlehrerin in der Grundschule war dann (aber dies ist, so glaube ich, sehr individuell verschieden) die, dass, wenn immer Probleme auftraten (er ist unkonzentriert, er ist schlampig) die frühe Einschulung erhalten musste als Grund. Wenn wir der Sache aber auf den Grund gingen, bekamen wir plötzlich zu hören, alle Kinder seien mal unkonzentriert, jedes Kind habe unordentliche Phasen und im großen und ganzen sei er ein guter Schüler und auch nicht sozial auffällig.

Angesichts des letzten halben Jahres auf dem Gymnasium, in das unser Sohn nun geht, bin ich im übrigen froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Unser Sohn fängt nämlich gerade erst an zu begreifen, dass man nicht alles vom bloßen Ansehen lernt, sondern das Lernen auch viel mit Ausdauer und Fleiß zu tun hat, so man die Noten aus der Grundschule (so ungefähr im Zweier-Bereich)in der Oberschule fortsetzen will zumindest.

Wie du siehst scheinen wir - hoffentlich - die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Unser Sohn hatte im Kiga aber auch einen besten Freund, der genau eine Woche jünger war und eine Freundin, die einen Monat jünger war. Die Mutter des Jungen hat ihn nicht mit unserem Sohn frühzeitig eingeschult, er wollte auch gar nicht, obwohl er sehr darunter gelitten hat, dass unser Sohn ihn im Kiga zurückließ. (Das Mädchen ist auch erst ein Jahr später gegangen.) Und auch sie scheint mit ihrer Einschätzung recht gehabt zu haben. Wahrscheinlich wäre auch bei ihm die intellektuelle Reife durchaus gegeben gewesen. Der Junge war nur immer schon extrem ängstlich, sehr schüchtern und konnte sich nur schwer gegen „gröbere“ Kinder durchsetzen. Meiner Meinung nach hat auch sie die richtige Entscheidung getroffen, ihm noch ein Jahr zu geben, denn er ist inzwischen sehr viel selbstbewußter geworden (Arnold Schwarzenegger wird er wohl nie werden, aber warum sollte er auch) und konnte sich dann gut in die Klasse integrieren und sich dort einen Platz schaffen.

Das sind also so unsere Erfahrungen, wahrscheinlich richtig weiterhelfen werden sie dir auch nicht können, zumal du ein Mädchen hast - und da soll ja alles anders sein.

Die Ärztin, die die medizinische Untersuchung vornahm (und eigentlich gar nichts dazu hätte sagen sollen), meinte übrigens auch, er sei zwar medizinisch reif, wir sollten unserem Sohn das aber trotzdem nicht antun, spätestens in der Pubertät kämen die Schwierigkeiten, weil Mädchen seien ja bekanntlich früher reif und dann sei er noch nicht so weit und würde stark leiden … Wir werden sehen.

Was übrigens die Entscheidung des Kindes betrifft. Ich finde schon, dass es gehört werden sollte. Gegen seinen Willen hätten wir unseren Sohn bestimmt nicht frühzeitig eingeschult. Wir Eltern hätten uns zwar einiges erspart, wenn wir gegen seinen Willen gegangen wären:
Grundschule endet bekanntlich um 12 Uhr, so dass ich erst wieder eine Betreuung für ihn finden musste oder gg.falls zu Hause geblieben wäre, so diese nicht gegeben gewesen wäre.
Und die Kommentare erst, die wir von anderen Eltern (warum sind es eigentlich immer die Mütter, die aufeinander herumhaken, anstatt sich gegenseitig zu helfen und zu raten?) zu hören bekamen.
Aber wir nehmen unseren Sohn und seine Bedürfnisse sehr ernst. Ich kann mich noch gut an die Machtlosigkeit erinnern, die ich als Kind empfunden habe gegen die Übermacht der Elternentscheidungen (und meine Eltern waren vergleichsweise tolerant und liberal), und wenn ich die Elternübermacht heute unserem Sohn manches Mal nicht ersparen kann, so ist mir doch daran gelegen, dass er seine Meinung vertreten darf und soll.

Soweit unsere Erfahrungen. Ich wünsche euch, dass eure Tochter eine schöne Schulzeit verleben kann, egal, wie ihr euch entscheidet.

MfG
Susanne

Sie fragt und wir antworten.

Nach dem Schema sind wir auch vorgegangen.

Wir glauben, daß sie ihr erlerntes Wissen jedoch weiter
ausbauen wird, wenn wir noch ein Jahr warten.

Genau das.

Sie würde sich immer weiter vom normalen Wissensstand eines
Erstklässlers entfernen.
Dann wird sie sich möglicherweise langweilen.

Das dürfte wohl so sein.

wofür soll das gut sein ?Lass das Kind doch Kind sein und spielen und frei sein…das ist es das ganze Leben nicht mehr ,wenn die Mühle erst mal anfängt sich zu drehen…Schule ,Ausbildung , Berufstätigkeit…bis zur Rente keine Ruhe mehr. Ein wertvolles Jahr …Mein Sohn war 7 als er eingeschult wurde ,jetzt hat er Abi gemacht.
Er hatte ein gute Schulzeit.

Gruss
Regina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]